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Rechtsextreme mit Maschinengewehren

Sie heißen Asow, Aidar oder Donbass: Die Bataillone Rechtsradikaler, die mit Hakenkreuzflaggen, Maschinengewehren und Panzern bewaffnet Jagd auf „Russen“ machen, wie sie die russischsprachige Minderheit in der Ukraine nennen. Formell unterstehen die Nazibanden dem ukrainischen Innenministerium als sogenannte „Nationalgarde“. Nach ukrainischen Angaben, weitergereicht vom Print-Spiegel, kämpfen auch mindestens 2500 Neonazis aus ganz Europa an der „russischen Front“ in der Ostukraine. Und diese „Nationalgarde“ nimmt auch ganz offiziell an NATO-Manövern teil.

Dieser Beitrag ist der fünfte Teil eines mehrteiligen Artikels zu den ukrainischen Nazibataillonen. Hier der erstezweitedritte und vierte Teil. Weitere Beiträge kommen noch hinzu. Sie basieren im wesentlichen auf gesammelten Material der letzten Jahre. Es kann zu Doppelungen von Inhalten kommen. Dieser Artikel dreht sich im wesentlichen um die rechtsextremen „Freiwilligenregimenter“ in der Ukraine. Andere – leider reichlich vorhandene – Nazithemen zur Ukraine werden hier nicht oder nur am Rande behandelt.

AFP, Kyiv Post: Kämpfer des Rechten Sektors „beschützten“ Wahl in Mariupol, Ukraine

30. November 2015. Vor einer Woche hatten sie noch die Stromzufuhr zur Halbinsel Krim weggesprengt (Die Bundesregierung verurteilte übrigens diese Terroranschläge auf die Strommasten), nun traute man ihnen gestern offenbar hoheitliche Aufgaben bei der Kommunalwahl im ukrainischen Mariupol zu. Medien berichten übereinstimmend, dass die Nachholwahl – regierungstreue Aktivisten hatten die Wahl zum regulären Termin verhindert – in der ukrainischen Oppositionshochburg Mariupol von den Nazikämpfern des Rechten Sektors bewacht wurde, der zusammen mit dem berüchtigten, mittlerweile selbst vom US-Kongreß mit einem Bann belegtenAsow Bataillon die Stadt und das Umland kontrolliert. Die Wahl wurde von den ukrainischen Regierungsparteien haushoch verloren. Keine einzige schaffte an der 5%-Hürde vorbei den Einzug ins Stadtparlament.

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„Fighters of the ultra-nationalist movement „Pravyi Sector“ (Right Sector) said they were observing the situation at the stations to prevent disorder and vote rigging. ‚We are here to make sure that elections will be held fairly,‘ group member Sergiy told AFP. ‚It is no secret that the majority here support separatists. The reason is that our people are still nostalgic for the Soviet Union and are trying to get it back by voting for pro-Russian forces.“‚, heißt in einer AFP-Meldung bei Yahoo News. Interessant hierbei ist auch die Feststellung des interviewten ukrainischen Rechtsextremisten vom „Sektor“, dass ja allgemein bekannt sei, dass die Mehrheit der Einwohner von Mariupol die ostukrainischen „Separatisten“ unterstütze. Man sei daher hier, um eine faire Wahl zu garantieren …

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Auch die regierungstreue Kiewer Zeitung „Kyiv Post“ berichtet- als wäre es die normalste Sache der Welt – von bewaffneten Rechter-Sektor-Kämpfern, die zusammen mit Polizisten in Mariupol patroullieren würden, und bestätigten damit die zahlreichen Bilder von Bewaffneten, die die sozialen Medien am Wahltag fluteten. „Fears of violations or vote disruptions were widespread during in the industrial city of almost 500,000 residents. Armed men in camouflage from the Right Sector volunteer battalion patrolled the polling stations along with the police.“, heißt es bei dem Blatt aus Kiew in dem mit Propaganda durchtränkten Artikel zur Mariupol-Wahl.

taz verharmlost Nazi-Kämpfer als idealistische „Freiwillige“

Die Schweizer Nachrichtenseite 20min.ch schreibt in einem Dossier mit dem Titel „Ukraine setzt Neo-Nazis gegen Separatisten ein“ unter anderem folgendes: „Beim Kampf in der Ostukraine will die Regierung in Kiew offenbar den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: Bekennende Neo-Nazi-Gruppen sind an vorderster Front dabei. Die Bataillone heissen Asow, Dnjepr oder Donbass. Es sind Gruppierungen Rechtsextremer, die im Frühjahr 2014 gegründet wurden und die sich zurzeit im Kampf gegen die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine hervortun.“. Die Tageszeitung taz aus Berlin bezeichnet diese Gruppen beispielsweise in dem Artikel („Kämpfe um Mariupol in der Ostukraine. Warten auf den Feind“) durchgehend als „Freiwillige“ – Asow und Dnjepr (Dnipro) werden namentlich erwähnt – und das mehrmals. Kritik an den brutalen Nazitruppen? Fehlanzeige. Die taz macht reine Propaganda, macht dafür gemeinsame Sache mit Nazis und bringt weinerliche „pro-ukrainische“ Homestorys in dem Artikel unter, die sich der ukrainische Geheimdienst nicht besser hätte ausdenken können. Eine Schande für den Journalismus.

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Insgesamt neun Mal alleine in dem genannten Artikel werden die Rechtsextremen als „Freiwillige“ bezeichnet. „Freiwillige bei Schirokino, 15 Kilometer östlich von Mariupol.“. „Damals rückten die ukrainischen Freiwilligen des Asow-Regiments als Erste am Ort des Einschlags an.“. „Die ukrainischen Soldaten und erst recht die Kämpfer der Freiwilligenbataillone würden viele als Besatzer wahrnehmen.“. „Doch ihre eigene Mutter wettert tagtäglich gegen die ukrainischen Soldaten und freiwilligen Kämpfer.“. „Nachdem Mariupol im Sommer wieder in der Hand der Armee und der Freiwilligenverbände war, wurde die Statue des Bolschewikenführers vom Sockel gehoben.“. „Als die ukrainischen Truppen und die Freiwilligenbataillone im Sommer die Stadt von den Separatisten zurückerobert haben“.“Die beiden Kämpfer des Freiwilligenbataillons Dnipro nennen lediglich ihre Kampfnamen, die sie auch über Funk kommunizieren.“. „Doch damit endet schon sein Verständnis für die Einwohner, die den Freiwilligenverbänden ablehnend gegenüberstehen.“. „Ansonsten glänzt der Raum in einem hellen Gelb, das die Freiwilligen nach dem letzten Anschlag über den Ruß gepinselt haben.“.

In dem Artikel „Das Bataillon Asow. Schmutziger Kampf in der Ukraine: Neonazis im Dienst der Regierung“ schreibt der ansonsten eher „freiwilligenregimentfreundliche“ Focus zu den irregulären ukrainischen Nazitruppen: „Wie der ‚Telegraph‘ berichtet, schickt das ukrainische Militär das rechtsradikale Bataillon an vorderster Front in den Kampf. In der Stadt Marinka seien die Milizionäre noch vor den Panzern der Armee vorgerückt und hätten einen Checkpoint erobert. ‚Das Wichtigste ist, dass wir einen Brückenkopf für den Angriff auf Donezk geschaffen haben. Und wenn dieser kommt, werden wir vorangehen‘, so Bilezki.“.

Die Sonntagszeitung (Schweiz) titelt: „Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front„. Ein Zitat aus dem Artikel: „Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kämpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.“.

Bei der Kommunalwahl in Mariupol vor einigen Tagen konnten die Parteien der ukrainischen Regierung übrigens keinen einzigen Sitz holen, die rebellennahe Opposition fuhr einen überwältigenden Wahlsieg ein („Wahl in Mariupol, Ukraine: Desaster für die Regierung„). Obwohl am Wahltag schwerbewaffnete Kämpfer der Rechten Sektors in den Straßen der Stadt und vor den Wahllokalen „für Ordnung“ sorgten („AFP, Kyiv Post: Kämpfer des Rechten Sektors “beschützten” Wahl in Mariupol, Ukraine„). Der „Oppositionsblock“ holte alleine 45 von 54 Sitzen. Die Partei des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko scheiterte klar an der 5-Prozent-Hürde.

Bataillon Aidar der „ukrainischen Pilotin“ Nadija Sawtschenko

Hier einige Informationen aus der Presse zum ukrainischen Aidar- oder Ajdar-Bataillon. Artikel aus der Tagesschau, WELT, Die Presse, Deutschlandfunk etc.. Das Aidar-Bataillon gehört wie die anderen ukrainischen „Freiwilligenbataillone“ – beispielsweise das berühmt-berüchtigte Asow-Bataillon – mittlerweile offiziell zur dem ukrainischen Innenministerium unterstellten ukrainischen Nationalgarde, die übrigens der NATO als ein dem ukrainischen Militär gleichwertiger Partner gilt. Die in Russland wegen zweifachen Mordes an russischen Journalisten verurteilte „ukrainische Pilotin“ Nadija Sawtschenko ist Mitglied des Bataillon Aidar und war dies auch zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt. Das Urteil wurde im Westen teils scharf kritisiert, Medien und Politiker forderten die unverzügliche Freilassung von Sawtschenko.

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Die Tagesschau schrieb am 29.09.2014 in dem Artikel „Blutige Kämpfe in der Ostukraine“ (siehe auch Screenshot/Bild oben, rechts): „Besonders berüchtigt ist das Bataillon AIDAR, zu dem rechtsgerichtete ukrainische Nationalisten gehören, von denen sich einige mit Hakenkreuzen und anderen Nazi-Symbolen schmücken, als Abzeichen auf der Tarnkleidung oder als Tätowierung auf dem Körper. Die Anführer und viele Mitglieder sind bekennende Neonazis und Mitglieder von rechtsextremen Gruppen. Die pro-russischen Separatisten haben heute angeblich weitere Massengräber entdeckt, mit insgesamt, so heißt es, rund 400 Leichen. Die Gräber befänden sich in Gebieten, die zuvor von der ukrainischen Armee und den Freiwilligen-Bataillonen kontrolliert worden waren, sagte der Separatistenführer Andrej Purgin. Eine unabhängige Bestätigung gab es dafür nicht.“.

DIE WELT schreibt in einem Artikel, der voll der lobenden Worte ist, zu den „Selbstverteidigungseinheiten“ des Bataillon Ajdar/Aidar: „Voller Genugtuung verkündet Todor Panewski den jüngsten Erfolg seiner dem Bataillon Ajdar unterstellten Selbstverteidigungseinheit in der ukrainischen Hafenstadt Odessa: Seine Leute hätten einen Anhänger der Separatisten gefasst, sagt Panewski. Er ist ein stämmiger Opernsänger und Kommandeur einer bewaffneten Gruppe Patrioten. ‚Wir stellen ihm ein paar Fragen, und dann übergeben wir ihn den Sicherheitskräften‘, erklärt er. Dabei schreitet er durch ein Gebäude, das sich seine Truppe zum Hauptsitz erkoren hat. Das malerische Odessa liegt zwar 500 Kilometer westlich der ostukrainischen Frontlinie, wo sich Regierungstruppen einen Zermürbungskampf mit prorussischen Separatisten liefern. Trotzdem herrscht auch hier in Odessa die Sorge vor einer neuen Front. Sie wird angetrieben von regelmäßigen Nachrichten über Festnahmen mutmaßlicher Abtrünniger, die zum prorussischen Lager wechseln.“. Zur Einordnung des WELT-Artikels: Telepolis schrieb Anfang Juni 2015 in dem Artikel „Journalisten in Odessa leben gefährlich“ zur Lage in Odessa: „Verhöre, Durchsuchungen und Festnahmen von Journalisten. Über 50 Regierungsgegner in Haft. Gouverneur Michail Saakaschwili wird von Sondereinheit bewacht. Trotz verstärkten Polizei-Kontrollen und dem Einsatz von Spezial-Kräften ist die Lage in Odessa weiter angespannt. Die Opposition wagt sich nur selten und in kleinen Gruppen auf die Straße. Die Angst vor Übergriffen von Nationalisten und Sicherheitskräften ist groß. Die Unsicherheit wirkt sich auch auf den Tourismus aus. Urlauber bleiben weg. An den Stränden von Odessa ist wenig los.“.

DiePresse.com (Österreich) schreibt in dem Artikel „Die Kriegsverbrechen des Kiew-treuen Aidar-Bataillons“ unter anderem folgendes: „Ein 31-jähriger Geschäftsmann will in Starobilsk bei Luhanks auf einer aufgelassenen Tankstelle eine Klopause einlegen, als plötzlich drei maskierte Männer aus einem Wagen springen. Sie ziehen ihm eine Waffe über den Kopf, nehmen ihm umgerechnet knapp 1700 Euro ab. Immer wieder werfen sie ihm vor, ein Separatist zu sein. „Dreimal wurde ich verhört. Und dabei immer geschlagen – mit dem Gewehr, mit dem stumpfen Ende einer Axt in die Nieren”, sagt der Mann. […] Der Kommandant des Aidar-Batiallons gibt gegenüber Amnesty International die brutalen Methoden teilweise zu: „Das ist nicht Europa. Es ist alles ein bisschen anders. Die Prozeduren wurden vereinfacht. Wenn ich will, kann ich einen Sack über deinen Kopf ziehen und dich für 30 Tage einsperren – wegen des Verdachts der Hilfe für Separatisten.” Er gibt auch zu, dass Verdächtige geschlagen und dass ihnen die Augen verbunden wurden. Und dass sein Bataillon ein eigenes Gefangenenlager unterhält.“

Deutschlandfunk, Artikel „Ukraine. Wachsende Kritik an Freiwilligen-Bataillonen„. Zitat: „Moskal ist Gouverneur des weitgehend von Separatisten besetzten Bezirks Luhansk und hat von vielen Verbrechen des Bataillons Ajdar erfahren. ‚Schon etwa 30 Ajdar-Kämpfer sind festgenommen worden, wegen brutaler Morde, wegen Erschießungen, wegen Entführungen. Sie gehen auch gegen ukrainische Beamte vor. So haben sie das Haus eines Landrats beschossen, dessen Frau Vorsitzende des Regionalgerichts ist.‘. Moskal hat der Staatsanwaltschaft jetzt eine Liste mit 65 solcher Straftaten übergeben – und auch das sei nur ein Bruchteil, sagte er. Aus der Liste ergibt sich, dass zumindest ein Teil des Bataillons wie eine skrupellose Mafia-Organisation vorgeht. Immer wieder plündern Männer in Uniformen Wohnungen und verschleppen Menschen, um von den Angehörigen Lösegeld zu erpressen.“.

Amnesty International: „Urgent Action. Zivilist ‚verschwunden‘„. Zitate: „Von Aleksandr Minchenok aus Lisichansk fehlt seit Juli jede Spur. Damals wurde er auf einer Reise mit seiner Großmutter in der Ostukraine von Kiew nahestehenden Kräften ‚festgenommen‘. Seine Eltern haben seitdem nichts von ihm gehört und fürchten um sein Leben. […] Daraufhin eilten die Eltern von Aleksandr Minchenok, Ekaterina Naumova und Yuriy Naumov, zu dem Kontrollpunkt, wo man ihnen erzählte, dass ihr Sohn vom Bataillon Ajdar festgenommen worden sei. Das Bataillon ist einer von über 30 sogenannten freiwilligen Kampfverbänden, die sich infolge des Konflikts in der Ukraine gebildet haben und der Regierung in Kiew nahestehen.“.

Bei einem Artikel der Zeit zu dem aktuellen Prozess um Sawtschenko („Russland: Gericht erklärt Nadija Sawtschenko für schuldig„) verweist ein ein Zeit-Leser auf Nazisymbole beim Aidar-Bataillon und den zugehörigen The-Guardian-Artikel „The women fighting on the frontline in Ukraine“ und schreibt im Kommentarbereich: „Zu Aidar: Hier die Aidar-Kämpferin „Anaconda“ vor Dirlewanger-Emblem (gekreuzte Handgranaten) und „1488“ (14 Wörter, HH): http://www.theguardian.co… […] Das heißt nicht, dass Sawtschenko schuldig im Sinne der Anklage ist, wirft aber ein bezeichnendes Licht auf Ihre Unterstützer. Zu diesen Unterstützern gehören auch jene, die verschweigen, dass es sich um ein rechtsradikales Bataillon handelt und sich damit dem Verdacht aussetzen müssen, Oskar Dirlewanger und Konsorten in Ordnung zu finden, solange es gegen Russland geht.“. „14 Wörter“ ist ein beliebter Nazicode (Es geht um 14 bestimmte Wörter, die ein rassistisches „Glaubensbekenntnis“ darstellen), HH ist die Kurzfassung von „Heil Hitler“.

Dokumentarfilme über die Ostukraine und Odessa

Ein Artikel bei Telepolis. „Auf einem Dokumentarfilm-Festival in Berlin wurden Filme gezeigt, welche an die bedrückende Lebensrealität in den Südost-ukrainischen Konfliktzonen erinnern“. Die deutsche Verleumderszene war übrigens im Vorfeld des Festivals aktiv und konnte verhindern, dass es in den geplanten Kinos stattfand. Seit Monaten attackieren in Deutschland nicht nur die Leitmedien die Medien-, Regierungskritiker und linke Gruppen, die sich gegen Krieg und Ausbeutung einsetzen, sondern auch diverse „pro-westliche“ Aktivisten und Blogs. Wer sich gegen die Regierungslinie stellt, wird von diesen „Westen-Nazis“/Atlantikern/NATO-Fans gnadenlos attackiert und kaltgestellt und das so gut wie immer unter Zuhilfenahme übelster, an den Haaren herbeigezogener Verleumdungen.

Kiewer Medien berichten stolz: Das – selbst von den USA gebannte – Nazi-Bataillon Asow gibt Kindern Militärtraining

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Wenn das der Führer noch erlebt hätte: Die englischsprachige Ausgabe der Kyiv Post – eine der seriöseren ukrainischen Zeitungen – berichtet stolz, dass das berüchtigte Nazi-Bataillon Asow Kindern ein Militärsommercamp bietet („Azov fighters give military training to children, foster patriotism at Kyiv summer camp„). Zitat: „The Kyiv Post listened to the words of one of the songs. Its lyrics were about Ukrainian soldiers defeating their enemies. Today that enemy is Russia. A boy who sits on a log softly whispers: ‚I want that this war will end and we will kill all the Russians.‘ „. Der Screenshot oben ist der Teaser der Hauptseite, der auf den Artikel führt. Darunter ein Teil einer Pressemitteilung aus den USA zum Bataillon Asow.).Willkommen in der Hitlerjugend, liebes ukrainisches Kannonenfutter!

Das Bataillon Asow war bereits vor Monaten vom engsten Verbündeten der Ukraine – der USA – gebannt worden: Auf Initiative von farbigen Abgeordneten verbot das US-Repräsentantenhaus per Gesetzes-Amendement der US-Regierung die Unterstützung der „neo-nazi paramilitary milita azov bataillon“ („US-Repräsentantenhaus untersagt US-Regierung Unterstützung und Ausbildung von ukrainischen Nazi-Bataillonen„). Ob der Boykott so wirklich greift, steht auf einem anderen Blatt. Interessanterweise versucht die Kyiv Post (wie andere ukrainische Medien oder die ukrainische Regierung auch), in dem Artikel die Darstellung zu etablieren, dass es russische Propaganda sei, die behaupte, dass Bataillon Asow sei von Nazis durchsetzt. Vielleicht sollten die Ukrainer mal beim US-Repräsentantenhaus nach ihren „Asow-Helden“ fragen.

Auch in der deutschsprachigen Presse finden sich viele Nazibelege zum Asow-Bataillon der „ukrainischen Nationalgarde“ (Obwohl in den letzten Monaten hier zunehmend versucht wird, den rechtsextremen Hintergrund des Bataillons zu vertuschen und es als eine edle Gruppe von Freiwilligen zu verkaufen.). Einige Beispiele:

Die Schweizer Nachrichtenseite 20min.ch schreibt in einem Dossier mit dem Titel „Ukraine setzt Neo-Nazis gegen Separatisten ein“ unter anderem folgendes: „Beim Kampf in der Ostukraine will die Regierung in Kiew offenbar den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: Bekennende Neo-Nazi-Gruppen sind an vorderster Front dabei. Die Bataillone heissen Asow, Dnjepr oder Donbass. Es sind Gruppierungen Rechtsextremer, die im Frühjahr 2014 gegründet wurden und die sich zurzeit im Kampf gegen die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine hervortun.“.

Die Sonntagszeitung (Schweiz. European Newspaper of the Year, immerhin) titelt: „Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front„. Ein Zitat aus dem Artikel: „Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kämpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.“. Der Artikel berichtet auch von einem schwedischen Neonazi, der an der ukrainischen Ostfront gefallen ist.

In dem Artikel „Ukraine-Konflikt im ZDF. Hakenkreuz und SS-Rune – Protest von Zuschauern“ schreibt der Berliner Tagesspiegel: „Für den neuen Moderator Christian Sievers war es am Montag die erste ‚heute‘-Sendung – und wegen dieser Sendung hat das ZDF nun gleich heftigen Ärger. Denn in der Sendung, in der auch ausführlich um den Ukraine-Konflikt ging, wurden auch Mitglieder des nationalistischen Asow-Bataillons gezeigt, das im Osten des Landes an der Seite der Regierungstruppen gegen die Separatisten kämpft. An ihren Stahlhelmen: Hakenkreuze und SS-Runen.“.

In der offiziellen Programmbeschwerde an das Zweite Deutsche Fernsehen mit dem Titel „ZDF – NS-Symbolik in heute-Sendung“ heißt es: „Hiermit erheben wir, die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien, formal Beschwerde zum Beitrag ‚Ukraine – Gefechte trotz Friedensgipfel‘ in der 19:00 Uhr-Sendung ‚heute‘ vom 11.02.2015. Konkret ergeht unsere Beschwerde wegen Verwendung und Verbreitung von Film-bzw. Bildmaterials des rechtsextremen Asow-Bataillons innerhalb der eigenen Berichterstattung des ZDF, wobei auch unkommentiert NS-Symbolik dargestellt wurde. Das im entsprechenden Beitragsausschnitt zu sehende Asow-Emblem mit der Wolfsangel weist das Filmmaterial als Video des Asow-Bataillons aus.“.

[Nachtrag: Der Bann hielt nur ein Jahr und war auch eher Show als effektive Nazibekämpfung. Heute arbeitet die USA ganz offen mit diesen Nazis zusammen. Mit den anderen Bataillonen wurde die Zusammenarbeit nie eingestellt.]

BILD-Journalist und Nazi-Fan Julian Röpcke besucht Hauptquartier von bekannter Nazi-Mörderbande

Julian Röpcke, gleichzeitig Mitarbeiter der BILD und bekennender Bewunderer des ukrainischen Nazikampftrupps „Asow Bataillon“ hat sich einen lange gehegten Traum erfüllt und das Hauptquartier des Nazi-Bataillons in Kiew besucht. Das berichtete stolz der für diese Ukraine-Nazis kämpfende bekannte schwedische Neonazi Mikael Skillt (Frankfurter Rundschau: Ukraine: Neonazis im Häuserkampf) vor einigen Tagen auf Twitter (Röpcke retweetet es stolz …). Das Bataillon Asow gilt als eines der schlimmsten der rechtsextremen ukrainischen Freiwilligenbataillone, die an den Kämpfen gegen die aufständischen Ostukrainer teilnehmen. Sogar das US-Repräsentantenhaus verbot seine Regierung per Gesetzeszusatz (!) die Unterstützung der „neo-Nazi militia ‚Azov bataillon’“. Röpcke gilt als Fan der Asow-Nazis und äußert sich immer wieder bewundernd in der BILD und bei Twitter über diese. In den letzten Tagen verbreitete er vermehrt Promotion-Videos der Nazikämpfer.

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Mehr zum Thema:

Julian RöpckeBataillon AsowBataillon Asow – Ukrainische NationalgardeUS-Repräsentantenhaus untersagt US-Regierung Unterstützung und Ausbildung von ukrainischen Nazi-Bataillonen. „Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front„, Zitat: „Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. „Rechte Söldner in Ukraine. Kiews Problem in den eigenen Reihen„, Zitate: „Im ‚Asow Bataillon‘ kämpfen sogar Ausländer dafür, den ‚weißen Mann‘ in dem Land zum Sieg zu führen.“ und „So berichtet die britische BBC über einen schwedischen Scharfschützen, der mit dem sogenannten Asow-Bataillon gegen die Separatisten kämpft. Mikael Skilt sei ein ehemaliger Angehöriger der Schwedischen Armee, auf dessen Kopf mittlerweile ein Preisgeld von 5000 Euro ausgesetzt sein soll. Skilt, der nach eigenen Angaben Kommandant einer Aufklärungseinheit ist, bezeichnet sich selbst als Nationalist. Seine Ansichten gleichen jedoch eher denen eines typischen Neonazis.“.

Im Netz gibt es natürlich noch viel mehr zu dem feinen Herrn Röpcke zu finden …

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UPDATE:

Röpcke feierte in der Ukraine mit den Nazis und hatte „anregende Diskussionen“ mit ihnen (Danke an die Hinweisgeber):

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UPDATE:

Mit dabei (siehe Erwähnung im Tweet oben) war offenbar auch ein Mitarbeiter der „EuroMaidan-PR“. Und dieser stellt auch gerne mal bei Twitter klar, was „Hitlers einziger Fehler“ war (siehe Tweet unten): Er hätte nicht genug Russen umgebracht. Unglaublich, was diese Rechtsextremisten da abziehen! Auch unglaublich: Bei Twitter wird @EuromaidanPR regelmäßig von deutschen Journalisten (von ARD, ZDF, Spiegel, FAZ etc.) und Politikern retweetet und als Quelle benutzt.

euromaidan

Ukrainisches Militär meldet 1000 ausländische Kämpfer in der Ukraine

Wie die englischsprachige regierungstreue ukrainische Zeitung Kyiv Post unter Berufung auf das ukrainische Militär berichtet, kämpfen auf Seiten der Kiewer Zentralregierung eintausend Kämpfer aus ganz Europa gegen die Rebellen in der Ostukraine: „Ukrainian military reported that the number of foreigners fighting in Ukraine’s Donbas is around 1,000. Until very recently, they were not even allowed to serve in the nation’s military, so they have been fighting in the volunteer battalions. On Oct. 6 Ukrainian parliament voted to allow foreigners to be contract soldiers in the military.“. Überraschenderweise kommen sehr viele dieser Krieger offenbar aus Russland.

Die Kämpfer sind – wie der genannte Bericht andeutet – in sogenannten Freiwilligenbataillonen, überwiegend rechtsextremen Kampfgruppen wie dem bekannten „Nazi-Bataillon“ Asow (Neu: Regiment Asow), organisiert. Sie kommen aus ganz Europa, auch aus Westeuropa („Video: Il-Giornale-Interviews mit westeuropäischen Kämpfern im ukrainischen Nazi-Bataillon Asow„). In dem Kyiv-Post-Artikel werden vor allem die „Nöte“ von (weiß-) russischen Kämpfern, die in Bataillonen wie dem genannten Asow-Bataillon oder dem Rechter-Sektor-Bataillon auf Seiten der ukrainischen Regierung „dienen“, angesprochen. Diese wollen die ukrainische Staatsbürgerschaft erlangen, da sie nach eigenen Angaben nicht mehr zurück können oder wollen. Die in dem Kyiv-Post-Artikel aufgeführten und interviewten Kämpfer sind ausschließlich Rechtsextreme. Moderate Kräfte scheint die Kiewer Zeitung nicht gefunden zu haben.

Die Schweizer Nachrichtenseite 20min.ch schreibt in einem Dossier mit dem Titel “Ukraine setzt Neo-Nazis gegen Separatisten ein” unter anderem folgendes zu den sogenannten „Freiwilligenbataillonen“: “Beim Kampf in der Ostukraine will die Regierung in Kiew offenbar den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: Bekennende Neo-Nazi-Gruppen sind an vorderster Front dabei. Die Bataillone heissen Asow, Dnjepr oder Donbass. Es sind Gruppierungen Rechtsextremer, die im Frühjahr 2014 gegründet wurden und die sich zurzeit im Kampf gegen die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine hervortun.”.

Die Sonntagszeitung (Schweiz): “Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front“. Ein Zitat aus dem Artikel: “Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kämpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.”.“.

Die deutsche BILD-„Zeitung“ unterstützt übrigens ausdrücklich das Asow-Bataillon. Ihre Journalisten zeigen sich von ihm begeistert und feiern auch gerne mal tagelang Partys in Kiew mit führenden Asow-Neonazis …

Weiterer Naziskandal neben Pirinçci

Der Skandal um Akif Pirinçcis Pegida-Nazi-Rede („KZs außer Betrieb„) erhitzt die Gemüter, die ansonsten mehr Zeit für Kritik an der Regierung hätten. Bildblog und Schantall weisen zurecht darauf hin, dass der „Rechtspopulist“ Pirinçci auch gern gesehener Gast bei der BILD war. In diesem Zusammenhang hier der Hinweis darauf, dass es zur Zeit einen womöglich noch größeren Naziskandal bei der BILD gibt, der zudem von Kai Dieckmann, Julian Reichelt und weiteren zuständigen BILD-Größen vertuscht wird: Ein BILD-Journalist feierte – mit Wissen der BILD-Chefs – tagelang Partys mit bekannten Neonazis, hatte „anregende Diskussionen“ mit ihnen und preist sie, wo er nur kann. Und Letzteres tut er immer noch, mit Rückendeckung seiner Chefs. Und wir reden hier nicht von harmlosen Salonnazis, sondern von gewalttätigen, selbsterklärten Killern und „Verteidigern der weißen Rasse“.

Ukraine: Laut Staatsanwaltschaft gab es beim Massaker von Odessa keine Gewalt, Opfer seien selbst Schuld

Die Zeitung Junge Welt schrieb gestern in einem Artikel („Pogrom ohne Täter„) zum Massenmord im ukranischen Odessa vom 2. Mai 2014, bei dem mindestens 48 Menschen von Anhängern der jetzigen Kiewer Regierung brutal ermordet wurden: „Wie die Zeitung Vesti Ukraina berichtete, sieht die Behörde keine Anzeichen für einen gewaltsamen Tod der Opfer. Keiner der Toten weise Spuren physischer Gewalt auf. Auch für vorsätzliche Brandstiftung gibt es nach Ansicht der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft keine Belege. Ursache des Feuers sei vielmehr die ‚Anwendung feuergefährlicher Gemische‘ durch ‚Teilnehmer an den Massenunruhen‘. […] die Menschen, die sich vor den angreifenden Nazis ins Innere des Gewerkschaftshauses geflüchtet hätten, hätten den Brandeffekt noch verschärft, indem sie die Türen verbarrikadiert hätten. Dadurch sei ein ‚Kamineffekt‘ entstanden; jeder, der schon einmal einen Kamin angezündet hat, weiß freilich, dass dessen Feuer durch das Schließen der Klappe gedämpft und nicht angefacht wird.“.

Einen Übersichtsartikel bei Blauer Bote Magazin vom 9. März 2015 zu der Gräueltat in der Süd-West-Ukraine – die ja damals sogar im Internet per Livestream übertragen wurde (!) und trotzdem von ARD und co relativiert wurde (à la „Da ist irgendwie irgendwas in Brand geraten.“) – gibt es hier: Odessa-Massaker: Massenmord in der Ukraine. Dort finden sich viele weiterführende Artikel und Quellen zu dem ungeheuerlichen Ereignis, welches offenbar weiter gezielt vertuscht beziehungsweise dessen Aufarbeitung wohl gezielt verhindert wird. Der Autor des oben zitierten Artikels aus der Jungen Welt – der Journalist Reinhard Lauterbach – ist bei dem Thema „Odessa-Massaker“ sehr rührig und hat schon einige Artikel dazu veröffentlicht.

Es gibt auch einen Film von Ulrich Heyden, Marco Benson und leftvision über die Angriffe auf das Gewerkschaftshaus: „Lauffeuer“ (Mehr: www.lauffeuer-film.de). Der Film („Ein Film über die Brandangriffe auf das Gewerkschaftshaus in Odessa zu Beginn des ukrainischen Bürgerkrieges, die Rolle von Ultranationalen, der Polizei und Politik im Post-sowjetischen Raum. Dies ist eine Dokumentation über ein Schlüsselereignis des ukrainischen Bürgerkrieges und eine Stadt die dadurch zerrissen wurde.“) wurde von den Dokumentarfilmern auch als Video via Youtube zur Verfügung gestellt:

UPDATE: In einem Artikel vom 1.5.2015 versucht Die Zeit, namentlich die Autorin Simone Brunner, den Odessa-Massenmord zu verharmlosen und zu zerreden. Das ist wirklich allerunterstes Niveau. Wieder einmal ist der Zeit jedes Mittel recht, die Kiewer Regierung zu unterstützen. Selbst wenn man dafür die Mörder von Odessa decken muss. Kein Link von mir auf dieses Monument journalistischen Versagens und menschlicher Widerwärtigkeit.

Ukraine: Soldaten erschießen Demonstranten

Ein Video aus Mariupol, Ukraine, 9.5.2014: Bewaffnete Angehörige der ukrainischen Armee (oder vielleicht auch eher Kämpfer des beim Einmarsch in das oppositionelle Mariupol sehr aktiven rechtsextremen irregulären „Bataillon Asow“) erschießen protestierende Anhänger der mehr als zwei Monate zuvor im Rahmen des Maidan-Putsches gestürzten ukrainischen Regierung – in den Medien wurden diese Demonstranten schon damals „prorussische Separatisten“ genannt. Bei der letzten Wahl in Mariupol zeigte sich einmal wieder, dass – entgegen der Propaganda vieler deutsche Medien – die jetzige ukrainische Regierung um Poroschenko und Jazenjuk dort immer noch äußerst unwillkommen ist: Die Regierungsparteien holten im eine halbe Million Einwohner zählenden Mariupol keinen einzigen Sitz im Stadtrat. Die Wahl war ein Desaster für Kiew. Alleine der rebellennahe Oppositionelle Block kam in Mariupol auf 45 von 54 Sitzen. Während der Wahl patroullierten schwerbewaffnete Kämpfer des Bataillons des Rechten Sektors in den Straßen Mariupols, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete (Ein interviewter Kämpfer sagt da auch ganz offen, dass die Menschen in Mariupol mehrheitlich den Rebellen zuneigen.).

Zum Bataillon Asow – Ukrainische Nationalgarde:

Die Sonntagszeitung (Schweiz. European Newspaper of the Year, immerhin) titelt: „Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front„. Ein Zitat aus dem Artikel: „Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kämpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.“.

Rechte Söldner in Ukraine. Kiews Problem in den eigenen Reihen„, titelt n-tv. Zitate aus dem Beitrag: „Die Anschuldigungen Moskaus, dass in der Ukraine Faschisten ihr Unwesen treiben und Russen bedrohen, sind nicht völlig unbegründet. Im ‚Asow Bataillon‘ kämpfen sogar Ausländer dafür, den ‚weißen Mann‘ in dem Land zum Sieg zu führen.“ und „So berichtet die britische BBC über einen schwedischen Scharfschützen, der mit dem sogenannten Asow-Bataillon gegen die Separatisten kämpft. Mikael Skilt sei ein ehemaliger Angehöriger der Schwedischen Armee, auf dessen Kopf mittlerweile ein Preisgeld von 5000 Euro ausgesetzt sein soll. Skilt, der nach eigenen Angaben Kommandant einer Aufklärungseinheit ist, bezeichnet sich selbst als Nationalist. Seine Ansichten gleichen jedoch eher denen eines typischen Neonazis.“.

Kurz vor den ganz oben im Video gezeigten Ereignissen – am 7. Mai 2014 – war der designierte ukrainische Präsident Petro Poroschenko zu Gast bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Folgende Aussagen zu den „prorussischen Separatisten“ im Osten der Ukraine hatte er dabei im Gepäck:

FAZ am 7. Mai 2014

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„Petro Poroschenko Der Oligarch des Majdan. Zu seinen Gunsten verzichtete Vitali Klitschko auf eine Kandidatur: „Schokoladenkönig“ Petro Poroschenko hat beste Chancen, Präsident der Ukraine zu werden. Bei seinem Besuch in Berlin verteidigt der Oligarch den gewaltsamen Einsatz gegen prorussische Separatisten.“

Der Spiegel am 7. Mai 2014

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„Poroschenko in Berlin: ‚Das sind ganz einfach Terroristen.‘ Der Milliardär Poroschenko ist Favorit für die Präsidentschaftswahl in der Ukraine. In Berlin rechtfertigte er das gewaltsame Vorgehen der Regierungssoldaten im Osten des Landes. Die prorussischen Milizen seien ‚Terroristen‘.“

FAZ am 9. Mai 2014

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„Stillstand im Ukraine-Konflikt: Übergangspräsident Alexander Turtschinow und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk schlugen am Donnerstagabend einen nationalen Dialog zur Entschärfung der Krise vor, stellten aber klar, dass sie nicht mit bewaffneten Regierungsgegnern verhandeln. Entgegen internationaler Forderungen sollen Sicherheitskräfte in der Ostukraine zudem weiter gegen Separatisten vorgehen. Nach russischen Angaben hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen ‚Runden Tisch‘ aller Konfliktparteien vorgeschlagen, also auch unter Beteiligung der prorussischen Separatisten.“

Deutsche Welle am 7. Mai 2014

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„Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Petro Poroschenko rechtfertigte bei seinem Besuch in der deutschen Hauptstadt das gewaltsame Vorgehen der Armee gegen prorussische Separatisten, die er als Terroristen bezeichnete. Wer ein Maschinengewehr trage und andere Menschen töte, verstehe nur eine Sprache, sagte Poroschenko, „und das ist die Sprache der Gewalt“. Verhandlungen mit den Separatisten lehnte er ab: „Sie repräsentieren niemanden“. „Wir müssen Recht und Ordnung wieder herstellen und die Terroristen von den Straßen fegen“, erklärte der Großunternehmer und Politiker,“

Die Welt am 7. Mai 2014

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„Ukrainischer Süßwarenkönig stellt Forderungen. Er ist der aussichtsreichste Kandidat für die Präsidentschaft in der Ukraine. Heute besucht Petro Poroschenko die Kanzlerin – der Oligarch verteidigt den Armee-Einsatz gegen prorussische Separatisten.“

Die Welt am 7. Mai 2014

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„Gegen die 120.000-Einwohner-Stadt Slawjansk im Norden des Gebiets Donezk gehen Regierungstruppen seit Tagen mit Panzerfahrzeugen und schwerer Technik vor. Bei der ‚Anti-Terror-Operation‘ im russisch geprägten Osten des Landes starben nach Informationen beider Seiten bereits zahlreiche Menschen, Dutzende wurden verletzt. Kämpfe in der Hafenstadt Mariupol. Die ukrainische Nationalgarde eroberte Medienberichten zufolge nach heftigen Kämpfen mit prorussischen Separatisten das Rathaus der Hafenstadt Mariupol in der Nacht zum Mittwoch zurück. Die Rebellen hätten die Hauptdurchgangsstraße der ostukrainischen Stadt mit brennenden Reifen und einem angezündeten Bus blockiert, nachdem sie aus dem Gebäude gedrängt worden seien, berichtete ein ukrainischer Fernsehsender.“

Wirtschaftswoche vom 7. Mai 2014

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„Poroschenko selbst lehnte jede Beteiligung von prorussischen Milizen an neuen internationalen Friedensgesprächen strikt ab. Die ukrainische Führung sei zu keinen Verhandlungen mit „Terroristen“ bereit, sagte er nach einem Treffen mit dem CDU-Außenpolitiker Andreas Schockenhoff. „Das sind ganz einfach Terroristen. Manche von ihnen sind geisteskrank.“ Russland hat die Beteiligung prorussischer Separatisten zur Bedingung für eine neue Ukraine-Konferenz in Genf gemacht.“

n-tv vom 7. Mai 2014

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„Merkel ermahnt Poroschenko. ‚Schokobaron‘ redet nicht mit Separatisten. Noch vor wenigen Wochen war Pjotr Poroschenko im Westen ein unbeschriebenes Blatt, nun empfängt Angela Merkel den ukrainischen Präsidentschaftskandidaten. Die Kanzlerin will den Milliardär zu Verhandlungen zwingen – sogar mit den Separatisten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten in der Ukraine, Pjotr Poroschenko, zum Dialog gemahnt. Bei einem Treffen im Kanzleramt habe Merkel auf die ‚Bedeutung von Gesprächsbereitschaft und Dialog‘ hingewiesen, teilte Regierungssprecher […]“

Köln: Konrad-Adenauer-Preis für Nazikollaborateur Klitschko

Die Stadt Köln ehrt den umstrittenen Kiewer Bürgermeister und ehemaligen Weltklasseboxer Vitali Klitschko mit dem Konrad-Adenauer-Preis. Angesichts der Lage in der Ukraine und der Beteiligung des Bruders von Wladimir Klitschko an den Schandtaten der neuen Regierung und der Unterstützung des in der Ukraine herrschenden rechtsextremen Millieus ist die Preisverleihung ein politischer Skandal erster Güte. Was hat die Stadt Köln nur geritten, ausgerechnet Klitschko auszuzeichnen? Betreiben da Parteien ein Zurschaustellen politischer Solidärität mit der ukrainischen Herrscherelite um jeden Preis, auch wenn man dafür einen Nazifreund ehrt?

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Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über die kommende Ehrung Klitschkos – dessen Auftreten bei einer Podiumsdiskussion zur Ukraine im März in Osnabrück bereits für Irritationen gesorgt hatte – und die kritischen und unkritischen Stimmen aus der Kölner Lokalpolitik dazu. in dem Artikel „Aufregung um Auszeichnung für Vitali Klitschko“ heißt es: „Im Zuge des Konrad-Adenauer-Preises werfen Kritiker dem ukrainischen Politiker und Ex-Profi-Boxer Vitali Klitschko ein Bündnis mit Rechtsextremen sowie die Absage des CSD in Kiew vor. In Köln wird er sich dennoch ins Goldene Buch eintragen. […] Das Kuratorium, dessen Vorsitzender Oberbürgermeister Jürgen Roters ist, hatte sich im vorigen Dezember einstimmig für den früheren Boxweltmeister und jetzigen Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew entschieden. Klitschko werde für sein ‚beispielloses Engagement für Frieden und Demokratie in der Ukraine‘ ausgezeichnet.“.

Klitschko – ein eifriger Befürworter des Krieges der ukrainischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung („Terroristen“) in der Ostukraine – gilt als Unterstützer des rechtsextremen Bataillons Asow der nicht minder extrem-nationalen ukrainischen Nationalgarde (ein Sammelbegriff für die marodierenden rechtsextremen Freischärler-Schwadrone in der Ostukraine), wie unter anderem auch das Bild hier oben in diesem Beitrag zeigt. Zum Bataillon Asow gibt es hier bei Blauer Bote einen Übersichtsartikel („Bataillon Asow – Ukrainische Nationalgarde„), der viele Medienberichte zitiert, die diese irregulären Kämpfer zurecht als Neonazis bezeichnen. Zwei Beispiele:

„… die konservative US-Nachrichtenwebseite Fox.com titelte am Montag: ‚Hat die Ukraine ein Monster geschaffen, das sie nicht kontrollieren kann?‘. Fox meinte die russophoben und zumeist offen faschistischen Truppen, die auf Seiten der Kiewer Junta in der Ostukraine an vorderster Front im Einsatz sind und dabei zahllose Kriegsverbrechen begangen haben: laut Fox ‚Entführungen von Zivilisten, Folter und Exekutionen‘ sowie Einsatz von ‚Hunger und Durst gegen Zivilisten als Kriegswaffe‘. Über 30 ‚Neonazifreiwilligenverbände‘ gibt es demnach. Ein Teil, wie das berüchtigte ‚Asow-Bataillon‘, unterstehe dem Innenministerium, ein anderer, wie z.B. der ‚Rechte Sektor‘, operiere unabhängig von Kiew. Eine dritte Gruppe – wie das ‚Dnipro-Bataillon‘ – trete als Privatarmee von mit der Junta verbandelten Oligarchen auf. Die Anführer aller drei Kategorien sitzen laut Fox inzwischen in Schlüsselpositionen der sogenannten Sicherheitsministerien und –behörden.“, schreibt jungeWelt in dem Artikel „Mediale Deeskalation? Berichte über Neonazis in Ukraine„.

Rechte Söldner in Ukraine. Kiews Problem in den eigenen Reihen„, titelt n-tv. Zitate aus dem Beitrag: „Die Anschuldigungen Moskaus, dass in der Ukraine Faschisten ihr Unwesen treiben und Russen bedrohen, sind nicht völlig unbegründet. Im ‚Asow Bataillon‘ kämpfen sogar Ausländer dafür, den ‚weißen Mann‘ in dem Land zum Sieg zu führen.“ und „So berichtet die britische BBC über einen schwedischen Scharfschützen, der mit dem sogenannten Asow-Bataillon gegen die Separatisten kämpft. Mikael Skilt sei ein ehemaliger Angehöriger der Schwedischen Armee, auf dessen Kopf mittlerweile ein Preisgeld von 5000 Euro ausgesetzt sein soll. Skilt, der nach eigenen Angaben Kommandant einer Aufklärungseinheit ist, bezeichnet sich selbst als Nationalist. Seine Ansichten gleichen jedoch eher denen eines typischen Neonazis.“.

Kritiker werfen Mitgliedern von Klitschkos Partei UDAR vor, aktiv an dem Massaker in der südwestukrainischen Stadt Odessa beteiligt gewesen zu sein. Am 2. Mai 2014 wurden in Odessa in der Ukraine mindestens (offiziell) 48, wahrscheinlich aber noch viel mehr Menschen (114/116) grausam umgebracht. Die Täter, das war ein Mob aus Rechtsextremen, Maidan-Aktivisten, Anhängern der jetzigen Kiewer Regierung Poroschenko/Jazenjuk. Die Opfer, das waren oppositionelle Demonstranten, die gegen den beginnenden Krieg im eigenen Land und die Maidan-Putsch-Regierung protestierten. Bis heute ist der eigentlich recht eindeutige Fall – die Morde wurden damals sogar im Livestream übertragen – nicht von den ukrainischen Behörden aufgearbeitet worden. Blauer Bote berichtete bereits mehrmals über das Massaker. Dazu gibt es hier auch einen Übersichtsartikel: „Odessa-Massaker: Massenmord in der Ukraine„.

Zitiert wird dort auch der Artikel „Odessa-Massaker: Kiew fälschte Untersuchungsbericht“ von Hinter der Fichte. „Auch die Aussagen von Augenzeugen über die Beteiligung von 500 Radikalen, die mit Hilfe der Gouverneurs Wladimir Nemirowski nach Odessa gebracht worden sind, sind gelöscht worden. Ebenso die Zeugenaussagen, dass – neben anderen Maidan-Anführern – der Führer von Klitschkos UDAR-Partei in Odessa Andrei Jusow angestiftet haben das Gewerkschaftshaus anzuzünden. Wir haben ausführlich berichtet, dass Parubij im Vorfeld des Massakers in Odessa auftauchte und namentlich bekannte Täter wie Wolkow und andere traf.“.

Generell ist der gewalttätige Rechtsextremismus augenscheinlich in der neuen ukrainischen Führungselite der Jazenjuk-Poroschenko-Ära weit verbreitet und salonfähig. Das zeigen nicht nur die vielen Morde (beziehungsweise angeblichen Selbstmorde) an ukrainischen oppositionellen Politikern und Journalisten in den letzten Wochen („Tote Oppositionelle in der Ukraine„) oder Ministerpräsident Jazenjuks Versuch der Geschichtsfälschung zum Zweiten Weltkrieg („Ukraine-Konflikt: Deutsche Bundesregierung findet Jazenjuks Hitler-Verteidigung in Ordnung„) in der ARD, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse. Wie der polnische Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe in einem Telepolis-Interview aufzeigt („Ohne historische Aufarbeitung bleibt die Ukraine ein Pulverfass„), gibt es in der Ukraine schon seit Jahren einen fest verankerten faschistoiden Nationalismus. Zitat:

„Juschtschenko war ukrainischer Präsident vom 2005 bis 2010. Er gründete 2005 das Institut des Nationalen Gedenkens, das zwei Narrative auf der Staatsebene popularisierte. Das erste Narrativ stellte die Hungersnot, die von 1932 bis 1933 in der Sowjetukraine stattfand und bei der 2,6 bis 3,9 Millionen Menschen verhungerten, als einen gegen die ukrainische Nation gerichteten sowjetischen Genozid dar, bei dem 7 bis 10 Millionen Ukrainer absichtlich umgebracht wurden.

Das zweite Narrativ heroisierte die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und die Anfang 1943 von der OUN aufgestellte Ukrainische Aufständische Armee (UPA) und stellte sie zusammen mit der Waffen-SS-Division Galizien als den Kern der ukrainischen Befreiungsbewegung dar. Die beiden Narrative waren im Kalten Krieg in der ukrainischen Diaspora verankert, die zum Teil aus den Veteranen dieser Bewegung bestand und sich der Aufarbeitung der Problematik des Zweiten Weltkrieges, besonders der Schoah, in der Westukraine vehement widersetzte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde vor allem das OUN-UPA-Narrativ in die Westukraine importiert, wo es nicht nur von rechtsradikalen Gruppierungen sondern auch nationalistischen und ‚liberalen‘ Intellektuellen, auch Schul- und Gymnasiumlehrer sowie Universitätsprofessoren verbreitet wurde.“.

In der Ukraine herrschen Krieg, Gewalt, Hass und Chaos. Und Vitali Klitschko mischt da kräftig mit, unterstützt Rechtsextreme, geht selbst gegen Oppositionelle vor, führt Säuberungen durch, setzt sich für den Krieg ein, deckt Verbrechen, schürt Hass gegen „die Russen“. Aber wie heißt es in dem oben genannte Bericht des Kölner Stadtanzeigers? „CDU-Vorsitzender Bernd Petelkau sieht keinen Anlass zu Bedenken: ‚Er hat sich als eine demokratische Säule in der Ukraine erweisen.’“. Na, darauf eine Konrad-Adenauer-Preis, liebe Stadt Köln!

Redakteur der BILD mit engen Neonazikontakten – Deckt Niggemeiers Übermedien Medienskandal auf?

Deutschlands bekanntester Medienjournalist, Stefan Niggemeier, betreibt seit einigen Wochen gemeinsam mir dem Fernsehjournalisten Boris Rosenkranz mit „Übermedien“ ein eigenes Medium, das, wie der Name es nahelegt, über Medien berichtet. In den nächsten Tagen könnte das neue Medienkritikportal den ersten wirklich großen Sensationsbericht landen: ein Medienskandal um Neonaziverbindungen eines Journalisten der BILD liegt in der Luft, die Beweislage ist drastisch. Niggemeier weiß spätestens seit 13. Februar von den Naziverwicklungen des Axel-Springer-Journalisten, die unter anderem auch im Rahmen dieses Blauer-Bote-Artikels , der sich wiederum zum Teil auf einen Übermedien-Artikel zu WELT und AfD bezog, thematisiert wurden und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sein Medienjournalistenteam diese journalisitsche Bombe platzen läßt. Zumal Niggemeier das Thema „Medien und rechter Rand“ sehr am Herzen liegt.

In dem konkreten Fall geht es um einen Journalisten der BILD, der enge Kontakte zu bekannten europäischen Neonazis pflegt, sich mit diesen zum tagelangen Gedankenaustausch, freundschaftlichen „Workshops“ und Partys trifft und der sogar in seinen Artikeln mehr oder weniger subtil Werbung für diese rechtsextremen Gruppierungen macht. Der fragliche BILD-Redakteur, Julian Röpcke, wurde mehrfach beim Twittern mit diesen Rechtsextremen erwischt. Sogar seine Vorgesetzten bei BILD wissen über sein Tun bescheid. BILD-Chefredakteur Julian Reichelt holte Julian Röpcke bewußt für den Axel-Springer-Verlag an Bord, obwohl er um den ideologischen Background Röpckes wußte. Und: BILD beziehungsweise Axel Springer ignoriert bisher Beschwerden über den „Neonazi-Journalisten“. Das dürfte die mediale Bombe, die der nun seit Kurzem mit dem Thema vertraute Stefan Niggemeier und sein Übermedien-Team vermutlich in nächster Zeit platzen lassen werden, nur noch lauter explodieren lassen. Die BILD sollte in Deckung vor Übermedien und Stefan Niggemeier gehen. Es gibt viel zu tun für die Medienjournalisten …

Grotesk: Zeit Online unterstützt Nazis und beschwert sich über zunehmende rechtsextreme Straftaten

In dem aktuellen Artikel „Rassismus: Zahl der rechten Straftaten deutlich gestiegen“ beschwert sich Zeit Online (zurecht) über stark zunehmende rechtsextreme Straftaten. Andererseits macht die ZEIT seit Monaten PR für Nazis. Der Hintergrund zu Letzterem: Zeit Online unterstützt Nazis, wenn es der eigenen (atlantischen) Ideologie nutzt. Nazimörderbanden in der Ukraine werden hofiert.

Zeit Online feiert ukrainische Nazikämpfer als Retter
Ukraine: ZEIT bezeichnet von USA boykottierte Nazikämpfer weiter als Freiwillige und zeigt Nazisymbol “Wolfsangel”
Spiegelkabinett zu Ukraine und Steffen Dobbert (Die Zeit)
Zeit-Journalist Jochen Bittner leugnet Staatsstreich

Tagesspiegel versucht, Blauer Bote wegen Nazi-Kritik (!) als Pegida-Blog (!) zu diskreditieren

Die Ukraine-Propaganda (und Syrien-, Griechenland-Propaganda) großer Teile der deutschen Medien/Journalisten führt zu immer traurigeren und groteskeren Auswüchsen. Der Kampf gegen kritische Bürger, Wissenschaftler, Journalisten wird eher härter als nachlassender. Im Berliner Tagesspiegel wird das Blauer Bote Magazin in dem Artikel „Russland. Medien kämpfen gegen Kreml-Popaganda“ als „Pegida-Blog“ und somit als rechtsextremer Blog bezeichnet. Der Grund: Blauer Bote Magazin hat einen kritischen Artikel (der als Quelle eine ukrainische Zeitung zitierte) über ein Kindersommercamp des ukrainischen Nazi-Bataillons „Asow“ veröffentlicht, der wiederum vom englischsprachigen Russia Today zitiert wurde. Der Tagesspiegel hat eine merkwürdige Darstellung der ukrainischen Propaganda-Website „Stopfake“ einfach so übernommen, die Blauer Bote wegen des Artikels als „Russentroll“ diffamierte. Kurioserweise ist bei der ganzen Sache völlig unstrittig, dass die ukrainische Zeitung über ein militärisches Kindersommercamp des Asow-Bataillons berichtete. Wie auch immer: Der Tagesspiegel übernahm die Stopfake-„Darstellung“ und bezeichnete aufgrund dieser Blauer Bote Magazin als „Pegida-Blog“. Man wird also wegen Nazi-Kritik als „Pegida-Blog“ bezeichnet? Wie krank ist das denn? Ich habe mir einen Account beim Tagesspiegel angelegt und einen Kommentar geschrieben (siehe unten). Leider lief die Deadline für Kommentare gerade ab (23 Uhr) und er kam nicht mehr durch. Vielleicht probiere ich es morgen erneut. Hier ist er auf jeden Fall für alle Blauer-Bote-Leser (Die Links waren im Original-Kommentar nicht enthalten. Ich will keine Argumente dafür liefern, den Kommentar nicht zu veröffentlichen. Hier bei Blauer Bote habe ich sie natürlich hinzugefügt.):

In dem Text erwähnen Sie einen angeblichen Pegida-Blog. Der bei „Stopfake“ erwähnte Blog, auf den Sie sich beziehen, ist mein Blog „Blauer Bote Magazin“. Dieser ist kein Pegida-Blog. Er wendet sich sogar explizit gegen Pegidas und Nazis.

Der von „Stopfake“ bemängelte Artikel bei Blauer Bote („Kiewer Medien berichten stolz: Das – selbst von den USA gebannte – Nazi-Bataillon Asow gibt Kindern Militärtraining„) – den RT aufgriff – kritisiert explizit das ukrainische rechtsextreme Bataillon Asow. Der Tagesspiegel hat über das Bataillon auch schon entsprechend berichtet, Z.B. in dem Artikel „Ukraine-Konflikt im ZDF. Hakenkreuz und SS-Rune – Protest von Zuschauern„.

In dem Blauer-Bote-Artikel ist auch erwähnt, dass das US-Repräsentantenhaus der US-Regierung per Gesetzes-Amendement verboten hat, die (Zitat) „neo-nazi militia azov bataillon“ auszubilden oder sonstwie zu unterstützen.

Dass die ukrainische Zeitung (darauf bezieht sich der Blauer-Bote-Artikel) über ein Kinder-Camp des Asow-Bataillon berichtet hat, ist unstrittig. Blauer Bote zitiert hieraus.

Sie werden sicher verstehen, dass ich die Beschreibung von Blauer Bote als „Pegida-Blog“ als Rufmord betrachte. Ich erwartete eine Entschuldigung und Klarstellung.

PS: Der Tagesspiegel hat sich schon in mehreren Artikeln auf Blauer-Bote-Recherchen bezogen, z.B. in den Artikel „Falsche Bilder bei der ARD zum Ukraine-Konflikt. Propagandatricks – oder Pannen in Serie“ und „Ukraine-Konflikt im WDR. Neuer Ärger um altes Panzer-Bild„. Schauen Sie doch einmal in ihrem Archiv nach.

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Kommentar im Tagesspiegel (Vorschau)

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Grafik aus dem Blauer-Bote-Artikel (Oben Ausschnitte aus der ukrainischen Zeitung und unten aus einer Pressemitteilung des hier federführenden Mitglieds des US-Repräsentantenhauses)

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Ausschnitt aus dem Beitrag im Tagesspiegel. Mit „Pegida-Blog“ ist Blauer Bote gemeint, wie sich unschwer erkennen läßt, wenn man den „Stopfake“-Artikel aufruft. Mit „Fälscher“ natürlich auch … Zitat: „Jede Woche veröffentlicht das Kollektiv ein Video, in dem sie aufgedeckte Fälschungen widerlegen. In der letzten Episode wies Moderatorin Margo Gontar auf eine Meldung im Staatssender RT hin, die über ein Militärcamp einer radikalen Miliz für Kinder berichtete. Dabei bezog sich der russische Staatssender auf einen Artikel eines ukrainischen Magazins, zitierte aber aus einer verfälschten Übersetzung eines Pegida-Blogs.“.

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Tagesspiegel-Ausschnitt aus einem Artikel zum Bataillon Asow

Und hier noch ein paar Artikel zum Bataillon Asow aus verschiedenen Medien:

In dem Artikel „Das Bataillon Asow. Schmutziger Kampf in der Ukraine: Neonazis im Dienst der Regierung“ schreibt der ansonsten eher „freiwilligenregimentfreundliche“ Focus: „Wie der ‚Telegraph‘ berichtet, schickt das ukrainische Militär das rechtsradikale Bataillon an vorderster Front in den Kampf. In der Stadt Marinka seien die Milizionäre noch vor den Panzern der Armee vorgerückt und hätten einen Checkpoint erobert. ‚Das Wichtigste ist, dass wir einen Brückenkopf für den Angriff auf Donezk geschaffen haben. Und wenn dieser kommt, werden wir vorangehen‘, so Bilezki.“.

Die Schweizer Nachrichtenseite 20min.ch schreibt in einem Dossier mit dem Titel „Ukraine setzt Neo-Nazis gegen Separatisten ein“ unter anderem folgendes: „Beim Kampf in der Ostukraine will die Regierung in Kiew offenbar den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: Bekennende Neo-Nazi-Gruppen sind an vorderster Front dabei. Die Bataillone heissen Asow, Dnjepr oder Donbass. Es sind Gruppierungen Rechtsextremer, die im Frühjahr 2014 gegründet wurden und die sich zurzeit im Kampf gegen die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine hervortun.“.

„Die Ukraine schickt nach eigenen Angaben bald 780 Soldaten der Nationalgarde in eine US-Militärausbildung. Die britische Armee hat bereits mit dem Training ukrainischer Soldaten begonnen. Russland ist sauer.“, schreibt die Deutsche Welle in einem Artikel mit der irreführenden Überschrift „USA und Großbritannien bilden ukrainische Soldaten aus„. Weiter heißt es dort: „Das Kontingent der auszubildenden Soldaten haben US-Vizepräsident Joe Biden und der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko bei einem Telefonat festgelegt, wie das Präsidentenamt in Kiew mitteilte. Zum Ort der Ausbildung gab es zunächst keine Angaben. Bis Ende März sollen demnach auch die ersten US-Militärfahrzeuge in der Ukraine eintreffen. Die militärische Hilfe solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärken.“. Bei dem Artikel ist Vorsicht geboten: Der letzte Teil enthält beispielsweise eine nachgewiesene Propagandalüge (Siehe dazu diesen Artikel: „Deutsche Welle fälscht einen Human-Rights-Watch-Bericht„).

Auch die österreichische Kleine Zeitung berichtet übrigens über die Ausbildung dieser Nationalgardisten durch die USA („USA bilden 780 ukrainische Soldaten aus„). In dem entsprechenden Artikel heißt es auch noch: „Der Minsker Friedensprozess geriet zuletzt wegen eines umstrittenen ukrainischen Gesetzes über den Sonderstatus des Konfliktgebiets Donbass ins Stocken. Das Parlament in Kiew hatte die von Separatisten beherrschten Gebiete als ‚besetzt‘ eingestuft. Beobachter erwarten deshalb, dass das ukrainische Militär die Regionen Luhansk und Donezk nun erst ‚befreien‘ will. Dann sollten laut dem neuen Gesetz zuerst Wahlen abgehalten und zuletzt der Status mit Sonderrechten für den Donbass umgesetzt werden. Die Separatisten und Russland sehen darin einen Verstoß gegen den Friedensplan.“. Ganz vorne dabei bei den „Befreiern“: Die Nationalgarde, bestehend aus Bataillon Asow und Kollegen.

In dem Telepolis-Artikel „Von der rechtsextremen Miliz Asow zum Polizeichef“ heißt es: „Die EU unterstützt mit einer Mission den Aufbau der Polizei in der Ukraine und muss dabei auch mit dem Ex-Vizekommandeur des Asow-Bataillons zusammenarbeiten. […] Mit der Mission wird auch die Polizeibehörde im Oblast Kiew unterstützt, wo Ende Oktober Vadym Trojan zum Polizeichef ernannt wurde, der aber nicht die Polizei der Stadt Kiew befehligt. Zuvor war er, der auch einige Zeit bei der Polizei gearbeitet hatte, stellvertretender Kommandeur des rechtsextremen Asow-Bataillons, wo Nazi-Symbole offen getragen werden und besonders viele Ausländer kämpfen. Mehr als tausend Ausländer – ‚Söldner‘? – würden bei den Freiwilligenverbänden kämpfen, sagte Generalmajor Rozmaznin gestern.“.

Die Sonntagszeitung (Schweiz. European Newspaper of the Year, immerhin) titelt: „Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front„. Ein Zitat aus dem Artikel: „Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kämpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.“. Der Artikel berichtet auch von einem schwedischen Neonazi, der an der ukrainischen Ostfront gefallen ist.

„Nazis auf dem Maidan seien ein Propagandamärchen, sagte Klitschko. ‚In jedem Land gibt es Rechtsextreme. Die russische Propaganda macht aus einer Mücke einen Elefanten.‘ Faschisten hätten keine Bedeutung oder Macht in der Ukraine. Lauterbach konterte, die Nazis seien schon tief in die Sicherheitsstrukturen der Ukraine eingedrungen. Selbst auf Nachfrage aus dem Publikum behauptete Vitali Klitschko jedoch, Wadim Trojan, den Rechtsradikalen und neuen Chef der Polizeikräfte in der Region Kiew, nicht zu kennen (Von der rechtsextremen Miliz Asow zum Polizeichef).“, heißt es bei Telepolis in dem Artikel „Klitschko: ‚Wir gehören zum Westen‘„.

„… die konservative US-Nachrichtenwebseite Fox.com titelte am Montag: ‚Hat die Ukraine ein Monster geschaffen, das sie nicht kontrollieren kann?‘. Fox meinte die russophoben und zumeist offen faschistischen Truppen, die auf Seiten der Kiewer Junta in der Ostukraine an vorderster Front im Einsatz sind und dabei zahllose Kriegsverbrechen begangen haben: laut Fox ‚Entführungen von Zivilisten, Folter und Exekutionen‘ sowie Einsatz von ‚Hunger und Durst gegen Zivilisten als Kriegswaffe‘. Über 30 ‚Neonazifreiwilligenverbände‘ gibt es demnach. Ein Teil, wie das berüchtigte ‚Asow-Bataillon‘, unterstehe dem Innenministerium, ein anderer, wie z.B. der ‚Rechte Sektor‘, operiere unabhängig von Kiew. Eine dritte Gruppe – wie das ‚Dnipro-Bataillon‘ – trete als Privatarmee von mit der Junta verbandelten Oligarchen auf. Die Anführer aller drei Kategorien sitzen laut Fox inzwischen in Schlüsselpositionen der sogenannten Sicherheitsministerien und –behörden.“, schreibt jungeWelt in dem Artikel „Mediale Deeskalation? Berichte über Neonazis in Ukraine„.

Rechte Söldner in Ukraine. Kiews Problem in den eigenen Reihen„, titelt n-tv. Zitate aus dem Beitrag: „Die Anschuldigungen Moskaus, dass in der Ukraine Faschisten ihr Unwesen treiben und Russen bedrohen, sind nicht völlig unbegründet. Im ‚Asow Bataillon‘ kämpfen sogar Ausländer dafür, den ‚weißen Mann‘ in dem Land zum Sieg zu führen.“ und „So berichtet die britische BBC über einen schwedischen Scharfschützen, der mit dem sogenannten Asow-Bataillon gegen die Separatisten kämpft. Mikael Skilt sei ein ehemaliger Angehöriger der Schwedischen Armee, auf dessen Kopf mittlerweile ein Preisgeld von 5000 Euro ausgesetzt sein soll. Skilt, der nach eigenen Angaben Kommandant einer Aufklärungseinheit ist, bezeichnet sich selbst als Nationalist. Seine Ansichten gleichen jedoch eher denen eines typischen Neonazis.“.

In der Propagandaschau heißt es in dem Artikel „Mit dem II. denkt man mitunter, man sieht nicht richtig!„: „Konkret ergeht die Beschwerde der Publikumskonferenz wegen Verwendung und Verbreitung von Film-bzw. Bildmaterials des rechtsextremen Asow-Bataillons innerhalb der eigenen Berichterstattung des ZDF, wobei wiederholt unkommentiert die entsprechende NS-Symbolik dargestellt wurde. Über einen Zeitraum von ca. 10 – 15 Sekunden konnte der erschrockene Zuschauer das Wappen des Asow-Bataillons inklusive Wolfsangel und schwarzer Sonne in beachtlicher Größe am rechten oberen Bildrand der Mattscheibe bestaunen. Damit wurde der Beweis dafür erbracht, dass das ZDF offenbar Propaganda- Video-und Bildmaterial des Bataillons Azow für seine eigene Berichterstattung nutzt. Angesichts der Tatsache, dass das beitragsfinanzierte ZDF über genügend Korrespondenten vor Ort verfügt, ist eine offene Übernahme von Propagandamaterial, einer der berüchtigtsten rechtsradikalen Bataillone im Konflikt, für eine objektive Berichterstattung nicht vermittelbar und stellt einen groben Verstoß gegen journalistische Grundsätze wie die Sorgfaltspflicht dar.“.

In dem Artikel „Ukraine-Konflikt im ZDF. Hakenkreuz und SS-Rune – Protest von Zuschauern“ schreibt der Berliner Tagesspiegel: „Für den neuen Moderator Christian Sievers war es am Montag die erste ‚heute‘-Sendung – und wegen dieser Sendung hat das ZDF nun gleich heftigen Ärger. Denn in der Sendung, in der auch ausführlich um den Ukraine-Konflikt ging, wurden auch Mitglieder des nationalistischen Asow-Bataillons gezeigt, das im Osten des Landes an der Seite der Regierungstruppen gegen die Separatisten kämpft. An ihren Stahlhelmen: Hakenkreuze und SS-Runen.“.

In der offiziellen Programmbeschwerde an das Zweite Deutsche Fernsehen mit dem Titel „ZDF – NS-Symbolik in heute-Sendung“ heißt es: „Hiermit erheben wir, die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien, formal Beschwerde zum Beitrag ‚Ukraine – Gefechte trotz Friedensgipfel‘ in der 19:00 Uhr-Sendung ‚heute‘ vom 11.02.2015. Konkret ergeht unsere Beschwerde wegen Verwendung und Verbreitung von Film-bzw. Bildmaterials des rechtsextremen Asow-Bataillons innerhalb der eigenen Berichterstattung des ZDF, wobei auch unkommentiert NS-Symbolik dargestellt wurde. Das im entsprechenden Beitragsausschnitt zu sehende Asow-Emblem mit der Wolfsangel weist das Filmmaterial als Video des Asow-Bataillons aus.“.

„Zudem sollen die Freiwilligen-Heere dazu dienen, einen neuen Sicherheitsapparat aufzubauen. Der Berater von Präsident Petro Poroschenko, Anton Gerschtschenko, wird nicht müde zu wiederholen, dass die Männer und Frauen, ‚die ihre Heimat derzeit vor den russischen Terroristen im Donbass verteidigen, die erste Wahl beim Aufbau einer neuen Polizei sind‘. Die Regierung versucht zudem, Teile der Freiwilligen in die regulären Streitkräfte zu holen. Allerdings ist das bisher nicht sehr erfolgreich, weil viele Freiwilligen-Bataillone nach wie vor besser ausgestattet sind als die regulären Kräfte. Timoschenkos Armee berichtete am Wochenende, es sei in einer Geheimmission gelungen, das pro-russische Separatisten-Corps ‚Ghost‘ in Lugansk vollständig zu zerschlagen.“, berichtet der Tagesspiegel in dem Artikel „Irreguläre Kämpfer in der Ukraine. Zu den Waffen„.

In dem Artikel „Söldner und Veteranen“ bei jungeWelt heißt es: „Kroatische Freiwillige kämpfen auf seiten des neofaschistischen ‚Asow-Bataillons‘ in der Ukraine. Die Regierung in Zagreb hat kein Problem damit.“ und weiter „Organisiert wird die Anwerbung internationaler Söldner unter anderem von der neonazistischen ‚Misanthropic Division‘ […] Deren Ziel ist die ‚Wiedereroberung Europas‘ in einem ‚Rassekrieg‘.“ und „Auch während des Kroatien-Kriegs entstanden paramilitärische Einheiten wie das Asow-Bataillon. Vor allem die Organisation ‚Hrvatske obrambene snage‘ (Kroatische Verteidigungskräfte), deren Symbolik in der Tradition der faschistischen Ustascha-Miliz stand, war ein Sammelbecken kroatischer und europäischer Neonazis.“.

Die Jüdische Allgemeine fragt in dem Artikel „Ukraine: Mit Nazis gegen Putin. Das ZDF lässt Hakenkreuze auf den Helmen des Asow-Bataillons unkommentiert„: „Wird unsere sogenannte westliche Freiheit in Mariupol nun auch schon von paramilitärischen, faschistischen, der NS-Ideologie anhängenden Einheiten verteidigt? Amnesty International hat den ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk aufgefordert, dem entsetzlichen Treiben der marodierenden Milizen ein Ende zu setzen. Mehr als 40 selbst ernannte Freischärler-Gruppen dürfen derzeit mit Duldung der ukrainischen Führung mit Waffengewalt die viel beschworene nationale Einheit der Ukraine torpedieren.“.

Neonazis im Häuserkampf“ titelt die Frankfurter Rundschau im August 2014. In dem Artikel heißt es: „Die ukrainische Armee rückt im Osten auf Donezk vor und delegiert den Häuserkampf an ein Bataillon von Neonazis. Eine Reportage aus dem Kampfgebiet. […] Mit Beginn dieses Monats ist der Krieg in der Ostukraine in eine neue Phase eingetreten. Die Kämpfe haben die Millionenstadt Donezk erreicht, den Hauptsitz der Rebellen. Das Gefecht im Vorort Marjinka am 4. August hat es gezeigt. Es hat zugleich aber auch etwas anderes gezeigt: Die Rolle jener Freiwillligeneinheiten, die die reguläre Armee stützen. Je mehr sich der Kampf in die Städte verlagert, desto wichtiger werden sie. Das Bataillon Asow ist eine dieser Einheiten, und es ist die auffälligste. Offiziell ist es eine Sondereinheit der Polizei, faktisch geben hier Neonazis und Neuheiden den Ton an. Asow wirkt wie ausgedacht von der Propaganda des Kreml, aber es ist echt.“.

Der Hinter-der-Fichte-Blog schreibt in dem Artikel „ZDF-Kleber/Eigendorf: Asow-Todesschwadronen ’sorgen für Ruhe‘„: „Die aktuellen Narrative der Konzern- und Staatsmedien. Lassen wir uns von den privaten und staatlichen Manipulationsmedien nicht täuschen. Die Hetze gegen Russland und die Unterstützung des verfassungswidrigen Putsches in der Ukraine nehmen weiter zu. In vorderster Frontlinie das ZDF mit den aktuellen gefährlichen Lügen: 1. Ukrainische Faschisten sind keine Faschisten, sondern sorgen für Ordnung und Sicherheit. 2. Russland (!) ist schuld, dass die Morde vom Maidan nicht aufgeklärt werden.“.

In einem weiteren Artikel („Für Springer und ZDF unter der Wolfsrune: Die Eigendorfs„) heißt es bei „Hinter der Fichte“: „So geschieht es täglich im ZDF. Es berichtet die diensthabende Frontberichterstatterin, Katrin Eigendorf. Eingebettet seit Tagen beim in Nationalgarde umbenannten ‚Rechten Sektor‘ in Mariupol, der Armee der Putschisten und dem Asow-Bataillon. Einbettung, das heißt eingebunden in die Truppen und angebunden an ihre Propagandakompanie, kennen wir aus Afghanistan, Libyen oder Syrien von Gack, Ossenberg, Armbruster, dem Dusselblower Reichelt. Heute sind es auch Typen wie Ronzheimer und eben das dubiose Pärchen Eigendorf. Stets physisch und psychisch eingebettet auf der Putschisten-Seite. Herr Eigendorf (bei Springers ‚Welt‘) wird ebenfalls vom staatlichen TV gebucht, wenn psychotische Russenfeindlichkeit benötigt wird.“.

„Viele deutsche Medien unterstützen im Ukraine-Konflikt/-Krieg mittlerweile völlig offen mit positiver PR das rechtsextreme Asow-Bataillon. Dabei ist seit Sommer 2014 bekannt, dass es sich bei diesen irregulären und privat finanzierten Kämpfern, die zusammen mit der ukrainischen Armee gegen die Ostukrainer kämpfen, um eine Nazitruppe handelt, die zudem noch ihre Nazisymbole offen zur Schau trägt. Das Bataillon Asow ist für seine Brutalität berüchtigt und wird für viele Gräueltaten im Osten der Ukraine verantwortlich gemacht. Viele deutsche Qualitätsmedien vertuschen den Nazihintergrund des Bataillons und machen stattdessen freundliche Öffentlichkeitsarbeit für die von ihnen ‚Freiwillige‘ genannten Kämpfer.“, heißt es bei Blauer Bote in dem Artikel „Medien unterstützen Nazi-Privatarmee ‚Asow-Bataillon‘„.

In dem Blauer-Bote-Bericht „USA bilden rechtsextreme Kämpfer aus“ heißt es: „Im Ukraine-Konflikt wird die USA direkt in der Ukraine mit eigenen Soldaten Kämpfer der ukrainischen Nationalgarde ausbilden, wie mehrere Medien melden […]. Die Nationalgarde, das sind hauptsächlich Einheiten wie das Nazi-Bataillon Asow oder andere rechtsextreme Bataillone, die nicht der ukrainischen Armee angehören, sondern von der Kiewer Zentralregierung nur lose kontrolliert werden und im Osten der Ukraine mehr oder weniger auf eigene Rechnung wüten. Sie wurde erst 2014 nach dem Maidan-Umsturz gegründet. ‚Das US-Verteidigungsministerium will seine Pläne vorantreiben, Militärausbilder in die Ukraine zu schicken. Rund 290 im italienischen Vicenza stationierte US-Soldaten sollen möglicherweise schon im April in der Westukraine Nationalgardisten ausbilden, berichtet die amerikanische Militärzeitung ‘Stars and Stripes’ unter Berufung auf Pentagonsprecher Steve Warren.‘, schreibt beispielsweise der Spiegel (‚Pentagon-Pläne: USA wollen Militärausbilder bald in die Ukraine schicken‘).“.

In der Blauer-Bote-Magazin-Meldung „ZDF übernahm Propagandamaterial des Asow-Bataillons und zeigte Nazi-Symbole“ heißt es: „Ukraine-Konflikt: Das ZDF zeigte wieder einmal unkommentiert Nazi-Symbole (‚Wolfsangel‘) des für die ukrainische Regierung kämpfenden rechtsextremen, irregulären und privat finanzierten Asow-Bataillons, wie die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien in einer Programmbeschwerde (‚ZDF – NS-Symbolik in heute-Sendung‘) an den ZDF-Intendanten Dr. Thomas Bellut bemängelt.“.

„Am 8.9.2014 hat das ZDF (in der Nachrichtensendung ‚heute‘, 19 Uhr) erneut in der Ukraine kämpfende Nazis als ‚Freiwillige‘ bezeichnet und unkommentiert Nazisymbole wie das Hakenkreuz (siehe Beweisscreenshot unten), SS-Runen oder die Wolfsangel gezeigt. Während der Bilder davon wurde lediglich gesagt ‚[…] Freiwilligenbataillone aus nahezu jedem politischen Spektrum verstärken etwa die Regierungsseite.[…]‘. Das Zeigen dieser Symbole (noch dazu so unreflektiert) ist in Deutschland verboten* – dagegen gibt es nun auch eine Programmbeschwerde der Ständigen Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien.“, heißt es in einer Blauer-Bote-Meldung vom September 2014 („ZDF bezeichnet Nazis erneut als Freiwillige – Programmbeschwerde„).

„Ukraine-Konflikt: Auf dem obigen Bild (soll hier in dem Artikel zu Wikileaks-Material zu finden sein, habe es aber bei kurzem Drüberschauen nicht gefunden) posiert der Ex-Boxer und Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko augenscheinlich mit den rechtsextremen irregulären Kämpfern des Nazi-Bataillons ‚Asow‘, welches für viele Gräueltaten in der Ostukraine verantwortlich gemacht wird. Ob das Bild echt ist oder gar ‚gephotoshopped‘ wurde, ist unklar. Allerdings zeigen es die ukrainischen Rechtsradikalen selbst auf ihrer VK-Seite (VK ist so etwas wie Facebook in Russland, Ukraine etc.). Dort sind die Nazi-Kämpfer unkenntlich gemacht.“, schreibt Blauer Bote Magazin in dem Artikel „Vitali Klitschko posiert mit ukrainischen Nazis„.

„Wenn man sich den Bericht des US-Senders Fox News durchliest, den der Standard da zitiert hat, erfährt man, dass die US-Soldaten ukrainische ’national guard troops‘ ausbilden sollen. Also nicht die normalen Soldaten der ukrainischen Regierungsarmee. Mit diesen ‚Nationalgardisten‘ sind möglicherweise sogar die Kämpfer des Bataillon Asow und anderer wilder Einheiten gemeint, die mittlerweile lose dem ukrainischen Militär angegliedert sind. In dem Fox-Artikel heißt es: ‚A battalion of around 600 American paratroopers will be heading to Ukraine next month to train national guard troops there, a Pentagon spokesman told Fox News Wednesday.‘.“, heißt es in dem Artikel „Ausländische Unterstützung für ukrainisches Militär“ bei Blauer Bote.

In dem Blauer-Bote-Artikel „FAZ bezeichnet Nazis als Freiwillige und spricht von Krieg Russland-Ukraine“ heißt es: „In einem Artikel von heute (‚Deutschland gibt Ukraine Kreditgarantie‘) anläßlich des Besuchs des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk in Berlin bezeichnet die Frankfurter Allgemeine Zeitung Nazi-Kämpfer des ukrainischen Asow-Batallions unreflektiert als ‚Freiwillige Kämpfer‘ beziehungsweise zeichnet ein eher positives Bild von ihnen: Die Nazis werden in dem Bericht mit dem Titelfoto mit der Unterschrift ‚Freiwillige Kämpfer leisten am 3. Januar in Kiew einen Eid bevor sie in den umkämpften Osten des Landes aufbrechen.‘ geehrt. Auf dem Foto sind die vermummten Kämpfer samt ihrer Fahne mit dem in Deutschland verbotenen Nazisymbol ‚Wolfsangel‘ zu sehen.“.

„Die ARD bezeichnete in den Tagesthemen vom 5.9.2014 Nazikampftruppen im Osten der Ukraine als ‚Freiwilligenverbände‘ (hier der Link zu der Sendung in der ARD-Mediathek) und bot diesen erneut (wie beispielsweise in den letzten Tagen auch schon das ZDF) eine Plattform. Gut zu sehen ist in dem Screenshot unten die Flagge der Neonazis mit dem Nazisymbol ‚Wolfsangel‘. Die Nazis, die hier zu sehen sind, gehören zu dem sogenannten Asow-Bataillon. ARD und ZDF und weiteren Medien dürfte bewußt sein, dass es sich bei diesen Freiwilligenverbänden um Nazis handelt. Verschiedene deutsche und internationale Medien hatten in den letzten Monaten über diese Verbände berichtet. Der Fernsehzuschauer erfährt bei den Öffentlich-Rechtlichen davon nichts. Wenn man so will, waschen ARD und ZDF dadurch die Nazis rein.“, heißt es bei Blauer Bote Magazin in dem Artikel „ARD bezeichnet Nazis als Freiwilligenverbände„.

„Krasser können die Unterschiede in der Berichterstattung über die rechtsextremen ukrainischen ‚Freiwilligenverbände‘ in der deutschsprachigen Presse kaum sein: Während die angesehene Schweizer Sonntagszeitung vor Kurzem über Asow-Bataillon und co als brutale Rechtsradikale berichtete, die von Schweizer Neonazis unterstützt werden, brachte Spiegel Online heute ein ‚Helden-Interview‘ mit einem Münchner, der sich genau diesen Bataillonen angeschlossen hat und in der Vergangenheit auch schon Geld für den Kampf der ultranationalistischen Freischärler in die Ukraine geschickt hatte.“, heißt es in dem Blauer-Bote-Artikel „Medien treiben 18jährigen Münchner in den Ukraine-Krieg„.

In dem Artikel „Udo Lielischkies und ARD-Tagesthemen zeigen umkommentiert Nazisymbole des Bataillon Asow“ schreibt das Spiegelkabinett: „Verräterisch schon die Wortwahl von Lielischkies. Die Freiwilligen des Bataillons Asow werden beschossen, sie verteidigen Mariupol. Sie erleiden, werden als passiv handelnde dargestellt. So als hätten sie mit dem Bürgerkrieg gar nichts zu tun, als seien sie Opfer, wehrlos den ‚Separatisten‘ ausgeliefert. Dazu liefert die Kamera Bilder von Kämpfern in einem Schützengraben unter Beschuss. […] Immer wieder werden Kämpfer mit Naziemblemen, wie Hakenkreuz und SS-Runen an ihren Uniformen gezeigt. […] auf dem rechten Ärmel seiner Uniformjacke trägt er das Symbol einer Sondereinheit des Batallions Asow, das Zeichen des ‚Schwarzen Korps‘. Die Bezeichnung ‚Das schwarze Korps‘ geht auf die Zeitschrift der ‚Schutzstaffel der NSDAP‘, besser bekannt unter dem Kürzel ‚SS‘, zurück. […] der das Emblem der ‚SS-Division Totenkopf‘ zeigt. Diese Einheit der SS verrichtete ab 1939 in den zahlreichen Konzentrationslagern des Naziregimes ihren Dienst als Bluthunde Adolf Hitlers. Später dann wurde sie als ‚3. SS-Panzer-Division Totenkopf‘ an der Ostfront eingesetzt und nahm hier an Kämpfen im Gebiet der heutigen Ukraine teil.“.

(Kleine Zusatzschweinerei am Rande: Der Tagesspiegel-Artikel wurde vom Bildblog lobend verlinkt. Sorry, Bildblog, aber das geht gar nicht.)

So, lieber Tagesspiegel (der auch ab und zu wirklich gute Artikel zu bieten hat) und „liebes“ ukrainisches Propaganda-„Stopfake“: Weder das Bataillon Asow ist ein Fake noch das Summer Camp für Kinder des Bataillon Asow noch der Bericht der Kyiv Post (eine der angeseheneren ukrainischen Zeitungen) dazu. Und nur weil es „Stopfake“ nicht passt, dass der Nazihintergrund des Bataillons angesprochen wird, heißt das nicht, dass das Blauer Bote Magazin ein „Russentroll-Blog“ oder ein „Pegida-Blog“ ist, wie der Tagesspiegel „schlussfolgert“.

Was erlauben Sie sich eigentlich?

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UPDATE vom 19.3.2016:

Um die Story komplett zu machen:

Der Tagesspiegel hat meinen Kommentar (siehe oben), welchen ich dann am nächsten Tag im Kommentarbereich des Tagesspiegels veröffentlichte NICHT VERÖFFENTLICHT.

Der Tagesspiegel hat die falschen Zeilen im Artikel (Pegida etc. …) kommentarlos gelöscht (Aber wenn man auf Stopfake surfte, sprang damals natürlich trotzdem Blauer Bote ins Auge. Der Fälschungsvorwurf steht quasi weiter im Artikel). Durch das Löschen der Zeilen entsteht unter Umständen sogar der Eindruck, der vorliegende Blauer-Bote-Artikel beruhe auf einer Fälschung des Tagesspiegel-Artikels. Das ist natürlich falsch.

Der Tagesspiegel hat dennoch keine Entschuldigung oder Richtigstellung veröffentlicht.

Der Tagesspiegel-Journalist, der den Artikel geschrieben hat, hat eine „Entschuldigung“ bei Twitter gepostet (habe ich noch irgendwo gesichert …), die sicher niemand verstand. So nach dem Motto „Habe in einem Artikel etwas Falsches über Blauer Bote geschrieben“. Ohne Link auf Artikel, ohne weitere Erklärung etc.. Wertlos.

Ich habe weder den Autoren (René Bosch) noch den Tagesspiegel wegen Rufmord etc. verklagt. Ich habe keine Gegendarstellung per Anwalt etc. erstritten. Diese Fairness im Umgang beruhte aber offensichtlich nicht auf Gegenseitigkeit (und das mehrfach).

Mehrteiliger Artikel

Dies ist ein mehrteiliger Artikel zu den in der Ukraine aktiven Nazibanden. Alle bisherigen Teile finden Sie hier:

Nazi-Bataillone in der Ukraine

Nazi-Freiwillige töten „Untermenschen“

Naziregimenter im Jahre 2019

Bataillon Asow, Aidar, Donbass und co

Rechtsextreme mit Maschinengewehren

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

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