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Untersuchung des Chan-Schaichun-Giftgasangriffs in Syrien

Am 4. April 2017 kam es zu einem angeblichen Sarin-Chemiewaffenangriff in Chan Schaichun in der Provinz Idlib in Syrien. Bei dem von den „lokalen Aktivisten“ der White Helmets gemeldeten angebliche Giftgasangriff soll es sich um eine Attacke mit dem chemischen Kampfstoff Sarin gehandelt haben, welches von Flugzeugen während eines Luftangriffs auf Zivilisten abgeschossen wurde. Als Täter wurden von diesen vom Westen bezahlten „Aktivisten“ und vom Westen die syrische und die russische Regierung benannt. Aufgrund mehrerer Umstände kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem angeblichen Angriff um eine Fälschung handelt, welche als Propagandamittel gegen Syrien und Russland eingesetzt wurde und wird. Nach dem angeblichen Giftgasangriff griff die USA direkt Syrien mit Tomahawk-Marschflugkörpern an. Die folgende Analyse untersucht die Umstände des Angriffs und die dazu vorgelegten Beweismittel.

Die Theorie des Westens und seiner lokalen Verbündeten in Syrien, es habe sich um einen Angriff der syrisch-russischen Koalition gehandelt, ist gleich mehrfach widerlegbar. Schon ein einziger der genannten kritisierten Punkte führt zu einem Einsturz der Angaben des Westens und seiner Verbündeten in Syrien und entblößt sie dabei unweigerlich als Kriegspropaganda. Für die Theorie des Westens spricht wissenschaftlich, logisch, medizinisch gar nichts. Auch deshalb wurden zu allen Bereichen Fragen formuliert, die der Westen dringend beantworten sollte, wenn er weiter diesen Vorfall als Werkzeug nutzen will. Aufgrund der Beweislage ist es allerdings für USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Türkei und co unmöglich, sich rational da heraus zu winden.

Giftgasmeldung aus dem Al-Qaida-Gebiet

Die Meldung und die Videos über den angeblichen Sarin-Giftgasangriff, der ja zum direkten militärischen Angriff der USA unter Präsident Trump auf Syrien führte beziehungsweise als Vorwand für diesen Angriff herhalten musste, kamen aus dem Gebiet der sogenannten Rebellen, bei denen es sich in Wirklichkeit um jihadistische Söldner des Westens unter Führung der Al Qaida handelt. Propagandaforscher Professor Jörg Becker von der Universität Marburg zum Syrienkrieg: “Gleichwohl wird die Mehrzahl der Nutzer der Massenmedien schlicht unwissend darüber sein, dass die USA seit Jahren völkerrechtswidrig einen Regime Change in Syrien herbeizuführen versuchen. Dass das ganze Terror-Problem vor allem durch westliches Morden und westliche Kriege entstanden ist. Ja, dass der Westen Al Quaida seit Jahren mit Waffen beliefert und hierdurch überhaupt erst großgemacht hat, um Assad zu stürzen und an seiner Stelle eine willfährige Marionettenregierung einzusetzen. […]”. Führende Wissenschaftler weisen immer wieder darauf hin und auch die US-Regierung muss hin und wieder zugeben, dass sie mit der Al-Qaida-Koalition in Syrien verbündet ist.

Frage: Warum wird „offiziellen“ Videos aus den Al-Qaida-Gebieten ohne weiteres Glauben geschenkt?

White Helmets der Al Qaida

Produziert wurden die Videos zu dem angeblichen Giftgasangriff von den White Helmets, den nur in den Al-Qaida-Gebieten tätigen Weißhelmen, die in den letzten Jahren wohl das meiste Videopropagandamaterial für den Westen lieferten und immer wieder beim Fälschen erwischt wurden. “Professor Meyer ging auch auf die „Weißhelme“ ein, die im letzten Jahr den Alternativen Friedenpreis erhalten hatten. Sie sind eigentlich eine Zivilschutzorganisation der Nusra-Front in die mehrere hunderte Millionen Dollar aus dem Ausland investiert wurden. Nusra und IS sind Ableger der al Qaida-Organisation, die sich einige Zeit heftig bekämpft und sich inzwischen wieder versöhnt hatten. Die Nusra Kämpfer sind dabei die brutalsten von allen. Die Berichte und Fotos über die Rettungsaktionen der Weißhelme sind oft gefälscht, um die Welt zu manipulieren.”, berichtet Hallertau.info über einen Vortrag des deutschen Syrienexperten Professor Günter Meyer von der Universität Mainz.

Vor knapp einen Monat berichtete eine schwedische Ärztevereinigung, dass die White Helmets der Al Qaida den angeblichen Giftgasangriff im syrischen Ort Sarmin vom März 2015 vorgetäuscht hatten und dafür sogar in den entsprechenden Fälschervideos ein Kind vor laufender Kamera durch eine vorgetäuschte Behandlung töteten. Das war kein Thema für die westlichen Medien. Auch für den Laien leider leicht nachvollziehbar war die Ermordung eines kleinen Jungen vor laufender Kamera. Er hatte zu Beginn noch gelebt und war wohl unter Drogen gesetzt worden. Dann stachen sie ihm mit einer Spritze mit einer langen Nadel mehrfach in die Brust (und das Herz), um so eine Behandlung mit einer Adrenalinspritze vorzutäuschen. Allerdings wurde die Spritze nie abgedrückt und das angebliche Adrenalin nie injiziert, wie in den Videos klar zu sehen ist. Durch die Prozedur wurde der betäubte Junge endgültig getötet.

Frage: Warum glaubt man den Weißhelmen, die immer wieder beim Fälschen erwischt wurden und eng mit der Al Qaida in Verbindung stehen? Warum werden sie nicht kritisiert?

Ein für Syrien sinnloser Angriff

Der Syrienkrieg lief zuletzt recht gut für die syrische Regierung, ein Giftgas-Massaker würde nur Negatives für sie bringen. Und letztlich stieg die USA ja auch mit einer offenen Kriegshandlung gegen Syrien tiefer in den Krieg ein.

Ein weiterer interessanter Aspekt: Der angebliche Sarin-Chemiewaffenangriff erfolgte einen Tag vor der nächsten großen Syrienkonferenz des Westens und seiner Verbündeten. In der Vergangenheit konnte vor solchen Konferenzen oder bei gewissen Zuspitzungen immer wieder beobachten, dass angebliche Horror-Angriffe der Syrer oder der Russen immer rechtzeitig genau im richtigen Moment für den Westen kamen. Diese Erkenntnis hat es mittlerweile sogar bis zur Sendung „Markus Lanz“ ins ZDF-Spätfernsehen geschafft, wo sie von Michael Lüders ausgesprochen werden durfte.

Frage: Welchen Sinn sollte ein solcher Angriff für die syrische Regierung machen? Wem nützt der Angriff?

Al Qaida als Aktivisten und keine Journalisten vor Ort

Westliche Medien und Politiker bezeichnen die Jihadisten aus den Al-Qaida-Gebieten immer wieder als „Aktivisten“, „Menschenrechtler“, „Oppositionelle“ oder „Rebellen“, wie man auch im aktuellen Fall des angeblichen Giftgasangriffs in allen Qualitätsmedien nachlesen kann. Die Al Qaida und ihre Verbündeten präsentieren Augenzeugen, deren Aussagen in der westlichen Presse als die Wahrheit verkauft werden. Genauso werden Mitarbeiter der Al-Qaida-Organisationen aus diesen Gebieten als Journalisten bezeichnet und ihre Arbeit und ihr Material von der westlichen Presse 1:1 übernommen. Der Terror-Hintergrund dieser „Journalisten“ wird dabei verschwiegen. Vor Ort gibt es keine westlichen oder sonstigen Journalisten oder UN-Mitarbeiter oder dergleichen. Alle Informationen aus dem Gebiet werden von den dortigen Machthabern kontrolliert und das sind nun einmal die radikalislamistischen Jihadisten.

Der der US-Regierung und der NATO sehr nahestehende Think Tank Atlantic Council, der mit Sicherheit keiner syrischen oder russischen Propaganda verdächtig ist und scharf gegen Syrien und Russland argumentiert, zu den sogenannten Rebellen in der Region Idlib, wo der angebliche Chemiewaffenangriff stattfand, und anderen Gebieten Syriens, nach einer deutschsprachigen Zuammenfassung im Magazin Telepolis mit dem Titel “Syrien: Das Herrschaftsmodell der Opposition“: “Ein amerikanischer Think Tank [Atlantic Council] erklärt, wie die al-Qaida-Milizen ihre Macht in bereits eroberten Gebieten ausüben […] Mittlerweile wurde bekannt, dass die beiden Dschihadisten/Salafisten-Gruppen al-Nusra und Ahrar al-Sham sämtliche andere Milizen in Aleppo auf die Sharia verpflichtet haben. Wichtig ist dabei zu ergänzen: ihre Form des Sharia-Verständnisses. Wie diese in der Idlib angewendet wird, erklärt der Atlantic Council-Bericht. Es ist ein vor allem ein Machtsystem, das den Großen, al-Nusra und Ahrar al-Sham, die Herrschaft garantiert, die anderen haben sich unterzuordnen. […] Die Gerichte arbeiten in diesem System mit Sicherheitskräften, die von den wichtigsten Milizen gestellt werden und ‘lehren den Bewohnern das Fürchten’, wie es im Bericht heißt.”.

Frage: Warum wählen die westlichen Medien Al Qaida als Medienpartner und nennt deren Propaganda Journalismus? Warum bezeichnet der Westen Terroristen als Aktivisten, Oppositionelle und Menschenrechtler?

Angeblicher Angreifer variiert nach Bedarf – keine Überwachungsdaten

Wer oder was den angeblichen Angriff geflogen hat, dazu werden immer wieder unterschiedliche Varianten präsentiert. Mal war es angeblich ein russisches Flugzeug, mal angeblich ein syrisches. Dann soll es wieder eine syrische Hubschrauberstaffel gewesen sein oder es ist von einer Rakete (unklarer Herkunft) die Rede (und der Vollständigkeit halber sollte man noch die Drohnen der USA, inklusive CIA, erwähnen, die den syrischen Luftraum im Idlib-Gebiet unsicher machen). Es scheint fast, dass die Version immer wieder nach Bedarf angepasst wird. Beispielsweise weil man das richtige Vehikel für die angeblichen Sarin-Behälter braucht. Das spricht nicht für die Glaubwürdigkeit. Mittlerweile ist man wohl offiziell im Westen nach zuerst russischen Flugzeugen und syrischen Flugzeugen bei syrischen Helikoptern angelangt. Letzteres steht jedenfalls im Resolutionsentwurf des Westens für den UN-Sicherheitsrat. Und damit überführt der Westen seine “syrischen” Weißhelme vor Ort und letztlich sich selbst versehentlich der Lüge, denn beide hatten steif und fest behauptet, es habe einen Giftgasangriff mit Jets gegeben.

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Syrische Hubschrauber sind die aktuelle offizielle Version des Westens im UN-Sicherheitsrat: “Der westliche Resolutionsentwurf verurteilte den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien und forderte die Regierung auf, genaue Angaben über die Einsätze der Luftwaffe, Flugpläne und Aufzeichnungen vom Dienstag in Khan Scheikhun vorzulegen. Alle Namen der Kommandeure syrischer Hubschrauberstaffeln müssten benannt werden.”, meldet Junge Welt und ganz ähnlich beispielsweise die Süddeutsche Zeitung oder der britische Telegraph. Moment mal, Hubschrauber? Das hat wohl seinen Grund darin, dass Hubschrauber viel besser zu der Story mit den abgeworfenen Sarin-Behältern passen als Kampfjets oder Bomber. Beobachter hatten angezweifelt, dass diese überhaupt das Sarin-Giftgas entsprechend transportieren und abwerfen könnten. Flugs wechselte das Flugerät. So ungefähr nach dem Motto: “Was nicht passt, wird passend gemacht. Dann war’s halt ein Hubschrauber. Hauptsache Assad!”.

Zu tatsächlichen oder angeblichen Aussagen der Russen über Aktivitäten der syrischen Luftwaffe in diesem Gebiet sagte die syrische Regierung laut einem Artikel der Korrespondentin Karin Leukefeld in der Zeitung Junge Welt Folgendes: “Während westliche Staaten und syrische Oppositionelle der Regierung in Damaskus vorwerfen, einen Giftgasangriff geflogen zu haben, wiesen letztere und die Armee die Vorwürfe zurück. Man habe »nie chemische Waffen gegen die Bevölkerung eingesetzt und werde das nie tun«, erklärte Außenminister Walid Muallem am Donnerstag vor Journalisten in Damaskus. Außerdem sagte er, die Meldung über einen Giftgasangriff sei vor den ersten Einsätzen der Luftwaffe veröffentlicht worden. Syrien werde die Aufklärung unterstützen, solle der UN-Sicherheitsrat eine »ausgewogene Kommission« zusammenstellen.”.

Syrien hat im Moment sicherlich den am besten überwachten Luftraum. Wir erinnern uns alle noch an den Abschuss eines russischen Jets durch die türkische Armee im November 2015. Da waren sofort Radardaten und -bilder da. Bei diesen ganzen von Fehlern strotzenden Propagandaberichten und Fakevideos von White Helmets und co über angebliche Luftangriffe der Russen oder Syrer auf eine Schule, ein Flüchtlingslager, Krankenhäuser, den syrischen Hilfskonvoi etc. konnte (wollte) der Westen oder irgendwer sonst nie entsprechende Luftraumüberwachungsdaten vorlegen. Beispiel Flüchtlingslager, Beispiel Hilfskonvoi. Wenn ein Flugzeug anwesend gewesen wäre, würde das zwar nicht heißen, dass es entsprechend angegriffen hat. Wenn aber kein Flugzeug zur fraglichen Zeit im fraglichen Gebiet war, kann aber natürlich mit Sicherheit gesagt werden, dass kein Angriff stattgefunden hat.

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Und was die Sache mit den Hubschraubern angeht: Sowohl die “lokalen Aktivisten” der White Helmets als auch die westlichen Medien, Politiker und Propagandalautsprecher meldeten einen Giftgasangriff mit (russischen oder syrischen) Flugzeugen, basierend auf angeblichen Augenzeugenberichten (unter anderem der White Helmets). Wenn es jetzt heißt, es seien Hubschrauber gewesen – und so muss man wohl den UN-Sicherheitsratsresolutionsentwurf des Westens werten – dann bedeutet das nichts weniger als dass die angeblichen Augenzeugenberichte dieser “lokalen Aktivisten” und damit das ganze Setting des angeblichen Sarin-Giftgasangriffs in der Idlib-Region eine Lüge waren. Man kann nicht behaupten, man habe ganz klar einen Angriff von Flugzeugen gesehen und dann später einfach behaupten, es wären Hubschrauber gewesen. Auf diese Art und Weise hat der Westen sich und seine Verbündeten Weißhelme aka Al Qaida selbst der Lüge überführt und unbeabsichtigt den Giftgas-Fake aufgedeckt.

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Frage: Wo sind die Überwachungsdaten der USA und anderer die Syrer beschuldigender Staaten wie etwa die Türkei? Wie kann es sein, dass die Flugzeuge der „Augenzeugenberichte“ jetzt plötzlich Hubschrauber sind?

Arzt lädt zu Videokonferenz während Notfallsituation und twittert

Nun kommen wir langsam zu den Merkwürdigkeiten der angeblichen Giftgasattacke, die, wie die türkische Regierung zuletzt „bestätigte“, angeblich mit dem chemischen Kampfstoff Sarin durchgeführt wurde. Ein in der Klinik tätiger Arzt names Dr. Shajul Islam, der die angeblichen Opfer der angeblichen Sarin-Attacke versorgte, hatte trotz der angeblichen haarsträubenden Notfallsituation in dem Krankenhaus mit unzähligen „in die Klinik strömenden Sarin-Opfern“ offenbar genügend Zeit, ausgiebig zu twittern und dabei auch noch interessierten Journalisten anzubieten, sich in einer Videokonferenz interviewen zu lassen, wie entsprechende Ausschnitte aus seinem Twitter-Output während seiner Notmaßnahmen zeigen:

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Es ist natürlich völlig abwegig, dass ein Arzt in einer solchen Notfallsituation sich so verhält und seine Patienten so im Stich läßt. Es sei denn, das Ganze ist gestellt und er hat „etwas Besseres“ zu tun als im Moment mit zu schauspielern – nämlich hier schamlos Propaganda zu betreiben. Und offenbar wußte der Mediziner auch nicht, was Sarin ist, denn das Nervengift Sarin ist ein hochwirksamer chemischer Kampfstoff, der schon durch die Berührung eines kontaminierten Patienten übertragen wird und schon in kleinsten Mengen tödlich ist, denn sonst würde er wohl kaum ohne Schutzkleidung so locker flockig Sarin-Opfer behandeln … Das spricht nicht gerade für ein glaubwürdiges Sarin-Szenario. Der Arzt ist übrigens Brite und wurde in Großbritannien angeklagt, zwei Journalisten in Syrien entführt zu haben und setzte sich nach Syrien zu Al Qaida ab., wie mehrere britsche Zeitungen Mitte 2016 berichteten.

Frage: Verhält sich ein Arzt so in einer Notfallsituation?

Angeblich totes Mädchen macht die Augen auf und andere Merkwürdigkeiten

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In einem von den lokalen “Menschenrechtsaktivisten” – also den Al-Qaida-geführten jihadistischen Söldnern –  veröffentlichten Video (hier ein Ausschnitt bei Youtube), welches angeblich gestorbene Kinderopfer des angeblichen Sarin-Angriffs zeigen soll, macht ein vorgeblich totes Mädchen die Augen auf. Beziehungsweise zumindest ein Auge, siehe Auschnittsstrecke oben. Dem Videoproduzenten fiel das wohl beim Schnitt nicht auf beziehungsweise für ihn war das weit genug zu. Ich bin da völlig anderer Meinung … Was denken Sie darüber?

Das bedeutet natürlich nicht, dass alle in den Giftgas-Fake-Videos gezeigten Kinder und Erwachsene nicht tot gewesen wären. Die mit dem Westen verbündeten Jihadisten-Terroristen in Syrien haben in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass sie weder bei der Ermordung und Vergewaltigung von Erwachsenen und Kindern noch bei der Benutzung von lebenden und toten Kindern und Erwachsenen für ihre Propagandazwecke irgendwelche moralischen Hemmungen kennen. Die gute Nachricht ist immerhin, dass vermutlich viel weniger Menschen in den Videos zu der angeblichen Sarin-Giftgasattacke von Chan Schaichun (oder Khan Sheikhoun) in der syrischen Idlib-Region tot waren, als vorgegeben.

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In einem weiteren Video der White Helmets zu der angeblichen Sarinattacke weigert sich ein Opferdarsteller, sich auf den Boden in den Staub zu legen. Der alte Mann sitzt in dem Video (hier ein Ausschnitt via Twitter) auf dem Boden im Schneidersitz. Sein Kopf ist mit einem roten Schal bedeckt. Die Weißhelme spritzen wie wild mit Wasser um sich. Dann kommt einer der Weißhelme und reißt dem Mann, der zwischen vielen weiteren Opferdarstellern sitzt, den Schal vom Kopf. Der alte Mann macht abwehrende Handbewegungen und will sich offensichtlich nicht hinlegen. Vielleicht hat er gesundheitliche Probleme. Aber natürlich nicht durch Sarin …

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In einem weiteren Video (hier ein Ausschnitt via Twitter) zu der angeblichen Giftgasattacke werden die Opferdarsteller von den angeblichen Rettern der White Helmets nicht etwa vom Boden aufgehoben und zur Behandlung gebracht, sondern als „Kinderopfer“ für das resultierende Propagandavideo auf den Boden gelegt. Das trifft sowohl auf den Jungen mit dem grauen Pullover als auch auf das Kind mit dem grünen Pullover auf der rot-schwarzen Decke im Hintergrund zu. Die Propagadavideohersteller der White Helmets wurden im Laufe der letzten Jahre einfach nicht besser …

Es kann kein Sarin gewesen sein

Zu der angeblichen Chemiewaffenattacke berichteten die lokalen „Augenzeugen“ der White Helmets und beispielsweise auch der oben bereits erwähnte Arzt, es habe sich bei dem angeblich von Flugzeugen abgeworfenen Giftstoff um den chemischen Kampfstoff Sarin gehandelt. Westliche Medien übernahmen das wie immer als die Wahrheit. Die US-Regierung sprach von einem Angriff mit Sarin. Und später „bestätigte“ die türkische Regierung, die in der Vergangenheit selbst in Chemiewaffenangriffe in Syrien verwickelt war und enger Verbündeter der lokalen Weißhelme und Al Qaida ist, nach einer angeblichen oder tatsächlichen medizinischen Autopsie von Opfern der angeblichen Sarinattacke, dass es sich um tatsächlich um Sarin gehandelt habe und der syrische Präsident Assad natürlich ein Giftgasmörder sei … „Sarin“ ist die offizielle Version des Westens und seiner regionalen Verbündeten.

In einem Artikel von RP Online heißt es beispielsweise zu dem angeblich angewendeten Sarin: „In der Nacht hat ein amerikanischer Angriff mit 59 Cruise Missiles, die von zwei Lenkwaffenzerstörern im östlichen Mittelmeer abgefeuert worden, einen Militärflugplatz in Zentralsyrien weitestgehend zerstört. Von hier aus sollen die Flugzeuge abgehoben haben, mit denen am Dienstag der Chemiewaffeneinsatz auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun geflogen wurde. Dass in Chan Scheichun vermutlich ein Nervengift vom Typ Sarin Dutzende Zivilisten getötet hat, gilt inzwischen als unstrittig. Weiter gestritten wird über die Schuld für den Einsatz der international geächteten Massenvernichtungswaffe.“.

In einem Artikel von n-tv heißt es zur „getürkten“ Untersuchung des angeblichen Giftstoffs: „Eine Untersuchung der Opfer des mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatzes in Nordsyrien hat laut türkischen Angaben Hinweise auf das Nervengas Sarin ergeben. Die ersten Analysen ließen darauf schließen, dass die Opfer des Luftangriffs in Chan Scheichun am Dienstag dem chemischen Kampfstoff Sarin ausgesetzt gewesen seien, erklärte das türkische Gesundheitsministerium.“. Die Türkei verfügt über Sarin und hat natürlich jederzeit die Möglichkeit, „Sarinopfer“ für mögliche neutrale Ermittler „herzustellen“. Sind keine neutralen Ermittler anwesend, reicht auch die einfache Lüge.

Die Bilder und insbesondere die Videos von dem angeblichen Sarinangriff beziehungsweise den angeblichen Rettungsmaßnahmen danach – und das sind einige – zeigen, dass es kein Sarin gewesen sein kann. Sarin ist ein hochwirksamer Kampfstoff. Schon winzigste Mengen führen zum Tod. Sarin wird beispielsweise auch über den Hautkontakt mit Sarinopfern übertragen. Wer ein solches Opfer anfasst, sollte je nach Menge, die dieser Mensch abbekommen hat, zumindest krank werden, wenn er keine Schutzkleidung trägt. Die Mediziner und „Rettungshelfer“ in den Videos haben dahingehend aber überhaupt keine Probleme. Ebenso rennen sie an den Stellen umher, wo die angeblichen Sarin-Behälter eingeschlagen sein sollen und haben keinerlei Probleme. Normalerweise sollten sie dabei sterben.

Wikipedia zu Sarin: „Nervenkampfstoffe wie Sarin sind bereits in sehr kleinen Mengen tödlich. Angriffsfläche ist dabei der gesamte Körper, wobei die Aufnahme insbesondere über die Augen, Haut und Atmungsorgane erfolgt, letztere machen hierbei den Hauptanteil aus, da Sarin leicht flüchtig ist. Schutz gegen das Eindringen von Sarin in den Körper bietet daher nur ein Ganzkörper-Schutzanzug mit Atemschutzmaske.“.

Nicht gerade zur Festigung der Seriosität der Story des angeblichen Sarinangriffs trug die zwischenzeitliche Behauptung bei, es habe sich doch wohl um Chlorgas gehandelt, die wohl auch aufgrund dessen ins Spiel gebracht wurde, dass Experten anhand der Bilder – und mehr Informationen haben diese ja nicht – vermuteten, es habe sich (höchstens) um Chlorgas gehandelt – eben weil das Ganze nicht so recht zu Sarin passt. Um sich nicht in noch mehr Widersprüche zu verwickeln, hielt der Westen aber dann doch an der Sarin-Story fest und ausgerechnet die Sarin-False-Flag-erfahrene türkische Regierung durfte „bestätigen“, dass es sich um Sarin gehandelt habe. Das aber wiederum ist auch kontraproduktiv für den Westen, denn Sarin kann es nach allen medizinisch-wissenschaftlichen Maßstäben nicht gewesen sein … Es ist so ähnlich wie bei den Flugzeugen und Helikoptern: Man kann nicht einfach die Story ändern, wenn es einem gerade passt. Würde ein Angeklagter vor Gericht zwei sich widersprechende Storys abliefern und erwarten, dass beide gleichzeitig gültig sind, würde der Richter ihm wohl zurecht den Vogel zeigen.

Frage: Wie passen die „Beweisbilder“ zu Sarin? Warum erfreuen sich die ungeschützten Rettungsaktivisten bester Gesundheit?

Sarin-False-Flag von Ghouta 2013 mit Beteiligung der Türkei und der Al-Qaida-Jihadisten

Am 21. August 2013 fand in Ghouta in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus während einer planmäßigen Chemiewaffenuntersuchung der UN in dieser Region die große bekannte Giftgasattacke des Syrienkrieges statt, die vom Westen der syrischen Regierung zugeschrieben wurde. Führende Experten aus den USA untersuchten den Fall und kamen zu dem für sie selbst überraschenden Ergebnis, dass die syrische Regierung nicht für diese Chemiewaffenangriffe im südsyrischen Ghouta verantwortlich war. Der bekannte US-Investigativjournalist und Publitzer-Preisträger Seymour Hersh berichtete etwa zur gleichen Zeit, dass das Sarin-Giftgas durch die Türkei nach Syrien gebracht wurde und von den Rebellen genannten Jihadisten eingesetzt wurde. 2015 standen in der Türkei mehrere Personen wegen des Schmuggelns des Sarins nach Syrien vor Gericht, wurden aber trotz eindeutiger Beweise auf Druck der türkischen Erdogang-Regierung freigesprochen, wie zwei oppositionelle türkische Abgeordnete berichteten, die Einblick in die Gerichtsakten hatten. Erstaunlicherweise hatte ein bekannter deutscher Syrienexperte bereits 2012, Monate vor dem Ghouta-Angriff, in einem Interview erklärt, dass man im arabischen Raum einen baldigen False-Flag-Giftgasangriff im Süden von Syrien und ein darauffolgendes Eingreifen der USA in Syrien erwarte. Westliche Politiker und Medien behaupten entgegen der Beweislage bis heute, die syrische Regierung haben die Giftgasanschläge in Ghouta durchgeführt.

Wenige Monate nach den Angriffen mit dem Nervengift Sarin bei Ghouta in Syrien, dem wohl hunderte Menschen zum Opfer fielen, veröffentlichten US-Wissenschaftler vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT, eine führende Technische Hochschule und Universität der USA) und den Tesla Laboratories einen Bericht zu der Attacke mit dem Titel “Possible Implications of Faulty US Technical Intelligence in the Damascus Nerve Agent Attack of August 21, 2013“). Die beiden Experten – der frühere UN-Waffeninspektor Richard Lloyd und der MIT-Professor Theodore A. Postol – waren eigentlich vor ihrer Untersuchung davon ausgegangen, dass Assads Truppen für die Giftgasattacke verantwortlich waren. Dann fanden sie genau das Gegenteil heraus. Unter dem Titel “Obamas Kriegslüge. Zwei US-Forscher legen Studie zum Chemiewaffenangriff vom 21. August 2013 bei Damaskus vor: Washingtons Darstellung ist falsch” gibt es bei der AG Friedensforschung einen interessanten Bericht zu dem Thema. Dort ist auch eine deutschsprachige Übersetzung der Hauptkritikpunkte der beiden US-Wissenschaftler an den Angaben der US-Regierung zu finden:

  • Die syrischen unkonventionellen Chemiewaffenträger, die beim Nervengasangriff vom 21. August in Damaskus benutzt wurden, hatten eine Reichweite von rund zwei Kilometern.
  • Die unabhängige Bewertung der Reichweite der Chemiewaffenträger durch die Vereinten Nationen steht in genauer Übereinstimmung mit unseren Befunden.
  • Das besagt, dass diese Geräte nicht vom ›Herz‹ oder dem östlichen Rand des von der syrischen Regierung kontrollierten Gebietes, wie es auf einer Geheimdienstkarte, die vom Weißen Haus am 30. August 2013 veröffentlicht wurde, dargestellt war, nach Ostghuta abgefeuert werden konnten.
  • Diese falsche Geheimdienstinformation hätte zu einer ungerechtfertigten US-Militäraktion führen können.
  • Eine genaue Überprüfung der Tatsache, daß die Trägerwaffen solch geringe Reichweite hatten, hätte zu einer komplett anderen Bewertung der Situation auf Grundlage der gesammelten Daten geführt.
  • Welche Gründe auch immer zu den ungeheuerlichen Fehlern (errors) in den Geheimdienstinformationen führten – die Quelle dieser Fehler muß aufgeklärt werden.
  • Wenn die Quelle dieser Fehler nicht identifiziert wird, werden die Vorgänge, die zu diesem Versagen der Geheimdienste geführt haben, unkorrigiert bleiben, und die Möglichkeiten für ein zukünftiges Politikdesaster werden mit Bestimmheit wachsen.

Das Ergebnis der Untersuchung der wissenschaftlichen Experten läßt sich folgendermaßen auf einen Punkt bringen: Alleine schon dadurch, dass die Reichweite der gefundenen und von den im Gebiet befindlichen UN-Inspektoren sichergestellten Trägerraketen allerhöchstens zwei Kilometer beträgt, die syrischen Regierungstruppen aber mindestens sechs Kilometer von den Zielorten des Angriffs entfernt waren, läßt sich mit Sicherheit sagen, dass die syrische Regierung nicht für den Giftgasangriff von Ghouta verantwortlich sein konnte (und daraus folgt logisch, dass der Angriff aus dem Gebiet der mit dem Westen verbündeten Jihadisten kam). Ein solcher Angriff wäre einfach technisch schon unmöglich gewesen für die syrische Regierung. Diese hat auch immer wieder betont, dass sie nicht diesen Attacke durchgeführt hat. Was wiederum von westlichen Medien und Politikern komplett ignoriert oder als unglaubwürdig abgetan wurde. Ein Angriff der USA auf Syrien konnte im letzten Moment abgewendet werden, wohl auch wegen der kritischen Beweislage.

Die genannten Wissenschaftler Lloyd und Postol mutmaßten, die Jihadisten-“Rebellen” hätten das Sarin-Giftgas möglicherweise selbst fabriziert. Der mehrfach ausgezeichnete us-amerikanische Investigativjournalist Seymour M. Hersh – Gewinner des Publitzer-Preises und fünffacher Gewinner des George Polk Award – hat in einem Anfang 2014 erschienen Artikel mit dem Titel “Whose sarin?“ sowie einem darauffolgenden Bericht mit dem Titel “The Red Line and the Rat Line. Seymour M. Hersh on Obama, Erdoğan and the Syrian rebels“ aufgezeigt, dass die syrische Regierung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht für den Giftgasanschlag im syrischen Ghouta bei Damaskus verantwortlich war, sondern eher Erdogans türkische Regierung und die radikal-islamistische Al-Nusra-Front, der syrische Arm der Al Kaida, im Westen auch als “Rebellen” bekannt.

Hershs Artikel “Whose sarin?” ist unter dem Titel “Wessen sarin?” auch in einer kompletten deutschen Übersetzung im Internet zu finden. Unter dem Titel “Rote Linie, Rattenlinie. Giftgas, Bürgerkrieg und Krieg – Obama, Erdoğan und Syriens Rebellen” gibt es im Internet etwa ein Drittel des anderen genannten Artikels in einer auszugsweisen deutschen Übersetzung. Hier ein kleiner Auszug vom Anfang und vom Schluss des Whose-sarin-Artikels:

“Barack Obama erzählte diesen Herbst nicht die ganze Geschichte, als er versuchte, Gründe dafür zu liefern, dass Bashar al-Assad für die Chemiewaffenangriffe vom 21. August in der Nähe von Damaskus verantwortlich sei. In einigen Fällen liess er wichtige Geheimdienstinformationen weg, und in anderen präsentierte er Vermutungen als Tatsachen. Und das Wichtigste: Er gab nicht zu, was den US-Geheimdiensten bekannt war: dass die syrische Armee nicht die einzige Partei im syrischen Bürgerkrieg ist, die Zugang zu Sarin hat, dem Nervengas, dessen Verwendung beim Raketenangriff eine Uno-Studie feststellte – ohne dabei die Frage der Verantwortlichkeit zu beurteilen. In den Monaten vor dem Angriff produzierten die amerikanischen Geheimdienste eine Reihe streng geheimer Berichte, die in einem formellen Einsatz-Auftrag [operations order] gipfelten – einem Dokument, mit dem die Durchführung eines Einsatzes geplant wird und das einer Invasion mit Bodentruppen vorausgeht – und das Belege dafür anführte, dass sich die al-Nusra-Front, eine dschihadistische Gruppe, die mit al-Kaida verbunden ist, die Herstellungsweise von Sarin-Gas zu eigen gemacht hatte und in der Lage war, es in grösseren Mengen herzustellen. Als der Angriff stattfand, hätte al-Nusra zu den Verdächtigen gehören müssen, aber die Administration nutzte die Geheimdienstinformationen sehr wählerisch, um einen Schlag gegen Assad zu rechtfertigen. […]

Die Uno-Resolution, die der Sicherheitsrat am 27. September annahm, hatte indirekt mit der Vorstellung zu tun, dass auch Rebellentruppen wie al-Nusra zur Entwaffnung verpflichtet würden: «Keine Partei in Syrien sollte [Chemie-, S.H.] Waffen benutzen, entwickeln, herstellen, erwerben, lagern, behalten oder weiterleiten». Die Resolution verlangt auch die sofortige Benachrichtigung des Sicherheitsrates für den Fall, dass irgendein «nicht-staatlicher Akteur» chemische Waffen beschafft. Keine Gruppe wurde namentlich erwähnt. Während das syrische Regime den Prozess zur Beseitigung seines chemischen Arsenals weiterführt, könnten ironischerweise al-Nusra und ihre islamistischen Verbündeten letztendlich als einzige Fraktion innerhalb Syriens bleiben, die nach der Zerstörung des Vorrates an Vorgängerstoffen Assads noch Zugang zu den Bestandteilen zur Erzeugung von Sarin hat – einer strategischen Waffe, die anders wäre als alle andern im Kriegsgebiet. Es könnte noch mehr zu verhandeln geben.”

In der Wikipedia heißt es im Seymour-M.-Hersh-Wikipedia-Artikel zur roten und Rattenlinie:

“In einem weiteren Investigativreport, The Red Line and the Rat Line, erschienen am 14. April 2014 im London Review of Books stellte Hersh die offizielle Darstellung der US-Regierung abermals in Frage. Laut Hershs weiterer Recherche habe der britische Geheimdienst Proben des eingesetzten Sarins analysieren können und festgestellt, dass die chemische Zusammensetzung des verwendeten Gases keinem der Fertigungslose im Bestand der syrischen Armee entsprach. Die dadurch entstanden Zweifel hätten Obama, über die Stabschefs vorgetragen, dazu veranlasst den Angriff auf Syrien nicht zu befehlen. Laut Hersh deute vieles darauf hin, dass der Sarinangriff nicht von der syrischen Regierung, sondern als eine Operation des türkischen Geheimdienstes und der Al-Nusra-Front unter falscher Flagge durchgeführt wurde, um die USA mittels der Vortäuschung eines Giftgasangriffs durch Assad zur Intervention in Syrien zu veranlassen.

Sowohl die Regierung in Washington als auch Ankara wiesen den Bericht zurück. Das US-Außenministerium erklärte, es bestehe kein Zweifel an der Urheberschaft des Giftgasangriffs durch syrische Regierungstruppen. Der türkische Vizepremier Bülent Arinc meinte, Hershs Ausführungen seien eine „glatte Lüge“.

Ein im Internet erschienener Gesprächsmitschnitt deckte auf, dass höchste türkische Regierungsmitglieder, darunter auch der Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan einen Angriff unter Falscher Flagge planten, der die Absicht verfolgte, ein militärisches Eingreifen in Syrien zu provozieren. Seitens der türkischen Regierung wurde versucht, diesen Mitschnitt durch Internetzensur zu unterdrücken. Pierce Nahigyan sah in diesem Umstand eine Erhöhung der Glaubwürdigkeit von Hershs Anschuldigungen und schrieb: „Die Länder sagten, diese Verschwörung von Hersh ist zu schauerlich, um wahr zu sein. Ich bin sicher, Herr Hersh ist daran gewöhnt. Er hört es nun schon seit 1969.“”.

Die Bemerkung “seit 1969″ bezieht sich hierbei darauf, dass Hersh 1969 mit der Aufdeckung des My-Lai-Massakers in Vietnam durch US-Truppen seinen internationalen journalistischen Durchbruch hatte und dabei (wie auch bei weiteren Arbeiten bis heute) “natürlich” zuerst einmal nicht für voll genommen beziehungsweise diskreditiert wurde. In dem Rattenlinien-Artikel schreibt Hersh dann bezüglich der Schuldigen für die Nervengasattacke:

“Je mehr abgefangene Meldungen und andere Daten mit Bezug zum 21. August man zusammentrug, desto stärker sahen sich die Nachrichtendienste in ihrem Verdacht bestätigt. „Wir wissen jetzt, daß es sich um eine verdeckte, von Erdoğans Leuten geplante Aktion handelte, die Obama über die red line stoßen sollte“, sagte der ehemalige Nachrichtendienstler. „Sie mußten die Situation mit einem Gasangriff in oder in der Nähe von Damaskus eskalieren, während die UN-Inspektoren“ – die am 18. August zur Untersuchung der anderen Giftgaseinsätze eintrafen – „dort waren. Es ging darum, etwas Spektakuläres zu tun. Unsere militärische Führung erfuhr von der DIA und anderen Geheimdiensten, daß das Sarin über die Türkei geliefert wurde – und daß das nur mit türkischer Unterstützung möglich gewesen war. Die Türken sorgten außerdem für die Ausbildung in Sachen Herstellung und Umgang damit.“ Erhärtet wurde diese Annahme zu einem Gutteil von den Türken selbst, so durch abgefangene Unterhaltungen im unmittelbaren Gefolge des Angriffs. „Wesentliche Beweise kamen unmittelbar nach dem Angriff in Form freudiger Gratulationen in zahlreichen abgefangenen Unterhaltungen der Türken. Operationen sind im Planungsstadium immer megageheim, aber damit ist in dem Augenblick Schluß, wenn es bei Gelingen ans Trommeln geht. Nichts macht einen anfälliger, als wenn die Täter den Erfolg für sich beanspruchen.“ Erdoğans Probleme in Syrien würden bald vorbei sein: „Das Gas geht hoch, Obama sagt red line, und Amerika greift Syrien an – oder wenigstens war das der Gedanke dahinter. Aber so ist es dann eben doch nicht gekommen.“”.

Zwei Jahre später, im Herbst 2015, gab es dann plötzlich neue Erkenntnisse zum berühmt-berüchtigten Giftgasangriff im syrischen Ghouta bei Damaskus, die sich erstaunlich gut in die von Seymour M. Hersh ermittelte Geschichte zu dem Fall einfügen. Das deutsche Magazin Telepolis berichtete in dem Artikel mit dem Titel “Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff?” unter anderem Folgendes über die neu aufgetauchten Indizien zu Ghouta:

“Der türkische Geheimdienst soll hinter dem Angriff stecken.

Mehr als zwei Jahre später sitzen am 21. Oktober 2015 zwei türkische Parlamentsabgeordnete an einem Tisch in Istanbul und erzählen ihre Version der Ereignisse. Eren Erdem und Ali Şeker heißen die beiden Co-Vorsitzenden der oppositionellen CHP-Fraktion im türkischen Parlament. Sie wollen neue Beweise vorlegen: Dafür, dass nicht die syrische Armee, sondern dschihadistische Milizen den Angriff ausgeführt haben. Und dafür, dass nicht Assad, sondern der türkische Geheimdienst hinter dem Angriff von Ghouta steckt.

Hintergrund der Pressekonferenz sind Ermittlungen eines Gerichts im südtürkischen Adana. Die Anklage warf dort 13 Türken vor, Giftgas von der Türkei nach Syrien geschmuggelt haben. Doch dem Gericht reichten die Indizien nicht für eine Verurteilung, es ließ die Männer nach drei Monaten wieder frei. Erdem und Şeker hatten nach eigener Aussage Einblick in die Gerichtsakten und kommen bei ihrer Pressekonferenz zu einer ganz anderen Bewertung als das Gericht.”.

Die ehemaligen ARD-Journalisten beziehungsweise -Mitarbeiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer haben im Dezember 2015 zu der Thematik um den Giftgaseinsatz im syrischen Ghouta eine Programmbeschwerde bei der ARD eingereicht. Siehe dazu hier bei Rationalgalerie den Artikel mit dem Titel “Giftgas? Nicht ohne Genehmigung der ARD! Wie die Türkei zu einem echten Freund der Deutschen wird“ und vergleiche dazu auch den Medienwatchblog Propagandaschau mit dem Artikel “ARD: Erneute Programmbeschwerde wegen Nachrichten-Unterdrückung zum Giftgaseinsatz in Syrien“. Insbesondere wird hier auch thematisiert, dass die türkische Regierung unter dem Präsidenten Erdogan nun die beiden Oppositionspolitiker verfolgt, die die Verstrickung der türkischen Regierung in den Giftgasangriff öffentlich machten. Wenn diese “Landesverrat” begangen haben sollen, gibt die türkische Regierung auch indirekt zu, dass eben da etwas war. Ein Auszug aus der Programmbeschwerde der ehemaligen ARD-Mitarbeiter (an den zuständigen NDR-Intendanten Lutz Marmor) zu dem Fall und der Verweigerung der Berichterstattung durch die ARD darüber:

“Sehr geehrter Herr Marmor, seit Wochen beschäftigt der Skandal um die türkischen Giftgaslieferungen an syrische Terroristen, die schließlich zu dem Massaker von Ghouta führten, die internationale Öffentlichkeit. Die Machenschaften der USA und der NATO, die beide den Massenmord mit Sarin dem Präsidenten Assad in die Schuhe schieben und einen Krieg gegen Syrien beginnen wollten, werden ebenso diskutiert wie das Vorgehen der Regierung in Ankara gegen den türkischen Abgeordneten Eren Erdem. Dem droht ein Verfahren wegen Landesverrats(!), weil er die türkische Verstrickung in das Verbrechen ans Licht brachte. In Tagesschau und Tagesthemen wird der gesamte Vorgang penetrant verschwiegen. Auch eine Mitteilung des Außenministeriums in Moskau am 25. Dezember 2015, die russische Regierung verlange eine internationale Untersuchung der Vorfälle, wurde nicht in Tagesschau und Tagesthemen berichtet.”.

Interessant ist im Zusammenhang mit den Giftgasattacken in Syrien auch, dass ein führender deutscher Orientexperte, Professor Günter Meyer von der Universität Mainz, bereits im September 2012 – also knapp ein Jahr vor den tatsächlichen Angriffen in Ghouta bei Damaskus am 21. August 2013 – in einem englischsprachigen Interview in der Asia Times Online davon sprach, dass in arabischen Medien über einen solchen kommenden gezielten Anschlag mit chemischen Waffen im Süden Syriens – unter falscher Flagge – spekuliert wurde, der dem Westen und insbesondere den USA einen Vorwand für eine größere Intervention in Syrien liefern sollte. Der Angriff wurde in Arabien quasi schon als geplant gemeldet, so die Aussagen des Wissenschaftlers ein Jahr vor der tatsächlichen Attacke. Wenn man so will eine False-Flag-Aktion mit Ansage. Das englischsprachige Interview von Lars Schall mit Professor Meyer hatten die Nachdenkseiten 2012 auf deutsch übersetzt. Hier die entsprechende Stelle in dem Artikel vom 27. September 2012:

“LS: Es wird gesagt, dass Syriens Herrscher Baschar al-Assad chemische Waffen verwenden könnte. Was ist Ihre Meinung dazu?

GM: Das Regime hat versichert, dass es niemals chemische oder biologische Waffen verwenden wird. Diese Aussage kann durchaus als glaubwürdig angesehen werden, da der Einsatz von Massenvernichtungswaffen oder sogar die Bewegung solcher Waffen bedeuten würde, die „rote Linie“ zu überschreiten, mit der Präsident Obama drohte. Eine militärische Intervention gegen die syrische Regierung würde die Folge sein. [13]

Allerdings gibt es unbestätigte arabische Presseberichte, wonach NATO-Mächte in Abstimmung mit Saudi-Arabien einen Angriff mit chemischen Waffen im südlichen Syrien vorbereiten, für den das Assad-Regime verantwortlich gemacht werden soll, um eine massive internationale Invasion zu rechtfertigen. [14]”

Im August 2013 passierten dann die Ghouta-Giftgasangriffe, die – leider – so gut zu den Berichten des deutschen Professors Günter Meyer von 2012 passten.

Noch immer schreiben die relevanten westliche Medien und Politiker die Giftgasangriffe von Ghouta – die großen, bekannten Chemiewaffenattacken des Syrienkrieges – der syrischen Regierung unter dem Präsidenten Assad zu, verschweigen anderslautende Erkenntnisse und klären die Sache nicht auf. Auch in dem vorliegenden Fall des angeblichen Sarinangriffs in der Idlib-Region, der US-Präsident Donald Trump einen Vorwand für einen Angriff auf Syrien lieferte, wird die Ghouta-Aktion immer noch der syrischen Regierung zugeschrieben, entgegen jeglicher wissenschaftlicher und journalistischer Beweisführung. Und diese Beweisführung kommt sogar auch noch aus dem Hauptland des Westens, von Experten aus den USA!

Frage: Warum lügen westliche Presse und Politiker bezüglich des Ghouta-Angriffs?

Immer wieder Giftgaslügen des Westens

Im Syrienkrieg wurde immer wieder mit gefälschten Giftgasvorwürfen gearbeitet. Der Westen nutzte die Fälschungen, um die syrische Regierung in Verruf zu bringen. Gleichzeitig setzten die sogenannten Rebellen – Al Qaida und co – immer wieder schmutzige Chlor-Waffen oder eben Sarin in Ghouta ein (wobei es bei letzterem in neuester Zeit auch Fälschungsvorwürfe gibt). Es ist kein Giftgasangriff der syrischen Regierung von neutraler Seite belegt. Der Westen hat der UN und diversen humanitären Organisationen teilweise „Belege“ und „Augenzeugenaussagen“ untergeschoben, die allesamt von Al-Qaida-Aktivisten aus den Al-Qaida-Gebieten stammen. Beispielsweise wird da dann auch der angebliche Giftgasangriff im syrischen Sarmin aufgeführt: Eine billige Fälschung, bei der die White Helmets nach Angaben einer schwedischen Ärztevereinigung – und auch für den Laien leicht nachvollziehbar – einen kleinen Jungen vor laufender Kamera töteten, um eine vorgetäuschte Behandlung mit Adrenalin „realistisch“ aussehen zu lassen. Beim Thema Giftgasfälschung sei auch ein Fake-Video der britischen BBC erwähnt.

Auch außerhalb des Syrienkrieges setzte der Westen – die USA – immer wieder Giftgaslügen ein. Viele werden noch lebhaft die Giftgaslüge zum Irak in Erinnerung haben, mit der die US-Invasion des syrischen Nachbarlandes begründet wurde. Wikipedia dazu im Artikel zu dem damaligen Vorlügner vor dem UN-Sicherheitsrat, Colin Powell: „Am 5. Februar 2003 folgte Powells denkwürdiger Auftritt[2] vor dem Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen. Powell plädierte für den Sturz Saddam Husseins, da dieser im Besitz von Massenvernichtungswaffen sei. Im September 2005 bedauerte Powell in einem ABC-Fernsehinterview diese Rede, in der er den Weltsicherheitsrat mit später als falsch erkannten Tatsachenbehauptungen von der Notwendigkeit des Irak-Kriegs zu überzeugen suchte und bezeichnete sie als einen „Schandfleck“ in seiner Karriere.[3]„. Die Tatschenbehauptungen wurden übrigens nicht „später als falsch erkannt“, sondern schon zur Zeit seiner Rede war klar, dass keinerlei Beweise vorhanden waren. Es gab einfach keine. Man bastelte sich die „Beweise“ also selbst …

powell_irak_lüge_usa

Frage: Warum „glaubt“ die veröffentlichte Meinung immer wieder den USA, trotz zahlreicher vergangener Kriegseintrittslügen, trotz der Irak-Giftgaslüge?

Kurze Zusammenfassung

Alle Angaben zu dem angeblichen Angriff kamen von der mit dem Westen verbündeten Al-Qaida-Koalition und diese und der Westen haben nachweisbar in der Vergangenheit mit Giftgas-False-Flag-Aktionen gearbeitet. Die Bilder von dem angeblichen Angriff passen nicht zu einem Sarin-Angriff, wie er nach westlichen Angaben angeblich bewiesen ist. Eine solche Giftgasattacke wäre für Syrien oder Russland zudem in jeder Hinsicht völlig sinnlos gewesen und dient mit ihren Folgen lediglich der Al-Qaida-Koalition und dem Westen. Handwerkliche Fehler in den Videos und merkwürdige Verhaltensweisen von Ärzten ergänzen das Bild eines vorsätzlich zu Propagandazwecken hergestellten Ereignisses. Auch dass der Westen wieder einmal keine Überwachungsdaten und Radarbilder des angeblichen Luftangriffs vorlegt, spricht Bände. Wenn dann aus den Flugzeugen der lokalen „Augenzeugen“ in der UN-Resolution des Westens plötzlich Hubschrauber werden, ist hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Angaben von USA, Al Qaida und co alles zu spät und die Propagandastory um den angeblichen Angriff auf den Ort in Idlib wird zum Desaster. Dass viele der gezeigten angeblichen Giftgasopfer dennoch tot sind – von den „Aktivisten“ getötet wurden – kann nicht ausgeschlossen werden.

17 Kommentare

  1. Die Sache mit dem alten Mann und dem Ablegen der Darsteller habe ich eben noch hinzugefügt.

    1. Ich bin der Alte Mann
      Ich wundere Mich über so wenige Kommentare,über so ein scheusliches Verbrechen.
      Nicht das Ich mich nicht nur wundere sondern das es anscheinend keinen
      Menschenverstand mehr gibt.Kurz vor der Zerschlagung der AL CAI-DA-wird mal
      die Keule von Giftgas ins Spiel gebracht.Kein Mensch mit normalem Verstand kann
      diese Lüge(2003 IRAK)noch glauben.Und doch geben es die Leitmedien über die Sender.
      Was für ein Schäbiges Spiel gegen die Intelligenz der ganzen Menschheit.
      Es war ein Verbrechen in Syrien passiert,man hat Kinder Ermordet vor laufender Kamera
      um eine FALS FLAG zu Inszenieren(Schwedische Ärzte-wiederlegen…..)
      Wer noch mehr von diesen Bezahlten Bastarten im Deutschen Fernsehen verpasst hat dann
      Hier bei (Markus Lanz-der Schlimmste vor dem Herrn)11.04.2017 Ich hoffe das sich einige
      DIESEN NAMEN MERKEN.ER WIRD IRGENDWANN CHEFFREDaktÖr von ZDF(BILDERBERG_ATLANTIK-
      BRÜCKE)Nach seiner Sendung habe Ich den Nachspann genossen-SHITSTORM -komm weiter so

  2. Ich habe Deinen Artikel nur ganz kurz überflogen, aber ich würde sagen eine fantastische Arbeit! Im Grunde muss man vermutlich fast nichts mehr ergänzen. Danke!

      1. Eine umfassende Aufklärungsarbeit.Da muß man Dankbar sein.
        Erschreckend ist das der vereinte politisch/mediale Westen so kriminell ist und die UNO so koruppt.

  3. Es wird immer auffälliger: die westl.Medien ziehen sich so ganz langsam vom Vorwurf der Giftgasattacke Assads zurück! Wenn auch nicht offiziell, denn Entschuldigen für Fake-News will man sich natürlich nicht und bringt zur Not immer obskurere „Beweise“! Da behauptete heute morgen bei N24 ein weiterer selbsternannter „Sicherheits- und Terrorexperte“ alle Beweise liegen vor. Bloss bekommt sie niemand zu sehen!!
    Obwohl jedem bewussten Menschen die ganze Aktion mit dem Giftgas sofort als False-Flag Aktion aufgefallen ist (welchen Vorteil oder Nutzen hätte Assad davon haben sollen?)! Und nach dem auch der „Rationalgalerie“ aufgefallen ist, dass die SZ ein Drecksblatt ist (man könnte den Spiegel, die taz und andere gleich mit dazupacken) sollte sich endlich ein neuer Blick auf „unsere Leitmedien“ öffnen! Die verkünden schon lange keine Wahrheiten mehr.
    Wer jetzt noch meint, wir brechen mit DT in ein neues Zeitalter auf, der hat recht – es geht ins Zeitalter des dritten Weltkrieges!

  4. nach anderen links suchen und einbringen ist schon OK,nur bringt das nicht immer den Erfolg
    den man sich wünscht.Ich denke da an Reuters-SZ-FAZ-DIE ZEIT-BILD-ARD-ZDF-BR-WDR-NDR-.
    Da giebt es bestimmt noch einige aufzuzählen die das gleiche machen ,nämlich uns nicht die
    Wahrheit zu sagen.Ich habe schon mal auf einer Seite einen Artikel gelesen,das Leute die
    Grossen ZEITUNGSVERLAGE-LKW verfolgt haben die dann an Müllverbrennungsanlagen Ihre Fracht
    Entsorgt haben.Sie werden von unseren GEZ gestohlenem Geld über Wasser gehalten.
    Jede verdammte Zeitung die die Kriegshetze verbreitet wird von unseren Geldern am laufen gehalten.

  5. Allen, welche rein objektiv und aufklärend Licht in das Dunkel dieser Massaker in Syrien (wie auch Irak ,Afghanistan etc) bringen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Am besten ARD und ZDF nicht mehr einschalten.

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