Syrien: Ost-Aleppo wurde von Al Qaida beherrscht

Der Osten der Großstadt Aleppo in Syrien war im Syrienkrieg jahrelang, bis zur Rückeroberung dieser Stadtgebiete durch die syrische Armee und ihre Verbündeten Mitte Dezember 2016, von einer radikalislamistischen Jihadistenkoalition unter Führung der Terrorgruppe Al Qaida – der syrische Arm der Al Qaida nennt sich Al Nusra – beherrscht, die dort ein scharfes Scharia-Recht etabliert und die absolute Kontrolle über die Bevölkerung hatte und zahlreiche Gräueltaten sowohl an der Zivilbervölkerung als auch an gefangenen syrischen Soldaten beging. Angeblich moderate Teile dieser Jihadistenkoalition, von westlichen Medien, Geheimdienstlern, Diplomaten und Politikern “moderate Rebellen” genannt, waren in Wirklichkeit ebenso brutale Terroristenbanden wie die Al Nusra und ordneten sich der Rechtssprechung und den Fatwas der Al Qaida unter. Wissenschaftlern und anderen Experten ist dies alles wohl bekannt, aber diese Informationen durchdringen kaum die westliche Medienpropaganda und die Masse des Volkes ist sich dessen nicht bewußt. Dabei mussten selbst die USA – der Westen unterstützt und nutzt diese jihadistisch geführten Söldner- und Terroristengruppen als Bodentruppen gegen die syrische Regierung – immer wieder in den eigenen Pressekonferenzen zugeben, dass der laut westlicher Medienpropaganda von edlen Rebellen und “Menschenrechtsaktivisten” beherrschte Ostteil von Aleppo in Wirklichkeit unter der brutalen Knute von Al Qaida und co stand.

Ost-Aleppo unter Herrschaft der Al Qaida

Das US-Verteidigungsministerium im April 2016 bei einer Pressekonferenz zu Syrien: “That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo”. Al Nusra ist der syrische Arm der Al Qaida. Die Qaida hält also nach Angaben des US-Militärs Aleppo beziehungsweise Ost-Aleppo.

Damit ist eigentlich schon alles gesagt …

Im Folgenden einige weitere Aussagen von internationalen Wissenschaftlern – Hochschulprofessoren – und der US-Regierung, die in Syrien kein Interesse hat, die sogenannten “Rebellen” als Al Qaida zu brandmarken und deren entsprechende Aussagen mit Sicherheit keine Propaganda der syrischen Regierung etc. darstellen:

Beim Daily Press Briefing vom 3. Juni 2016 in Washington sagte US-Regierungssprecher Mark Toner Folgendes zum Thema Angriffe auf die Al-Kaida-Koalition in Aleppo und in Syrien allgemein und der Vermischung von “moderaten Rebellen” und A-Nusra-Dschihadisten beziehungsweise Zivilisten und Al-Nusra-Dschihadisten:

QUESTION: — area and theme, Foreign Minister Lavrov said today that the United States – and I don’t know if he specifically said it was Secretary Kerry or not – but said the United States has asked Russia not to, in its air operations in Syria, attack al-Nusrah because of the possibility that such strikes could hit either civilians or members of who you call the moderate opposition. Is that correct?

MR TONER: So what – look, yeah, so I’m not —

QUESTION: Yes?

MR TONER: — going to get into the details of the conversation beyond saying that we conveyed, Secretary conveyed to Russia and the Assad regime the need to carefully distinguish between these terrorist groups operating on the ground and those parties to the COH. And this is something that we’ve – this is a common refrain, a common theme that we’ve been conveying to the Russians over the past weeks.

We obviously all agree that ISIL and the Nusrah front pose a real threat to the security on the ground in Syria, but what also happens is when you’ve got airstrikes that are not just hitting these groups – al-Nusrah – but also hitting opposition groups and also hitting civilian targets, you’re creating only the dynamic that you have more – you’re driving more support into the arms of these terrorist groups. And that’s a dynamic we’ve seen play out in Syria for years now because of the regime’s actions.

QUESTION: So, in fact, yes, you have told the Russians that they should not attack or conduct airstrikes against people – against a group that is specifically –

MR TONER: We have only –

QUESTION: — excluded from the cessation of hostilities?

MR TONER: What we have – what we have stressed is that they need to carefully distinguish between al-Nusrah and the parties of the COH in their attacks.

QUESTION: So you’re okay if they continue to attack al-Nusrah and hit nothing but al-Nusrah? As long as these attacks don’t hit civilians or guys that you like –

MR TONER: But –

QUESTION: — the rebel groups –

MR TONER: Precisely, and that’s a big if. I mean –

QUESTION: — that you like, then it’s okay?

MR TONER: — and we haven’t seen that to date.

QUESTION: You have not? You haven’t seen the Russians attack any – just al-Nusrah?

MR TONER: Well, we haven’t seen the – look, what we’ve seen – and the reason this was raised, again, is that we continue to see attacks that also hit groups affiliated with the cessation of hostilities.

QUESTION: Right. I guess –

MR TONER: So to answer your question, of course we support strikes focused solely on either Daesh or al-Nusrah, but that a greater effort, a more complete effort needs to be made in order to distinguish between al-Nusrah and the parties to the COH.

QUESTION: Okay. So it is not, from your perspective, incumbent on the moderate opposition rebels and civilians to get away – to get away from –

MR TONER: There is an element of that. Absolutely, there’s an element of that, and we’ve talked about that as well, yeah, that there –

QUESTION: Or is it impossible, do you think? I mean, is it –

MR TONER: Not –

QUESTION: Like, is it – whose fault do you think it is that they are so close together or, in fact, intermingled? Is it Nusrah, which is glomming themselves on to civilians? Or is it civilians who potentially are glomming themselves onto them because – for potential protection?

MR TONER: I don’t have a granular answer to that question except to say that the reality is that there is intermingling. And we’ve talked about this and that it – this for a while, and we’ve also talked about the fact that it’s incumbent on the U.S. and other governments who have influence on the opposition to convey to them that they do need to disentangle, disconnect themselves from the —

QUESTION: Right. That’s been going on for weeks if not months, and it hasn’t seemed to work yet, so —

MR TONER: Absolutely, absolutely. It’s an ongoing challenge.

Der deutsche Syrienexperte Professor Günter Meyer von der Universtität Mainz im Interview im Wiesbadener Kurier vom 6.8.2016: “Interviewer: Ein Brandherd ist dieser Tage Ost-Aleppo…. Meyer: ja. Allerdings ist die mediale Berichtserstattung darüber häufig sehr einseitig. So z.B., wenn der Spiegel titelt: ‘Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung‘. Die Dschihadisten der Al-Kaida angehörenden Nusra-Front und der nicht minder brutale Ahrar al-Scham haben die von der UN ausgehandelte Waffenruhe genutzt, um den Osten Aleppos militärisch massiv aufzurüsten. Diese ultra-radikalen Kämpfer geben dort das Kommando, nicht etwa moderate Rebellen, wie in vielen Medien immer wieder zu lesen ist. Wie in anderen vom Regime belagerten Städten benutzen die Dschihadisten auch hier die Zivilbevölkerung als Schutzschilde und verhindern, dass sich die Einwohner in Sicherheit bringen können.”.

Der der US-Regierung und der NATO sehr nahestehende Think Tank Atlantic Council, der mit Sicherheit keiner syrischen oder russischen Propaganda verdächtig ist und scharf gegen Syrien und Russland argumentiert, zu den sogenannten Rebellen in Aleppo und anderen Gebieten Syriens, nach einer deutschsprachigen Zuammenfassung im Magazin Telepolis mit dem Titel “Syrien: Das Herrschaftsmodell der Opposition“: “Ein amerikanischer Think Tank [Atlantic Council] erklärt, wie die al-Qaida-Milizen ihre Macht in bereits eroberten Gebieten ausüben […] Mittlerweile wurde bekannt, dass die beiden Dschihadisten/Salafisten-Gruppen al-Nusra und Ahrar al-Sham sämtliche andere Milizen in Aleppo auf die Sharia verpflichtet haben. Wichtig ist dabei zu ergänzen: ihre Form des Sharia-Verständnisses. Wie diese in der Idlib angewendet wird, erklärt der Atlantic Council-Bericht. Es ist ein vor allem ein Machtsystem, das den Großen, al-Nusra und Ahrar al-Sham, die Herrschaft garantiert, die anderen haben sich unterzuordnen. […] Die Gerichte arbeiten in diesem System mit Sicherheitskräften, die von den wichtigsten Milizen gestellt werden und ‘lehren den Bewohnern das Fürchten’, wie es im Bericht heißt.”.

Professor Jörg Becker ist seit 1987 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg und forscht zu Propaganda. Die Nachdenkseiten (“Die Bewusstseins-Industrie“), Zitat aus einem Interview von 2016 von Jens Wernicke mit Professor Becker zum Syrienkrieg: “Gleichwohl wird die Mehrzahl der Nutzer der Massenmedien schlicht unwissend darüber sein, dass die USA seit Jahren völkerrechtswidrig einen Regime Change in Syrien herbeizuführen versuchen. Dass das ganze Terror-Problem vor allem durch westliches Morden und westliche Kriege entstanden ist. Ja, dass der Westen Al Quaida seit Jahren mit Waffen beliefert und hierdurch überhaupt erst großgemacht hat, um Assad zu stürzen und an seiner Stelle eine willfährige Marionettenregierung einzusetzen. […]”.

Zur Situation in Syrien im Jahre 2016 und speziell zur Unterstützung des syrischen Arms der Terrorgruppe Al Qaida, Al-Nusra-Front-“Rebellen”, durch die USA und ihre Verbündeten Türkei, Saudi-Arabien, Deutschland und Katar etc. der Syrienexperte Professor Günter Meyer in einem Interview beim Deutschlandfunk vom 27. August 2016 mit Interviewer Dirk Müller (“Syrien – ‘Wen wollen wir denn jetzt tatsächlich bekämpfen?’“):

“Müller: Haben die Amerikaner direkt oder indirekt damit auch die Nusra-Front unterstützt, indem die anderen beliefert und unterstützt wurden und das irgendwie dann ausgetauscht wurde.

Meyer: Das haben sie in jedem Fall. Das war voll mit Wissen der Amerikaner. Und übrigens durchaus auch indirekt sicherlich mit deutscher Beteiligung, denn die Tornados, die dort im Einsatz sind, um Luftaufklärung zu betreiben, liefern ihre Daten an militärische Operations- und Kontrollzentren, in denen die USA gemeinsam sich mit der Türkei mit Geheimdienstoffizieren aus Katar und Saudi-Arabien, und die Informationen, die dort ankommen, die werden weitergegeben an die Rebellen.

Das heißt, der Vorstoß, das Durchbrechen des Belagerungsrings, was wir im Westen Aleppos erlebt haben, geht mit Sicherheit auf solche Aufklärungsergebnisse zurück. Das heißt, die Amerikaner tun durchaus alles, um das Regime auch zu schwächen, zwar nicht im direkten Angriff, aber zumindest doch indirekt.

Müller: Also ich muss da noch mal nachfragen, Herr Meyer – das heißt, die Amerikaner, für Sie jedenfalls klipp und klar, die Amerikaner unterstützen Extremisten und Islamisten und Terrorgruppen, die ihre Verwurzelung bei Al Kaida gefunden haben oder immer ideologisch vielleicht auch noch finden, gegen Baschar al-Assad?

Meyer: Sie unterstützen primär sogenannte moderate Gruppen, nur, diese moderaten Gruppen arbeiten mit der Nusra-Front zusammen. Das heißt, auch die Waffen, die an die Moderaten geliefert werden, landen im Endeffekt bei der Nusra-Front, die das Oberkommando speziell auch im Osten von Aleppo hat.”.

Die Argumentation mit den “moderaten Rebellen” in der Al-Kaida-Koalition ist Augenwischerei. Denn natürlich reinigt die Anwesenheit einiger angeblich sauberer “Rebellen” nicht die ganze Bande von ihrer Schuld. Ein Vergleich mit der organisierten Kriminalität macht die Absurdität dieser Moderate-Rebellen-Argumentation deutlich: Würde man argumentieren, die Lieferung von Waffen an eine Mafiagruppierung sei in Ordnung, wenn man die Waffen beispielsweise bei deren Hausmeister abliefert und der ja “moderat” sei und noch niemanden umgebracht habe, wie würde wohl ein Richter oder Staatsanwalt darauf reagieren?

Hinzu kommt, dass die angeblich “moderate Rebellen” nicht moderat sind, sondern in ihrer Grausamkeit ihren Kollegen der eigentlichen Al Qaida in keinster Weise nachstehen. Die US-Regierung benannte die beiden Gruppen Al Zenki und Ahrar al-Sham als moderate Rebellen oder (angebliche) Nicht-Al-Qaida-Rebellen von Aleppo. Ahrar al-Sham ist eine in Deutschland verbotene radikalislamistische Terrorgruppe, deren Mitglieder in Deutschland beispielsweise vom Bundesgerichtshof verurteilt wurden und die zahlreiche Massaker in Syrien zu verantworten hat. Die vom CIA der USA offen betreute Al Zenki wurde vor Monaten dadurch bekannt, dass ihre Kämpfer, darunter zwei Führungsmitglieder, einem Kind bei lebendigem Leibe mit einem Messer den Kopf abschnitten und triumphal den abgetrennten Kopf des Jungen in die Höhe hielten.

Am 3. August 2016 sagte ein Sprecher der US-Regierung – Mark Toner – beim Daily Press Briefing im Zusammenhang mit dem Al-Zenki-Kindermord, dass man eine Zusammenarbeit mit “moderaten” Rebellen überprüfen, aber zunächst nicht einstellen werde:

QUESTION: On Syria. The Russian ministry of defense says that in Aleppo there was recently a chemical weapons attack and that it was conducted by the Harakat Nour al-Zenki organization, which is an opposition group that has received support from the United States. Is the United States still supporting this organization?

MR TONER: So – unaware of that allegation. The only thing I’m aware of is the alleged chemical weapons attack on the town of Saraqeb. I don’t – I think we’re talking about separate incidents if I’m correct. I don’t know.

QUESTION: I’m referring to something in Aleppo.

MR TONER: This was – you’re talking about something in Aleppo. So haven’t seen those reports. Obviously, as we said with the incident that took place I think two days ago, allegedly, there were reports of chemical weapons being used in another town. But the same would hold true with this, is obviously we condemn strongly the use of any chemical weapons, and any credible allegations of their use in Syria we’ll investigate. And I believe it’s the purview of the OPCW that would carry out such an investigation.

As to your follow-up question about this group, I don’t have in front of me that we actually fund them. I mean, we – you’re saying we provide them with assistance?

QUESTION: Yes, as part of the so-called moderate opposition.

MR TONER: Yeah. I don’t know what –

QUESTION: Now, the group also –

MR TONER: Again, I haven’t seen the allegations yet, so I think it’s too early for me to (a) make that assessment and (b) make that connection.

QUESTION: It’s been said that the State Department is also investigating allegations – I mean, there’s a video of this group beheading a 10-year-old Palestinian boy.

MR TONER: Yes. Yeah, I’m aware of that.

QUESTION: How are those investigations going? Has there been any result?

MR TONER: Yeah. So we did talk about that. We were looking into those – that incident. Obviously, we condemned – if it were true. I know that the group itself said that they had also made some arrests and then set up a commission of inquiry into the incident. I don’t have any updates at this point in time, but I can certainly check and get back to you.

QUESTION: So what does a rebel group in Syria have to do to not receive U.S. funds any longer? What is the line that they must cross? What kind of controversial incident must take place for a group to stop receiving U.S. funds?

MR TONER: Well, first of all, there’s a lot of vetting of the Syrian moderate opposition that has already taken place, and it’s not just by the U.S., but it’s by all the members of the ISSG and, frankly, the UN. And it was established that al-Nusrah as well as Daesh or ISIL were considered to be by all members and by the UN to be terrorist organizations. I think, again, these are not easy processes, and one incident here and there would not necessarily make you a terrorist group.

Now, let me be very clear that we don’t condone any of the activities that you just cited. Possible use of chemical weapons, possible beheading of a young child, any human rights abuses – any of those things would give us serious cause for concern. That said, where we are in the broader geopolitical or political situation in Syria is – and one of the ongoing discussions that we’ve been having with Russia is how do we clearly delineate between these known terrorist groups – Nusrah and Daesh – and the moderate opposition, and how do we have a clear understanding of who is where so that we can, longer game here, get back in place a cessation of hostilities that is credible, that can also then jumpstart the political process.

QUESTION: So it sounds to me like what you’re saying is that even if these allegations are true, there’s still a chance that the United States would continue supporting these groups. Is that what you’re saying?

MR TONER: I’m not making any – I’m not, frankly, answering any hypotheticals. We just don’t know at this point. As I said, we would regard any of the acts that you mentioned or cited – and again, they are just allegations at this point – we’d take them very seriously and look into them and investigate them.

QUESTION: They’re not a red line. They’re not a red line to end U.S. support.

MR TONER: Again, I – so for a terrorist organization, there are fundamental actions, one of which is an intention to carry out terrorist attacks both within Syria but as well as on the West. Some of these groups – as I said, Nusrah and al-Qaida – or – well, al-Qaida is al-Nusrah; they’re one and the same – and Daesh – have expressed and indeed acted on these intentions. But as to the other members of the moderate Syrian opposition, look, we’re constantly evaluating their behavior. And frankly, for them to be a member of the moderate Syrian opposition and to be part of the cessation of hostilities and the Syrian Democratic Forces, it requires that they meet the standards. And those standards are respect for human rights and adherence to a cessation of hostilities.

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Bild: Al Zenki beim Köpfen des Jungen, aus dem Propagandavideo der Al Zenki.

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Bild: Nach tagelanger Empörung im Internet berichtet auch die Presse über den Fall: Schlagzeile bei Spiegel Online zur Enthauptung des Jungen durch Al Zenki.

Die deutschsprachige Wikipedia vom 1.3.2017 (12:15 Uhr) zur Gruppe Al Zenki:

“Nach ihrem Rückzug aus Aleppo schloss sich die Bewegung Nour al-Din al-Zenki der von Saudi-Arabien geförderten „Front für Authentizität und Entwicklung“ (Asala wa-al-Tanmiya) an. Über diese Allianz erhielt die Miliz 2014 auch Unterstützung durch ein CIA-Programm, mit dem „moderate Rebellengruppen“ unterstützt werden sollten. Die Unterstützung wurde durch das US Military Operation Centre (MOC) in Amman (Jordanien) organisiert. In dieser Zeit war die Gruppe Mitglied im „Syrischen Revolutionären Generalkommando“ (Madschlis Qiyādat ath-Thawra as-Sūriya) und erhielt BGM-71 TOW-Panzerabwehr-Raketensysteme aus den USA. Im Oktober 2015 erklärte al-Zengi, keine Unterstützung mehr vom MOC zu erhalten – vermutlich, da Berichte über Hinrichtungen durch die Gruppe aufgetaucht waren.[4] “.

Wochen nach dem Horror-Mord an dem kleinen Jungen brachte der britische Sender Channel 4 Ende September 2016 eine Dokumentation über die “Rebellen” von Aleppo, bei der diese in gutem Licht erscheinen sollten. Mit dabei: Al Zenki. Einer der Mörder des Kindes wird dabei als heldenhafter Rebell porträtiert. Der Mord hatte wohl für ihn keine Konsequenzen. Offenbar wurden die arabischen Aussagen der “Helden” der Doku übersetzt und als Untertitel eingefügt, ohne dass die Macher des Streifens noch einmal darüber schauten, denn der porträtierte Al-Zenki-Kindermörder sagt an einer Stelle (übersetzt auf Englisch): “Sort out that bakery for me. Set it on fire or bomb it.” und das passt nicht zu den Aussagen der Dokumentation über die “Rebellen”.

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Die – wohl auf dem Gebiet der syrischen Regierung in West-Aleppo stehende – Bäckerei in Brand stecken oder bombardieren … Bei “bombardieren” dürften keine Flugzeugbomben gemeint sein, denn die “Rebellen” besitzen keine Flugzeuge, sondern die Raketen oder die – teilweise improvisierten – Granaten dieser Al-Kaida-Terrorkämpfer. Die Raketen und Raketenwerfer werden nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur Reuters vom 28. September 2016 zu einem großen Teil vom Westen über die Türkei an die “Rebellen” von Aleppo geliefert: ” “Foreign states have given Syrian rebels surface-to-surface Grad rockets of a type not previously supplied to them in response to a major Russian-backed offensive in Aleppo, a rebel commander told Reuters on Wednesday.

Die in Syrien – beispielsweise bis Dezember 2016 in Aleppo – aktive “Rebellengruppierung” Ahrar al-Sham ist nach der Rechtsprechung deutscher Gerichte wie dem Bundesgerichtshof oder dem Oberlandesgericht in Stuttgart eine terroristische Vereinigung, die mit der Al-Nusra-Front, dem syrischen Arm der Terrorgruppe Al Qaida, verbündet ist. Ahrar al-Sham werden unter anderem zahlreiche Massaker vorgeworfen.

6. Oktober 2016: “3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart verurteilt vier Angeklagte wegen Unterstützung der ausländischen terroristischen Vereinigung ‘Ahrar al-Sham’“: “Der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart verkündete heute unter dem Vorsitz von Dr. Hartmut Schnelle in einem Staatsschutzverfahren gegen vier Unterstützer der syrischen Vereinigung „Ahrar al-Sham“ („die freien Männer Groß-Syriens“) am 40. Verhandlungstag sein Urteil. Der Angeklagte Kassem El R. wurde wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland in zwei Fällen nach § 129a und b Strafgesetzbuch zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. […] Nach den Feststellungen des Senats strebte die als salafistisch einzustufende „Ahrar al-Sham“ seit 2011 das Ziel an, die Regierung des syrischen Staatspräsidenten Assad gewaltsam zu beseitigen und durch einen islamischen Staat unter ihrer Führung zu ersetzen. Zu diesem Zweck verübte die hierarchisch strukturierte Vereinigung durch ihre bis zu 20.000 Kämpfer umfassenden militärischen Einheiten – häufig in Kooperation mit der jihadistischen Al-Nusra-Front – Anschläge gegen Angehörige der syrischen Armee und Sicherheitskräfte. Sie war darüber hinaus […]”.

19. Mai 2015: Auch für den Bundesgerichtshof handelt es sich bei Ahrar al-Scham um eine terroristische Vereinigung. Wer sie unterstützt, kommt mindestens erst einmal in Untersuchungshaft, wie das Urteil “BGH AK 10/15 – Beschluss vom 19. Mai 2015“ des Bundesgerichtshofs klar macht. Zitat aus dem Urteil: “Bereits seit dem Jahr 2012 war sie, bzw. ihre Vorgängerorganisation – häufig in enger Zusammenarbeit mit der ‘Jabhat al Nusra’ und anderen Gruppierungen der späteren Islamischen Front – an fast allen wichtigen Operationen der syrischen Aufständischen beteiligt, insbesondere an der Offensive in der Stadt Aleppo im Juli 2012, der Einnahme der Provinzhauptstadt Raqqa im März 2013, in Zusammenarbeit mit der ‘Jabhat al Nusra’, dem ‘Islamischen Staat im Irak und Syrien’ (ISIG) und anderen jihadistischen Gruppierungen ab dem 4. August 2013 an der Offensive gegen alawitische Dörfer im Gebirge in der Provinz Latakia, bei der zahlreiche Zivilisten ermordet wurden, sowie im Februar 2014 an dem Angriff auf das Zentralgefängnis von Aleppo, an dem wiederum auch die ‘Jabhat al Nusra’ und weitere jihadistische Vereinigungen teilnahmen.”.

Interessant ist auch dieser Auszug aus dem Daily Press Briefing des US-Außenministeriums vom 26. September 2016, der die Weigerung der Ahrar al-Sham thematisiert, sich von der Al Qaida (Al Nusra) in Aleppo zu trennen:

QUESTION: Before the intense strikes that you were talking about when Russia and the U.S. brokered the ceasefire deal, the second largest rebel group, which is Ahrar al-Sham, came out and very directly said that they’re not going to comply with the ceasefire nor are they going to separate themselves from al-Nusrah. That was before that. So other than calling on the rebels to separate themselves from terrorists, which hasn’t worked, apparently, what has the U.S. done to make that happen?

MR TONER: Well, again – and I’m not going to get into all the details of our diplomatic engagement with various groups within the moderate Syrian opposition, but we do, trust me, remain very engaged with them. And part of that was previewing with them and explaining to them aspects of and responsibilities on them within the Geneva agreement. And that was an outreach that we engaged in, really, slightly before we reached agreement, but then, of course, in the days and week or so that followed that.”

Mitte Dezember 2016 konnten syrische Regierungstruppen den seit Jahren von den angeblichen “Rebellen” Ahrar al-Sham, Al Nusra und co gehaltenen Ostteil von Aleppo zurückerobern. Ahrar Al-Scham hat noch kurz vor ihrer Evakuierung aus Aleppo ein oder mehrere Massaker verübt. Die Leichen der Toten wurden nach der Vertreibung der “Rebellen” gefunden. Unter den Toten war auch ein gefangener Mann, der auf einem Youtube-Propagandavideo von Ahrar al-Scham vom 11. Dezember 2016 noch lebendig zu sehen war. Kurze Zeit später wurde er von den “Rebellen”-Terroristen ermordet, wie etliche andere Menschen mit ihm. Das Massaker läßt sich durch die auffälige Kleidung des Mordopfers der Terrorgruppe Ahrar al-Scham zuordnen.

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Bild: Links: Propagandavideo der Ahrar al-Sham mit Gefangenem. Rechts: Bei der Eroberung von Ost-Aleppo durch Regierungstruppen wird der Mann mit anderen tot aufgefunden.

Dass in Aleppo ein Scharia-Recht galt, gibt die US-Regierung in einem Text zu Syrien vom 3. März 2017 auf der Website des US-Außenministeriums offen zu: “The Aleppo Sharia Commission, associated with some armed opposition forces, operated a court system with courts on civil, criminal, military, and civilian affairs.”.

Die Nachdenkseiten vom 31. Oktober 2016, ein Artikel von Michael Jabra Carley (Professor für Geschichte an der Universität Montreal, Kanada): “Wie die westliche Heuchelei die Welt noch gefährlicher macht“.

“[…] Die Rede von „unseren Gemäßigten“ ist eine Fiktion und ein Deckmantel der USA für ihre Unterstützung für Al-Qaida und deren verschiedene Verbündete, bei denen es sich weitgehend um ausländische Söldner handelt, die gegen die säkulare, legitime Regierung Syriens kämpfen.

Das einzige Resultat der russischen Bemühungen ist bis jetzt, dass US-Generäle drohen, Russland „zu schlagen“ wie nie zuvor. Zugleich droht der französische Präsident Russland und Syrien mit Anklagen wegen Kriegsverbrechen, und verschiedene britische Politiker einschließlich des Außenministers wüten über „naziartige“ Bombardierungen von armen, unschuldigen „Gemäßigten“. In Wirklichkeit benutzen diese die Zivilisten in Aleppo in ihrer immer kleiner werdenden Besatzungszone als menschliche Schilde und richten alle, die versuchen, zu entkommen, summarisch hin. Im wesentlich größeren Teil Aleppos, den die „Gemäßigten“ nicht kontrollieren, greifen sie systematisch Zivilisten an. […] Die US-amerikanische und westliche Version der Ereignisse in Syrien und anderswo ist bis auf die letzte Silbe falsch. […] Die dringliche Frage ist jetzt, ob die Bewohner der USA, Kanadas und Europas bereit sind, für eine Serie von Lügen, und zur Verteidigung der US-geführten Al-Qaida-Invasion Syriens, einen grundlosen Krieg mit Russland zu riskieren.”

Dr. Tim Anderson aus Australien hat ein Buch über den Krieg in Syrien veröffentlicht: „The Dirty War on Syria“. Die Nachdenkseiten am 23. August 2016 über das aktuelle Buch des Dozenten für Politik an der Universität Sydney (“Leiser Optimismus im Mittleren Osten?“):

“Gleich vorweg: Andersons Buch will keine Chronologie der Ereignisse des Krieges in Syrien erzählen. Es entsteht allerdings ein anderes Bild, wenn Anderson akribisch darstellt, wie die Ereignisse in Syrien durch ein Zusammenspiel von islamistischen Fundamentalisten, US-amerikanischen Geostrategen, wahhabitischen Steinzeit-Königreichen, westlichen Mainstream-Medien und Nichtregierungsorganisationen massiv manipulativ umgedeutet und umgeschrieben wurden. Bis 2011 zum Beispiel war der syrische Präsident Bashar al-Assad ein von westlichen Regierungen und Konzernen umworbener Mann, dem man die Durchführung marktradikaler Reformen in seinem Land nahelegen wollte. Um Assad sodann ganz plötzlich zum neuen Hitler umzudichten, der sein eigenes Volk massakriert. […]

Im Gegensatz zu Afghanistan und Irak verzichtete man in Syrien auf den militärischen Einmarsch. Als der arabische Frühling auch Syrien erreichte, wurden die legitimen Proteste der demokratischen Opposition genutzt, um im Schutz der Masse durch islamistische Scharfschützen auf Zivilisten und Polizisten zu schießen. Die westliche Erzählung von der syrischen Polizei, die auf friedliche Demonstranten schießt, und von den friedfertigen Demonstranten, die quasi innerhalb weniger Stunden und Tage zu Soldaten mit professionellen Schutzanzügen amerikanischer Fertigung und mit Waffen, deren Munition aus israelischer Produktion stammt, mutierten, ist nicht plausibel. Der Konflikt eskalierte. Die demokratische Opposition blieb eingeschüchtert zuhause, und die Söldnermilizen übernahmen ganze Regionen. Über 100.000 syrische Soldaten sind mittlerweile von ‚moderaten Rebellen‘ ermordet worden. Die angeblich syrischen Rebellen stammen aus über achtzig Ländern der Welt.”.

Professor Günter Meyer von der Universität Mainz bei Web.de: “Syrien-Konflikt und die Chancen auf Frieden unter Baschar al-Assad: Nahost-Experte klärt auf“, 5. November 2016. “Ein Frieden in Syrien ist auf absehbare Zeit höchst unwahrscheinlich. Sie haben auf der einen Seite das Regime, das von Russland und dem Iran unterstützt wird. Das Regime setzt auf die Eroberung des Ostteils von Aleppo. Jedoch kontrolliert diesen Teil die Nusra-Front, der Ableger von Al-Kaida, gemeinsam mit anderen dschihadistischen Extremisten. Wir hören ständig davon, dass die Zivilbevölkerung von den Russen und dem Regime zerbombt wird. Es ist aber keine Rede davon, dass die Dschihadisten die Waffenruhe von Anfang an abgelehnt haben und die Zivilbevölkerung als menschliches Schutzschild missbraucht wird. Die Scharfschützen der Extremisten verhindern, dass sich die Einwohner im belagerten Ost-Aleppo über die von den Russen geöffneten Korridore in Sicherheit bringen können. Weitgehend verschwiegen wird der seit Tagen anhaltende massive Beschuss der Wohngebiete im Westteil Aleppos durch Raketen und Artillerie der Dschihadisten. […] Eine Niederlage der von den USA unterstützten Rebellen in Ost-Aleppo wäre für Präsident Barack Obama eine riesige Demütigung. Deswegen setzt Washington alles daran, um das zu verhindern.”.

Nach der Vertreibung von Al Qaida: Berichte über Gräueltaten in Ost-Aleppo

Mit dem Fall der “Rebellenhochburg” Ost-Aleppo dringen viele weitere Informationen über die Gräueltaten der Kämpfer bis in den Westen durch. Und diese sind aus erster Hand: Berichte von Bewohnern dieses Gebietes über Mord, Folter, Hunger, Geiselhaft und ein menschenverachtendes System der Vergewaltigungen und der Zwangsheirat.

Andre Ashdown ist ein Priester aus England. Er besuchte Aleppo und berichtete in einem längeren Facebook-Eintrag von dem Grauen in Aleppo. Sein Bericht über einen dortigen Besuch vom 14. Dezember 2016 liegt in deutscher Übersetzung bei der Propagandaschau vor: “Aleppo: Die Wahrheit, die sich der Westen weigert, zu berichten“. Zitat: “Sie erzählten alle das gleiche. Sie sagten, dass sie in Angst leben mussten. Sie berichteten, dass die Kämpfer jedem erzählten, dass die Syrische Armee jeden tötet, der in den Westen flieht, aber sie selbst haben viele getötet die zu fliehen versuchten – Männer, Frauen und Kinder. Eine Frau brach in Tränen aus als sie uns erzählte, dass einer ihrer Söhne vor einigen Tagen von den Rebellen getötet und ein anderer verschleppt wurde. […] Uns wurde erzählt, dass sie sehr wenig Nahrung bekamen: Jede Hilfe, die sie erreichte, sei ihnen meistens verweigert oder zu exorbitanten Preisen verkauft worden. […] Die meisten der Flüchtlinge sagten, dass eines ihrer Familienmitglieder von den Rebellen getötet worden sei und sie sprachen dauernd über weitverbreitete Morde, Folter, Vergewaltigung und Entführung durch die Rebellen. Wenn jemand seine Wohnung verließ, dann wurde das Eigentum und der Besitz konfisziert oder gestohlen.”.

Fabian Köhler aus Deutschland berichtet in einem Artikel vom 26.12.2016 bei Der Hintergrund über die Situation in Aleppo: “„Dann kamen die Terroristen und zerstörten alles““. Dieser enthält Zitate von Aussagen von Menschen vor Ort. Bereits einige Tage zuvor, am 19.12.2016, veröffentlichte Köhler bei Telepolis einen ähnlichen Bericht: “Aleppo: ‘Unsere geliebte Stadt ist wiedervereint’“. Zitat aus dem Hintergrund-Artikel: “Aktaa hat den Krieg größtenteils im von der Regierung kontrollierten Westteil der Stadt verbracht. Den Alltag im Ostteil kennt er trotzdem. Mehrmals wöchentlich telefoniert er mit Verwandten auf der anderen Seite der Stadt: ‘Es gab dort ständig Luftangriffe durch die syrische Armee. Aber meistens haben sie Einrichtungen der Terroristen getroffen. Zu zivilen Opfern kam es, weil die Terroristen sie als Geiseln nahmen und als menschliche Schutzschilde nutzten, um die Armee von Angriffen abzuhalten. Einer meiner Cousins wurde als menschliches Schutzschild missbraucht, aber zum Glück hat er überlebt. Er hat erzählt, dass die Terroristen meist in ihren Autos abgehauen sind, wenn die Luftangriffe begangen, während sie die Zivilisten in den angegriffenen Häusern zurück ließen.’”.

Wie das geregelte System der Vergewaltigungen in Ost-Aleppo funktionierte, berichtet eine syrische Frau aus Ost-Aleppo in einem Artikel des russischen Sputnik: “‘Wenn ein Terrorist ein Auge auf ein Mädchen geworfen hatte, so wurde sehr schnell ein Nikah (islamische Ehe) geschlossen. Ein paar Gebete, und alles ist erlaubt. Zwei Stunden später verlässt er sie dann aber’, so die Frau. Zwei Freundinnen der Syrerin sei es genau so ergangen. Mit der einen habe der Extremist nur eine halbe Stunde verbracht, wonach er sie rausgeschmissen habe. Nun sei die Frau gezwungen, alleine ein Kind zu erziehen, das zudem auch noch von einem Terroristen gezeugt worden sei.”. Natürlich konnte der Jihadist die Frau auch einfach als Ehefrau behalten. Dass es sich um eine realistische Schilderung handelt, zeigen beispielsweise auch frühere ähnliche Berichte – auch in etlichen westlichen Medien – aus den ISIS-Gebieten im Irak. Auch dort soll diese Vorgehensweise gang und gäbe sein. Offenbar ein Standardverfahren der radikalen Jihadisten für sexuellen Mißbrauch …

Die nicht-sunnitischen Frauen und Mädchen, was bei der Bevölkerungszusammensetzung von Aleppo vor allem christliche und alawitische Frauen bedeutet, konnten sogar noch etwas einfacher vergewaltigt werden, wie beispielsweise die Angezia Fides (Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke) in dem Artikel “ASIEN/SYRIEN – Christen fliehen aus von Rebellen besetzten christlichen Vierteln in Aleppo: Fatwa erlaubt Vergewaltigung nichtsunnitischer Frauen” vom 5. April 2013 berichtete: “Unter den Flüchtlingen wird von Morden und Vergewaltigungen in Familien berichtet, die Verbindungen zur regulären Armee unterhalten haben sollen. ‘Auch ich habe davon gehört’, so P. David, ‘doch die Informationen, die zu uns gelangen sind vielfältig und manchmal widersprüchlich und momentan schwer zur überprüfen’.
Gestern wurde unterdessen bei ‘youtube’ eine von dem aus Jordanien stammenden und in Damaskus wohnhaften salafitischen Scheich Yasir al-Ajlawni ausgesprochene Fatwa veröffentlicht, die Regime Gegner dazu ermächtigt ‘jede nicht sunnitische syrische Frau zu vergewaltigen’. Nach Ansicht des Scheichs widerpricht die Vergewaltigung alawitischer oder christliche Frauen nicht den Geboten des Islam.”.

Die britische Journalistin Vanessa Beeley war vor Ort in Aleppo und berichtete am 15.12.2016 in einem Interview, welches bei der Propagandaschau in deutscher Übersetzung vorliegt, von dem Martyrium der Menschen unter der Herrschaft der sogenannten “Rebellen” in Ost-Aleppo. Zitat: “Jeder mit dem wir in diesen Gebieten gesprochen haben, erzählte uns von den Gräueln, die von diesen Terroristen begangen wurden. Eine Frau erklärte uns während einer Aufnahme, dass sie kurz vor der Befreiung ihre 8 Jahre alte Tochter eingesperrt hatten. Ihre älteste Tochter wurde zur Vergewaltigung freigegeben und das einzige, was sie rettete, war der Tag, als die syrische Armee Hanano befreite, an diesem sollte ihre Tochter mitgenommen werden. Die 8 Jahre alte Tochter starb im Gefängnis. […] Eine Frau fiel vor den Terroristen auf die Knie und bettelte um Essen und sie haben ihr in den Mund geschossen. […] Massenerschießungen eines jeden, der irgendeine Verbundenheit mit der syrischen Regierung oder Armee gezeigt hatte”.

2 Gedanken zu „Syrien: Ost-Aleppo wurde von Al Qaida beherrscht

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  2. Gerhard

    Es ist interessant festzustellen, dass die sogenannten “Moderaten” in mancher Hinsicht sogar noch schlimmer als die Dschihadisten sind. So gab es nach dem Einfall der Rebellen in Ostaleppo eine wahre Orgie der Plünderung durch “moderate” Rebellen, insbesondere auch von Industriebetrieben. Das brachte einige Industrielle dazu, ihre Betriebe nach Al-Bab zu verlegen, wo Islamisten herrschten, die zwar ein brutales Regiment führten, aber zumindest soviel an Disziplin aufwiesen, nicht gleich alles zu auszurauben was nicht niet- und nagelfest war.

    Jetzt, wo in Al-Bab “moderate” FSA-Erdogansöldner herumhängen, wird dort auch wieder fröhlich geplündert:
    https://web.archive.org/web/20170228215727/https:/twitter.com/Shewcrafter/status/836690073764704258

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