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Harald Lesch hat doch von nichts gewusst

Wie hieß es doch bei der letzten Entnazifizierung in Deutschland oft, wenn es um die Opfer des Regimes ging? „Wir haben doch von nichts gewusst!“. Sollte die Menschheit den aktuellen Wahnsinn überleben, wird dieser Satz bei der nächsten Entnazifizierung – oder sagen wir besser Entatlantifizierung oder Entnatofizierung – trotz nie dagewesener Informationsmöglichkeiten der Bevölkerung wieder ein Hit werden. Nichts gewusst haben wird dann sicher auch der Oberphysiklehrer der Nation und geachtete Naturphilosoph Professor Lesch, auch wenn die Propagandalügen offensichtlich gegen die Naturgesetze verstoßen. Momentan sieht es jedenfalls nicht danach aus, dass Harald Lesch bei Kriegspropagandathemen die Gesetze der Physik kennt.

Dass Harald Lesch, der sich stets auch mit dem wissenschaftlich-philosophischen Ruhm verstorbener Wissenschaftsgrößen von Galilei über Kant bis Einstein schmückt, von nichts weiß, ist eigentlich erstaunlich. In seinen Vorträgen nimmt er oft Bezug auf aktuelle politische Themen und des Öfteren greift er Personen an, die glauben, die Erde sei eine Scheibe. Letzteres ist eigentlich ziemlich sinnlos, denn der Anteil der Menschen, die an eine flache Erde glauben, dürfte wohl äußerst gering sein. Allerdings werden von Seiten der Propaganda gerne kritische Wissenschaftler und andere Regimekritiker mit Flacherdlern in einen Topf geworfen, um sie lächerlich zu machen. Da hilft es natürlich, wenn das Thema von „Geistesgrößen“ aufgeheizt wird. Das führt uns zu der Frage, wie jemand wie Lesch, der ständig „erlaubte“ aktuelle politische Themen anspricht sowie Zeit für eine handvoll Flacherdler hat, „übersehen“ kann, dass unsere westliche Propaganda zum Überfall fremder Länder und der Ermordung, Vergewaltigung und Ausplünderung seiner Bewohner teilweise dermaßen grotesk gegen die Naturgesetze verstößt, dass man vor Lachen stundenlang über den Boden rollen müsste, wenn das Thema nicht so ernst wäre.

Ich habe eigentlich keine Lust, diesen Artikel über Harald Lesch zu schreiben, der eigentlich im Großen und Ganzen sehr gute Arbeit bei der Wissensvermittlung zu astronomischen Themen leistet und dessen Sendungen ich mir trotz allem eben wegen dieser Weltraumwissenschaft gerne anschaue. Aber Professor Lesch genügt seinen eigenen Ansprüchen an einen Wissenschaftler nicht und das hat tatsächlich schlimme Folgen. Man würde wohl von einem bekannten Physikprofessor, selbst wenn er sich normalerweise nicht zu aktuellen politischen Themen äußert, erwarten können, dass er sich zu Wort meldet, wenn die Propaganda haarsträubende Behauptungen aufstellt, die gegen die Gesetze der Physik verstoßen und auf deren Basis hunderttausende Ausländer in unseren offenen und verdeckten Kriegen ermordet werden. Bei jemandem wie Lesch, der sich selbst als auch als Naturphilosoph präsentiert und so präsentiert wird und gerne mal aktuelle politische Themen anspricht, muss man dies auf jeden Fall erwarten.

Was noch hinzu kommt: Normalerweise kann man aus der Tatsache, dass jemand Probleme nicht anspricht, nicht logisch ableiten, dass diese nicht existieren. Wenn aber jemand wie Professor Lesch diese Probleme nicht anspricht, spielt die Logik für seine Zuschauer und Zuhörer eine geringe Rolle. Wer wie Harald Lesch absolute Wissenschaftlichkeit und die Kommentierung aktueller drängender politischer Probleme vom Standpunkt des „absolut neutralen und unbestechlichen Physikers“ für sich beansprucht und entsprechend im Fernsehen, in Internetvidoes und an Universitäten auftritt und dann die Angriffe der Propaganda gegen die Wissenschaft, gegen Wissenschaftler sowie gegen die Grundlagen der Physik verschweigt, der erweckt bei seinem Publikum den Eindruck, alles sei in bester Ordnung und die grotesken Angaben der Propaganda seien wissenschaftlich gedeckt (sonst würde er diese bizarren Behauptungen ja anprangern, immerhin hat er sogar Zeit für die Flacherdler).

Das Wahnsinnige an dem Thema „Harald Lesch, Propaganda und Wissenschaft“ ist ja, dass Professor Lesch sich eigentlich nur ein einziges Mal bei einem seiner Vorträge hinstellen und den Menschen zeigen müsste, dass bei einem aktuellen und äußerst wichtigen politischen Thema wie dem Syrienkrieg die Physik zeigt, dass die Angaben unserer Propaganda, die uns dazu bringen soll, den Überfall auf andere Länder gut zu heißen, kompletter Schwachsinn und „Fake News“ sind. Er hat sich einen Namen gemacht, sein Wort hätte Gewicht. Wissenschaftlich wären seine Aussagen ja nicht widerlegbar, womit er fein raus wäre, und vielleicht hätte der ganze Spuk dann bald ein Ende. Seine Fernsehverträge bei ARD und ZDF wäre er dann vielleicht los, aber er hätte keinen Verrat an der Wissenschaft und der Menschheit begangen. Die Menschen könnten auf ihn verweisen, die Wissenschaft würde siegen und die Propaganda eine herbe Niederlage erleiden. Von der Rettung von tausenden oder Millionen Ausländern ganz zu schweigen, deren Leben die übergroße Kriegskoalition in Deutschland herzlich wenig interessiert.

Ich hege leider wenig Hoffnung, dass Showphysiker wie Professor Lesch, Florian Freistetter, Josef M. Gaßner und andere aufstehen werden und für Physik, Wissenschaft und Menschheit eintreten werden. Momentan werden knallharte naturwissenschaftliche Gesetze knallhart ignoriert, wenn die Propaganda das befiehlt. Es ist nicht so, dass das neu wäre. Das hat es zu allen Zeiten gegeben. Aufgrund der heutigen, viel besseren Informationslage als zu vergangenen Zeiten, tritt die Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Propagandalügen jedoch immer krasser zu Tage. Und die Feigheit vieler Naturwissenschaftler, die ja heutzutage nicht gleich umgebracht würden für ihre Aussagen zu diesen antiwissenschaftlichen Lügen, macht sprachlos.

Im Folgenden führe ich beispielhaft einige Propagandageschichten aus dem Syrienkrieg zu Chemiewaffen, Fassbomben, Weißhelmen und unsichtbaren magischen Geisterflugzeugen auf, die für jeden klar ersichtlich gegen die Gesetze der Naturwissenschaft verstoßen und das meistens auch noch mehrfach. Physikprofessor Harald Lesch kann versuchen, die Behauptungen der Propaganda gegen diese erfolgreiche Falsifizierung der Propagandageschichten mit harten, naturwissenschaftlichen Fakten zu verteidigen. Besser wäre es, er besinnt sich auf die Wissenschaft und räumt mit diesen Lügen auf.

Giftgas-Geschichten

False-Flag-Attacke mit Ansage

Der chemische Kampfstoff Sarin wurde einer breiten Öffentlichkeit bekannt durch den Sarin-Anschlag der japanischen Ōmu-Shinrikyō-Sekte im U-Bahn-System von Tokio am 20. März 1995. Zur morgendlichen Hauptverkehrszeit wurde in fünf Zügen durch Sektenmitglieder Sarin ausgebracht, dessen Dämpfe sich in den Wagen sowie in den fünfzehn angefahrenen U-Bahnhöfen verbreiteten. 13 Menschen kamen bei diesem Sarin-Giftgasanschlag ums Leben.

2013 kam es im Syrienkrieg in Ghouta, einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, laut Medien angeblich zu einem mörderischen Chemiewaffenangriff bei dem improvisierte, Sarin beinhaltende Geschosse in das Gebieten der Jihadisten-„Rebellen“ gefeuert wurden und hunderte Menschen starben. Zeit Online meldete unter Berufung auf die US-Regierung „mehr als 1429“ Tote. Die französische Regierung sprach von 1729 Toten. Dieses Ereignis in Ghouta war über Jahre der „große, bekannte Giftgasangriff“ des Syrienkrieges und ist nicht mit dem 2018er Ghouta-Giftgasereignis zu verwechseln.

Der deutsche Syrienexperte Professor Günter Meyer von der Universität Mainz sagte bereits im September 2012 – also knapp ein Jahr vor dem tatsächlichen Angriff in Ghouta am 21. August 2013 – in einem Interview, dass in arabischen Medien über einen kommenden gezielten Anschlag mit chemischen Waffen im Süden Syriens unter falscher Flagge spekuliert wird:

„Das Regime hat versichert, dass es niemals chemische oder biologische Waffen verwenden wird. Diese Aussage kann durchaus als glaubwürdig angesehen werden, da der Einsatz von Massenvernichtungswaffen oder sogar die Bewegung solcher Waffen bedeuten würde, die ‚rote Linie‘ zu überschreiten, mit der Präsident Obama drohte. Eine militärische Intervention gegen die syrische Regierung würde die Folge sein.

Allerdings gibt es unbestätigte arabische Presseberichte, wonach NATO-Mächte in Abstimmung mit Saudi-Arabien einen Angriff mit chemischen Waffen im südlichen Syrien vorbereiten, für den das Assad-Regime verantwortlich gemacht werden soll, um eine massive internationale Invasion zu rechtfertigen.“

2013 passierte dann der Giftgasangriff in der Nähe von Damaskus, der so gut zu den Prognosen von 2012 passte. Vielleicht auch aufgrund der schlechten Durchführung der False-Flag-Attacke sahen die Obama-Regierung und ihre Verbündeten dennoch von einer direkten Invasion Syriens ab.

Quelle: Screenshot Voltaire.net

Wenige Monate nach dem vermeintlichen Angriff durch die Syrer veröffentlichten US-Wissenschaftler vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und den Tesla Laboratories einen Bericht mit dem Titel “Possible Implications of Faulty US Technical Intelligence in the Damascus Nerve Agent Attack of August 21, 2013“. Die beiden Experten – der frühere UN-Waffeninspektor Richard Lloyd und der MIT-Professor Theodore A. Postol – waren eigentlich vor ihrer Untersuchung davon ausgegangen, dass Syriens Truppen für die Giftgasattacke verantwortlich waren. Dann fanden sie genau das Gegenteil heraus.

Der peinliche Fehler der Ersteller der False-Flag-Attacke war, dass die Reichweite der sichergestellten Geschosse, die das Giftgas transportiert haben oder haben sollen, lediglich zwei Kilometer betrug, die syrischen Einheiten jedoch mindestens sechs Kilometer von den Einschlagsorten entfernt waren. Dass UN-Inspektoren in der Nähe waren und die Geschosse quasi sofort sicherstellen konnten, lag daran, dass bereits vorher ein Chemiewaffeneinsatz der Syrer behauptet wurde und die UN-Inspektoren zu diesem Zeitpunkt in Syrien und in dieser Gegend waren. Passend dazu erfolgte die vermeintliche Attacke.

Wenn jemand die Giftgasgeschosse abgefeuert hat, dann die „Rebellen“ und ihre Geheimdienstfreunde selbst. Das muss nicht heißen, dass durch diese Giftgasgranaten auch Menschen beziehungsweise eine größere Menge an Personen starben. Giftgasopfer kann man natürlich auch anders „herstellen“. Es ist zu hoffen, dass die meisten der gezeigten angeblich toten Chemiewaffenopfer „nur“ mit Drogen betäubt waren. Es kann sich natürlich auch um bereits vorhandene Tote oder gezielt für dieses Ereignis getötete Menschen handeln. Wie in den Propagandainszenierungen zum Syrienkrieg üblich, wurden vor allem tote Kinder gezeigt.

Der us-amerikanische Investigativjournalist Seymour M. Hersh – Gewinner des Publitzer-Preises und fünffacher Gewinner des George Polk Award – hat in seinem Anfang 2014 erschienen Artikel “Whose sarin?“ sowie seinem darauffolgenden Bericht “The Red Line and the Rat Line. Seymour M. Hersh on Obama, Erdoğan and the Syrian rebels“ aufgezeigt, dass höchstwahrscheinlich der NATO-Staat Türkei und die radikal-islamistische Al-Nusra-Front, der syrische Arm der Al Kaida, als lokale Ausführende hinter dem Ghouta-Giftgasangriff stecken und zur Fälschung einer syrischen Attacke ihr eigenes Sarin benutzt haben.

Im Jahre 2015 gab es neue Erkenntnisse zu dem Fall und zwar aus einem Gerichtsverfahren in der Türkei zu Giftgasschmuggel nach Syrien. Das Magazin Telepolis schreibt in dem Artikel “Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff?” dazu unter anderem Folgendes:

“Mehr als zwei Jahre später sitzen am 21. Oktober 2015 zwei türkische Parlamentsabgeordnete an einem Tisch in Istanbul und erzählen ihre Version der Ereignisse. Eren Erdem und Ali Şeker heißen die beiden Co-Vorsitzenden der oppositionellen CHP-Fraktion im türkischen Parlament. Sie wollen neue Beweise vorlegen: Dafür, dass nicht die syrische Armee, sondern dschihadistische Milizen den Angriff ausgeführt haben. Und dafür, dass nicht Assad, sondern der türkische Geheimdienst hinter dem Angriff von Ghouta steckt.

Hintergrund der Pressekonferenz sind Ermittlungen eines Gerichts im südtürkischen Adana. Die Anklage warf dort 13 Türken vor, Giftgas von der Türkei nach Syrien geschmuggelt haben. Doch dem Gericht reichten die Indizien nicht für eine Verurteilung, es ließ die Männer nach drei Monaten wieder frei. Erdem und Şeker hatten nach eigener Aussage Einblick in die Gerichtsakten und kommen bei ihrer Pressekonferenz zu einer ganz anderen Bewertung als das Gericht.”

„Napalm-Thermit-Angriff in Aleppo“

Am 29. August 2013 –  acht Tage nach dem Giftgasevent von Ghouta – sollte das britische Parlament über ein mögliches militärisches Eingreifen Großbritanniens in Syrien abstimmen. Die Abgeordneten stimmten knapp gegen eine solche militärische Intervention, also einen direkten Angriff Großbritanniens auf Syrien. Vielleicht schien ihnen auch die eigene Propaganda zu unglaubwürdig, die versuchte, nochmal einen drauf zu setzen:

An diesem 29. August brachten die morgendlichen 10-Uhr-Nachrichten der britischen BBC – vor der Abstimmung – einen mehr als vierminütigen Bericht zweier BBC-Journalisten aus dem syrischen Aleppo, in dem behauptet wird, dass ein syrisches Kampfflugzeug am 26. August eine Brandbombe mit einer „napalmartigen Substanz“ oder Thermit auf den Spielplatz einer Schule abwarf und in dem entsprechende angebliche Opfer sowie Behandlungsmaßnahmen im „Antareb-Hospital“ gezeigt werden. Des weiteren wurde das selbe Thema mit den gleichen Szenen in der 45-minütigen BBC-Panorama-Reportage „Saving Syria’s Children“ weiter ausgebreitet. Einige Ärzte oder Helfer in dem Krankenhaus tragen Kleidung mit dem Logo und Aufschrift der für den Syrienkrieg gegründeten britischen Organisation „Hand in Hand for Syria“.

Quelle: Screenshots BBC-Video

Dass die ganze Napalm-Geschichte nicht stimmen kann, sieht man eigentlich schon beim Anschauen der BBC-Bilder auf den ersten Blick: Angeblich sollen die gezeigten Kinder und Erwachsenen schwerste Brandverletzungen haben, allerdings verhalten sie sich nicht so, wie solche Brandopfer es tun. Trotz der angeblichen Napalmverbrennungen am ganzen Körper erstaunt einen immer wieder die Haarpracht der Laiendarsteller. Auch die Augenbrauen sind vorhanden. Brandblasen sind an keinem einzigen der Opfer zu sehen. Überhaupt ist festzuhalten, dass die Maskerade der Darsteller nicht einmal so aussieht wie schwere Verbrennungen, Verbrennungen 2. oder 3. Grades.

Quelle: Screenshots BBC-Video

Ab Minute 32:25 in dem BBC-Panorama-Video läuft ein Junge eher gelangweilt durch die Gegend, dem die Haut vorgeblich in Fetzen vom Körper hängt, die Haare aber wie durch ein Wunder nicht versengt wurden, und wird dabei noch von Erwachsenen gemaßregelt. Eher widerwillig läuft er nach einem Anpfiff durch einen gelb gekleideten Mann zur Behandlung Richtung Krankenhaus. Dabei dreht es sich noch einmal neugierig um, um sich die neuesten Schauspielleistungen an der Hofeinfahrt der Klinik anzuschauen. Unter seinen „Hautfetzen“ befindet sich kein Fleisch, sondern einfach normale Haut. Man hat ihm die Fetzen einfach aufgeklebt.

Quelle: Screenshots BBC-Video

Noch besser sieht man dies auf dem Rücken eines angeblichen Opfers bei Minute 2:05 in der BBC-Nachrichtensendung. Keine Brandblasen, kein Fleisch. Aber ab Minute 33:10 in dem BBC-Panorama-Video behauptet der britische Reporter, überall liege der Geruch von „brennendem Fleisch“ in der Luft:

„Eine Sache, die Ihnen die Kamera nicht erzählen wird, ist der Geruch, der in der Luft ist. Es ist ein widerlicher Geruch brennenden Fleisches.“

Statt verbranntem Fleisch sieht man frische Haut mit so etwas wie Haut oben drauf, die irgendwie verbrannt aussehen soll. Wenn die ganze Haut auf dem Rücken weg gebrannt ist, sieht das in der Realität ganz anders aus. Trotz riesiger Anteile an verbrannter Hautfläche scheinen die „Patienten“ alle ziemlich lebendig zu sein. Und der BBC-Mann sagte tatsächlich „brennendes Fleisch“ und nicht „verbranntes Fleisch“.

Eine britische Ärztin erklärt ab Minute 37:52, dass die meisten der Patienten Verbrennungen von 70-90% der Hautoberfläche hätten, was medizinisch – angesichts der gezeigten Bilder – völlig unmöglich ist. Während sie dies sagt, läuft im Video quasi zur Illustration der Junge vorbei, der im Hof von dem gelb gekleideten Mann angepflaumt wurde.

Die Reporter der BBC waren für diese Story mit einem Auto der in Deutschland verbotenen Terrorgruppe Ahrar Al-Scham unterwegs. Dies lässt sich an dem Logo der Gruppe auf dem Auto erkennen. Der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart verurteilte 2016 vier Angeklagte „wegen Unterstützung der ausländischen terroristischen Vereinigung ‚Ahrar al-Sham’“ zu Haftstrafen. Sie hatten Ausrüstungsgegenstände für diese Gruppe nach Syrien geschafft, vor allem Militärstiefel und -Parkas.

Quellen: Screenshots BBC-Video, Wikipedia

Ab Minute 10:50 fährt der BBC-Terroristen-Konvoi an Jihadistenflaggen vorbei, die wohl eine Art Reviermarkierung darstellen. Es dürfte sich dabei mit ziemlicher Sicherheit um die Flagge des „Islamischen Staates“ – IS – handeln. Auch bei der Aktion in der Klinik ist diese Flagge zu sehen. Man dachte bei der BBC wohl, man hätte alle entsprechenden Stellen aus dem BBC-Panorama-Video raus geschnitten. Aber ab Minute 32:40 und ab Minute 36:30 ist ein Krankenwagen zu sehen, der die Flagge großformatig hinten in seinem Fenster hängen hat.

Quelle: Screenshots BBC-Video

Der Kindermord

Am 16. März 2015 soll es in dem Ort Sarmin in der Provinz Idlib einen weiteren Chemiewaffenangriff auf die Zivilbevölkerung gegeben haben und zwar mit Chlor. Mit den gelieferten Propagandabildern enttarnten sich die Weißhelme, die „lokalen Behörden“ – also Al Qaida – und unsere Medien allerdings erneut selbst und das auf ziemlich traurige Weise: Die Propagandabilder zeigen nämlich die Ermordung eines Jungen vor laufender Kamera zur Herstellung passender Propagandabilder à la Pulp Fiction für uns westliche Popkulturjunkies.

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke zu den unter anderem von der deutschen Bundesregierung finanzierten Weißhelmen hat die Bundesregierung Anfang 2018 in unglaublich arroganter Weise durch zahlreiche Ablenkungsmanöver versucht, die Ermordung eines kleinen Jungen zu Propagandazwecken durch eben diese Weißhelme zu vertuschen. Obwohl die Beweislage angesichts des Videomaterials klar und auch für Laien nachvollziehbar ist, versuchte die Bundesregierung darüber hinaus, die schwedische Ärztevereinigung, die den Kindermord öffentlich machte, zu diskreditieren. Bereits zuvor hatte die ARD sich trotz Kenntnis geweigert, über den Mord zu berichten. 

Mit den beiden über den Youtube-Kanal der Weißhelme der Al-Qaida-Region Idlib veröffentlichten Videos sollten medizinische Behandlungsmaßnahmen nach einer angeblichen Giftgasattacke der syrischen Regierung im Ort Sarmin in Syrien simuliert werden. Hierbei ist in dem zweiten Video zu sehen, wie ein bewusstloser Junge durch eine Spritze im Rahmen einer vorgetäuschten Behandlung, die wohl eine „Adrenalininjektion à la Pulp Fiction“ darstellen soll, getötet wird. In dem ersten Weißhelm-Video ist der mutmaßlich durch Opiate betäubte Junge noch bei Bewusstsein. Als er in dem zweiten Video mehrmals eine Spritze ins Herz gestochen bekommt, ist er bereits bewusstlos. Er könnte theoretisch auch schon durch die Betäubung gestorben sein. Auf jeden Fall waren die Stiche ins Herz tödlich.

Quelle: Screenshots Youtube

In der entsprechenden Szene mit dem kleinen Jungen ab etwa Minute 1:05 in dem zweiten Youtube-Video wird diesem vier- oder fünfmal aus unterschiedlichem Winkel in den Brustraum im Bereich des Herzens gestochen. Dabei wird im Brustraum mit der Spritzennadel „herumgemantscht“. Das alles geschieht äußerst plakativ, eine Zurschaustellung. Der schlechte Arztdarsteller mit der Spritze drückt noch nicht einmal ab, das heißt, er injiziert nicht einmal das vermeintliche Adrenalin. Die Weißhelme stechen mehrmals in ihr Opferkind wie in eine Puppe, als sei es kein menschliches Lebewesen. Alles für Propagandabilder zu einer vermeintlichen Giftgasattacke.

Produziert wurden die beiden Videos von den Weißhelmen gemeinsam mit der Organisation „Coordinating Sarmin“, deren Logo eine Al-Qaida-Flagge enthält, wie die eingangs erwähnte schwedische Ärztevereinigung bei ihren Untersuchungen belegen konnte. Die über den Youtube-Kanal der Weißhelme hochgeladenen Videos enthalten ein Logo der Weißhelme und sind heute noch bei Youtube auffindbar.

Quellen: Screenshots Youtube

Die von Professor Marcello Ferrada de Noli und Professor Anders Romelsjö geleitete schwedische humanitäre Ärztevereinigung SWEDHR analysierte die beiden Videos der White Helmets. Die Mediziner stellten fest, dass es sich bei den Videos um Fälschungen handelt und dass die vorgeblichen „Rettungsmaßnahmen“ im Ernstfall tödlich geendet hätten, insbesondere die „Adrenalinbehandlung“ des kleinen Jungen. Zudem wiesen die gezeigten Kinder keine Anzeichen einer Chlorgasvergiftung auf.

Die Ärztevereinigung SWEDHR ließ für die Analyse auch das Gesprochene in den Videos aus dem Arabischen übersetzen. Dabei stellte sich heraus, dass sogar eine Regieanweisung zur Positionierung der Opfer enthalten waren: Eine Frau sollte unten liegen, die Kinder auf ihr drapiert werden. Auch ohne Regieanweisung müsste man sich fragen: Welcher tatsächliche Arzt stapelt seine Patienten übereinander? SWEDHR wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Videos im UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen vorgeführt worden, ohne Übersetzung oder Untertitelung.

Quelle: Screenshot Youtube

In der genannten Kleinen Anfrage von Die Linke zu den Weißhelmen werden folgende Fragen zu dem angeblichen Giftgasangriff in Sarmin sowie zu den Erkenntnissen der schwedischen humanitären Ärztevereinigung an die Bundesregierung gestellt:

„14. Wie beurteilt die Bundesregierung die von den „Schwedischen Ärzten für
Menschenrechte“ gegen die „Weißhelme“ erhobene Anschuldigung, die von
ihnen an Verletzten durchgeführten Maßnahmen seien medizinisch teils
sinnlos, teils für die Betroffenen sogar gefährlich und – sofern die Bundesregierung
– diese Anschuldigungen für zutreffend hält, handelt es sich dabei
nach Kenntnis der Bundesregierung um ein grundlegendes Problem oder um
Einzelfälle (http://theindicter.com/white-helmets-video-swedish-doctors-forhuman-rights-denounce-medical-malpractice-and-misuse-of-children-forpropaganda-aims/;
http://theindicter.com/white-helmets-movie-updatedevidence-from-swedish-doctors-confirm-fake-lifesaving-and-malpracticeson-children/)?

15. Hat die Bundesregierung das von den „Schwedischen Ärzten für Menschenrechte“
vorgelegte Bild- und Videomaterial ausgewertet, und zu welchem
Schluss kommt sie?

16. Hält die Bundesregierung das von den „Schwedischen Ärzten für Menschenrechte“
vorgelegte Bild- und Videomaterial für authentisch, und worauf
stützt die Bundesregierung ihre Einschätzung bezüglich des vorgelegten
Bild- und Videomaterials?“

Die Bundesregierung „antwortete“ folgendermaßen:

„Die Fragen 14, 15 und 16 werden zusammengefasst beantwortet.

Die “Schwedischen Ärzte für Menschenrechte” (SWEDHR) wurden von dem schwedischen Mediziner Dr. Marcello Ferrada de Noli gegründet, der regelmäßig auch über staatsnahe russische Medien wie „Russia Today“ oder „Sputnik“ Beiträge veröffentlicht.

Die Organisation gründet ihre Anschuldigungen auf ein Video, das nach einem Chlorgasangriff des syrischen Regimes im März 2015 auf die Ortschaft Sarmin in der Provinz Idlib aufgenommen und von der örtlichen Sektion der syrischen Weißhelme in das Internet hochgeladen wurde. Nach Kenntnis der Bundesregierung zeigt die Aufnahme, wie nicht ausgebildete Augenzeugen des Angriffs versuchen, lebensrettende Maßnahmen durchzuführen. Nach Kenntnis der Bundesregierung handelt es sich bei den gezeigten Personen nicht um Mitglieder der Weißhelme.“

Die Antwort der Bundesregierung ist, wie der Rest der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auch, reine Propaganda zugunsten der White Helmets.

Kommen wir erst einmal zum zweiten Absatz der Antwort: Die Bundesregierung stellt einen Chlorgasangriff als erwiesen dar, was nicht nur aufgrund des gezeigten Videomaterials, sondern auch wegen der geringen Wirksamkeit von Chlor eine steile These ist. Dann zündet man eine Nebelkerze, dass die gezeigten Personen wahrscheinlich keine Weißhelme seien. Okay, aber selbst wenn haben wir hier ein Weißhelm-Video mit Weißhelm-Logo, hochgeladen von den Weißhelmen in ihrem Weißhelm-Kanal bei Youtube, welcher natürlich auch ein schönes Weißhelm-Logo enthält.

Das war außer dem ersten Absatz alles, was die Bundesregierung zu sagen hatte. Auf den Videoinhalt ging sie gar nicht ein, wohl in dem irrigen Glauben, sich nicht zu belasten, wenn sie dazu nicht sagt, beziehungsweise um um das Thema herumzukommen. Dass Wissenschaft, Realität und die Erkenntnisse der Ärztevereinigung – oder eines jedes anderen, der sich die Videos ansieht – ungültig sind, erklärt uns die Bundesregierung im ersten Absatz damit, dass der Vorsitzende der Ärztevereinigung den Fall bei „Russia Today“ und „Sputnik“ bekannt machte. Das macht völlig sprachlos. Wenn der Russe sagt oder auch nur weitergibt, die Erde ist rund, dann kann das nicht stimmen. Dann muss die Erde eine Scheibe sein? Will uns das die Bundesregierung damit sagen?

Natürlich versuchte SWEDHR auch, den Fall bei anderen Medien bekannt zu machen, stieß aber auf taube Ohren. Die westlichen Massenmedien ignorierten diesen Skandal der vom Westen finanzierten Weißhelme. Nur die ARD ging der Sache nach einiger Zeit nach. Allerdings nicht, um darüber zu berichten, sondern weil der Vorsitzende der Medizinervereingung Russia Today ein Interview dazu gegeben hatte und die ARD der Meinung war, die Aussagen des Professors seien von RT falsch wiedergegeben worden.

Der SWEDHR-Vorsitzende, Professor Ferrada de Noli, bestätigte der ARD jedoch in einem ausführlichen Brief, dass seine Aussagen von RT korrekt wiedergegeben wurden. Die ARD wusste also mit absoluter Sicherheit von dem schweren Verbrechen der Weißhelme, verlor aber im Folgenden kein Wort darüber.

Die Bundesregierung vertuschte das Verbrechen in ihrer Antwort an Die Linke aktiv und mit einer Menschenverachtung, die ihresgleichen sucht. Später nannte Angela Merkels Außenminister Heiko Maas die am 17. August zum Staatsbesuch in Berlin angetretenen Weißhelme „ein starkes Symbol der Menschlichkeit und Hoffnung“.

Quelle: Screenshot Twitter

„Sarin-Angriff von Chan Scheichun“

Das Chan-Scheichun-Ereignis vom April 2017 war bekanntlich Anlass für US-Präsident Trumps Raketenangriff auf Syrien. Wie immer liegen auch hier keine Luftüberwachungsdaten vor, die russische oder syrische Flugzeuge zur fraglichen Tatzeit am fraglichen Tatort zeigen. Allerdings entstand hier dadurch Verwirrung, dass zunächst ein etliche Kilometer entfernt und zu einem anderen Zeitpunkt stattfindender Einsatz russischer Flugzeuge mit der Chan-Scheichun-Attacke in Verbindung gebracht wurde. 

Physik-Professor Theodore Postol – zugleich ehemaliger UN-Waffeninspektor – hat den angeblichen Sarin-Angriff analysiert und erhebliche Zweifel an den Angaben der Weißhelme. Unter Bezugnahme auf ein Foto, bei dem ein Mann ungefähr vier Stunden nach der angeblichen Sarin-Attacke am angeblichen Einschlagskrater steht, sagt er beispielsweise:

Quelle: Screenshot Twitter

„Wenn die Ausbreitung von diesem Krater ausging, dann war der Bereich, wo diese ungeschützte Person steht, giftig und dieser Mensch würde schwere und möglicherweise tödliche Auswirkungen einer Sarin-Vergiftung erleiden. Dies stellt die Möglichkeit, dass dieser im WHR identifizierte Krater der Ausgangspunkt einer mutmaßlichen Sarin-Freisetzung ist, substanziell infrage. (…)

Ungeschützte Zivilisten mit Kleidung, die Logos der Idlib Health Directorate (Idlib Gesundheitsverwaltung) aufweisen, pfuschen mit dem Inhalt des Kraters herum, von dem der WHR behauptet, er sei der Ursprung der Sarin-Freisetzung. Alle Indikatoren deuten auf eine zerstörte Hülse, die nicht mehr als 8-10l Sarin enthalten haben könnte. Sie ist der einzige Behälter, der in den Videos vom Ort des Geschehens zu sehen ist. (…)

Quelle: Screenshot Twitter

Was aus den Videos absolut klar wird, ist, dass der Ort der Sarin-Ausbringung, von dem der WHR ausgeht, und der Ort an dem die massenhaften Opfer hätten auftreten müssen, wenn die Sarin-Freisetzung tatsächlich stattgefunden hätte, in keinster Weise mit den Szenen der Opfer verbunden ist, die in den anderen Videos gezeigt werden. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand, den mutmaßlichen Angriff, so wie er im White House Report beschrieben wird, hat es nie gegeben.“

In Bezug auf das in dem Krater „gefundene“ Rohr, welches angeblich den tödlichen Sarin-Chemiekampfstoff beinhaltet haben und von einem Kampfjet wie auch immer abgeworfen sein soll, kommt Professor Postol bei seiner Analyse zu dem Schluss, dass das Rohr auf dem Boden platziert und nicht aus der Luft abgeworfen wurde.

Quelle: Screenshot Twitter

Während der angeblich chaotischen Notsituation im Krankenhaus aufgrund der „Sarin-Attacke“ twitterte ein Arzt und bot Interviews an. Der Arzt ist übrigens Brite und wurde in Großbritannien angeklagt, zwei Journalisten in Syrien entführt zu haben – John Cantlie und Jeroen Oerlemans – und setzte sich nach Syrien zu Al Qaida ab.

Die in den Weißhelm-Videos gezeigten angeblichen medizinischen Maßnahmen sind wie immer haarsträubend und haben mit der Behandlung von Sarin-Opfern schon gar nichts zu tun. Wieder wird mit dem massiven Einsatz von Kindern Stimmung gemacht. Zumindest ein Teil der Kinder könnte wie bei dem bereits erwähnten Sarmin-Zwischenfall nur betäubt gewesen sein.

Und wenn man mit einer False-Flag-Chemiewaffenattacke Propaganda machen will, sollte man wenigstens darauf achten, dass die angeblichen Giftgasopfer nicht schon vor dem angeblichen Angriffszeitpunkt in umliegende Kliniken eingeliefert werden. Nicht einmal mehr der intensiv vom Westen beeinflusste und mit gefälschten Proben hantierende offizielle Untersuchungsbericht des OPCW für die UN kam darum herum, dies auf Seite 29 zu erwähnen.

Fassen wir einige herausragende Punkte kurz zusammen: In 57 Fällen wurden Patienten als angebliche Opfer einer angeblichen Giftgasattacke durch syrische Flugzeuge schon vor dem Zeitpunkt dieses angeblichen Vorfalls in Krankenhäusern aufgenommen. Dies geschah laut OPCW in fünf Hospitälern. Darüber hinaus wurden in zehn Fällen Opferdarsteller beziehungsweise Leichen um 7 Uhr in einem 125 Kilometer entfernten Hospital, in 42 Fällen in einem 30 Kilometer entfernten Hospital eingeliefert. Angesichts eines angeblichen Angriffszeitpunktes kurz vor 7 Uhr eine sportliche Leistung…

„Duma-Giftgasangriff“

Die zweite große angebliche Giftgasattacke im syrischen Ghouta bei Damaskus fand im April 2018 statt. Dass es sich hierbei um eine False-Flag-Aktion der Weißhelme handelt, machte unter anderem der deutsche Syrienexperte Professor Günter Meyer von der Universität Mainz in einem Interview im ARD-Mittagsmagazin klar deutlich

Quelle: Screenshot Twitter

Fotos belegen die Fälschung. Zwei im Internet kursierende, von den Terroristen gelieferte Bilder des angeblichen Giftgasangriffs – siehe oben – zeigen unterschiedliche Varianten der gleichen Situation. Zu sehen sind tote Frauen und Kinder beziehungsweise unfreiwillige Opferdarsteller: Hoffen wir, dass diese nur betäubt wurden. Schauen wir uns die Personen auf den beiden Bildern, die ja die gleiche Situation darstellen, an. Im rechten Bild hat man einfach noch ein Baby dazugelegt. Auch andere Details unterscheiden sich bei den beiden Bildern.

Quelle: Screenshots Youtube

Zwei weitere Bilder – Screenshots aus Videos zu der selben Situation – zeigen ebenfalls unterschiedliche Varianten. Auch hier wird die gleiche Situation mit einer unterschiedlichen Anzahl an Darstellern bestritten: In dem linken Video sind ganz deutlich zwei Kinder mehr zu sehen. Allerdings ist das Baby des einen vorherigen Bildes dieses Mal nicht dabei.

Der Sender CBS hat versucht, ein von den nach dem angeblichen Giftgasangriff erfolgten US-Luftschlägen getroffenes Gebäude in Syrien als Chemiewaffenfabrik auszugeben und sich dabei unfreiwillig mit dem eigenen Bildmaterial selbst der Lüge überführt. In einem Videobeitrag des Senders steht der Journalist vor dem zerstörten Gebäude, das den Behauptungen der US-Regierung zufolge und trotz der Vernichtung der syrischen Giftgasbestände im Jahre 2013 durch die OPCW angeblich eine Giftgasfabrik und -forschungsstätte gewesen sein soll. CBS spricht in dem Beitrag außerdem von der Herstellung biologische Waffen in dem Gebäudekomplex.

Quelle: Screenshot Twitter

Wie können der CBS-Journalist und die anderen Personen im Bild dort direkt vor einer zerstörten Chemiewaffenanlage stehen, so ganz ohne Schutzanzüge, Mundschutz, Gasmasken und so ganz ohne irgendwelche Symptome einer Vergiftung? Hätte es sich tatsächlich um eine Forschungs-, Produktions- und Lagerstätte für Giftgas, Biowaffen und Co gehandelt, wäre das völlig unmöglich.

Am Schluss seines Beitrags sagt der CBS-Journalist, dass der Angriff auf den Gebäudekomplex laut US-Regierung das syrische Chemiewaffenprogramm um Jahre zurückwerfen werde. Er verliert kein Wort der Kritik zu dieser Aussage und lässt sie als gültig stehen. In der ARD-Tagesschau – beispielsweise vom 16.4.2018 um 15 Uhr – hieß es ebenfalls trotz dieses Videos und ähnlicher Bilder von der zerbombten angeblichen Chemiewaffenanlage:

„Die EU fordert einen neuen Anlauf für Friedensverhandlungen, bei allem Verständnis für den Raketenangriff vom Samstag am dem auch die EU-Mitglieder Frankreich und Großbritannien beteiligt waren. ‚Der Angriff von Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten gegen Assads Chemiewaffendepots, der war zielgerichtet und angemessen. Dieses Vorgehen war absolut richtig’“

Der letzte des Teil ist ein Zitat des britischen Außenministers Boris Johnson, welches die Tagesschau unkommentiert als die offizielle Wahrheit durchreicht und den Zuschauern damit vorgegaukelt, dass syrische Chemiewaffendepots getroffen wurden.

In den Filmaufnahmen der Weißhelme von dem angeblichen Giftgasangriff in einer Notaufnahme in Duma zu sehende Personen sagten später in der Zentrale der OPCW im niederländischen Den Haag aus, dass das ganze Theater nur eine Inszenierung war und sie mit Wasser bespritzt wurden und keine Vergiftungserscheinungen hatten. Das Video aus der Notaufnahme war zuvor in unseren Nachrichten rauf und runter gespielt worden, als angeblicher Beleg für einen Chemieangriff.

Quelle: Screenshot Youtube

Diese Aussagen der Augenzeugen in Den Haag wurden in den westlichen Medien als „russische Propaganda“ abgewertet. Voll ernst genommen werden will dagegen ein Beitrag des US-Senders CNN aus den letzten von den Terroristen gehaltenen Gebieten im Norden Syriens, in den die radikalislamistischen Kämpfer aus Douma und ihr Anhang im Rahmen des üblichen freien Abzugs gegen Freilassung ihrer Geiseln gebracht wurden. Eine CNN-Reporterin interviewt in dem Video angebliche „Überlebende der Chemiewaffenattacke von Douma“.

Die Reporterin schnüffelt an einem Schulzranzen, der einem Mädchen aus Douma gehört und der noch mit dem in Douma angeblich verwendeten Kampfstoff Sarin getränkt sein soll. Damit hat sich die Dame zum einen eine Nominierung für den Darwin-Award verdient, denn einen äußerst tödlichen Chemiekampfstoff, der über die Luft tötet, erschnüffeln zu wollen, wäre natürlich komplett irre – wenn das gute Stück denn tatsächlich voll davon wäre.

Die Frau tut so, als sei dies ein Beweisstück voller Chemiekampfstoff und bestätigt mit eindrucksvoller Mimik mehrmals, dass der Ranzen stinkt, was wohl in ihren Augen ein Beleg für Sarin sein soll. Eine sportliche Leistung der Journalistin, schließlich ist Sarin ist eine nahezu geruchlose, relativ flüchtige Flüssigkeit. Durch ihr Verhalten überführt sich die amerikanische Reporterin selbst der Lüge.

Da einige „Experten“ nach dem allmählichen Zusammenbrechen der Sarin-Story vorschlugen, das ganze Ereignis mit den laut Weißhelmen 43 Toten könne ja auch durch Chlorgas zustande gekommen sein, hier ein Auszug aus dem hinsichtlich aktueller Ereignisse leider wie mittlerweile üblich propagandabelasteten Wikipedia-Artikel zu Chlor bezüglich der möglichen tödlichen Wirkung dieses Stoffes:

„Unter militärischen Gesichtspunkten war das nicht besonders effizient. So kamen zum Beispiel bei dem Angriff vom 22. April 1915 trotz des Einsatzes von 150 Tonnen Chlorgas nach neueren Forschungen nur 1200 Franzosen ums Leben. Das heißt, unter optimalen Bedingungen, wenn der Gegner dicht gedrängt in tiefer gelegenen Schützengräben kauert, waren 125 Kilogramm Chlorgas nötig, um einen Soldaten zu töten.“

Ein Liter Chlorgas wiegt 3,214 Gramm. 125 Kilo sind also fast 40000 Liter Chlorgas.

Laut Weißhelmen und Co soll in Duma ein Giftgasbehälter durch die Decke einer Wohnung gekracht sein, nur um dann butterweich auf einem Bett zum Erliegen zu kommen und dieses dabei nicht zu zerstören. Es ist natürlich völlig unrealistisch, dass dieses Geschoss zuerst die Betondecke durchschlägt, dann aber das Bett nicht zertrümmert, und das auch noch mit einer reichlich bizarren Flugbahn. Wie das kaputte Fenster dabei ans Bett kommen soll, bleibt wohl für immer ein Geheimnis.

Quelle: Screenshots Youtube

Das offenbar intakte Ventil an der von einem „Aktivisten“ als „Rakete“ bezeichneten Gasflasche trägt auch nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der Aussagen der „Rebellen“ bei. Vielleicht sollte man solche technischen Wunderwerke in Deutschland importieren, denn hierzulande hat man weit größere Probleme mit dem sicheren Umgang mit Gasflaschen und der Gefahr des Abreißens des Ventils als in den Al-Qaida-Gebieten.

Quelle: Screenshot Twitter

Fassbomben-Geschichten

Fassbombenalarm!

In den Medien wird die Fassbombe immer wieder als Horrorwaffe eines irren syrischen Diktators – Präsident Assad – präsentiert, der mit dieser Waffe vorzugsweise Marktplätze, Krankenhäuser, Schulen, Straßenkreuzungen, Rettungshelfer und andere zivile Ziele bombardiert. Dass die vom Westen eingesetzten sogenannten „Rebellen“ – extremistische Kämpfer um Al Qaida und co – eine Art Fassbombe in Form von vom Boden aus verschossenen Gasflaschen einsetzen („Hell Canon“), wird wiederum in den Medien gerne verschwiegen oder wenig beachtet, ebenso wie die Tatsache, dass es Fassbomben schon vor dem Syrienkrieg gab.

Fassbomben – Englisch „Barrel Bombs“ – sind improvisierte Sprengbomben. Um sie herzustellen, verwendet man einen großen Metallbehälter und füllt diesen mit Sprengstoff und Schrapnellen. Eine aus einem Flugzeug oder Hubschrauber abgeworfene Fassbombe hat wesentlich weniger Sprengkraft als eine herkömmliche Fliegerbombe. Wenn Ihre Wohngegend bombardiert wird, sollten Sie also beten, dass dies mit Fassbomben geschieht, denn dann sind Sie wenigstens hinter der Mauer ihres Hauses einigermaßen sicher…

Die syrische Regierung hat stets bestritten, solche Bomben, die nicht aus Kampfjets abgeworfen werden können, sondern in Syrien – angeblich – typischerweise aus Hubschraubern gestoßen werden sollen, einzusetzen. Der syrische Präsident sagte beispielsweise 2015 in einem Interview auf eine Frage eines westlichen Journalisten nach dieser „Horrorwaffe“ hin, dass man keine Fassbomben einsetze: „Wir haben richtige Bomben!“ – also bessere, stärkere, schrecklichere! Aber die normalen, für den Krieg optimierten und daher zerstörerischeren Bomben der Syrer passten eben nicht zu dem über lange Monate und Jahre aufgebauten Propagandabild von der Horror-Fassbombe.

Tatsächlich gibt es keine wirklichen Beweise für den Einsatz von Fassbomben in Syrien durch die syrische Regierung. Es gibt lediglich Falschbilder beziehungsweise Falschmeldungen wie beispielsweise eine besonders peinliche Fälschung durch die White Helmets, bei der man einfach ein Bild, welches im Jahre 2013 schon einmal verwendet wurde, um Stimmung gegen Syrien zu machen, zwei Jahre später noch einmal verwendet hat, um einen „gerade stattgefundenen Fassbombenangriff“ zu fälschen.

white_helmets_fake_red

Quelle: Screenshoots Christian Science Monitor, Twitter

Die Hauptlieferanten von Propagandabildern für die westlichen Medien aus Syrien sind die Weißhelme. Eine Pseudo-Rettungstruppe, die 2013 von dem britischen Militärdienstleister James Le Mesurier gegründet wurde, der das Projekt nach eigenen Angaben spontan in der Türkei zusammen mit türkischen Erdbebenrettungstrainern gestartet haben will.

Das Erdbeben-Thema setzt Le Mesurier auch ein, um angebliche Verwüstungen durch Fassbomben für die Weltöffentlichkeit zu illustrieren. Allerdings zeigt er dabei versehentlich, dass er überhaupt keine Ahnung von der Materie „Erdbeben“ hat. Oder er hält die Empfänger seiner via CNN verbreiteten Nachricht für debil:

„Die mit Sprengstoff beladenen Fässer werden aus Hubschraubers herausgeschleudert. Wenn eines einschlägt, kann es das seismologische Äquivalent eines 7,6-Magnituden-Erdbebens produzieren, sagte James LeMesurier von den Weißhelmen CNNs Chef-Medizinkorrespondenten Dr. Sanjay Gupta.“

Quelle: Screenshots CNN, The Right Livelihood Award

White-Helmet-Direktor Raed Saleh sprach bei der Entgegennahme des auch als „Alternativer Nobelpreis“ vermarkteten „Right Livelihood Award“ sogar von einer Erdbebenstärke von 8 „auf der Richter-Skala“ durch Fassbomben bei einer Anzahl von 50 abgeworfenen solchen Fassbomben täglich. Saleh sagte dazu auch noch, das fatale Erdbeben in Italien habe nur die Stärke 6,2 gehabt und setzte es bewusst in Beziehung zu Fassbomben. Nicht nur Geologen müssten bei solchen Angaben eigentlich in lautes Gelächter ausbrechen.

„Fassbombenangriff auf ein Krankenhaus in Aleppo“

In Aleppo wurde angeblich Ende April 2016 ein in den Gebieten der Jihadisten gelegenes Krankenhaus durch die angebliche Superwaffe „Fassbombe“ bombardiert. Das angebliche Krankenhaus ist den syrischen Ärzten nicht bekannt. Die Vorgänge um diesen Fall sind auch ein Lehrbeispiel dafür, wie man ohnehin schon eng mit westlichen Administrationen verbundenen humanitären NGOs Propaganda unterjubelt. „Ärzte ohne Grenzen“ machte sich in der deutschsprachigen Mitteilung zu dem Vorfall die Lügen der Weißhelme zu eigen

Wer in Syrien in einem Krankenhaus Hilfe sucht, begibt sich in Lebensgefahr. In diesem Jahr wurden bereits elf von Ärzte ohne Grenzen unterstützte Krankenhäuser bombardiert. Viele Menschen haben ihr Leben verloren. Zuletzt wurden bei einem Luftangriff in Aleppo das Al-Kuds-Krankenhaus und benachbarte Gebäude zerstört, dabei starben mindestens 50 Menschen, darunter sechs Mitarbeiter des Krankenhauses. Die Überlebenden berichten, dass zuerst zwei Fassbomben die angrenzenden Gebäude trafen. Dann explodierte eine dritte Bombe, diesmal gezielt am Eingang der Notaufnahme, also dort, wo sich Ärzte und Pfleger um die Verwundeten kümmerten.“.

Selbst wenn Fassbomben in Syrien eingesetzt würden, könnte man mit dieser Waffe nicht ein ganzes Krankenhaus beziehungsweise mehrere Gebäude platt bomben. Bilder des angeblichen Hospitals vom Morgen nach dem Angriff, die auch massenweise in deutschen Medien zu sehen waren, zeigen, dass dieses eben nicht zerstört wurde und Sandsäcke am Gebäude völlig intakt sind. Das bereits zuvor beschädigte Gebäude sieht nicht so aus, als sei es in der Nacht völlig zerstört worden. Videos aus der angeblichen Bombennacht bestätigen den Eindruck: Die Sandsäcke sind fein säuberlich am Eingang und an an den Außenmauern des Gebäudes aufgestapelt. Hier können keine mörderischen Superbomben gerade ein großes Gebäude völlig zerstört haben, auch wenn die Weißhelme noch so schön mit dem eigens vor dem Gebäude platzierten Schutt spielen.

Quelle: Screenshots Youtube

Das angebliche Al-Quds-Krankenhaus bot schon am 15. Oktober 2015 das gleiche Schadbild bot wie am 29. April 2016, nach dem angeblichen Angriff, der es völlig zerstört haben soll.

Quelle: Screenshot Twitter

“Ärzte ohne Grenzen“ unterstützt die Weißhelme und angebliche Krankenhäuser, beispielsweise mit Materialien, ist aber nicht selbst mit Ärzten vor Ort aktiv. “Ärzte ohne Grenzen“ gibt das wieder, was die „örtlichen Rettungshelfer“ der White Helmets berichtet haben. Die Medien wiederum schrien dann „laut Ärzte ohne Grenzen“ und vermittelten den Eindruck, hier sei ein Krankenhaus von „Ärzte ohne Grenzen“ zerbombt worden. Dabei handelt es sich bei dem Gebäude wahrscheinlich nicht einmal um ein Krankenhaus.

Ein Video soll angeblich den Angriff auf die Notaufnahme von innen zeigen. Wie hatte es doch bei „Ärzte ohne Grenzen“ und den Massenmedien dazu geheißen?

Die Überlebenden berichten, dass zuerst zwei Fassbomben die angrenzenden Gebäude trafen. Dann explodierte eine dritte Bombe, diesmal gezielt am Eingang der Notaufnahme, also dort, wo sich Ärzte und Pfleger um die Verwundeten kümmerten.“

Quelle: Screenshots Youtube, New York Times

Auf dem Notaufnahme-Video sind wenige Sekunden vor dem Treffer entspannte Ärzte und Patienten zu sehen, obwohl man nach der offiziellen Story davon ausgehen müsste, dass dort die Hölle los ist, wenn sich die Ärzte und Pfleger nach zwei Bombentreffern um die Verwundeten kümmern. Stattdessen macht einer der Ärzte Sekunden vor dem „dritten Treffer“ wohl gerade Feierabend. Und nach der Explosion wieder relativ unaufgeregte Menschen – die offenbar nicht so recht wissen, was sie jetzt schauspielern sollen – während sich „draußen“ eine bizarre Szene abspielt:

Ein Mann steht auf einem Podest vor der Eingangstür des vermeintlichen Krankenhauses, welche, wir wir weiter oben (und aus einem anderen Winkel, von vorne) gesehen haben, ja einwandfrei zugänglich ist. Er schreit die Weißhelme vor ihm an: „Holt meinen Sohn raus! Mein Sohn ist hier!“. Die Weißhelme wedeln derweil mit Sandsäcken auf dem Boden herum und haben offenbar nicht vor, einfach in das Gebäude zu gehen. Man könnte sagen, sie führen eine bizarre Tanznummer auf, bei der sie mit den Sandsäcken wie eine Putzkolonne den Boden fegen. Und hinter dem Mann brennt auch noch Licht im Eingangsbereich.

Die New York Times hat das Video der Weißhelme, zu dem diese Szene gehört, veröffentlicht und den Artikel mit „Divided Aleppo Plunges Back Into War as Syrian Hospital Is Hit“ betitelt. Genau das, was in der Überschrift steht, war wohl das Ziel dieses Fassbomben-Propagandaereignisses.

Dieser Fall ist ein Paradebeispiel für die „humanitäre Krankenhauspropaganda“, die im Syrienkrieg vor allem 2015-2016 zum Einsatz kam. Insbesondere beim Kampf um Aleppo wurde laut Weißhelmen und Medienpropaganda wochenlang täglich ein neues „letztes Kinderkrankenhaus von Aleppo“ zerbombt und auf die Tränendrüse gedrückt.

Gaza ist nicht Aleppo

Ein besonders trauriges Beispiel für die Propagandazusammenarbeit von Jihadisten und westlichen Regierungen ist der Tweet der französische UN-Gesandtschaft vom 28.9.2016, der ein angeblich aktuelles Foto präsentiert, welches die Zerstörung von Krankenhäusern in Aleppo, Syrien, durch die russische oder syrische Luftwaffe zeigen soll. Das gleiche Bild wurde bereits mehr als zwei Jahre zuvor benutzt, beispielsweise am 3.8.2014 in einem Artikel von n-tv, der Zerstörungen durch Israel in Gaza zeigt. Und eben nicht in Aleppo.

Quelle: Screenshots n-tv, Twitter

Der Artikel von n-tv vom August 2014 mit dem Originalbild trägt den Titel „Breite Mehrheit für den Krieg. ‚Die Stimmung in Israel ist aufgeladen‘“ und zeigt zerstörte Häuser in den Palästinensergebieten. Frankreich postete in seinen Fälschungsversuch einer Fassbombenattacke bei Twitter Folgendes:

„2 hospitals were bombed earlier today in #Aleppo #UNSC holds meeting on healthcare in armed conflict this morning Our call: #NotATarget„

Bebildert ist die Nachricht von der angeblichen Attacke mit dem Falschbild und einem Bild des UN-Sicherheitsrates.

Bizarre Videos von Fassbomben

Ein Video vom Mai 2015, welches von Jihadisten oder Geheimdienstlern erstellt wurde, soll Fassbombenabwürfe syrischer Soldaten aus einem Hubschrauber zeigen. Vorgeblich hätten die Soldaten sich dabei gefilmt, wie sie die Bomben abwerfen. Dann wäre der Hubschrauber abgestürzt. Dann hätte man darin das Video gefunden. Dann wären „syrische Journalisten“ an das Video gekommen und würden es nun der Weltöffentlichkeit präsentieren. So lautet die Propagandastory.

Aber es ist gut, dass dieses Video veröffentlicht wurde. Denn es liefert eine Fülle an Beweisen zum Thema „Fassbomben“. Die Propaganda enttarnt dabei unfreiwillig selbst die Fassbombe als Propagandalüge wider die Naturgesetze und die Logik im Allgemeinen.

Quelle: Screenshots Focus

Der Focus betitelt das Video mit „Horrorwaffen aus dem Hubschrauber. Dieses Fassbomben-Video entlarvt Syriens Diktator als Lügner“. Es wird einfach behauptet, es handele sich um syrische Soldaten. Dabei kann man beispielsweise auch jeden der Al-Qaida-Rebellen einfach in eine syrische Uniform stecken und genau so etwas hat man hier auch getan.

Bei den „Horrorwaffen“ handelt es sich, wie im Video zu sehen, um drei rostige Fässer, die oben einen Deckel drauf haben. Zwischen Deckel und Fass klemmt dabei ein Tuch oder einen Sack. Wahrscheinlich flöge bei einer Explosion eines solches Fasses in erster Linie der Deckel weg und die ohnehin schon geringe Sprengkraft würden noch geringer ausfallen. Was an den Fässern im Vergleich zu einer normalen Bombe „Horror“ sein soll, bleibt das Geheimnis des Focus.

Interessant ist, dass man nach dem Abwurf der Fässer gar keine Explosion auf dem Boden sieht. Auch von Erdbeben oder heftigen erdbebenartigen Zerstörungen ist nichts zu sehen.

Wobei ohnehin die Frage ist, was da getroffen werden soll. Der Wald oder die Straße? Sagt uns die Kriegspropaganda nicht permanent, dass die syrischen Fassbomber ständig Marktplätze und Kinderkliniken angreifen würden? Auch hiervon ist in dem Video nichts zu sehen.

Und wie ist es überhaupt möglich, aus dieser Höhe aus einem Hubschrauber und ohne Zielvorrichtung per Hand mit einem alten Fass ohne Bombenleitwerk einen kleinen Marktplatz, eine Schule oder eine Kinderklinik gezielt zu treffen?

Fassbomben mit Zündschnur!

Viele Behauptungen der Fassbombenpropaganda machen sprachlos. So auch die folgende, die bei welt.de zu finden ist:

„Die Fässer – es können auch Stahlrohre, verschossene Artilleriehülsen, Gasflaschen oder andere zylindrischen Behältnisse sein – können mit Sprengstoff (TNT), Stahlnägeln oder Öl befüllt werden und entwickeln beim Aufprall eine ungeheure Explosions- und Zerstörungskraft. Sie sind teilweise ausgestattet mit einer profanen Zündschnur, deren Länge nach der Flugzeit berechnet wird.“

Ja, tatsächlich: Es wird die Behauptung aufgestellt, einige Fassbomben hätten eine Zündschnur. Es wird ernsthaft behauptet, da würde jemand ausrechnen können, wie lange die Zündschnur im Moment gerade bei der augenblicklichen Höhe sein muss, damit die Bombe nach dem Abrennen der Zündschnur genau in Bodennähe explodiert. Millimeterarbeit im Hubschrauber! Und die „profanen Zündschnüre“ brennen offenbar auch immer gleich schnell ab… Und das alles laut welt.de aus großer Höhe:

„Die Bomben werden in der Regel aus großer Höhe abgeworfen (3000 Meter und mehr)“

Und nicht vergessen:

„Wer nicht getötet wird, dem platzt das Trommelfell“

Bei der bei n-tv am 14. April 2014 in der Bildstrecke „Fassbomben, die vom Himmel fallen. Assads heimtückische Billig-Waffe“ zu sehenden Fassbombe aus einem Youtube-Video, welches den Abwurf einer Fassbombe aus großer Höhe durch die syrische Armee zeigen soll, sind die Zündschnüre ziemlich kurz. Ob der Mann richtig gerechnet hat? n-tv resümiert:

„Die Brutalität des syrischen Bürgerkriegs sprengt alle Maßstäbe. Mit dem Einsatz von Fassbomben bewegen sich die Soldaten nah an der Grenze zum Wahnsinn. Aus der offenen Ladeluke am Heck schicken sie die Höllenfracht in den Abgrund.“

Luftschlag-Geschichten

„Luftangriff auf Schule in Hass“

Ein Schule im Ort Hass (Idlib) soll im Oktober 2016 bei einem russischen oder syrischen Luftangriff zerstört worden sein. Angeblich sollen dabei 22 Kinder in der Schule gestorben sein. Luftraumüberwachungsdaten als Beleg für die Anwesenheit russischer oder syrischer Flugzeuge zur fraglichen Zeit am fraglichen Ort konnte niemand vorlegen. Allerdings haben die Weißhelme und ihre Verbündeten Material geliefert:

Quelle: Screenshots Youtube

Das Bild oben zeigt links das Schulgebäude nach dem angeblichen Luftangriff. Es soll nicht durch eine Bombe durch das Dach zerstört wurden sein, sondern der Sprengkörper landete angeblich im Hof und sprengte die Wände des Gebäudes weg. Ein Bombentrichter im Hof ist nicht zu sehen. Auch die auf dem Bild zu sehenden Schäden sprechen nicht für diese Darstellung. Mauerschutt findet sich nur vor dem Gebäude und dieser Schutt wurde offenbar dort vor längerem deponiert beziehungsweise aus dem Inneren des Gebäudes nach außen gebracht.

Das Bild oben rechts zeigt Innenansicht des auf dem linken Bild rechts zu sehenden Raumes. Dort ist kein Schutt des angeblichen Bombenangriffs zu sehen, dafür aber direkt hinter der Mauer Sand, der sich dort im Laufe der Zeit abgelagert hat. Das Loch gibt es also definitiv schon länger. Die Tische und Bänke der Schüler sind völlig intakt und stehen in Reih und Glied. Spuren von Schülern oder deren Bergung sind nicht zu sehen. Hingegen sieht man ungestörten feinen Sand auf den Tischen. Wie erklärt man denn, dass die Explosion , die angeblich ein riesiges Loch in die Mauer riss, keinerlei Verwüstungen hinter der Mauer, im Klassenzimmer angerichtet hat? Einen Luftangriff gab es hier nicht, sonst würde das Zimmer anders aussehen.

Die zwei Steine auf den Tischen sollen offenbar einen Bombenschaden simulieren. Es dürfte klar sein, dass bei einer Sprengung der Mauer durch eine Fliegerbombe nicht zwei ausgewählte Steine betroffen sind und diese auch nicht rein zufällig auf je einem Tisch landen, wo sie dekorativ darauf warten, abgelichtet zu werden. Und das alles auch noch ohne jeglichen Schaden anzurichten. Sie müssten schon ganz sanft von der Mauer herübergeschwebt sein. Auch der Schaden in der Zwischenmauer in das mittlere Zimmer lässt sich nicht erklären, wenn doch alles nach außen gefallen sein soll beziehungsweise keine Schäden im Raum angerichtet hat.

Quelle: Screenshots Youtube

Des weiteren wurde ein Video des angeblichen Luftangriffs durch ein Kampfflugzeug vorgelegt, welches auch ganz oder teilweise in allen wichtigen deutschen Medien gezeigt wurde. Dieses Video des “Rebellensenders” RFS wurde nachweislich aus verschiedenen Sequenzen zusammengestückelt. Interessant ist zum Beispiel die Stelle, an der bei Sekunde 0:32 plötzlich von einem bewölkten Himmel auf einen strahlend blauen Himmel mit einer Bombenexplosion umgeschaltet wird.

Dass es sich um Videomaterial verschiedener Tage handelt, wird auch beim Vergleich der Szenen 1 und 4 im Bild oben deutlich, die den gleichen Bildausschnitt zeigen. In Szene 1 sind Wolken über dieser Landschaft zu sehen. Bei Szene 4, die ja sogar einen etwas größeren Bildausschnitt zeigt,  sind diese wie von Geisterhand verschwunden.

Kinder in Schutt und Mauerspalten

Die Weißhelme missbrauchen regelmäßig Kinder für ihre Propagandainszenierungen. Die Bilder von grabenden oder rennenden White Helmets mit kleinen Kindern sind sozusagen ihr Markenzeichen. Es gibt viele Weißhelmvideos, bei denen man erkennbar Jungen und Mädchen im Schutt oder in Spalten von zerbombten Gebäuden deponiert hat, um sie dann theatralisch „zu retten“. 

Die Weißhelme „wissen“ bei ihren „Rettungsaktionen“ offenbar immer genau, wo das Kind liegt. Manchmal holen sie Kinder, die nicht einmal einen Kratzer haben, aus Trümmermassen. Manches Kind hat es auch schlechter erwischt in seiner Rolle als Opferdarsteller: Es wird unter Gestein vergraben und muss darauf hoffen, dass das Luftloch zum Atmen ausreicht, bis die Weißhelme mit ihren Ausgrabungen fertig sind.

Hier ein Beispiel mit einem angeblich durch Fassbombenangriffe verschütteten Baby: In einem Video vom Oktober 2015 haben die Weißhelme den Säugling in einer Trümmerspalte platziert, aus der er kopfüber heraushängt. Dann wird er herausgezogen. Später vermarkteten die Weißhelme und „The Syria Campaign“ das Kind als „Wunder-Baby“ und sich selbst als Helden: „The heroes and the miracle baby“.

Quelle: Screenshots Youtube

Der Fall ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie Teile der UN immer wieder vom Westen, insbesondere den USA, infiltriert und für Propaganda missbraucht werden. Das Fake-Video wird von dem Youtube-Kanal „UN Humanitarian“ der UN-Organisation OCHA – Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten – angeprießen, deren Leiter zu diesem Zeitpunkt der Brite Stephen O’Brien war, der zuvor britischer Parlamentsabgeodneter der Konservativen war.

Hier drei Beispiele – von vielen – für solche Kind-aus-dem-Schutt-Inszenierungen durch die Weißhelme, welche die angeblichen Folgen russischer Luftschläge samt erfolgreicher Rettungsaktion durch die White Helmets zeigen:

Quelle: Screenshots Youtube

In einem Video, welches am 17. Juni 2016 auf Youtube veröffentlicht wurde, rasen die Weißhelme angeblich zu einem Einsatz, schauen dabei in einer mit Schutt überfüllten Straße gefühlt ewig durch die Gegend, bis einer plötzlich eine Heldentat vollbringt à la „Schaut mal, neben meine Füßen liegt ja ein Kind“. Das lag zwar die ganze Zeit nicht da, aber einen Videoschnitt später ist es im Bild – man hat es offensichtlich zwischenzeitlich im Dreck deponiert – und kann dann augenblicklich „gerettet“ werden. Die „Rettungsmaßnahmen“ entsprechen in keinster Weise einem medizinischen Standard.

Quelle: Screenshots Youtube

Ein Weißhelm-Video vom Mai 2016 zeigt eine „Rettung“, bei der das deponierte Kind mit ziemlich sauberer Kleidung und sauberem Gesicht aus dem Schutt kommt. Das kleine Mädchen wurde unter einer Betonplatte deponiert und wird dann seitlich aus dem „Versteck“ geholt. Dass das Mädchen nicht so aussehen würde, wäre es tatsächlich nach einem Luftangriff in einem zusammengestürzten Gebäude unter massiven Trümmern gefangen gewesen, dürfte klar sein.

Quelle: Screenshots Youtube

Ein Weißhelm-Video vom Februar 2017, welches sich der US-Sender CNN angeeignet hat, zeigt den vermeintlichen Weißhelm-Alltag. Der freundliche Mann von den Weißhelmen macht Hausbesuche und wird von der Dame des Hauses höflich darauf hingewiesen, dass da gerade ein Kind im Innenhof herumliegt und stirbt. Fachkundig entdecken die Weißhelme einen Steinhaufen und den obligatorischen Teppich, an oder unter dem das Opfer liegt. Es sieht so aus, als hätte das Mädchen nicht viel Luft zum Atmen. Ein paar Zentimeter Schutt haben sie auf der Kleinen deponiert. Offenbar war das zuviel Material für die Frau, die lieber gewartet hat, bis die Weißhelme kommen…

„Luftangriff auf Hilfskonvoi von UN und Syrischer Roter Halbmond“

September 2016: Die USA und Russland hatten sich darauf geeinigt, dass man auch mit dem Segen des Westens gegen Al Qaida bomben darf und für die anderen, angeblich moderaten „Rebellen“ eine Feuerpause gilt. Letztere weigerten sich aber, sich von ihren Al-Qaida-Kollegen zu separieren, wie die US-Regierung „mit Bedauern“ feststellte. Nach einem angeblichen „Angriff auf den Hilfskonvoi“ durch die syrische Regierung oder Russland waren die armen „Rebellen“ wieder in Gänze die Opfer und Helden. 

Quelle: Screenshot New York Times

Der im Wesentlichen von der arabischen Variante des Roten Kreuzes – Roter Halbmond – betreute Hilfskonvoi startete aus dem Gebiet der syrischen Regierung und sollte Versorgungsgüter für die Zivilbevölkerung in die von den „Rebellen“ gehaltenen Gebiete bringen. Um die Ankunft des Konvois zu verhindern, hätten die Syrer ihn also besser gar nicht erst losschicken sollen… Die Tatsache, dass der Konvoi aus dem Regierungsgebiet kam, wurde in den westlichen Medien so gut wie gar nicht thematisiert. Die New York Times erwähnt diesen Fakt, der es nicht in die allgemeine Berichterstattung schaffte, kurz in einem Artikel. Die Roter-Halbmond-Fahrer wurden übrigens an der Frontlinie gegen „Roter-Halbmond-Fahrer“ aus dem „Rebellengebiet“ ausgetauscht, angebliche Tote des Angriffs wurden nie gezeigt.

Quelle: Screenshot Twitter

Ein in den Medien viel gezeigter Weißhelm, der über den angeblichen Angriff angeblich neutral berichtet, ist der militante Kämpfer Al Selmo. Weitere Ungereimtheiten komplettieren das schiefe Bild. Wie immer legte niemand Daten vor, die Flugbewegungen zum fraglichen Zeitpunkt und fraglichen Ort belegen. Auch die Schadbilder weisen nicht auf eine Bombardierung durch Kampfflugzeuge oder Fassbomben abwerfende Hubschrauber hin, denn Bombentrichter gibt es wieder einmal keine. „Erdbebenschäden“ der Stufe 8 durch Fassbomben sieht man natürlich erst recht nicht auf den Bildern. Es könnte höchstens ein kleines Bombardement durch eine Drohne stattgefunden haben

Einen „Bombenkrater“ gab es übrigens dann doch bei dem „Angriff auf den Hilfstransport“, einen schlecht gefälschten. Diese Fälschung wurde versehentlich indirekt ausgerechnet durch die für den Syrienkrieg gegründete britische Propagandatruppe Bellingcat bestätigt. Ein kleinerer Teil – im Wesentlichen das Leitwerk – einer vor längerem explodierten Bombe russischer Bauart des Typs OFAB 250-270 wurde zusammen mit ein paar Kartons in ein Loch gelegt. Das sollte der Beweis für einen Luftangriff durch Russland oder Syrien sein. Die Propagandaschau schrieb dazu:

„Auch wenn es anhand der wenigen Bilder schwer zu beurteilen ist, deutet der umgekrempelte Stahl des Bombenkörpers darauf hin, dass diese Bombe tatsächlich irgendwann einmal irgendwo explodiert ist. Irgendwann, irgendwo, aber ganz sicher nicht am Fundort!

Quelle: Screenshot Twitter, Propagandaschau

Laut den Bellingcat-„Experten“ kam die Bombe durch das Einschlagsloch in der Decke und landete auf einem Haufen Kartons mit Hilfsgütern.

Es gibt in diesem Fall grundsätzlich vier denkbare Szenarien:

  1. Die Bombe ist beim/nach Aufschlag auf das Dach explodiert
  2. Die Bombe ist durch die Decke geschlagen und explodiert
  3. Die Bombe ist durch die Decke geschlagen und nicht expodiert
  4. Die Bombenreste wurden an dem Ort abgelegt, um sie dort zu finden.“

Punkt 1 und 2 fallen aus, denn dann würde man hier kein Bombenleitwerk beziehungsweise angesichts des Bombeninhalts von 92kg militärischen Sprengstoffs keine Kartons sehen.

Selbst wenn die Bombe ein Blindgänger gewesen wäre – Punkt 3 – hätte man sie auch gefunden und nicht nur das abgerissene Hinterteil und das hätte doch ein noch besseres „Beweisbild“ abgegeben.

Bleibt nur noch Punkt 4 – die britische Propagandaklitsche Bellingcat hat sich damit selbst überführt. Die Propagandaschau dazu im Weiteren:

„Der Bombenrest wurde von den Tätern herbeigeschafft und am Ort abgelegt. Dies spricht nicht nur für eine systematische Planung und Inszenierung des gesamten Vorfalls, sondern ist ein harter Beweis für die Täterschaft der vom Westen finanzierten Terroristen.“

„Luftangriff auf Flüchtlingslager Kamounia“

Am 5. Mai 2016 soll ein Luftangriff durch die syrische Regierung auf ein Flüchtlingslager in Syrien in zwei Angriffswellen erfolgt sein. Ein Video der angeblichen ersten Angriffswelle auf das Flüchtlingslager Kamounia/Sarmada gibt es nicht. In den Videos und Bildern der Weißhelme von “nach dem Angriff” sind dann einige verbrannte Zelte zu sehen.

Einen Bombenkrater von den Treffern sieht man nicht. Es darf erwartet werden, dass mindestens ein solcher Krater gezeigt wird, wenn man das ganze Ausmaß eines verheerenden Angriffs, bei dem angeblich 30 Menschen gestorben sind und 80 verletzt wurden, zeigen will. Es müsste einige dieser Krater geben. Während bei anderen solchen Ereignissen – wie beispielsweise beim angeblichen Luftangriff von Chan Scheichun – angeblich ein kleines, mit Giftstoffen gefülltes, aus der Luft abgeworfenes Rohr genügt, um einen kleinen Krater in eine Straße zu reißen, kratzen die angeblichen Fliegerbomben nicht einmal die Erde in dem Lager auf.

Auch das weitere Schadbild des Lagers sieht merkwürdig aus. Bei einem Angriff eines Kampfflugzeuges hätte man beispielsweise über die abgebrannten Zelte hinaus durch die Druckwellen der Explosionen umgestürzte Zelte erwartet und dergleichen.

Die White Helmets haben zu dem Vorfall ein Video veröffentlicht, welches eine angebliche zweite Angriffswelle durch Kampfflugzeuge zeigen soll, tatsächlich aber genau das nicht zeigt. BILD schreibt dazu:

Mamun al-Chatib, der Chef der in Aleppo ansässigen und den Rebellen nahestehenden Nachrichtenagentur Schahba, machte die syrischen Streitkräfte für die Angriffe verantwortlich. Laut Augenzeugen soll ein Su-24-Bomber über dem Lager gekreist sein, bevor die Bomben abgeworfen wurden. Nach dem ersten Angriff griffen die Jets noch ein zweites Mal an, berichteten Ersthelfer bei Twitter. Diese Strategie ist typisch für die Kampfflieger des Assad-Regimes. So werden diejenigen zur Zielscheibe, die den Opfern zu Hilfe eilen.”.

Quelle: Screenshots Youtube

Bei Twitter haben die White Helmets das Video mit den Worten „Während der Rettungsaktion für Zivilisten im Lager Kamounia kamen die Flugzeuge zurück und bombten erneut.“ verlinkt. In dem Video filmt jemand den blauen Himmel, in welchem kein einziges Flugzeug – und zwar zu keinem Zeitpunkt – zu sehen ist. Plötzlich gibt es dann ein Raketengeräusch auf der Tonspur und genau eine einzige kleine Explosion. Der Mann mit der Kamera bewegt sich aufgeregt Richtung „Einschlagsort“, den er aber nicht erreicht und zeigt.

Dafür, dass gerade kurz zuvor angeblich eine erste Angriffswelle mit dutzenden Opfern über das Camp gerollt sein soll, sind die Menschen in dem Video bei dieser „zweiten Angriffswelle durch Kampfflugzeuge“ erstaunlich gelassen. Sie schlendern durch die Gegend oder stehen einfach rum. Es ist natürlich völlig unrealistisch, dass hier gerade ein mörderisches Bombardement aus der Luft stattfindet. Von den erstaunlich entspannten „Ersthelfern“ wird dann auch entgegen dem, was die BILD suggeriert, niemand verletzt. Auch hier konnte wieder kein Staat oder sonstiger Akteur Bilder von Flugbewegungen zur fraglichen Zeit bei dem Lager vorlegen.

Dunkle-Magie-Geschichten

Die vielleicht dümmste Propaganda der Welt

Wissenschaftler wie MIT-Physikprofessor Postol haben berechnet, dass der vermeintliche Giftgas-Artilleriebeschuss auf Ghouta im Jahre 2013 alleine schon aufgrund der Entfernung und der Reichweite der Projektile nicht stattgefunden haben kann. Bei den angeblichen Attacken durch Luftschläge wird es allerdings noch bizarrer: Sowohl bei den angeblichen Luftangriffen mit Fassbomben als auch bei den angeblichen Attacken mit Chemiewaffen aus der Luft und anderen angeblichen Luftbombardement-Großereignissen wurden nie – in keinem einzigen Fall – Luftüberwachungsdaten vorgelegt, welche bestätigen könnten, dass zum fraglichen Zeitpunkt und Ort der behaupteten Attacke überhaupt ein Flugzeug oder Helikopter im entsprechenden Luftraum anwesend war.

Keine Radardaten, keine Satellitendaten, keine Luftüberwachungsfotos, keine Drohnenfilme oder Ähnliches. Einfach nichts. Nicht einmal gefälschte Luftraumüberwachungsdaten. Und das, obwohl Syrien wohl das zur Zeit am besten in dieser Hinsicht überwachte Land der Erde ist. Beim Abschuss eines russischen SU-20-Bombers durch türkische F-16-Jagdflieger im syrischen Grenzgebiet zur Türkei war das Vorlegen von Luftüberwachungsdaten nicht nur für Russland kein Problem, sondern auch für das NATO-Land Türkei nicht. Bei den „syrischen oder russischen Flugzeugen“, die an den Propagandagroßereignissen westlicher Politiker, Geheimdienste, NGOs und Medien mitgewirkt haben, scheint es sich um unsichtbare Geisterflugzeuge zu handeln und die Bevölkerung hat an Zauberei statt an wissenschaftliche Fakten zu glauben.

Eine Anwesenheit eines Jets oder Hubschraubers bedeutet zwar noch nicht, dass dieser auch einen Angriff gestartet hat. Aber umgekehrt ist es natürlich ausgeschlossen, dass ein solcher Luftangriff stattgefunden hat, wenn eben gar keine Flugmaschine vor Ort war. Das einfachste, unwiderlegbare Logik. Das alleine reicht natürlich schon als Beweis, dass es sich bei den angeblichen Vorfällen um Fälschungen handelt. Wenn die Propagandisten trotzdem bis heute steif und fest behaupten, diese Luftangriffe hätten stattgefunden, zeigt das auch, für wie blöd sie die eigene Bevölkerung halten können.

Die Erzeugung der gewünschten, falschen Realität bezüglich des Syrienkrieges mit „moderaten Rebellen im Bürgerkrieg“ – obwohl beispielsweise zehntausende extremistische Kämpfer aus dem Ausland herangekarrt wurden – und einem irren Diktator mit Chemiewaffen, Fassbomben und allerlei weiteren bestialischen Ideen für sein Volk ist nur durch eine massivedauerhafte und extrem linientreue Propagandakampagne der eigenen Medienkonzerne möglich, die selbst härteste naturwissenschaftliche Beweise verneint und à la Orwell „Krieg ist Frieden“ in die Köpfe der Bevölkerung hämmert und diese entsprechend abrichtet.

Besonders wichtig ist hierbei die ständige Wiederholung der immer gleichen Lügen und die Simulation einer vermeintlichen Medienvielfalt (wobei Wissenschaftler und andere Experten nicht oder nur sehr selten, in den „hinteren Reihen der Medien“, zu Wort kommen). Diese vielen „Quellen“ lassen dann allerdings immer das Gleiche verlauten. Propagandaforscher Professor Rainer Mausfeld sagt dazu in einem Interview mit dem Magazin Telepolis:

„Beispielsweise steigt in vielen Kontexten tendenziell der gefühlte Wahrheitsgehalt einer tatsächlich falschen Aussage, je häufiger sie dargeboten wird, ein Effekt der massiv erhöht wird, wenn die Aussage aus vermeintlich unabhängigen Quellen wiederholt wird. Beispielsweise, wenn wir zur Ukraine oder zu Syrien morgens den Deutschlandfunk hören, dann die Süddeutsche lesen und uns abends noch die Tagesschau ansehen. Selbst dann, wenn wir uns dieses Effektes bewusst, sind wir ihm immer wieder erlegen“

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11 Kommentare

  1. Mir ist der Zusammenhang mit dem Lesch nicht klar. Warum soll er etwas richtigstellen und so seinen Job riskieren? Der arbeitet nicht live, sondern von der Festplatte. So eine Aussage käme nie durch, würde sein Engagement aber sofort beenden …

  2. Das einzige Mal, dass ich dachte, dass sich bei Lesch unter dieser dicken Moralinschicht auch noch ein klitzekleiner Rest Verantwortung (oder auch nur Selbstachtung) befinden könnte, war, als er für das ZDF die lange übliche September-Sendung zu „Verschwörungstheorien“ machte – und 9/11 darin völlig fehlte.

    Ändern tut’s nichts. Wer schweigt, stimmt zu.

  3. Harald Lesch glaubt ja auch ganz fest daran, daß die Amis 1968 auf dem Mond gelandet sind und dann noch ein paar mal mehr, bis das Programm mit einem ganz großen Feuerwerk beendet wurde. Fast alle entleibten Astronauten hatten Zwillingsgeschwister und die waren danach Mutterselen allein. Und wenn sie nicht gestorben sind, so bieten sie jedem Fragesteller Prügel an.

      1. Die Chinesen haben nach eigenen Angaben einen Satelliten am Mond so platziert, so daß sie mit ihrem Mondmobil auf der Rückseite kommunizieren können. Die Amis hatten nix, sie haben manuell ihr Mondfahrzeug gelandet und sind punktgenau gestartet um ihren Kumpel beim Mondorbit zu treffen. Phänomenal.
        Ich erinnere mich an die TV-Berichte in denen man dem Zuschauer demonstriert hat bzw. wollte, wie die Jungs aus ihrer Mondfähre geklettert sind. Man scheiterte bzw. es dauerte ewig.
        Und wie die Jungs ohne Autofokus und Belichtungsautomatik mit ihrer Hasselblad Bilder in Studioqualität knipsten und das in einer Vielzahl bei den Mondfahrten, daß man denken konnte die hatten noch einen Lastenkahn dabei, um die ganzen Filmkassetten zu transportieren, geschweigen denn diese zu wechseln und was die kosmische Strahlung betrifft, da könnte man auch denken: der Kluge sagt nichts und der Dumme denkt es muß so sein.
        Dafür hat die ISS das Matroschka-Meßprogramm, um die Auswirkungen der kosmischen Strahlung auf die Astronauten zu erforschen. Die Amis sind ja schon vor 50 Jahren da oben herum geflogen und da gab es wohl keine Strahlung?
        Und warum gab es bei den ersten Ausflügen keinen gestalteten Horizont und danach immer den selben Horizont, deckungsgleich?
        Die Mondfahrerei der Amis ist genau so eine Lüge wie die vom 11. September, das hat im Prinzip Buzz Aldrin vor wenigen Monaten einem kleinen Mädchen bestätigt, als er sagte: eine gute Frage, wir waren ja noch nicht oben.
        Eine andere Frage, die sich stellt:
        die Russen waren die Ersten im All und waren den Amis um einiges voraus, Erdumkreisung usw. Warum wollten die nicht zum Mond, wäre für die doch ein Leichtes gewesen und ein gigantisches Prestigeobjekt? Aber nee, die dümpeln immer nur im relativ ungefährlichen Orbit um die Erde, da wo sich die kosmische Strahlung beherrschen läßt.
        Ich erinnere mich auch an die Aussage eines DDR Astrophysikers, so Anfang der 70er, der sagte: Den Flug zum Mond überlebt keiner, die Strahlung ist zu hoch.
        Und die Mondfähre gleicht eher einer zusammen gedängelten Laube, denn einem hightech Gefährt.
        Damals habe ich mich auch blenden lassen, ich war mit 16 auch noch unbedarft, heute betrachte ich die Sachen kritischer.
        Auch 2001 habe ich mich blenden lassen, obwohl ich mir unterschwellig Fragen stellte und war es nur die Verwunderung über die vielen Filmaufnahmen aus allen Himmelsrichtungen und der teilweise seltsamen Bildqualität und warum am Pentagon keine Flugzeugreste zu sehen sind, nur ein rauchendes Loch und Feuerwehren davor. Ich habe es gesehen und doch weiter keine Gedanken daran verschwendet, wie so viele., auch wenn mir die Aufklärungsgeschwindigkeit, mit der man fast zeitgleich wußte, wer es war und wo sie gelebt hatten (HH) usw. seltsam vorkam.
        Ich hatte da andere Sorgen aber komisch war es schon.

        1. noch was zur kosmischen Strahlung:
          Ende der 90er bis so Anfang der 2000er begann man das Fluggepäck zu röntgen und am Anfang waren die Filme, auch im Handgepäck verschleiert. Das hat man dann reduziert (meine USA-Filme haben das nach dem 11.9. klaglos überstanden), die kosmische Strahlung ist aber höher als so ein Flughafenscanner und die zich 10.000 Bilder von bestechender Qualität. Die Amis sind wahre Teufelskerle.

  4. Wenn Leute wie Lesch als „Erklär-Onkel“ benutzt werden, weiß man wie es um das intellektuelle Niveau in diesem „Staat“ bestellt ist.

    Flache Erde: eine typische Discrediting-by-associating-Strategie; ähnlich wie Aufklärung zu gefakten Terroranaschlägen häufig von UFOlogen verbeitet werden, die sich so selbst als unglaubwürdig darstellen.

    Dass Lesch Flacherdler verhöhnt, aber zugleich den Apollo-Müll schluckt und als wahr verbreitet, spricht Bände.

    Wissenschaft und Politik sind eins. googeln: Marsch der Wissenschaften, Frankfurt/M. Wer „leugnet“ ist „demokratifeindlich“! Galilei lässt grüßen!

  5. .
    Herr Lesch könnte beeinflussen, wenn er dürfte.

    Angesprochen auf das Problem Bevölkerungsexplosion (80.000.000 zusätzliche Erdenbürger jedes Jahr) sprach er davon, es sei schwierig, die für das Medium Fernsehen nötigen Bilder zu bekommen.

    Er hatte aber vor Jahren (2009) eine sehr deutliche Sendung zum Thema gemacht.
    Danach kam allerdings nichts mehr…

    https://www.youtube.com/watch?v=yhFJyowZ2YA

    Eine Vortrag von ihm, der in einem Regionalsender lief, ist eine veritable Systemkritik.

    https://www.youtube.com/watch?v=gMRnowgpGig

    In einem Vortrag Dezember 2018 zusammen mit Herrn Bedford-Strohm brachte er das Kunststück fertig, seine gewohnt lebendige Sicht der Dinge abwechselnd mit dem salbungsvollen Schöpfungsgerede des EKD-Chefs zu präsentieren.

    Der BR, der immer präsent ist, wenn Religionsfunktionäre sich äußern, stellte die peinliche Suggestivfrage, ob der gemeinsame Auftritt mit dem Bischof ihm einen Erkenntniszuwachs gebracht hätte.

    Natürlich musste er das erwartete Ja so ausschmücken, dass es nicht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widersprach.

    Lesch ist bekennender Christ.

    Nur so war bisher Karriere im Staatsfunk möglich.

    https://www.br.de/nachrichten/wissen/weihnachten-vor-50-jahren-das-erste-bild-der-erde-aus-dem-all,RCx2TcN

  6. An Gast:

    ‚“Lesch ist bekennender Christ.“

    Selbstverständlich ist er das nicht. Er behauptet das lediglich fäschlich.
    Er wertet naturphilosophische Konzepte als bindender als biblische Offenbarung – damit ist er durchgefallen.
    Matthäus 7:23

    „Herr Lesch könnte beeinflussen, wenn er dürfte.“

    Er darf. Er tut es nicht, weil es dann nicht mehr als Volksaufklärer vor die Kamera ginge. Dann würde er als
    Verschwörungstheoretiker diffamiert, als Abweichler, als Häretiker, und dan wärs vorbei mit dem Prominentenleben. Also macht er das, wofür’s Geld gibt. „Nur so war bisher Karriere im Staatsfunk möglich.“ Eben. Und nochmal durchgefallen. ..

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