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Berlin: Al-Qaida-Denkmal am Brandenburger Tor

“That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo”. Mit diesen Worten gab sogar ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums im April 2016 zu, dass Al Nusra, der in Syrien tätige Arm der Al Qaida, Ostaleppo hielt. Seit 10. November 2017 stehen direkt vor dem Brandenburger Tor in der deutschen Hauptstadt Berlin mit dem Segen von Bundeskanzlerin Angela Merkel drei hoch aufgerichtete Busse als Denkmal für diese angeblichen „Verteidiger Aleppos“, die in den Medien als „Rebellen“ oder gar humanitäre Helfer verkauft wurden, um ihren radikalen Hintergrund zu verdecken.

Vor einigen Monaten waren Busse schon provokativ in Dresden aufgestellt worden. Spätestens durch die damaligen Proteste gegen das propagandistische Monument wurde der Fall breiter bekannt. Die für die Aufstellung Verantwortlichen wissen auf jeden Fall um den Hintergrund der Busse.

Dass die sogenannten Rebellen in Aleppo (bis zur Rückeroberung der Stadt durch syrische Regierungstruppen und ihre Alliierten Mitte Dezember 2016) und in ganz Syrien radikale Jihadisten und ausländische Söldner und nicht etwa friedliebende Aktivisten sind, entspricht schon lange der Expertise zahlreicher Wissenschaftler und weiterer Fachleute.

Der Ex-Ministerpräsident von Katar – ein Mitglied des katarischen Königshauses – gab Ende Oktober 2017 in einem Interview im katarischen Fernsehen zu, dass Katar und Saudi-Arabien über die Türkei und US-Kräfte diese radikalen Kämpfer – die zu einem größeren Teil nicht aus Syrien, sondern aus 90 anderen Ländern der Erde kommen – ausrüsteten und gegen Syrien zum Einsatz brachten.

Wissenschaftler äußerten sich dazu in der Vergangenheit beispielsweise wie folgt:

Professor Michael Jabra Carley: “Die Rede von „unseren Gemäßigten“ ist eine Fiktion und ein Deckmantel der USA für ihre Unterstützung für Al-Qaida und deren verschiedene Verbündete, bei denen es sich weitgehend um ausländische Söldner handelt, die gegen die säkulare, legitime Regierung Syriens kämpfen. […] ob die Bewohner der USA, Kanadas und Europas bereit sind, für eine Serie von Lügen, und zur Verteidigung der US-geführten Al-Qaida-Invasion Syriens, einen grundlosen Krieg mit Russland zu riskieren.”

Professor Jörg Becker: „Gleichwohl wird die Mehrzahl der Nutzer der Massenmedien schlicht unwissend darüber sein, dass die USA seit Jahren völkerrechtswidrig einen Regime Change in Syrien herbeizuführen versuchen. Dass das ganze Terror-Problem vor allem durch westliches Morden und westliche Kriege entstanden ist. Ja, dass der Westen Al Quaida seit Jahren mit Waffen beliefert und hierdurch überhaupt erst großgemacht hat, um Assad zu stürzen“

Professor Günter Meyer: „[…] dass die Dschihadisten die Waffenruhe von Anfang an abgelehnt haben und die Zivilbevölkerung als menschliches Schutzschild missbraucht wird. Die Scharfschützen der Extremisten verhindern, dass sich die Einwohner im belagerten Ost-Aleppo über die von den Russen geöffneten Korridore in Sicherheit bringen können. […] Eine Niederlage der von den USA unterstützten Rebellen in Ost-Aleppo wäre für Präsident Barack Obama eine riesige Demütigung. Deswegen setzt Washington alles daran, um das zu verhindern.“.

Professor Jan Oberg: „[…] die aus anderen Ländern gekommen waren und den Osten Aleppos besetzt hatten ‒ ob wir sie nun Rebellen, Dschihadisten, bewaffnete Opposition, Kämpfer, Terroristen oder anders nennen. […] Ich habe keine »Weißhelme« getroffen, Angehörige dieser angeblich humanitären Organisation. Ich traf auch niemanden, der sie in Aleppo gesehen hat oder dem von ihnen geholfen wurde. […] Auch die großen westlichen Medien sind weggeblieben.“

Professor Götz Aly: „Russland konnte der Türkei abringen, dass die radikalislamische Al-Nusra-Front (mittlerweile als Fatah-Al-Scham-Front getarnt) und selbstverständlich der IS weiterhin bekämpft werden. Beide Terrororganisationen wurden jahrelang von Saudi-Arabien, lange auch von der Türkei direkt unterstützt, indirekt mit US-amerikanischen und britischen Waffen beliefert […] Im Fall Syrien leiden unsere führenden Politiker (und viele Journalisten) an Geschichtsblindheit und Realitätsverlust.“

Die deutschen Medien sprechen überwiegend begeistert über die Bus-Skulptur mit dem Titel „Monument“ als „Antikriegsdenkmal“ und meinen – leider – natürlich ein propagandistisches Anti-Syrien-Denkmal damit. Keines gegen den Krieg, den die Westliche Wertegemeinschaft gemeinsam mit Golfdiktatoren ja selbst begonnen hat, sondern eines gegen den Kriegsgegner, der sich den Überfall auf das eigene Land und die Ermordung von einer halben Million Syrern in diesem Zusammenhang einfach nicht gefallen lassen will.

Kritiker des Al-Qaida-Denkmals werden von den Qualitätsmedien auch schon Mal als Rechtsextreme diffamiert – absurd. Weil irgendwer von Pegida etwas dazu gesagt habe, sei das so. Eine manipulative Falschlogik. Wenn ein Schweizer sagt „Der Himmel ist blau“ und wenn ich auch sage „Der Himmel ist blau“, dann werde ich dadurch nicht zum Schweizer. Genauso wenig wird man dadurch, dass man das Überfallen fremder Länder, die Ermordung seiner Einwohner, die Vertreibung von Millionen Flüchtlingen und die Zusammenarbeit der westlichen Regierungen aus niederen Beweggründen mit Al Qaida und co in diesem Zusammenhang kritisiert, zum Nazi.

Neues Deutschland hat einen guten, kurzen Artikel mit dem Titel „Denkmal für die Geiselnehmer“ zu den Bussen am Brandenburger Tor gebracht. Auszug: „Für diese Geiselnahme hatte die Aleppo unzweifelhaft dominierende Al-Nusra-Front auch die Taktik der aufgestellten Busse als Straßensperren erdacht. Diesen westlich aufgerüsteten »moderaten« Al-Qaida-Terroristen ein Denkmal mitten in Berlin aufzustellen, ist ein Skandal. Der heuchlerische Akt soll dazu dienen, die eigene, längst enttarnte Lügengeschichte vom syrischen »Volksaufstand« weiter zu stützen.“.

5 Kommentare

  1. Man darf auch nicht vergessen, von wem dieses Mahnmal ursprünglich finanziert worden sind. Das ist eine Operation der CIA um ihre verkappten Islamisten als Volks-Guerrilleros hinzustellen, eine im übrigen gebräuchliche Formulierung der CIA, wenn es um Mörder, Terroristen und Söldner geht. Das ist dasselbe, was sie provokativ in der Ost-Ukraine durchziehen: Provozieren, wo es nur geht. Daran hat leider auch Donald Trump nichts geändert. Von dem Abschuss von Passagiermaschinen unter „false flag“ noch ganz zu schweigen!

  2. Wer keinen Kopf (zum denken) hat, kann sich auch nicht daran stoßen aber ihn benutzen um die Haare zu tragen. Wenn mancher eine Mücke verschluckt, hat er mehr Verstand im Magen als im Kopf. Damit das auch jeder merken kann, fallen diesen Gehirnamputierten eben solche Ideen, wie erst in Dresden und jetzt in Berlin ein. Das würde ich als Entehrung und Schnähung, Verhöhnung der Opfer in Syrien bezeichnen. Das Schlimme dabei, dass vermutlich die Steuerzahler diesen Unfug auch bezaht haben, ohne es direkt bemerken zu können.

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