Gesellschaft Medien Politik Wissenschaft

Propagandagruppe „Correctiv“ soll für Facebook „Fake-News“ zensieren

Eine Propagandaschleuder als oberster Zensor bei Facebook. Nein, das keine Juxmeldung des Satireportals Postillon. Wohl selten passte der Ausdruck „den Bock zum Gärtner gemacht“ besser als bei dem, was heutige Medienmeldungen von Spiegel Online, Zeit Online, Tagesschau und co innerlich jubelnd vermelden: Ausgerechnet das „investigative Recherchebüro“ Correctiv soll für Facebook angebliche oder tatsächliche Fake-News kennzeichnen und damit aus der Öffentlichkeit verschwinden lassen, gleichsam in staatlichem Interesse privatisierte Zensur betreiben. Zudem denke Facebook über weitere Kooperationen mit Akteuren aus der Verlagsbranche – der Presse – nach.

Ausgerechnet Correctiv, das selbst durch eine massive und nachweisbare Nachrichtenfälschung bekanntgeworden ist: Die Correctiv-„Recherchen“ zum Fall des Abschusses des malaysischen Verkehrsflugzeuges MH17 über der Ukraine waren keine Leistung nach journalistischen Kriterien, sondern stellten – noch viel schlimmer – ein reines einseitiges Propagandapamphlet dar, welches auf gefälschtem Material des ukrainischen Geheimdienstes SBU und der vom britischen Geheimdienst betriebenen Propagandatruppe Bellingcat – die wiederum vor allem „Daten“ des SBU benutzte – und eigenen manipulativen „Recherchen“ beruhte.

Bellingcat beziehungsweise sein offizieller Gründer Eliot Higgins, der in den Medien als superauthentischer arbeitsloser Couch-Netzaktivist eingeführt wurde, wurde dadurch in der internationalen Presse bekannt, dass er im Jahre 2013 die Giftgasattacken im Syrienkrieg im bei der syrischen Hauptstadt Damaskus gelegenen Ort Ghouta der syrischen Regierung zuschrieb und dies angeblich mit im Internet gefundenem Material belegen konnte. Auf diese „Angaben“ bauten viele Medien ihre entsprechenden Artikel zu dem Fall auf. Es war die perfekte Propaganda gegen Syrien. Allerdings wurden die Behauptungen der Bellingcat-Amateure schon nach kurzer Zeit von führenden Experten widerlegt.

Wenige Monate nach dem Angriff veröffentlichten US-Wissenschaftler vom renommierten Bostoner Massachussets Institute of Technology und den Tesla Laboratories einen entsprechenden Bericht (“Possible Implications of Faulty US Technical Intelligence in the Damascus Nerve Agent Attack of August 21, 2013“), nachdem sie bereits kurz nach den Giftgasangriffen die „Theorie“ von Bellingcat eindeutig widerlegt hatten und zu ganz anderen Ergebnissen kamen und sich entsprechend geäußert hatten. Die beiden Experten aus den USA – der frühere UN-Waffeninspektor Richard Lloyd und der MIT-Professor Theodore A. Postol – waren eigentlich vor ihren Untersuchungen davon ausgegangen, dass die Truppen des syrischen Präsidenten Assad für die Giftgasattacke verantwortlich waren. Dann fanden sie genau das Gegenteil heraus. Schon alleine die Reichweite der gefundenen und von der UN sichergestellten Raketenteile war viel zu gering, als dass die syrische Regierung für den Chemiewaffenangriff verantwortlich sein konnte. Der Angriff kam aus den Rebellengebieten, wie die Wissenschaftler zweifelsfrei ermitteln konnten. Bellingcat hält bis heute an seiner Giftgas-Lüge fest.

Die UN war übrigens zum Zeitpunkt der Ghouta-Chemieattacken mit hunderten von Toten planmäßig in der Gegend der Hauptstadt Damaskus im Süden Syriens, um zuvor von Seiten des Westens lautgewordene Giftgas-Beschuldigungen zu überprüfen. Interessant übrigens auch, dass der deutsche führende Syrienexperte Professor Günter Meyer von der Universität Mainz bereits 2012, einige Monate vor dem Ghouta-Sarin-Giftgasanschlag, in einem englischsprachigen Interview in der Asia Times Online sagte, man gehe im arabischen Raum von einem baldigen False-Flag-Giftgasangriff im Süden Syriens aus, mit dem beispielsweise ein direktes Eingreifen der USA in den Syrienkrieg gerechtfertigt werden könnte.

Bellingcat steht für reine „pro-westliche“ Propaganda. Mit dem „Ruhm“ der Giftgas-Enthüllungen gegen die syrische Regierung führten westliche Journalisten Bellingcat für die Öffentlichkeit als Experten in den Fall MH17/Ostukraine ein. Dass Bellingcats Ergebnisse zu Syrien und insbesondere zu Ghouta völlig falsch beziehungsweise glatte Lügen waren, erzählten die Presseleute dabei lieber nicht. Klar, „Bellingcat wurde durch die Giftgasermittlungen in Syrien bekannt“, wie sich einige Journalisten dazu ausdrückten … Bekannt wurden sie dadurch schon, aber dass es sich bei den Bellingcat-Behauptungen um Fake-News für die westliche Propaganda handelte, die wissenschaftlich zweifelsfrei widerlegt wurden, das verschwiegen die Qualitätsjournalisten bei der „Ukraine-Einführung“ von Bellingcat unisono …

Auf die Bellingcat-Angaben baute Correctiv um Markus Bensmann dann seine MH17-Story auf. Friedensblick.de berichtet beispielsweise in dem Artikel „Abschuss MH17: Widerlegung von CORRECT!V“ unter anderem:

„[…] Die mediale Propaganda in den NATO-Ländern basiert auf mehr als zweifelhaften „Beweisen“ aus Kiew. Pseudo-wissenschaftlich verpackt wird sie von den Internet-Aktivisten um „Bellingcat“.

Der „Spiegel“ stützt dessen Darstellungen indirekt mit Berichten über das Recherchebüro „CORRECT!V“. Das Büro behauptet, dank „Bellingcat“ die Fahrstrecke des BUK-Systems mithilfe von Videos und Fotos rekonstruiert zu haben. Marcus Bensmann äußerte sich darauf aufbauend im Einklang mit dem ukrainischen Regime und verbreitet sogar deren unbewiesene Behauptung über „russische Panzerverbände“ in der Ost-Ukraine! […]

Nach dem Abschuss hätten die russischen Soldaten ihr BUK-System nach Russland zurück-transportiert, um von ihrer Schuld abzulenken. […]

Dieses  „einzigartige“ Gefährt der Selbstbezichtigung fuhr dann nicht die direkte Strecke nach Osten, nach Russland, etwa zum Grenzübergang Donesk, sondern machte einen Abstecher in ein Gebiet, welches von der ukrainischer Armee kontrolliert wurde. Auf diese Weise konnte eine ukrainische Polizeieinheit „zufälligerweise“ den Transport ein paar Sekunden filmen. Der Kameramann hatte sogar noch die blitzsschnelle Reaktion den Transport heranzu-zoomen, sodass die fehlende Rakete sichtbar wurde! Hier ist das Video, das übrigens noch immer Teil der Beweisführung gegen die Rebellen ist.

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow veröffentlichte das Video in seinem Facebook-Konto, bereits einen Tag nach dem Abschuss. Er schreibt, dass es einen BUK-Transport der russischen Armee zeigen soll und zwar in Krasnodon. Die Stadt liegt nahe der russischen Grenze und wurde damals von den Rebellen kontrolliert. Laut Awakow wäre die BUK am 18.07. gegen 4.30 gefilmt worden. […]

Der Innenminister lag jedoch falsch – das Video stammt vom Westen der Stadt Lugansk, aus Artemivsk. Artemivsk sowie der ganze Bereich nördlich, westlich und teilweise südlich von Lugansk, waren von der ukrainischen Armee besetzt. Sie kontrollierte damals den südlich von Lugansk gelegenen Flugplatz. Erst Anfang September 2014 zog sich die Armee von dort zurück. […]

Desweiteren stellt sich die Frage, wie der Transport auf seiner (angeblichen) Flucht nach Russland überhaupt dorthin gekommen sein konnte.

Süd-Westlich von Lugansk waren alle Zufahrtswege nach Snischne, dem (angeblichen) Ort des Raketenabschusses, unter Kontrolle der ukrainischen Armee! Der Transport hätte einen Bogen über den Osten von Lugansk nehmen müssen, der unter der Kontrolle der Rebellen war, um dann irrwitzerweise wieder nach Westen, ins Feindesland, einzufahren. […]

„CORRECT!V“ lässt seine Leser über diese Ungereimtheit im Dunkeln. Es ignoriert einfach den Frontverlauf und lässt die (angebliche) Fahrtstrecke des Transports quer durch ukrainisch besetzte Gebiete führen“.

Der Artikel enthält noch viele weitere Kritikpunkte an den „Recherchen“ von Correctiv zu MH17. Viele Manipulationen, Fälschungen und Fehlleistungen von Correctiv, Bellingcat, Geheimdiensten, Medien und co zum Fall MH17 hat die Bloggerin, Autorin und ehemalige Staatsanwältin Gabrielle Wolff ermittelt und in einer ganzen Reihe von langen Artikeln – darunter auch zwei Beiträge zu den Arbeitsmethoden von Bellingcat – veröffentlicht. Alle Kritikpunkte an der „westlich-ukrainischen“ Darstellung des Falles MH17 zu benennen, würde den Rahmen des vorliegenden Artikels sprengen. Festzuhalten bleibt auf jeden Fall auch, dass Correctiv überhaupt keine Anstalten zeigte, kritisch zu arbeiten und stets ausschließlich versuchte die Saga der westlich-ukrainischen Seite vom Abschuss des Fluges MH17 irgendwie zu belegen. Das Arbeitsergebnis von Correctiv war im Ergebnis ein reines einseitiges Propagandamachwerk, welches um jeden Preis eine Schuld Russlands an dem Abschuss fabrizieren sollte.

Auf die Idee, mal Barack Obamas US-Regierung zu fragen, wer MH17 wie abgeschossen hat, kam Correctiv übrigens nie. Warum eigentlich nicht? Der Außenminister der USA – John Kerry – hatte in den Wochen nach dem Abschuss des malaysischen Flugzeuges immer wieder gesagt, die US-Regierung wisse, wer MH17 abschoss und hätte Bilder von Raketenstart, Flug und Treffer. In einem NBC-Interview sagte Kerry zum Fall MH17: “Wir haben Bilder vom Raketenstart. Wir kennen die Flugbahn, Wir wissen, woher es kam. Wir kennen den zeitlichen Ablauf und der war genau zu der Zeit als das Flugzeug vom Radar verschwand.”. Bei einem Treffen mit der australischen Regierung in Sydney sagte Kerry: “und all die Beweise dazu waren auf unseren Bildern zu sehen. Wir sahen das Abheben. Wir sahen die Flugbahn. Wir sahen den Treffer. Wir sahen, wie das Flugzeug vom Radarschirm verschwand. Also da gibt es wirklich keine Unklarheit darüber, woher es kam und woher diese Waffen kamen.”. Wäre die US-Regierung nicht eine der ersten Anlaufstellen, die man als Investigativjournalist in die Zange nehmen würde? Die USA hat die behaupteten Beweise bis heute nicht rausgerückt. Correctiv ermittelt aber „natürlich“ nicht, wenn es für den Westen peinlich werden könnte.

Sollte nun noch jemand Zweifel daran hegen, dass es sich bei Correctiv um eine NATO-treue Propagandatruppe handelt, so sei auf folgende Aktion von Correctiv zu MH17 verwiesen: Wie das Medienmagazin Meedia berichtete, versuchten die “Journalisten” des “Rechercheteams” Correct!v, Druck auf den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auszuüben, um Informationen zum Wissen der Bundesregierung über die Gefahrensituation in der Ostukraine in den Tagen vor dem Abschuß des malaysischen Verkehrsflugzeuges MH17 zu erhalten. Der Text zu dieser Aktion strotz dabei vor Einseitigkeit der angeblichen Ermittlungen des Journalistenteams und verbreitet wie selbstverständlich allerlei Propaganda und Unwahrheiten zum Ukraine-Konflikt. Genauso dreist wie journalistisch auf unterirdischem Niveau: Die “NATO-Journalisten” von Correctiv wollten Minister Steinmeier mit einer unverhohlenen Lüge aus der Reserve locken:

“Wir klagen auf Auskunft. Aus diesem Grund verklagt CORRECT!V nun das Auswärtige Amt auf Auskunft. Das Recherchebüro will detailliert wissen, was Botschafter Weil aus Kiew nach Berlin über den Panzereinmarsch aus Russland in die Ostukraine gemeldet und was er zur Gefährdung des Luftraumes berichtet hat.”, so heißt es in dem Text “Was wusste Steinmeier zu Flug MH17? Wir klagen auf Auskunft” von Correct!v.

Das Auskunftsverlangen ist natürlich schon gerechtfertigt. Aber „Panzereinmarsch aus Russland in die Ostukraine“ ist natürlich auch eine glatte Lüge. Einen Einmarsch mit „hunderten von Panzern“, wie er im August 2014 von der ukrainisch-westlichen Propaganda gemeldet und durch die Medien gejagt wurde, hat es nie gegeben. Es gab nicht ein einziges Bild davon und selbst zwei Jahre später konnte die OSZE zum Bedauern die ukrainischen Medien noch nicht einmal russische Truppen in der Ostukraine bestätigen. Offenbar sind die Correct!v-Journalisten so sehr Opfer ihrer eigenen Propaganda und der ihrer Gesinnungsgenossen, dass sie nicht wissen (wollen), dass es diese herbeifantasierte russische Invasion nie gegeben hat. Ein weiterer Hauptzeuge dafür: Frank-Walter Steinmeier! Der sagte nämlich im September 2014 vor der UNO-Vollversammlung: “Ich mache mir keine Illusionen. Noch sind wir weit entfernt von einer politischen Lösung. Aber wahr ist auch: Vor wenigen Wochen standen wir vor einer unmittelbaren militärischen Konfrontation zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften. Diplomatie hat das Äußerste verhindert. Jetzt kommt es darauf an, dass die Waffen dauerhaft schweigen, und dass wir eine politische Lösung erreichen – eine Lösung im Einklang mit den Grundsätzen des Völkerrechts – unter Wahrung der Einheit der Ukraine!”.

Kein Einmarsch der Russen also, keine hunderte von unsichtbaren Russenpanzern in der Ostukraine. Auf einen enstprechenden Hinweis via Twitter an Correctiv antworteten die „Journalisten“ mit Beleidigungen à la „Verschwörungstheoretiker“. Correctiv-Journalist David Schraven mag seine Arroganz der Macht vielleicht lustig finden, aber wie lustig wird das für unsere Gesellschaft, wenn solche Leute entscheiden, was „die Wahrheit“ ist?

schraven

Die deutschen Medien sind natürlich begeistert, dass Correctiv ihnen jetzt hilft, ihre Propaganda bei Facebook durchzusetzen.

Spiegel-Online-Autor Fabian Reinbold schreibt in dem Artikel „Fake News. Berliner Recherchebüro soll Falschmeldungen auf Facebook richtigstellen„: „Facebook steht in der Kritik wegen Falschmeldungen, die sich auf dem Portal rasant verbreiten. Jetzt hat der US-Konzern das stiftungsfinanzierte Recherchebüro Correctiv ausgewählt, für ihn Lügengeschichten zu kennzeichnen. […] Laut Facebook fließt für die Kooperation kein Geld an Correctiv. Die Zusammenarbeit könnte dem kleinen Portal aber helfen, seine Bekanntheit zu steigern. Weitere Medien-Partnerschaften sollen in den kommenden Wochen folgen. Zuletzt suchten Facebook-Vertreter das Gespräch mit zahlreichen deutschen Verlagen.“.

Dass die genannten Stiftungen voll auf Regierungslinie liegen, dürfte kaum noch überraschen. Kritik an Correctiv durch den Spiegel? Fehlanzeige.

Zeit Online schreibt in dem Artikel „Soziale Medien: Facebook will Fake-News kennzeichnen„: „In Deutschland will Facebook jetzt mit Correctiv zusammenarbeiten, einem deutschen gemeinnützigen Recherchezusammenschluss. Ob Correctiv für diese Dienstleistung bezahlt wird, teilte Facebook in seinem Blogpost nicht mit, machte aber deutlich, dass das Unternehmen noch nach weiteren Faktenprüfern aus der Verlagsbranche sucht. Auf Plattformen wie Facebook werden verfälschte, frei erfundene oder hetzerische Meldungen, Fake-News, gezielt veröffentlicht und verbreitet. Sie sollen politische Akteure diskreditieren, Meinungen manipulieren und so beispielsweise gegen Flüchtlinge Stimmung machen.“.

Der Zeit-Beitrag macht sehr schön deutlich, dass man das Vorgehen gegen „Fake News“ – und damit auch gegen Propagandakritik, Medienkritik und Regierungskritik etc. – dadurch legitimiert, dass man Nazis als Beispiel anführt, gegen deren Hetzbeiträge vorgegangen werden soll. Tatsächlich wird dann natürlich gegen alle angeblichen Fake News vorgegangen, insbesondere natürlich auch die als „russische Propaganda“ diffamierte Kritik an außenpolitischen Aktionen des Westens, wie beispielsweise die auch die seit 1.1.2017 quasi straffreien Angriffskriege.

„Kommen die Faktenprüfer von Correctiv zum Ergebnis, dass es sich bei einem Facebook-Beitrag tatsächlich um eine Falschmeldung handelt, werde dieser Beitrag nicht nur seltener im Newsfeed ausgespielt. Facebook will zusätzlich direkt daneben einen deutlichen Warnhinweis anzeigen, zusammen mit einer Begründung für diese Entscheidung. Nutzer, die als falsch eingestufte Beiträge trotzdem teilen möchten, müssen noch einmal explizit bestätigen, dass sie sich sicher sind.“, schreibt die ARD-Tagesschau in dem Artikel „Soziale Medien Facebook markiert Fake News„.

Ausgerechnet die als Fälscher und Lügner überführten, staatsnah finanzierten, regierungstreuen „Faktenprüfer von Correctiv“ als Zensoren gegen „Fake News“ beim wohl wichtigsten „sozialen Netzwerk“ des Internet. Und hinzu kommen dann noch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diverse Dienstleister von Medienanbietern wie Spiegel, FAZ, taz, SZ, Welt, Bild, Zeit und co, die seit Monaten und Jahren erwiesenermaßen dreiste Lügenkampagnen nicht nur zu Syrien und der Ukraine – also „gegen den Russen“ – fahren. Eine ähnliche Kooperation Facebooks mit einer Dienstleistungsfirma des rechtskonservativen Merkel-treuen Bertelsmann-Medienkonglomerats gibt es ja schon seit einiger Zeit. Das heißt, Medien – oder quasi die Bundesregierung – werden bestimmen, was bei Facebook als „die Wahrheit“ gilt. Zensur und Kampf gegen Regierungskritiker privatisiert …

Vielleicht gelten demnächst auch wissenschaftliche Experten als Verbreiter von Fake-News, wenn ihre Erkentnisse nicht den amtlichen Wahrheiten entsprechen: Was die führenden Wissenschaftler beispielsweise zum Syrienkrieg sagen, steht in krassem Gegensatz zur Propaganda der Leitmedien – „Qualitätsmedien“ – inklusive Correctiv. Dem kann und wird durch Medien und Correctiv abgeholfen werden: Die Maßnahmen gegen Wissenschaft, Anti-Propaganda, Regierungskritik und Medienkritik nehmen immer drastischere Züge an. Offenbar ist die Wahrheit ziemlich gefährlich für die selbsternannten Eliten.

UPDATE vom 16.1.2017:

Oh, das ging ja schnell:

blockiert_correctiv

„Du kannst @correctiv_org nicht folgen und die Tweets von @correctiv_org nicht ansehen, da Du blockiert wurdest.“

Correctiv blockiert nun Blauer Bote bei Twitter. Tolle Antwort, Correctiv …

3 Kommentare

  1. Danke! Habe ich auch schon gesehen! Die Nachdenkseiten heben mehr auf andere unschöne Facetten des Deals ab, gute Ergänzung zu dem hier vorliegenden Artikel.

Kommentare sind geschlossen.