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Reporter ohne Grenzen verweigert Hilfe

Ein Blogger schreibt über den fortgesetzten Missbrauch eines kleinen Mädchens zu Kriegspropagandazwecken und kann die Story mit allerlei fundierten Beweisstücken belegen. Daraufhin wird er mit einem halben Jahr Haft und einer Geldstrafe in Höhe von 100000 Euro bedroht. Der Skandal um das Mädchen droht, die Propaganda von Staat und Machteliten zum Einsturz zu bringen. Ein Fall für die Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG), könnte man meinen. Doch weit gefehlt.

Gegenstand der Berichterstattung des Bloggers mit wissenschaftlichem Hintergrund – im Blog Blauer Bote Magazin – war und ist der Missbrauch der zu Beginn siebenjährigen und jetzt achtjährigen Bana Alabed aus Aleppo, Syrien. Das es sich bei der Bana-Alabed-Story der Propaganda um Fake News handelt, hat sich schon herumgesprochen. Professor Götz Aly schreibt in einem Kommentar zu einem verwandten Thema:

„Während westliche Medien die Lügengeschichte vom siebenjährigen ‚Twittermädchen‘ Bana Alabed aus dem von ‚den Rebellen‘ eroberten östlichen Stadtteilen Aleppos als pure Wahrheit verkauften, saß Franziskanerpater Ibrahim Alsabagh im belagerten Westteil der umkämpften Stadt. Er war den Regierungstruppen dankbar, dass sie die fast schon Eingeschlossenen verteidigten.“.

Der Gruner-und-Jahr-Verlag (Medienkonzern Bertelsmann) sowie dessen Magazin Stern und dessen Journalist Marc Drewello möchten die an die bekannte Brutkastenlüge erinnernde Lügengeschichte um das Twittermädchen Bana Alabed, ein wesentlicher Baustein der westlichen Propaganda zum Syrienkonflikt vor allem im Herbst 2016, mit Gewalt als die Wahrheit durchsetzen. Und zwar mit tätiger Mithilfe des Oberlandesgerichts beziehungsweise des Landgerichts Hamburg.

Bitte lesen Sie mindestens einen der folgenden Artikel, um sich einen Überblick über den Fall zu verschaffen:
Das Twittermädchen aus Syrien
Bana Alabed – Aleppo-Propaganda mit siebenjährigem Mädchen
Spendenkonto für Gerichtsverfahren gegen den Stern
Bana Alabed aus Aleppo
Bana Alabed aus Aleppo – Teil 2
Nachrichtensperre zum Bana-Alabed-Medienskandal des Stern
Bana Alabed – Missbrauch und Gerichtsverfahren
Die unwiderstehliche Geschichte vom twitternden Mädchen aus Aleppo
Das „Twitter-Mädchen“ im Syrienkrieg
Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (8)
Fakten spielen für die etablierten Medien offenbar keine Rolle mehr

Die NGO Reporter ohne Grenzen (ROG) schreibt über ihr Aufgabenfeld auf ihrer eigenen Website: „Sie möchten unsere Arbeit unterstützen? Mit Ihrer Spende können Sie viel bewegen — Verteidigen Sie das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung! Schreiten Sie ein gegen Bedrohung, Misshandlung oder Inhaftierung von Journalisten, Fotografen und Bloggern! Schicken Sie Prozessbeobachter und Rechtsanwälte für faire Gerichtsverfahren vor Ort! Fördern Sie Medien, die wegen Zensur oder Verbot in ihrer Existenz bedroht sind!“.

„Reporter ohne Grenzen (ROG; französisch Reporters sans frontières, RSF) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation und setzt sich weltweit für die Pressefreiheit und gegen Zensur ein.“ heißt es bei Wikipedia im entsprechenden Artikel über ROG.

Reporter ohne Grenzen sollte also in diesem Fall – Propaganda gegen Blogger – gemessen an den eigenen Angaben zuständig sein. Und tatsächlich unterstützt ROG immer wieder Blogger, auch deutsche Blogger. Tatsächlich hat ROG in dem genannten Fall bisher nicht nur nicht geholfen, sondern auch jegliche Kontaktaufnahme verweigert, ob per Twitter oder per E-Mail. Hier im Folgenden die drei E-Mails, die ich als betroffener Blogger an Reporter ohne Grenzen geschickt habe, mit Datum und Betreff. Es waren bewusst kurz gehaltene E-Mails für eine erste Kontaktaufnahme. Es wurde nicht einmal geantwortet.

29. Juli 2017 – Gerichtsverfahren gegen Blogger

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich – als Blogger – habe zur Zeit einen Rechtstreit bei dem das Recht auf freie Meinungsäußerung in Gefahr ist und zudem mit unfairen Tricks gearbeitet wird.

Mehr dazu auf der Website meines Anwaltes: http://www.kanzleikompa.de/2017/07/26/stern-und-marc-drewello-blauer-bote-6/

Es geht um diese Geschichte: http://blauerbote.com/bana-alabed-twittermaedchen-aus-syrien-aleppo/

Können Sie helfen?

Mit freundlichen Grüßen,

13. August 2017 – WG: Gerichtsverfahren gegen Blogger

Sehr geehrte Frau Weißkopf, sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte Ihnen bereits vor einigen Tagen eine E-Mail geschickt, siehe unten. Es handelt sich in dem skizzierten Fall um eine akute Bedrohung für freien Journalismus, freies Bloggen, freie Meinungsäußerung und ich hatte dahingehend bei Ihnen um Unterstützung angefragt, jedoch keine Antwort erhalten. Daher bitte ich jetzt noch einmal um Ihre Stellungnahme und Mithilfe.

Mit freundlichen Grüßen,

26. August 2017 – Blogger vor Gericht

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Sie bereits zwei Mal kontaktiert und um Unterstützung in einem Fall gebeten, bei dem es um Presse- und Meinungsfreiheit geht. Mehr Informationen dazu finden Sie beispielsweise hier: http://www.kanzleikompa.de/2017/08/02/stern-und-marc-drewello-blauer-bote-8/

Leider habe ich bisher keine Antwort von Ihnen erhalten.

Ich bitte Sie noch einmal, sich des Falles anzunehmen. Weiterhin bitte ich Sie, mir den Eingang meiner E-Mail bei Ihnen zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen,

Die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen ist organisatorisch und finanziell eigenständig. Der ehrenamtlich tätige Vorstand besteht laut Wikipedia aus Britta Hilpert, Michael Rediske (beide geschäftsführende Vorstände), Katja Gloger, Gemma Pörzgen und Matthias Spielkamp.[14] Dem beratenden Kuratorium gehören an: Thomas Bellut, Klaus Brinkbäumer, Wolfgang Büchner, Peter-Matthias Gaede, Giovanni di Lorenzo, Hans-Jürgen Jakobs, Lorenz Maroldt, Georg Mascolo, Bascha Mika, Jan-Eric Peters, Andreas Petzold, Heribert Prantl, Jörg Quoos, Patricia Schlesinger und Karola Wille (Stand: Februar 2017).[15]

13 Kommentare

  1. Wenn man die Mitgliederliste des „beratenden Kuratorium“ liest, sollte sich der Verein eher in „Reporter für Nato-Propaganda“ umbenennen. Ein sinnloser Versuch, dort um Hilfe zu bitten, aber ein wertvoller Beitrag zur Demaskierung dieses Ladens.

    1. Ich wollte den „offiziellen Weg“ gehen. Natürlich ist ROG für Propaganda bekannt. Und offenbar sind sie da knallhart und demaskieren sich eben selbst.

  2. Wer möchte, kann ja beispielsweise mal via Twitter oder Facebook usw. bei einem Vorstand anfragen, warum ROG hier kategorisch Hilfe verweigert.

  3. „ROG“ hat auch ukrainischen Reportern jegliche Hilfe verweigert, wenn sie denn gegen die Putsch-Regierung geschrieben hatten, selbst in der Türkey hilft „ROG“ nicht jedem – und natürlich auch in Israel/Palästina nicht!
    Unterstützung für Reporter von RT (Russland) gibt es wohl überhaupt nicht!

  4. Für Unrecht, Willkür und Menschenrechtsverletzungen fühlen sich die ROG in Deutschland nicht zuständig. So die eigene Erfahrung mit den ROG.
    Wenn es um Unterdrückung anderer Regierungen/Staaten geht sind die ROG jedoch für unsere gierigen Globalplayer, die auch von unserem Unrechtssystem in Deutschland, mit ihren geförderten Parteien der CDU/CSU-SPD-FDP-Grünen, die (erste) Adresse, um – Propaganda – zu verbreiten.

    Diese Praktiken die auch von parteinahen Stiftungen (KAS – FES etc.) gegen andere Staaten betrieben werden, sollte man anderen Staaten zu Teil werden lassen um den Gierigen möglichst frühzeitig das Wasser abzugraben.

  5. Die ganzen NGO ´s sind Instrumente der Machthaber. Mittlerweile saumiserabel getarnt. Wer NGO ´s auf den Leim geht, ist selbst schuld !

  6. Es ist doch längst bekannt, dass zumindest führende Mitglieder von „Reporter“ *räusper* „ohne Grenzen“ sogar direkt von der CIA finanziert wurden und sicherlich auch noch werden. Die zu fragen, heisst nicht nur, den Bock zum Gärtner zu machen, sondern den Hirten einer ganzen Ziegenherde …

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