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Obama wirft sich lügend in die Schlacht um Aleppo

In den letzten Wochen und Monaten nahmen westliche Medien und Politiker immer deutlicher Stellung für Al Kaida und co in Aleppo. „Der Spiegel feuert Al Kaida an: ‚Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung‘„. US-Regierung: „Don’t bomb the intermingled Al Qaeda!„. Nun sieht sich auch US-Präsident Barack Obama wieder mal zum Lügen veranlaßt. Ausgerechnet Obama, dessen „moderate Rebellen“ vor wenigen Tagen ein Kind öffentlich geschlachtet haben und dessen Sprecher gestern in der täglichen Pressekonferenz mitteilte, dass die US-Regierung die Unterstützung der verantwortlichen Gruppe nicht einstellt, sondern erst einmal die Sache weiter beobachtet.

Der Spiegel schreibt: „US-Präsident Barack Obama hat die massive militärische Unterstützung Russlands für die syrischen Regierungstruppen angeprangert. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad griffen weiterhin die Zivilbevölkerung an und blockierten humanitäre Lieferungen – und Russland sei direkt an diesen ‚bedauerlichen‘ Aktionen beteiligt. Das wecke Zweifel an dem Willen Moskaus, zu einer Deeskalation beizutragen, sagte Obama bei einer Pressekonferenz im Pentagon.“

Blockierten humanitäre Lieferungen ist natürlich Propagandaschwachsinn, mit „griffen weiterhin die Zivilbevölkerung an“ sind wohl die dauernd platzenden westlich-islamistischen Propagandalügen über Giftgas, angebliche „Faßbomben“ und angebliche andauernde Angriffe auf Krankenhäuser gemeint, die zudem oft auf schlecht gefälschtem Bildmaterial von Al Kaida und verbündeten Propagandatrupps basieren. Hier als Kontrapunkt zu Obama die Aussagen eines ehemaligen NATO-Generals (aktuell) und des führenden deutschen Wissenschaftlers (Anfang Februar 2016) zur Situation in Aleppo in Syrien:

Ex-General Kujat am 3.8.2016: „Büüsker: Wenn Sie die Kompromissbereitschaft betonen, dann kann ich mir vorstellen, wie Vertreter der Opposition sagen werden, Assad wirft mit Fassbomben auf uns, es gibt jetzt auch Berichte, die noch unbestätigt sind, über einen neuen Giftgaseinsatz, also Assad schlachtet sein eigenes Volk. Wie soll da die Opposition kompromissbereit sein? Kujat: Langsam, langsam! Wir dürfen hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Aleppo ist tatsächlich eine humanitäre Katastrophe und wird sich wahrscheinlich noch zu einer größeren humanitären Katastrophe auswachsen. Aber Aleppo wird deshalb eine humanitäre Katastrophe, weil dort Terroristengruppen diese Stadt besetzt haben, die Bevölkerung unterdrücken und das Regime, Assad-Regime, versucht, diese Stadt zu befreien. Aleppo ist strategisch wichtig – Sie haben das in Ihrem vorherigen Beitrag ja betont – aus der Sicht des Assad-Regimes, aber Aleppo hat eben auch eine Schlüsselfunktion für die Versorgung der terroristischen Gruppen: Al-Kaida, dort Al-Nusra, besetzen Aleppo und der IS. Es ist eben nicht so, dass dort die gemäßigten Gruppen gegen das Assad-Regime kämpfen, sondern Al-Nusra kämpft gegen das Assad-Regime und IS. Und ich finde es nicht logisch, dass wir auf der einen Seite hier uns mit den Angriffen in Europa, in Deutschland und in Frankreich mit den Terroristen auseinandersetzen müssen und gleichzeitig für sie Partei ergreifen, wenn sie in Syrien kämpfen. Das fügt sich nicht zusammen.“.

Prof. Meyer am 12.2.2016: „Die Nusra-Front, ebenso wie IS sind klar ausgespart von dieser Waffenruhe. Der Kampf gegen die Nusra-Front als Ableger von El-Kaida ist genauso wichtig wie der Kampf gegen den Islamischen Staat. Beide verfolgen die gleichen Ziele einer islamistischen Weltherrschaft. Das heißt, dieser Kampf wird fortgesetzt. Aber die Truppen der Nusra-Front, die sitzen durchaus in Aleppo. Das heißt, sie sind weit verstreut im Norden des Landes, gerade auch in der Provinz Idlib. Von dort sind in den letzten Tagen Hunderte von Kämpfern der Al-Nusra nach Aleppo verlegt worden. Das heißt, wenn der Kampf gegen die Nusra-Front weitergeht, das heißt, wenn insbesondere die russischen Kampfflugzeuge weiter legitimiert sind, Stellungen der Nusra-Front anzugreifen, dann gilt das natürlich auch für Aleppo. Gerade die Nusra-Front verfolgt die Strategie: Anders als der Islamische Staat, wo klar abgegrenzte Territorien erkennbar sind, schließt sich die Nusra-Front mit den verschiedenen anderen Rebellengruppen zusammen, so dass hier immer die Möglichkeit besteht zu sagen, wenn russische Angriffe durchgeführt werden, oder das Regime weiter vorrückt, angesichts der großen militärischen Erfolge, die man gerade in den letzten Wochen erlebt hat, dann ist aufgrund dieser Vereinbarung es durchaus auch möglich, gegen die Stellung der Nusra-Front in Aleppo und im Verbund mit anderen Rebellengruppen vorzugehen.“.

 

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7 Kommentare

  1. Danke für diese Klarstellung!
    Wenn Obama wirklich dem syrischen Volk helfen will muss er sofort die Unterstützung für die Terroristen in Aleppo stoppen! Er müsste sich an die Seite Assads und Russlands im Kampf gegen den Terror stellen, ihnen helfen die Flüchtlingskorridore offen zu halten und russische Hilfslieferungen nicht mehr diffamieren bzw. verhindern!
    Aber nein, Obama will unbedingt einen Regime-Change und geht dafür sogar über hunderttausende Leichen! Was haben die USA bisher dem nahen Osten gebracht? Kriege, inzwischen Millionen Tote und instabilität! Und sie haben Terrorgruppen wie Al-Nusra/al qaida sowie den IS und andere islamistische Terrorgruppen erst gross gemacht. Die „gemässigten Rebellen“ sind eine Propagandalüge des Westens.

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