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Ukraine: Regierungstreue Nazis greifen Rentner-Demonstration an

In der Ukraine hat ein Trupp EuroMaidan-Schläger des Bataillon Asow eine Veranstaltung demonstrierender Rentner in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen. Sowohl die regierungstreuen Bataillon-Asow-Kämpfer (freiwillige rechtsextreme Frontkämpfer im Krieg gegen die ostukrainischen Rebellen), die dem ukrainischen Innenministerium angegliedert sind, als auch oppositionelle Kräfte haben den Überfall auf die angemeldete Demonstration in Kiew bei Youtube online gestellt. Die Asow-Nazis, um sich mit ihrer „Heldentat“ – das Verprügeln von alten Omas und Opas – zu brüsten, die Oppositionellen, um die Tat anzusprangern. Die Polizei schritt nicht ein. In der Ukraine kommt es häufig zu Übergriffen gegen Oppositionelle und ethnische Russen. Hier die Videos:

Video von Asow/Azov:

Video oppositioneller Kräfte:

Asow-Kämpfer hatten sich zuletzt auch in Deutschland mit anderen Nazis getroffen: Deutsche und ukrainische Nazis treffen sich in Dortmund – Bataillon Asow und Die Rechte. Mehr zum Bataillon Asow und den diesen Rechtsextremen vorgeworfenen Taten: Bataillon Asow – Ukrainische Nationalgarde. Mehr zur Gewalt gegen Oppositionelle in der Ukraine: Verbot aller Oppositionsparteien in ukrainischer Region – Oppositionelle werden in Mülltonnen geworfenTote Oppositionelle in der UkraineUkrainische Opposition spricht von 4000 politischen Gefangenen.

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13 Kommentare

  1. Ein gängiges Modell bei den Nazis! Das war schon zu Adolf’s Zeiten so – man hat gerne Schwache und Alte angegriffen und wurde im „Völkischen Beobachter“ dafür noch von den Nazi-Journalisten gelobt!
    Ist heute so ähnlich bei unserer gesteuerten Journallie! Es wird uns nur subtiler untergejubelt. Und die Unterstützung unserer Regierung für die Gangster und Putschisten in Kiev sagt doch eigentlich alles!
    Der bekannte „Bild“-Lügner, der gerne mit Asow-Nazis um die Häuser zieht und schwache Menschen verprügelt darf weiter seinen Dreck in der BRD verbreiten!
    Wir sind nach der Merkel-Machtergreiffung wieder auf dem Stand wie 33/34 des vorherigen Jahrhunderts!

    1. Falls jemand darüber nicht bescheid weiß: Bei dem genannten naziaffinen Bild-Journalisten handelt es sich um Julian Röpcke. Dieser wird von den Bild-Chefs bewußt gedeckt.

  2. Das wäre doch sicherlich auch etwas für unsere neoliberalen Freunde von CDU/CSU, FDP, Grünen, SPD und AfD: Falls es hier zu sozialen Unruhen kommt (und die werden noch kommen, so viel ist sicher), schicken sie einfach ihre SA los, und schon ist wieder Ruhe im Karton.

    1. Von den Frontkämpfer-Nazis aus der Ukraine kommen sicher einige hierher, denn in der kaputten Ukraine finden die keine Jobs. Die können sie ja dann nehmen. Sind wahrscheinlich auch härter und billiger als unsere Nazis …

  3. Lwiw. Im Westen der Ukraine haben knapp 200 Rechtsextreme eine Veranstaltung für die Rechte von Homosexuellen angegriffen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten, warfen die Rechtsextremen am Samstag in Lwiw Rauchgranaten und Steine, als ein paar Dutzend Homosexuelle ein Hotel verließen, in dem die Veranstaltung für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen stattfand.

    Rechtsextreme greifen Homosexuelle in der Ukraine an

    Dabei hat Claus Kleber uns doch erzählt, es gebe gar keine Nazis in der Ukraine 😉

    Wie oft wurde Russland für die Diskriminierung Homosexueller kritisiert. Man kann aber davon ausgehen, dass dieser Vorfall (es ist ja nicht der erste dieser Art) weder bei unseren „Qualitätsjournalisten“, noch bei unserer Regierung einen Sturm der Entrüstung auslösen wird, schließlich handelt es sich bei den Tätern um „die Guten“™.

    1. In den Artikeln zu dem Vorfall steht auch – korrekt – folgendes: „Der erste Marsch für die Rechte von Homosexuellen fand erst 2013 in Kiew mit knapp hundert Teilnehmern statt.“. Das war vor dem Maidan-Putsch, noch unter Janukowitsch. Nach dem EuroMaidan wurde es nicht besser, sondern schlechter … Der Grüne Volker Beck, der ja gezielt die Schwulencommunity zur Propaganda (gegen Russland) einsetzt, leugnete das zuletzt aber immer. Was er wohl jetzt sagt?

      1. https://twitter.com/Volker_Beck

        Fragen kostet ja nichts 😉

        Allerdings stammt sein letzter Tweet vom 1. März. Wahrscheinlich hat der Herr momentan andere Sorgen. Wenn es um die Verfolgung Homosexueller geht wird er als tapferer Streiter und Kämpfer für ihre Rechte jedoch sicherlich wieder aktiv werden 😉

        Schließlich äußerte er sich bzgl. der Verfolgung Schwuler in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk folgendermaßen:

        „Die Putinfreunde in der Ukraine stellen in Europa die Uhren zurück. Erstmals werden in Europa wieder homosexuelle Handlungen strafrechtlich verfolgt. Das ist ein Ziviliationsbruch!“

        Die Bundesregierung müsse mit allen Mittel dagegen vorgehen und Lesben und Schwulen aus der Region Donezk Asyl in Deutschland gewähren, so Beck. Mit dem „Verfassungsartikel“ in Donezk nehme „die staatliche Verfolgung von Homosexuellen eine neue Dimension an, die wir als Europäer*innen nicht akzeptieren dürfen“.

        Quelle: http://www.queer.de/detail.php?article_id=22694

        1. Ich fürchte, Beck hat fast im Alleingang einen guten Teil der Gay Community so auf Russenfeindschaft getrimmt, dass beispielsweise gestern in der Queer.de zwar über den Vorfall berichtet wurde, am Ende des Artikels aber gleich noch eine ganze Ladung billigster ukrainisch-nationalistischer Propaganda drangeklatscht wurde. Teile der schwulen Community nutzen Angriffe auf Schwule in der Ukraine durch Nazis für … Propaganda gegen Russland, „natürlich“ … Das muss man sich mal vorstellen. Das ist Volker Becks Verdienst. Er mißbraucht viele Schwule für seine politischen Ziele. Wenn es um seine politischen Ziele geht, müssen Schwulenrechte zurückstehen. Schwulenrechte als Propagandazweck, so ist der Beck … Reimt sich.

          1. „Unerträglich“ sei die Lage in den „besetzten Gebieten“: Auf der Krim sei jede öffentliche Zurschaustellung von Homo- und Transsexualität „de facto verboten“, auch herrsche eine „aggressive Haltung“ durch russische Offizielle und homophobe Stimmungsmache durch russisch motivierte Bewegungen wie „Antimaidan“. In Donezk verabschiede das Parlement folgenlose „Gesetze“, die etwa Zwangsarbeit für Homosexualität vorsähen. Tatsächlich herrsche in den Gebieten vor allem „absolute Rechtlosigkeit“.

            Quelle: http://www.queer.de/detail.php?article_id=25805

            Das behauptet wer? Die zitieren doch wohl nicht tatsächlich ukrainische Propagandamedien? Ich fasse es nicht… 🙁

          2. Eben, das meinte ich. Die Naziattacke nutzen, um ukrainische Propaganda, welche Schwule für ihre Zwecke ausnutzt und noch dazu irgendwelche haarsträubenden Falschmeldungen bringt, zur Geltung zu bringen. Das ist echt abgefahren.

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