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taz verharmlost Nazi-Kämpfer als idealistische „Freiwillige“

Die Schweizer Nachrichtenseite 20min.ch schreibt in einem Dossier mit dem Titel „Ukraine setzt Neo-Nazis gegen Separatisten ein“ unter anderem folgendes: „Beim Kampf in der Ostukraine will die Regierung in Kiew offenbar den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: Bekennende Neo-Nazi-Gruppen sind an vorderster Front dabei. Die Bataillone heissen Asow, Dnjepr oder Donbass. Es sind Gruppierungen Rechtsextremer, die im Frühjahr 2014 gegründet wurden und die sich zurzeit im Kampf gegen die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine hervortun.“. Die Tageszeitung taz aus Berlin bezeichnet diese Gruppen beispielsweise in dem Artikel („Kämpfe um Mariupol in der Ostukraine. Warten auf den Feind“) durchgehend als „Freiwillige“ – Asow und Dnjepr (Dnipro) werden namentlich erwähnt – und das mehrmals. Kritik an den brutalen Nazitruppen? Fehlanzeige. Die taz macht reine Propaganda, macht dafür gemeinsame Sache mit Nazis und bringt weinerliche „pro-ukrainische“ Homestorys in dem Artikel unter, die sich der ukrainische Geheimdienst nicht besser hätte ausdenken können. Eine Schande für den Journalismus.

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Insgesamt neun Mal alleine in dem genannten Artikel werden die Rechtsextremen als „Freiwillige“ bezeichnet. „Freiwillige bei Schirokino, 15 Kilometer östlich von Mariupol.“. „Damals rückten die ukrainischen Freiwilligen des Asow-Regiments als Erste am Ort des Einschlags an.“. „Die ukrainischen Soldaten und erst recht die Kämpfer der Freiwilligenbataillone würden viele als Besatzer wahrnehmen.“. „Doch ihre eigene Mutter wettert tagtäglich gegen die ukrainischen Soldaten und freiwilligen Kämpfer.“. „Nachdem Mariupol im Sommer wieder in der Hand der Armee und der Freiwilligenverbände war, wurde die Statue des Bolschewikenführers vom Sockel gehoben.“. „Als die ukrainischen Truppen und die Freiwilligenbataillone im Sommer die Stadt von den Separatisten zurückerobert haben“.“Die beiden Kämpfer des Freiwilligenbataillons Dnipro nennen lediglich ihre Kampfnamen, die sie auch über Funk kommunizieren.“. „Doch damit endet schon sein Verständnis für die Einwohner, die den Freiwilligenverbänden ablehnend gegenüberstehen.“. „Ansonsten glänzt der Raum in einem hellen Gelb, das die Freiwilligen nach dem letzten Anschlag über den Ruß gepinselt haben.“.

In dem Artikel „Das Bataillon Asow. Schmutziger Kampf in der Ukraine: Neonazis im Dienst der Regierung“ schreibt der ansonsten eher „freiwilligenregimentfreundliche“ Focus zu den irregulären ukrainischen Nazitruppen: „Wie der ‚Telegraph‘ berichtet, schickt das ukrainische Militär das rechtsradikale Bataillon an vorderster Front in den Kampf. In der Stadt Marinka seien die Milizionäre noch vor den Panzern der Armee vorgerückt und hätten einen Checkpoint erobert. ‚Das Wichtigste ist, dass wir einen Brückenkopf für den Angriff auf Donezk geschaffen haben. Und wenn dieser kommt, werden wir vorangehen‘, so Bilezki.“.

Die Sonntagszeitung (Schweiz) titelt: „Schweizer Neonazis liefern Geld und Militärkleider an die Front„. Ein Zitat aus dem Artikel: „Im Osten der Ukraine wüten Neonazis. Rechtsextreme Kämpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plündern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstützt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kämpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.“.

Bei der Kommunalwahl in Mariupol vor einigen Tagen konnten die Parteien der ukrainischen Regierung übrigens keinen einzigen Sitz holen, die rebellennahe Opposition fuhr einen überwältigenden Wahlsieg ein („Wahl in Mariupol, Ukraine: Desaster für die Regierung„). Obwohl am Wahltag schwerbewaffnete Kämpfer der Rechten Sektors in den Straßen der Stadt und vor den Wahllokalen „für Ordnung“ sorgten („AFP, Kyiv Post: Kämpfer des Rechten Sektors “beschützten” Wahl in Mariupol, Ukraine„). Der „Oppositionsblock“ holte alleine 45 von 54 Sitzen. Die Partei des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko scheiterte klar an der 5-Prozent-Hürde.

 

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2 Kommentare

  1. Man muss sich schon fragen woher der Hass der taz auf die Freiheitskämpfer in den Republiken Donezk und Lugansk kommt? Ist man bei der taz jetzt wirklich gut Freund mit Nazis?
    Ich weiss schon warum ich den taz-Scheiss seit knapp 2 Jahren nicht mehr lese! Die sind teilweise ja schlimmer als BLÖD!

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