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Eisernes Schweigen der Medien zu Mißbrauch des kleinen Omran für Kriegspropaganda

Vor Monaten wurde der kleine Junge Omran Daqneesh aus Aleppo als der Junge in dem orangenen Sitz eines Rettungsfahrzeuges bekannt, der angeblich aus den Trümmern seiner Wohnung nach einem russischen oder syrischen Luftangiff gerettet wurde. Das ikonische Foto des Kindes aus Syrien ging um die Welt. Jetzt trat die Familie im syrischen Fernsehen auf und erklärte, die ganze Aktion sei ein Fake gewesen und die „Rebellen“ – also die Terroristen um Al Qaida und co – hätten sie erpresst, bei dem Schauspiel mit zu machen. Ohnehin war schon damals jedem, der sich das ganze Video der angeblichen Rettungsaktion anschaute, klar, dass es sich um einen Schwindel handelte. Dass damals gar keine Luftangriffe zur fraglichen Zeit in Ostaleppo stattfanden, hätte auch zu denken geben müssen. Die deutschen Medien verschweigen den aktuellen Auftritt der Familie nahezu komplett. Eine Nachrichtensperre zum Schutz kleiner Kinder mißbrauchender Terroristen. Immerhin haben diese diesem Jungen nicht den Kopf abgeschnitten.

Die Fälschung des AMC und der White Helmets der „Rebellen“ war einfach zu plump. Der angeblich erheblich Junge wurde einfach ohne jegliche medizinische Behandlung oder gar Mitgefühl in einen Rettungswagen gesetzt und dann erstmal eine ganze Weile abfotografiert. Dass es sich hier um keinen Rettungseinsatz von Sanitätern handelte, dürfte jedem beim Anblick des auch bei Youtube hochgeladenen Videos klar sein. Dass der Junge und ein Mann in dem Filmchen etwas rote Farbe im Gesicht hatten, aber nicht in Strömen bluteten, dürfte nicht nur so manchen Rettungssanitäter überrascht haben. Wobei die Farbe tatsächlich echtes Blut war, welches im Gesicht verschmiert wurde, wie die neuen Aussagen des Vaters offenbaren. Mehr noch: Die „Rebellen“ handelten laut Omrans Vater mit dem Blut ihrer Opfer, darunter auch Omrans Blut.

Die ehemaligen ARD-Mitarbeiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer schrieben schon damals bei der Veröffentlichung der eigentlich für jeden Journalisten auf Anhieb erkennbaren Fälschung – am 22.8.2016 – eine Programmbeschwerde an den für Tagesschau und co zuständigen NDR, um sich über die offensichtliche Proapganda zu beschweren und Abhilfe zu fordern. Wie immer war dies vergeblich. Auch jetzt mit dem Auftauchen weiterer Nachweise (des Interviews mit der Familie) dafür, dass die Story eine Fälschung ist, reichten sie eine Programmbeschwerde ein wegen des eisernen Schweigens der ARD zu den neuen Erkenntnissen beziehungsweise zur Gesamtthematik. Der Mißbrauch von Kindern für Propaganda im Sinne des Westens ist der ARD (und quasi allen anderen deutschen Medien) offensichtlich nur recht und billig (nach dem Motto „Es sind ja nur Syrer“?) und die Lügengeschichte wird mit Klauen und Zähnen verteidigt. Die Opfer interessieren da weniger. Zitate aus der genannten Programmbeschwerde:

„Im August 2016 hatte ARD-aktuell schamlos das von terrorismusnahen Figuren wie den „Weißhelmen“ in Ost-Aleppo produzierte Propagandafilmchen über den kleinen syrischen Buben Omran gesendet und mit dieser widerwärtigen Form von Quote machendem Betroffenheitsjournalismus versucht, das deutsche Fernsehpublikum emotional gegen die Kriegsparteien Syrien und Russland aufzubringen. […] Ein jetzt veröffentlichstes Interview mit dem Vater des kleinen Buben Omran erhellt nun die Hintergründe des Rettungseinsatzes, bei dem der fünfjährige Omran vorgeblich aus den Trümmern eines bombardierten Hauses geborgen wurde: Omrans Vater beschreibst ihn als erpresste reine Propaganda-Aktion. […] Der Vater des fünfjährigen Omran beschreibt, wie sein Kind für bösartige Kriegspropaganda missbraucht wurde; über diese Zeugenaussage hätte die Redaktion aus berufsethischen Gründen zwingend berichten müssen, und der AgitProp-Film mit Omran ist dem TV-Publikum sicher auch noch erinnerlich.“.

Wie sagte das US-Verteidigungsministerium doch so schön zu Aleppo? „That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo“. Al Nusra ist der syrische Arm der Al Qaida. Und die arbeitet mit dem Westen gegen Assad.

5 Kommentare

  1. es zeigt die heuchelei und verlogenheit ihrer berichte. es zeigt, daß sie nicht frei sind, sondern fremdgesteuert und daß sie sich nach über 50 jahren, noch immer nicht von den besatzern emanzipiert haben. schlimmer noch: ihre heuchelei und kriegspropaganda offener denn je zur schau stellen. und der gipfel dieses ekelhaften schmierentheaters ist dann jedesmal das entrüstete zurückweisen der berechtigen vorwürfe über ihre kriegspropaganda. die bundes-presse-konferenz setzt dem ganzen dann die krone auf.
    es sind die erben eines Löwenthals, eines Walden und eines von Schnitzlers. heute reden sie nicht mehr vom endsieg, heute wird gehetzt, geheuchelt und gelogen bis die wände wackeln und sie nennen es journalismus.

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