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Anne Will vergleicht Angriffe Syriens auf Al-Kaida-Kämpfer mit dem Holocaust

Der Medienwatchblog „Propagandaschau“ weist in dem Artikel „Anne Will: Kriegshetze gegen Syrien bis zur Holocaust-Verharmlosung“ darauf hin, dass Talkshow-Gastgeberin Anne Will (NDR, ARD) die aktuelle Offensive syrischer und russischer Truppen gegen die von den USA und ihren Verbündeten unterstützte, finanzierte und ausgebildete Al-Kaida-Rebellen-Koalition, welche die Menschen in Ost-Aleppo in Geiselhaft hält, mit dem Holocaust vergleicht. Sprich: Sie setzt die Tötung der Al-Kaida-Kämpfer (und ihrer Geiseln als „Kollateralschäden“) gleich mit der Ermordung von Millionen Juden zur Nazizeit.

Dass Aleppo im Wesentlichen von Al Kaida gehalten wird, darauf verweist selbst das US-Verteidigungsministerium: “That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo, and of course, al-Nusra is not part of the cessation of hostilities.”. Mit diesen Worten bestätigte Militärsprecher Colonel Steve Warren (USA) im auch noch heute auf der Website des US-Verteidigungsminsiteriums nachzulesenden “Department of Defense Press Briefing by Col. Warren via Teleconference from Baghdad, Iraq” vom 20. April 2016, was Kennern des Syrienkrieges ohnehin klar war: Ost-Aleppo steht unter Kontrolle der Al-Nusra-Front (und die ist – von allen Seiten unbestritten – der syrische Arm der Terrororganisation Al Kaida).

Anne Will wörtlich bei ihrem bizarren Holocaust-Vergleich: „Da wird an irgendeiner Stelle gefragt, wie der Holocaust passieren konnte. Schauen sie sich Aleppo an, dann wissen sie es! Das heißt – will uns der Kommentar sagen – wer das Sterben in Aleppo zulässt ohne zu handeln, der macht sich auch schuldig.“.

Der deutsche Syrienexperte Professor Günter Meyer von der Universität Mainz vor einigen Wochen in einem Interview zur Situation in Aleppo: “Die Dschihadisten der Al-Kaida angehörenden Nusra-Front und der nicht minder brutale Ahrar al-Scham haben die von der UN ausgehandelte Waffenruhe genutzt, um den Osten Aleppos militärisch massiv aufzurüsten. Diese ultra-radikalen Kämpfer geben dort das Kommando, nicht etwa moderate Rebellen, wie in vielen Medien immer wieder zu lesen ist. Wie in anderen vom Regime belagerten Städten benutzen die Dschihadisten auch hier die Zivilbevölkerung als Schutzschilde und verhindern, dass sich die Einwohner in Sicherheit bringen können.”.

 

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