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Erneut stirbt ein NSU-Zeuge

Es ist nicht der erste tote Zeuge zur NSU-Nazi-Mordserie an ausländischen Geschäftsleuten in Deutschland. Gestern starb eine junge Frau. Eine gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Karlsruhe von heute, 29. Märt 2015: „Nach dem Tod einer 20 Jahre alten Frau, die als Zeugin vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages ausgesagt hatte, ermitteln die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wie auch Beamte der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Am Samstagabend war sie gegen 18.25 Uhr in ihrer Wohnung in Kraichtal im nördlichen Landkreis Karlsruhe von ihrem Lebensgefährten krampfend aufgefunden worden. Der alarmierte Notarzt leitete noch vor Ort sofortige Reanimierungsmaßnahmen ein, die während des Transportes und anschließend auch in einer Heilbronner Klinik fortgesetzt wurden. Letztlich konnte das Leben der jungen Frau aber nicht gerettet werden.

Da die Todesursache unklar ist, wurde heute durch das Amtsgericht Heilbronn eine Obduktion angeordnet. Diese wird noch am Sonntagabend am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführt. Über das vorläufige Ergebnis wird umgehend nachberichtet.“

Eine Google-Suche nach „NSU Zeuge tot“ bringt Nachrichtenartikel zu weiteren ähnlichen Fällen. Zudem birgt die NSU-Thematik bekanntermaßen noch viele weitere Ungereimtheiten („NSU Ungereimtheiten„). Den berühmten Wohnwagen mit Böhnhardt und Mundlos gabs natürlich auch noch („NSU Wohnwagen„). Ach ja, Sebastian Edathy – der mit den Kindernacktbildern – war ja mal vor der „Edathy-Affäre“ Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses („NSU Edathy„). Und die CDU sieht die Aufklärung der NSU-Mordserie als „Beschäftigungstherapie“:

Auch interessant: Einige ältere Artikel bei Blauer Bote Magazin zum Themenkomplex NSU: „NSU-Terror: Flächendeckendes Versagen und Lügen„, „NSU: Starke Zweifel an der offiziellen Version eines Selbstmordes der Mörder-Nazis“ und „CDU droht Thüringen wegen Aufarbeitung des NSU-Terrors„.

UPDATE: Der SWR zu dem neuen Fall: „NSU-Untersuchungsausschuss. Zeugin aus ungeklärter Ursache gestorben„. Zitat: „Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa um eine Ex-Freundin von Florian H., einem ehemaligen Neonazi, der im Herbst 2013 in einem Wagen in Stuttgart verbrannt war. Florian H. soll gewusst haben, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn getötet hat. Die 20-Jährige hatte im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags in nicht-öffentlicher Sitzung ausgesagt, weil sie erklärt hatte, sie fühle sich bedroht.“. Der Tod von Florian H., das war angeblich so ein Fall spontanen „Selbstmordes“.

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