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Geiselnahme in Sydney – Australiens Hasskampagne zahlt sich aus

Vor einigen Stunden gab es im australischen Sydney eine Geiselnahme. Man spekuliert in den Medien über einen islamistischen beziehungsweise terroristischen Hintergrund. Bei der konservativen australischen Regierung, die in den letzten Monaten massiv den Überwachungsstaat in Australien vor allem mit Terrorangstpropaganda vorangetrieben hat und bei der national-populistischen Murdoch-Presse dürften die Sektkorken knallen. Denn „endlich“ hat sich das ständige Einschlagen von Politik und Medien auf die muslimische Minderheit in Australien mit „richtigem Terror“ ausgezahlt. Man muss nicht einmal mehr Lügengeschichten über angebliche Terrorplots von Islamisten in Australien erfinden.

In der Basler Zeitung gibt es einen sehr guten Artikel zu den Schandtaten Murdochs und der australischen Regierung und der aktuellen Geiselnahme in Sydney: „Die Murdoch-Medien pushen das IS-Thema bis hin zur Hysterie“. „Vor ein paar Wochen verbreitete eine Murdoch-Zeitung die Meldung, dass der höchstrangige australische IS-Kämpfer in Syrien seinen Kampfgenossen in Australien den Befehl erteilt habe, in Sydney eine Person zu köpfen. Das war nicht mehr als eine mediale Mutmassung, die Polizei sagte nichts dergleichen. Im September gab es in Sydney und anderen Städten einen Antiterroreinsatz mit 800 Polizisten. Das Resultat nach 15 Festnahmen war, dass eine oder zwei Personen wegen nur vergleichsweise kleiner Delikte vor Gericht kommen. Ob es bei der Geiselnahme in Sydney Verbindungen zum IS gibt, wird noch geklärt werden müssen. Ich wäre nicht überrascht, wenn es sich beim Geiselnehmer um einen «lone wolf» handelt“, heißt es dort unter anderem.

Auch hier bei Blauer Bote gab es schon Artikel zum Thema „Australien, Terrorismus und Polizeistaat“: „Australische Regierung zieht den Terror-Jackpot“, „Australien dreht durch“ und „Australien: Polizisten töten 18jährigen vor Polizeiwache“. Ein kurzer Auszug aus dem letztengenannten Artikel: „Die australische Regierung will sich Terrorangst als Mittel zur Bevölkerungskontrolle und für weitere politische Zwecke nutzbar machen. Jetzt töteten zwei Polizisten einer Spezialeinheit einen jungen ‚terrorverdächtigen‘ Mann, der zu einem ‚Routinegespräch‘ einbestellt wurde.“. Die Artikel sind teilweise kurz, aber mit weiterführenden interessanten Links versehen, die man ergänzend unbedingt aufrufen sollte.

UPDATE: Rupert Murdoch feiert bei Twitter: