Gesellschaft Politik Wissenschaft

USA gestehen dritten Stützpunkt in Syrien ein

Bereits seit längerem ist bekannt, dass die USA in Syrien im Norden beziehungsweise Nordosten zwei Stützpunkte eingerichtet haben: Einen Flugplatz in Rmeilan in der Provinz al-Hasaka und eine zweite Basis südöstlich von Kobane, nahe der türkischen Grenze. Nach US-Angaben sind dort 300 Angehörige von Bodentruppen des US-Militärs im Einsatz. Heute gab die US-Regierung die Existenz einer amerikanisch-britischen Basis in At-Tanf im Süden Syriens, nahe der jordanischen Grenze, bekannt. Letztere Verlautbarung geschah allerdings nicht ohne Hintergedanken: Russland habe die gemeinsam mit „moderaten Rebellen“ genutzte Basis angegriffen. Russland dementierte dies. Ein tatsächlicher Angriff auf die Basis scheint unwahrscheinlich. Die US-Meldungen könnte wohl eher der Ablenkung von zwei schweren Kriegsverbrechen der letzten Tage in Syrien dienen, auch um den Preis der Bekanntgabe eines weiteren Militärstützpunktes in Syrien (letzteres wie bei den zuvor genannten Fällen auch ein allen Experten bewußter klarer Bruch des Völkerrechts):

Bei Aleppo haben zum einen regierungsfeindliche bewaffnete Kämpfer – US-Verbündete „moderate Rebellen“ und Teilnehmer eines CIA-Programms – grausam ein Kind getötet und gingen mit dem Video der Ermordung ihres angeblichen Feindes im Internet hausieren: „Enthauptung durch moderate Rebellen„, “Syrien: Mit USA verbündete “moderate Rebellen” schneiden 11-jährigem Jungen vor laufender Kamera Kopf ab” und “Zwei der Kindermörder sollen die Führer der Al-Zenki-Rebellengruppe in Aleppo sein“. Zum anderen sind im Norden des Landes hunderte Menschen durch einen us-amerikanisch-französischen Luftangriff getötet worden – die Bundeswehr streitet eine Beteiligung ab, ist aber auf dem gleichen Stützpunkt Incirlik in der Türkei gemeinsam mit den NATO-Kollegen aus Frankreich und den USA im Syrien-Einsatz – und das Massaker lies sich kaum mehr vertuschen, da selbst Amnesty International aus London die Angriffe der US-Regierung anprangerte: „Hunderte tote Zivilisten durch Luftangriffe von USA und Frankreich„. Bombardiert wurde dabei die Stadt Manbij.

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern