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Fassbomben in Syrien

Medienberichte zum Syrienkrieg zeichnen ein Bild des „Fassbombers“ Assad, der seine eigene Bevölkerung ständig mit diesen improvisierten Bomben aus Fässern und anderen Behältnissen bewirft, um möglichst viele seiner syrischen Mitbürger zu töten. Der syrische Präsident Baschar al-Assad wiederum sagte in Interviews, von westlichen Journalisten angesprochen auf die vermeintliche Wunderwaffe, die syrische Armee oder Luftwaffe brauche keine Fassbomben, denn man habe richtige, moderne, stärkere, wirkungsvollere Bomben. 

Tatsächlich handelt es sich bei dem Fassbombenthema um eine reine Propagandawaffe des Westens und seiner Verbündeten – wie beispielsweise Saudi-Arabien – gegen Syrien. Fassbomben gibt es. Sie wurden auch schon in Kriegen und Konflikten als „Notwaffe“ eingesetzt. Dass die Fassbomben im Syrienkrieg als Propaganda-Claim eingeführt wurden, könnte auch damit zusammenhängen, dass das us-amerikanische Publikum schon mit dem Begriff „Fassbombe“ von der – immer noch laufenden – Besatzung des Irak her vertraut war. Das ist nur eine Theorie, aber sie ist nicht unplausibel.

Die Fassbomben-Situation im Irak stellt sich für die Besatzungstruppen aus den USA wie folgt dar: Konvois mit US-Soldaten geraten immer wieder in einen Hinterhalt mit improvisierten Sprengfallen, den sogenannten Fassbomben. Diese stehen am Wegesrand – im Idealfall natürlich getarnt – und richten bei einer Explosion schwere Schäden unter Soldaten und Gerät an und zerstören auch schon Mal die Wand der ein oder anderen Lehmhütte. Die aus dem Irak zurückgekehrten Soldaten berichten von den Fassbomben als wahre „Höllenmaschinen“. Und aus ihrer Sicht sind sie das ja auch.

Dieses „Wissen“ des US-Publikums hat man wohl einfach für den Syrienkrieg aktiviert und behauptet, „die Bestie Assad“ werfe ständig Fassbomben, die ganze Hochhäuser einreißen, in ihrer Wirkung knapp unter der von Atombomben anzusiedeln sind und stärkere seismologische Auswirkungen haben als die stärksten Erdbeben. Das alles ist natürlich schon alleine wegen der dafür viel zu geringen Sprengkraft einer Fassbombe grober Unfug. Man könnte auf Basis der Fassbomben-Behauptungen der westlichen Politiker und Medien ja auch Mal fragen, warum beispielsweise die Bundeswehr nicht über diese billige und angeblich so effektive Waffe verfügt…

Betrachten wir im Folgenden die bizarren Erdbeben-Fassbomben-Vergleiche durch die Weißhelme, angebliche Fassbomben-Angriffe auf Krankenhäuser und Hilfstransporte sowie den Einsatz des (für Propaganda im Kampf um Aleppo missbrauchten) damals siebenjährigen Mädchens Bana Alabed für die Fassbombenpropaganda des Westens. Alle genannten vermeintlichen Fassbombenereignisse wurden auch in dem Artikel „Syrienkrieg: Giftgas, Fassbomben, Chemiewaffen“ thematisiert. Hinten angehängt an den Artikel finden sich noch Expertenstimmen zum Syrienkrieg, um das Thema abzurunden.

White Helmets überführen sich selbst mit Erdbeben-Fassbomben-Lüge

Die Hauptlieferanten von Propagandabildern für die westlichen Medien aus Syrien sind die Weißhelme. Eine Pseudo-Rettungstruppe, die 2013 von dem britischen Militärdienstleister James Le Mesurier gegründet wurde. Selbiger will das Projekt nach eigenen Angaben spontan in der Türkei zusammen mit türkischen Erdbebenrettungstrainern gestartet haben. Das Erdbeben-Thema setzt Le Mesurier auch ein, um angebliche Verwüstungen durch angebliche Fassbomben (englisch „Barrel Bombs“) zu für die Weltöffentlichkeit zu illustrieren. Allerdings zeigt er dabei versehentlich, dass er überhaupt keine Ahnung von der Materie „Erdbeben“ hat, beziehungsweise, dass er hier glatt lügt. Auch der Weißhelm-Direktor behauptet wie Le Mesurier wissenschaftlich absolut Unmögliches und überführt sich so selbst der Lüge.

„The explosive-laden barrels are hurled out of helicopters. When one strikes, it can produce the seismological equivalent of a 7.6 magnitude earthquake, the White Helmets‘ James LeMesurier told CNN’s Chief Medical Correspondent Dr. Sanjay Gupta.“, heißt es in dem CNN-Artikel „Syria war: White Helmets group says aid center hit by barrel bomb“ vom 6. Oktober 2016. Weißhelm-Gründungsvater Le Mesurier behauptet also, schon eine einzelne Fassbombe würde ein Erdbeben der Stärke 7,6 auslösen können. Das aber ist völlig unmöglich.

Zunächst einmal werden Fassbomben entgegegen der dahingehenden permanenten westlichen Medienpropaganda in Syrien gar nicht eingesetzt. Es gibt zumindest keinen Beleg dafür. Falls sie tatsächlich eingesetzt würden, dann wäre das sogar ein kleineres Übel. Fassbomben sind improvisierte Sprengbomben. Um sie herzustellen, verwendet man einen großen Metallbehälter – auch alte Fässer (daher der Name) – und füllt diesen mit Sprengstoff und Schrapnellen. Eine Fassbombe hat wesentlich weniger Sprengkraft als eine herkömmliche Fliegerbombe. Wenn Ihre Wohngegend bombardiert wird, sollten Sie also beten, dass es Fassbomben sind, denn da sind Sie wenigstens hinter der Mauer ihres Hauses einigermaßen sicher… Wenn also in den Medien schon mal berichtet wird, Fassbomben sind in ihrer verheerenden Wirkung knapp unterhalb von Atombomben anzusiedeln, so ist das aus technisch-wissenschaftlicher Sicht völlig lächerlich.

Selbst wenn man annimmt, dass Fassbomben in Syrien eingesetzt würden (Syriens Präsident Assad sagte in einem Interview, man habe bessere Bomben und brauche keine Fassbomben), hilft das der absurden Falschaussage Le Mesuriers nicht weiter. Selbst unterirdische Atombombentests können maximal Erdbeben einer Stärke von 4 bis 5 erzeugen. Das trifft zumindest auf die bisherigen Tests zu. Bei einer entsprechenden überirdischen Explosion käme es zu noch sehr viel geringeren Werten, da ein Großteil der Bombenenergie in die Schockwelle fließt und nicht im Untergrund wirksam wird. Dass es durch mit Sprengstoff befüllte Fässer – Fassbomben – zu Erdbeben der Stärke 7,6 kommt, ist völlig unmöglich.

Man beachte auch, dass die Momenten-Magnituden-Skala (Wikipedia: „Die Richterskala ist messtechnisch nach oben auf Magnitude 6,5 begrenzt. Höhere Magnituden stärkerer Beben werden mit der Momenten-Magnituden-Skala (MW) bestimmt.“) nicht linear verläuft. Ein Erdbeben der Stärke 7 setzt laut Wikipediaeine seismische Energie äquivalent zu 38 Hiroshima-Atombomben frei. Eine Erbeben der Stärke 8 setzt eine seismische Energie äquivalent zu 1200 Hiroshima-Atombomben frei. Um ein solches Beben künstlich auszulösen, bräuchte man also mindestens so viel Energie, wenn man nicht gerade eine geologische Spannungszone trifft. Und laut White-Helmets-Gründer Le Mesurier soll eine Fassbombe in diesen Bereichen wirken… Das ist absoluter Nonsense.

Mw ES
in Joule
Menge TNT
in Tonnen
Äquivalenz
Hiroshima-
Atombomben
(12,5 kT TNT)
4 6,3·1010 15 0,0012
5 2,0·1012 475 0,038
6 6,3·1013 15.000 1,2
7 2,0·1015 475.000 38
8 6,3·1016 15.000.000 1.200
9 2,0·1018 475.000.000 38.000

Eine Einordnung des angeblichen Fassbombenerdbebenwertes von 7,6 beüglich der Häufigkeit und der Zerstörungskraft solcher Beben zeigt noch einmal, wie unglaubwürdig die Weißhelm-Aussagen sind: Erdbeben zwischen 6 und 7 zerstören einen Umkreis bis zu 70 Kilometern und kommen weltweit etwa 120 Mal pro Jahr vor. Erbeben zwischen 7 und 8 zerstören einen größeren, dreistelligen Umkreis und kommen etwa 18 Mal pro Jahr vor, auf der gesamten Erde. Erdbeben zwischen 8 und 9 kommen im Schnitt einmal jährlich vor und richten Zerstörungen in einigen hundert Kilometern Umkreis an.

Richter-Magnituden Einteilung der Erdbebenstärke Erdbebenauswirkungen Häufigkeit der Ereignisse weltweit
5,0 … < 6,0 mittelstark Bei anfälligen Gebäuden ernste Schäden, bei robusten Gebäuden leichte oder keine Schäden ≈ 800-mal pro Jahr
6,0 … < 7,0* stark Zerstörung im Umkreis bis zu 70 km ≈ 120-mal pro Jahr
7,0* … < 8,0* groß Zerstörung über weite Gebiete ≈ 18-mal pro Jahr
8,0* … < 9,0* sehr groß Zerstörung in Bereichen von einigen hundert Kilometern ≈ einmal pro Jahr
9,0* … < 10,0* extrem groß Zerstörung in Bereichen von tausend Kilometern ≈ alle 1 bis 20 Jahre
≥ 10,0* globale Katastrophe Noch nie registriert unbekannt

Ein weiterer Weißhelm-Chef – White-Helmet-Direktor Raed Saleh – sprach sogar von einer Erdbebenstärke von 8 auf der Richter-Skala durch Fassbomben bei einer Anzahl von 50 abgeworfenen solchen Fassbomben täglich. Saleh sagte dazu auch noch, das fatale Erdbeben in Italien habe nur die Stärke 6,2 gehabt und setzt es bewusst in Beziehung zu einer angeblich stärkeren Fassbombe. Von einer wahnwitzigen verheerenden Fassbomben-Erdbebenserie im Nahen Osten, die Syrien und Teile der Nachbarländer komplett verwüstet hätte, ist dem Rest der Menschheit allerdings nichts bekannt. Der Mann lügt einfach bei der Entgegennahme des Right Livelihood Award und niemanden scheint es zu interessieren. Nicht nur Geologen müssten bei solchen Angaben in lautem Gelächter ausbrechen.

Weißhelme: „Angriff auf ein Krankenhaus in Aleppo“

In Aleppo wurde angeblich Ende April 2016 ein in den Gebieten der „Rebellen“ gelegenes Krankenhaus bombardiert. Das angebliche Krankenhaus ist den syrischen Ärzten nicht bekannt (21). Der Vorgang ist auch ein Lehrbeispiel dafür, wie man ohnehin schon eng mit westlichen Administrationen verbundenen humanitären NGOs Propaganda unterjubelt. „Ärzte ohne Grenzen“ verbreitete in der deutschsprachigen Mitteilung zu dem Vorfall die Lügen der Weißhelme (22): 

Wer in Syrien in einem Krankenhaus Hilfe sucht, begibt sich in Lebensgefahr. In diesem Jahr wurden bereits elf von Ärzte ohne Grenzen unterstützte Krankenhäuser bombardiert. Viele Menschen haben ihr Leben verloren. Zuletzt wurden bei einem Luftangriff in Aleppo das Al-Kuds-Krankenhaus und benachbarte Gebäude zerstört, dabei starben mindestens 50 Menschen, darunter sechs Mitarbeiter des Krankenhauses. Die Überlebenden berichten, dass zuerst zwei Fassbomben die angrenzenden Gebäude trafen. Dann explodierte eine dritte Bombe, diesmal gezielt am Eingang der Notaufnahme, also dort, wo sich Ärzte und Pfleger um die Verwundeten kümmerten.“.

Dieser Bericht der „überlebenden“ Weißhelme bezieht die übliche Fassbombenpropaganda ein und ist auch sonst nicht stimmig. Selbst wenn Fassbomben in Syrien eingesetzt würden, könnte man mit dieser Waffe nicht ein ganzes Krankenhaus beziehungsweise mehrere Gebäude platt bomben. Bilder des angeblichen Hospitals vom Morgen nach dem Angriff, die auch massenweise in deutschen Medien zu sehen waren, zeigen, dass dieses eben nicht zerstört wurde und Sandsäcke am Gebäude völlig intakt sind. Das bereits zuvor beschädigte Gebäude sieht nicht so aus, als sei es in der Nacht völlig zerstört worden. Videos aus der angeblichen Bombennacht bestätigen den Eindruck: Die Sandsäcke sind fein säuberlich am Eingang und an an den Außenmauern des Gebäudes aufgestapelt (23) . Hier können keine mörderischen Superbomben gerade ein großes Gebäude völlig zerstört haben, auch wenn die Weißhelme noch so schön mit dem eigens vor dem Gebäude platzierten Schutt spielen.

Quelle: Screenshots Youtube

Professor Tim Anderson aus Australien weist unter Bezugnahme auf russische Luftbilder darauf hin, dass das angebliche Al-Quds-Krankenhaus schon am 15. Oktober 2015 das gleiche Schadbild bot wie am 29. April 2016, nach dem angeblichen Angriff, der es völlig zerstört haben soll (24).

Quelle: Screenshot Twitter

“Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) unterstützt die Weißhelme und angebliche Krankenhäuser, beispielsweise mit Materialien. MSF ist aber nicht selbst mit Ärzten vor Ort aktiv. “Ärzte ohne Grenzen“ gibt das wieder, was die „örtlichen Rettungshelfer“ der White Helmets berichtet haben. Die Medien wiederum schrieen dann laut „Ärzte ohne Grenzen“ und vermittelten den Eindruck, hier sei ein Krankenhaus von „Ärzte ohne Grenzen“ zerbombt worden. Dabei handelt es sich bei dem Gebäude wahrscheinlich nicht einmal um ein Krankenhaus.

Ein Videos soll angeblich den Angriff auf die Notaufnahme von innen (25) zeigen. Wie hatte es doch bei „Ärzte ohne Grenzen“ und den Massenmedien dazu geheißen?

Die Überlebenden berichten, dass zuerst zwei Fassbomben die angrenzenden Gebäude trafen. Dann explodierte eine dritte Bombe, diesmal gezielt am Eingang der Notaufnahme, also dort, wo sich Ärzte und Pfleger um die Verwundeten kümmerten.“

Quelle: Screenshots Youtube, New York Times

Auf dem Notaufnahme-Video sind wenige Sekunden vor dem Treffer entspannte Ärzte und Patienten zu sehen, obwohl man nach der offiziellen Story davon ausgehen müsste, dass dort die Hölle los ist, wenn sich die Ärzte und Pfleger nach zwei Bombentreffern um die Verwundeten kümmern. Stattdessen macht einer der Ärzte Sekunden vor dem „dritten Treffer“ wohl gerade Feierabend. Und nach der Explosion wieder relativ unaufgeregte Menschen (die offenbar nicht so recht wissen, was sie jetzt schauspielern sollen), während sich „draußen“ eine bizarre Szene abspielt:

Ein Mann steht auf einem Podest vor der Eingangstür des vermeintlichen Krankenhauses, welche, wir wir weiter oben (und aus einem anderen Winkel, von vorne) gesehen haben, ja einwandfrei zugänglich ist. Er schreit die Weißhelme vor ihm an: „Holt meinen Sohn raus! Mein Sohn ist hier!“. Die Weißhelme wedeln derweil mit Sandsäcken auf dem Boden herum und haben offenbar nicht vor, einfach in das Gebäude zu gehen. Und hinter dem Mann brennt auch noch Licht im Eingangsbereich. Die New York Times hat das Video der Weißhelme, zu dem diese Szene gehört, veröffentlicht und den Artikel mit „Divided Aleppo Plunges Back Into War as Syrian Hospital Is Hit“ betitelt (26). Genau das war wohl der Plan.

Dieser Fall ist ein Paradebeispiel für die „humanitäre Krankenhauspropaganda“, die im Syrienkrieg vor allem 2015-2016 zum Einsatz kam (27). Im Zusammenhang mit dem oben genannten angeblichen Angriff brachte die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ den Twitter-Hashtag „#notatarget“ ins Spiel. Und dieser wurde in den folgenden Monaten ausgiebig zur Krankenhauspropaganda genutzt. Wochenlang wurde laut Weißhelmen und Medienpropaganda täglich ein neues „letztes Kinderkrankenhaus von Aleppo“ zerbombt und auf die Tränendrüse gedrückt.

Ein besonders trauriges Beispiel für die Propagandazusammenarbeit von Weißhelmen und westlichen Regierungen ist der Tweet der französische UN-Gesandtschaft vom 28.9.2016, der ein angeblich aktuelles Foto präsentiert, welches die Zerstörung von Krankenhäusern in Aleppo, Syrien, durch die russische oder syrische Luftwaffe zeigen soll. Nur doof, dass das gleiche Bild schon vor mehr als zwei Jahren (am 3.8.2014) beispielsweise in einem Artikel von n-tv auftaucht, der Angriffe und Zerstörungen durch Israel in Gaza zeigt.

Quelle: Screenshots n-tv, Twitter

Der Artikel von n-tv vom August 2014 mit dem Originalbild trägt den Titel „Breite Mehrheit für den Krieg. ‚Die Stimmung in Israel ist aufgeladen‘“ und zeigt zerstörte Häuser in den Palästinensergebieten, also auch noch nicht einmal in Syrien (28). Frankreich postete in seinen Fälschungsversuch bei Twitter: „2 hospitals were bombed earlier today in #Aleppo #UNSC holds meeting on healthcare in armed conflict this morning Our call: #NotATarget„ (29). Bebildert ist die Nachricht von der angeblichen Attacke mit dem Falschbild und einem Plenarsaal der UN.

Tatsächlich haben die Einwohner Ostaleppos – so berichteten sie es nach ihrer Befreiung – keine geregelte medizinische Hilfe erhalten und schon gar nicht durch die Weißhelme. Der schwedische Konfliktforscher Professor Jan Oberg war nach der Rückeroberung von Ostaleppo durch Syrien vor Ort. Im Interview mit dem Magazin Telepolis wurde er gefragt, ob er sich mit den Weißhelmen unterhalten konnte (30). Obergs Antwort: „Nein, von dieser mit 100 Millionen US-Dollar finanzierten angeblichen Hilfsorganisation haben ich niemanden in Aleppo gesehen. Ich traf ein paar Anwohner, die von ihnen gehört hatten, aber niemanden, der sie gesehen hatte oder während der Besatzungsjahre Hilfe von ihnen erhalten hatte.“.

Verweise

(21) https://propagandaschau.wordpress.com/2016/05/31/syrien-interview-mit-einem-echten-arzt-in-aleppo/
(22) https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/angriffe-krankenhaeuser-syrien-un-resolution
(23) https://www.youtube.com/watch?v=_qV-DGg-P6E
(24) https://www.globalresearch.ca/the-aleppo-hospital-smokescreen-covering-up-al-qaeda-massacres-in-syria-once-again/5524250
(25) https://www.youtube.com/watch?v=dgZslooMi90
(26) https://www.nytimes.com/2016/04/29/world/middleeast/aleppo-syria-strikes.html?_r=0
(27) https://propagandaschau.wordpress.com/2015/10/22/ard-propaganda-ueber-einen-angeblichen-luftangriff-russlands-auf-eine-klinik/
(28) http://www.n-tv.de/politik/Die-Stimmung-in-Israel-ist-aufgeladen-article13357476.html
(29) https://twitter.com/franceonu/status/781122974262919168
(30) https://www.heise.de/tp/features/Was-Sie-ueber-Aleppo-hoeren-ist-bestenfalls-ein-kleiner-Teil-der-Wahrheit-3610881.html?seite=all

Weißhelme: „Luftangriff auf Hilfskonvoi von UN und Syrischer Roter Halbmond“

September 2016: Die USA und Russland hatten sich darauf geeinigt, dass man auch mit dem Segen des Westens gegen Al Qaida bomben darf und für die anderen, angeblich moderaten „Rebellen“ eine Feuerpause gilt. Letztere weigerten sich aber, sich von ihren Al-Qaida-Kollegen zu separieren, wie die US-Regierung „mit Bedauern“ feststellte (57). Nach dem vorgeblichen „Angriff auf den Hilfskonvoi“ durch angeblich die syrische Regierung oder Russland waren die armen „Rebellen“ wieder in Gänze die Opfer und Helden. 

Quelle: Screenshot New York Times

Der im Wesentlichen von der arabischen Variante des Roten Kreuzes – Roter Halbmond – betreute Hilfskonvoi startete aus dem Gebiet der syrischen Regierung und sollte Versorgungsgüter für die Zivilbevölkerung in die von den „Rebellen“ gehaltenen Gebiete bringen. Um die Ankunft des Konvois zu verhindern, hätten die Syrer ihn also gar nicht erst losschicken sollen… Die Tatsache, dass der Konvoi aus dem Regierungsgebiet kam, wurde in den westlichen Medien so gut wie gar nicht thematisiert (58). Die Roter-Halbmond-Fahrer wurden übrigens an der Frontlinie gegen „Roter-Halbmond-Fahrer“ aus dem Rebellengebiet ausgetauscht, (angebliche) Tote des Angriffs wurden nie gezeigt.

Quelle: Screenshot Twitter

Ein in den Medien viel gezeigter Weißhelm, der über den angeblichen Angriff „berichtet“, ist ein militanter Kämpfer und garantiert nicht unparteiisch (59, 60). Weitere Ungereimtheiten komplettieren das schiefe Bild. Dass wieder niemand Daten zu Flugbewegungen zum fraglichen Zeitpunkt und fraglichen Ort vorlegen konnte, entspricht den üblichen Rahmenbedingungen der White-Helmets-Geschichten. Auch die Schadbilder weisen nicht auf eine Bombardierung durch (syrische oder russische) Kampfflugzeuge oder Fassbomben abwerfende Hubschrauber hin, denn Bombentrichter gibt es wieder einmal keine. Ein Drohnenbombardement  könnte stattgefunden haben.

„Erdbebenschäden“ der Stufe 8 durch Fassbomben sieht man natürlich erst recht nicht auf den Bildern. White-Helmet-Direktor Raed Saleh sprach 2015 bei der Verleihung des „The Right Livelihood Award“ – von den Medien auch als „Alternativer Nobelpreis“ bezeichnet – an die Weißhelme von einer Erdbebenstärke von 8 auf der Richter-Skala durch Fassbomben bei täglich 50 abgeworfenen Fassbomben (61, 62)! Dazu bemerkte er noch, das letzte fatale Erdbeben in Italien habe nur die Stärke 6,2 gehabt:

„I find it difficult to convey to international audiences the scale of this terror: the localised effect of a barrel bomb is the same as an earthquake measuring 8 on the Richter scale. The horrific earthquake last month in Italy measured 6.2 on the Richter scale. So imagine that, 50 times a day.“

Man braucht wohl nicht extra zu betonen, dass solche Äußerungen, die beispielsweise auch von Le Mesurier getätigt wurden, mit der Realität und wissenschaftlichen Erkenntnissen nichts zu tun haben. Vielleicht hat ja die gelernte Physikerin Angela Merkel eine Erklärung dafür…

Einen „Bombenkrater“ gab es übrigens doch bei dem „Angriff auf den Hilfstransport“, einen lächerlich gefälschten (63). Diese Fälschung wurde versehentlich indirekt durch ausgerechnet die zum Syrienkrieg gegründete britische Propagandatruppe Bellingcat bestätigt. Ein kleinerer Teil – im Wesentlichen das Leitwerk – einer vor längerem explodierten Bombe russischer Bauart des Typs OFAB 250-270 wurde in ein Loch gelegt bei ein paar Kartons gelegt. Das sollte der Beweis für einen Luftangriff durch Russland oder Syrien sein. Die Propagandaschau schrieb dazu:

„Auch wenn es anhand der wenigen Bilder schwer zu beurteilen ist, deutet der umgekrempelte Stahl des Bombenkörpers darauf hin, dass diese Bombe tatsächlich irgendwann einmal irgendwo explodiert ist. Irgendwann, irgendwo, aber ganz sicher nicht am Fundort!

Quelle: Twitter, Propagandaschau

Laut den Bellingcat-„Experten“ kam die Bombe durch das Einschlagsloch in der Decke und landete auf einem Haufen Kartons mit Hilfsgütern

Es gibt in diesem Fall grundsätzlich vier denkbare Szenarien:

  1. Die Bombe ist beim/nach Aufschlag auf das Dach explodiert
  2. Die Bombe ist durch die Decke geschlagen und explodiert
  3. Die Bombe ist durch die Decke geschlagen und nicht expodiert
  4. Die Bombenreste wurden an dem Ort abgelegt, um sie dort zu finden.“

Punkt 1 und 2 fallen aus, denn dann würde man hier kein Bombenleitwerk beziehungsweise angesichts des Bombeninhalts von 92kg militärischen Sprengstoffs keine Kartons sehen. Selbst wenn die Bombe ein Blindgänger gewesen wäre (Punkt 3), hätte man sie auch gefunden und nicht nur das abgerissene Hinterteil und das hätte doch ein noch besseres „Beweisbild“ abgegeben. Bleibt nur noch Punkt 4 – die britische Propagandaklitsche Bellingcat hat sich damit selbst überführt. Die Propagandaschau dazu im Weiteren:

„Der Bombenrest wurde von den Tätern herbeigeschafft und am Ort abgelegt. Dies spricht nicht nur für eine systematische Planung und Inszenierung des gesamten Vorfalls, sondern ist ein harter Beweis für die Täterschaft der vom Westen finanzierten Terroristen.“

Verweise

(57) http://blauerbote.com/2017/03/18/syrien-ost-aleppo-wurde-von-al-qaida-beherrscht/
(58) https://www.nytimes.com/2016/09/25/world/middleeast/from-paradise-to-hell-how-an-aid-convoy-in-syria-was-blown-apart.html
(59) https://www.youtube.com/watch?v=S_DUCjGosZQ
(60) https://www.rubikon.news/artikel/die-weisshelm-terroristen
(61) https://www.globalresearch.ca/syria-consign-barrel-bombs-to-the-propaganda-graveyard/5569653
(62) http://blauerbote.com/2017/09/17/white-helmets-ueberfuehren-sich-selbst-mit-erdbeben-fassbomben-luege/
(63) https://propagandaschau.wordpress.com/2016/09/27/die-dummheit-der-nato-propagandisten-von-bellingcat-entlarvt-die-wahrheit-hinter-dem-angriff-auf-syrischen-hilfskonvoi/

Bana Alabed und die vierzig Fassbomben

Im Syrienkrieg wird ein kleines siebenjähriges beziehungsweise mittlerweile achtjähriges Mädchen namens Bana Alabed vom Westen und seinen jihadistischen Hilfstruppen (Al Qaida und co) in Syrien für übelste Kriegspropaganda missbraucht. Man kennt diese Propaganda mit leidenden Kindern schon aus der Vergangenheit, siehe beispielsweise die Brutkastenlüge Kuweit/Irak oder die Lüge über aus dem Bauch geschnittene und gegrillte Föten von Rudolf Scharping im Kosovo-Krieg. Eine der vielen Propagandalügen, die der Bana-Account verbreitet, ist die sogenannte Fassbombenlüge. Diese ist eine der Hauptpropagandathemen des Syrienkrieges, entbehrt aber jeglicher Grundlage, weil es für diese Anschuldigungen einerseits keinerlei Beweise gibt und andererseits schon einige Lügen in diesem Zusammenhang aufgeflogen sind.

„2 phosphorus & 2 barrel bombs hit near our house it shook the ground, we cried. – Fatemah #Aleppo“, twitterte Fatemah Alabed über den Bana-Alabed-Account am 30. September 2016. Fassbomben – auf Englisch „Barrel Bombs“ – an und für sich gibt es wirklich – das Dumme für Propaganda-Fatemah ist nur, dass sie in Syrien gar nicht eingesetzt werden und wenn, dann wäre das sogar ein kleineres Übel. Fassbomben sind improvisierte Sprengbomben. Um sie herzustellen, verwendet man eine großen Metallbehälter – auch alte Fässer (daher der Name) – und füllt diesen mit Sprengstoff und Schrapnellen. Eine Fassbombe hat wesentlich weniger Sprengkraft als eine herkömmliche Fliegerbombe. Wenn Ihre Wohngegend bombardiert wird, sollten Sie also beten, dass es Fassbomben sind, denn da sind Sie wenigstens hinter der Mauer ihres Hauses einigermaßen sicher… Wenn also in den Medien im Zusammenhang mit Aleppo schon mal berichtet wird, Fassbomben sind in ihrer verheerenden Wirkung knapp unterhalb von Atombomben anzusiedeln, so ist das völlig lächerlich.

In dem sehr interessanten Hintergrundbericht „‚Fassbomben‘ in Syrien“ von Joachim Guilliard heißt es: „Angesichts des langen Krieges ist es natürlich durchaus denkbar, dass Syrien, nachdem die Vorräte an importierten Waffen zur Neige gingen, begann, Bomben einfacher Bauart selbst herzustellen, wenn auch nicht unbedingt improvisiert aus Ölfässern. Im Grunde ist dies aber unerheblich, da Sprengkraft und Splitterwirkung solcher einfachen Bomben so oder so wesentlich geringer sind als die von Sprengkörpern konventioneller Bauart aus westlichen oder russischen Rüstungsschmieden, ganz zu schweigen von den Hightech-Bomben und Raketen, die NATO-Staaten aus ihren Kampfflugzeugen und Drohnen werfen oder abwerfen. Bei diesen wurden Sprengstoffart, Form, und Splittermantel aufwendig optimiert, damit ihre feinen rasierklingenscharfen Schrapnells noch auf Dutzende Meter Entfernung tödlich sind. Werden tatsächlich einfache Fässer oder ähnliches als Behälter verwendet, verpufft hingegen ein guter Teil des Sprengstoffs schon durch die geringe Dämmung. Technisch weniger ausgeklügelte Bomben kommen zudem aufgrund der simpleren, ungenauen Zündvorrichtungen häufig gar nicht zur Explosion.[6] [Würde man der syrischen Armee moderne, smarte Bomben der NATO anbieten, würde sie sicherlich gerne auf ihre ungelenkten, gar selbstgebastelten verzichten.]“.

Wikipedia schreibt mit Bezugnahme auf zwei Zeitungsmeldungen aus den vierziger Jahren: „Fassbomben wurden erstmals von der Irgun Tzwa’i Le’umi bei Terroranschlägen gegen die britische Mandatschaft in Palästina eingesetzt. Als Transportmittel wurden Lkw verwendet.[6][7] „.

Die syrische Regierung hat stets bestritten, solche Bomben, die nicht aus Jets abgeworfen werden können, sondern in Syrien typischerweise aus Hubschraubern gestoßen werden sollen, einzusetzen. Der syrische Präsident sagte schon 2015 auf eine entsprechende Frage eines westlichen Journalisten hin, dass man keine Fassbomben einsetze: „Wir haben richtige Bomben!“ – also bessere, stärkere! Wann stellt die NATO eigentlich Bomberstaffeln mit dieser nicht verbotenen vermeintlichen Superwaffe vor? Tatsächlich gibt es keine wirklichen Beweise für den Einsatz solcher Bomben (im Gegensatz zu Beweisen für den Einsatz selbstgebastelter Hellfire-Bombengeschosse durch die Jihadisten). Es gibt lediglich die Angaben von „syrischen Aktivisten“ – und damit sind die Propagandaorgane der Jihadisten à la White Helmets, AMC oder Syrische Beoachtungsstelle für Menschenrechte (mit Sitz in Großbritannien) und dergleichen gemeint – und einige entsprechende Falschbilder sowie ständige Falschtweets wie den oben genannten des Bana-Accounts oder diese besonders peinliche Fälschung (wo sogar noch auch das linke Bild nicht aus Aleppo oder Syrien im allgemeinen sein und älter sein soll):

white_helmets_fake_red

Ein Einsatz von Phosphorbomben  durch Syrien oder Russland – wie vom Bana-Alabed-Account behauptet – ist nicht belegt oder bestätigt. Im Gegensatz zum Einsatz solcher Geschosse im Irak durch die USA, wie selbst die Süddeutsche Zeitung und die Washington Post vermelden mussten: „Die umstrittenen Waffen, die grausame Brandverletzungen zur Folge haben können, seien jedoch lediglich als ‚Signalwaffen‘ benutzt worden, betonte das US-Militär.“. Die Meldungen über den Einsatz von Fassbomben, aber auch Phosphorbomben, durch die Jihadisten-Aktivisten sind hinsichtlich ihrer Beweiskraft Schrott, aber das macht nichts. Es braucht diesen Propagandaschrott, damit man in den westlichen Medien eine Basis für Propagandameldungen hat. Ob diese Nachrichten tatsächlich zutreffen, ist dabei eigentlich irrelevant. Ohne Propagandaschrott kann man nichts melden, es gibt keinen verkündbaren Anlaß. Durch die vom Bana-Account, den White Helmets, dem Aleppo Media Center und anderen gelieferten Behauptungen ist Material vorhanden, welches verbreitet werden kann. Und da die Medien ohnehin nicht mehr auf Kritik, Logik oder vorgelegte Gegenbeweise reagieren, wird das Ganze dann für viele Menschen zur Wahrheit.

Professor Meyer im Interview mit dem Deutschlandfunk vom Februar 2017 zu Fassbombenpropaganda, Aleppo und der Zivilbevölkerung: „Schauen wir uns die Gebiete an, die von den Dschihadisten kontrolliert werden, wo die Bevölkerung im Wesentlichen als Schutzschild genutzt wird … Wir haben immer nur gehört gerade beim Kampf um Ostaleppo: Das böse Regime, mit Fassbomben, vernichtet seine Zivilbevölkerung. Dass der Osten von Aleppo von Dschihadisten erobert worden ist, dass die Schulen geschlossen worden sind, dass alle Arbeitsstätten, Fabriken, Werkstätten im Wesentlichen geplündert worden sind, die Maschinen in die Türkei geschafft worden sind, damit die Bevölkerung verelendet und umso mehr von den Dschihadisten abhängig ist, all das sind Dinge, die normalerweise in den Medien nicht geäußert werden, die jetzt nach der Eroberung in zunehmendem Maße in den Vordergrund treten. Das heißt, für die Menschen in Ostaleppo war das tatsächlich eine Befreiung, und vor dem Hintergrund: Eine politische Lösung, eine friedliche Lösung kann nur mit dem Regime, was gegenwärtig an der Macht ist, garantiert werden.“.

Expertenstimmen zum Syrienkrieg

Professor Michael Jabra Carley: “ Die Rede von „unseren Gemäßigten“ ist eine Fiktion und ein Deckmantel der USA für ihre Unterstützung für Al-Qaida und deren verschiedene Verbündete, bei denen es sich weitgehend um ausländische Söldner handelt, die gegen die säkulare, legitime Regierung Syriens kämpfen. […] ob die Bewohner der USA, Kanadas und Europas bereit sind, für eine Serie von Lügen, und zur Verteidigung der US-geführten Al-Qaida-Invasion Syriens, einen grundlosen Krieg mit Russland zu riskieren.”

Professor Götz Aly: „Während westliche Medien die Lügengeschichte vom siebenjährigen ‚Twittermädchen‘ Bana Alabed aus dem von ‚den Rebellen‘ eroberten östlichen Stadtteilen Aleppos als pure Wahrheit verkauften, saß Franziskanerpater Ibrahim Alsabagh im belagerten Westteil der umkämpften Stadt. Er war den Regierungstruppen dankbar, dass sie die fast schon Eingeschlossenen verteidigten.“.

Professor Jan Oberg: „[…] die aus anderen Ländern gekommen waren und den Osten Aleppos besetzt hatten ‒ ob wir sie nun Rebellen, Dschihadisten, bewaffnete Opposition, Kämpfer, Terroristen oder anders nennen. […] Ich habe keine »Weißhelme« getroffen, Angehörige dieser angeblich humanitären Organisation. Ich traf auch niemanden, der sie in Aleppo gesehen hat oder dem von ihnen geholfen wurde. […] Auch die großen westlichen Medien sind weggeblieben.“

Professor Werner Arnold, Deutsche Welle“Christen in Syrien konnten lange ein relativ friedliches Leben führen. Im Bürgerkrieg sind aramäische Gemeinden ins Visier radikal-islamischer Gruppen geraten, die gegen das Assad-Regime kämpfen. Experten schlagen Alarm. […] Für die syrischen Christen hofft Arnold einzig und allein darauf, ‘dass diese ganze Rebellion irgendwann zusammenbricht.’“

Professor Jörg Becker: „Gleichwohl wird die Mehrzahl der Nutzer der Massenmedien schlicht unwissend darüber sein, dass die USA seit Jahren völkerrechtswidrig einen Regime Change in Syrien herbeizuführen versuchen. Dass das ganze Terror-Problem vor allem durch westliches Morden und westliche Kriege entstanden ist. Ja, dass der Westen Al Quaida seit Jahren mit Waffen beliefert und hierdurch überhaupt erst großgemacht hat, um Assad zu stürzen“

Professor Norman Paech, teilweise zitiert: „Dagegen sei zum Beispiel nachgewiesen worden, dass 2013 Sarin aus der Türkei an „Rebellen“ in Syrien geliefert wurde. Das sei durch die Medien auch hierzulande nicht weiter verfolgt worden. „Die unendliche und desillusionierende Reihe von Kriegslügen, die uns alle US-amerikanischen Administrationen bei ihrer Kriegsführung von Vietnam über Jugoslawien bis hin zum Irak geliefert haben, haben mein Vertrauen in deren Meldungen zerrüttet““

Dr. Daniele Ganser: „Als im März 2011 der Syrien-Krieg ausbricht, sehen wir, dass man dort eigentlich die Sicherheitseinheiten von Präsident Assad angegriffen hat, also die Polizei und das Militär. Das waren verdeckte Kriege, die durch Saudi-Arabien und Katar unterstützt wurden. […] Sie haben aber nie Panzer geschickt, […] stattdessen radikale Sunniten unterstützt, welche dann den Sicherheitsapparat der Syrer angreifen. Und als die Syrer zurückgeschossen haben, hat man gesagt, dass Assad sein Volk erschieße.“

Professor Eva Myrdal: „[…] konnten wir frei in Damaskus und von dort Richtung Osten reisen. […] Während unserer Reise sehen wir Aufrufe vom schwedischen Außenministerium und die Nachrichten von internationalen TV-Sendern wie CNN, BBC und Al- Dschasira auf arabisch und englisch. Wir stellen fest, dass die Unstimmigkeiten zwischen dem, was die behaupten über Plätze, wo wir sind, und den Fakten vor Ort systematisch sind. Und in den vergangenen Monaten ist es noch deutlicher geworden, dass ‚die internationale Berichterstattung‘ à la Svensson eine Desinformationskampagne betreibt.“

Professor Ulrich Winkler: „Die lokalen Bischöfe sagten und sagen mir immer wieder in Gesprächen: Was ist die Alternative für die Christen? Wer schützt die Christen, wenn nicht das Assad-Regime? Welche Perspektiven gibt es überhaupt? […] Der Unterschied ist, dass wir es bei den Russen genau wissen, dass und wie sie Assad unterstützen, bei den anderen internationalen Akteuren, militärischen Beratern, Spezialeinheiten und Rebellengruppen ist das nicht so deutlich zu erkennen […] dass der Waffennachschub von außen für alle Seiten nach wie vor funktioniert, sonst wäre der Krieg längst zu Ende.“

Oberlandesgericht Düsseldorf: „Der Generalbundesanwalt wirft dem Angeklagten u. a. die Begehung von Kriegsverbrechen nach dem Völkerstrafgesetzbuch (VStGB) vor. So soll er in Aleppo eine mindestens 150-köpfige Stadtteilmiliz befehligt haben, die zu der Gruppierung „Ghoraba-as-Sham“ gehörte. […] soll die von dem Angeklagten befehligte Miliz einen Stadtteil im Nordosten von Aleppo kontrolliert haben. Die Miliz soll Plünderungen vorgenommen und Menschen, die sich ihr widersetzten, gefangenen genommen, gefoltert und auf das Schwerste misshandelt haben.“

General a.D. Harald Kujat: „Aber Aleppo wird deshalb eine humanitäre Katastrophe, weil dort Terroristengruppen diese Stadt besetzt haben, die Bevölkerung unterdrücken und das Regime, Assad-Regime, versucht, diese Stadt zu befreien. […] Aleppo hat eben auch eine Schlüsselfunktion für die Versorgung der terroristischen Gruppen: Al-Kaida, dort Al-Nusra, besetzen Aleppo und der IS. Es ist eben nicht so, dass dort die gemäßigten Gruppen gegen das Assad-Regime kämpfen […]“

Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi: „Die westliche Propaganda […] redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht: in der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al Kaida in Syrien […] Dies alles ist sehr beunruhigend: diese Supermacht protestiert 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Was bedeutet das?“

Professor Theodore Postol: „Dies wirft beunruhigende Fragen darüber auf, wie die politische und militärische Führung der USA zu dem Schluss kam, dass die syrische Regierung für den vermeintlichen Angriff verantwortlich war. Es ist besonders bedenklich, dass der WHR sich als ein Bericht mit „sehr überzeugenden“ Erkenntnisse darstellt und dass zahlreiche hohe Beamte in der US-Regierung ihre Ansicht darüber zum Ausdruck brachten, dass der Bericht korrekt war“

Professor Günter Meyer: „2007 deckte […] Seymour Hersh auf, dass die USA gemeinsam mit Israel und Saudi-Arabien eine Terrorarmee zum Sturz der Regierungen in Damaskus aufbauten. Auch berichtete der ehemalige französische Außenminister Fabius von britischen Vorbereitungen im Jahre 2009 für einen militärischen Angriff auf Syrien. […] Nach westlicher Lesart wurden die friedlichen Proteste des „Arabischen Frühlings“ 2011 vom Assad-Regime mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. Nicht erwähnt wurden Bewaffnete […] Ebenso wenig erwähnt wurden „versteckte Massaker“ an Sicherheitskräften.“

Scott Ritter: „Das Ausbildungs- und Ausrüstungsprogramm der CIA lässt sich zurückverfolgen bis zum Frühjahr 2011 […] Gedeckt durch die Luftherrschaft der NATO waren Kämpfer gegen das Regime in Libyen imstande, die Kontrolle über weite Landesteile zu erlangen. […] Waffen umzuleiten in die Türkei, wo sie Rebellenkräften übergeben wurden, die seit Juni 2011 im Kampf gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad standen […] vom syrischen Zweig der Muslimbruderschaft“

Professor Götz Aly: „Russland konnte der Türkei abringen, dass die radikalislamische Al-Nusra-Front (mittlerweile als Fatah-Al-Scham-Front getarnt) und selbstverständlich der IS weiterhin bekämpft werden. Beide Terrororganisationen wurden jahrelang von Saudi-Arabien, lange auch von der Türkei direkt unterstützt, indirekt mit US-amerikanischen und britischen Waffen beliefert […] Im Fall Syrien leiden unsere führenden Politiker (und viele Journalisten) an Geschichtsblindheit und Realitätsverlust.“

Peter Scholl-Latour: „Die Lage in Syrien selbst wäre nicht so explosiv, wenn nicht von außen heraus Unterstützung, Geld und vor allem auch Waffen hineingetragen würden. Es ist ja bezeichnend, dass die Aufstandsgebiete Homs unmittelbar an der libanesischen Grenze liegen […] dann andererseits Kilis, wo neuerdings die Türken […] Stellung bezogen haben, und dann eben auch als dritter Punkt Dara’a an der Grenze von Jordanien, man kann auch sehr leicht einen jordanischen Soldaten in eine syrische Uniform kleiden und sagen, das sei ein syrischer Soldat.“

Dr. Michael Lüders: „In Syrien wollte man und will man um jeden Preis Baschar al-Assad stürzen, ebenfalls ein furchtbarer Diktator. Aber man muss ja die Frage beantworten, sollte dieses Regime fallen, wonach es erst einmal nicht aussieht, wer würde dann die Macht in Damaskus übernehmen? Wahrscheinlich ja nicht Christ- oder Sozialdemokraten, sondern eher der Islamische Staat. Wo also ist die Logik dieser Politik?“

Karin Leukefeld: „Die wirtschaftlichen Zentren Syriens – die um Aleppo, Homs und Damaskus angesiedelt waren – sind weitgehend zerstört. Syrien hatte eine eigene Pharmaindustrie, eine hervorragende Textilindustrie, eine Lebensmittelindustrie und große Getreidereserven: alles ist zerstört, geplündert und in die Türkei verkauft.“

Professor Frieder Otto Wolf: „Man wird der Sache nicht gerecht, wenn man den Konflikt nur aus der Perspektive der gegenwertigen Oppositionskräfte in Syrien beschreibt. Man muss auch die langfristige Entwicklung und die gesellschaftlichen Kräfte dort betrachten. Der Westen hat sich hier mit islamistischen Kräften eingelassen, wie auch schon in Afghanistan und in Libyen, mit denen, wie ich glaube, keine tragfähige Partnerschaft möglich ist.“

Dr. Daniele Ganser: „Saudi Arabien, Katar, die Türkei, die Briten und die USA wollen seit Jahren Assad stürzen […] In der wissenschaftlichen Forschung spricht man von Regime Change, also von Putsch. […] Um Assad zu stürzen, haben seine Gegner radikale Sunniten unterstützt und diese bilden heute den IS.“

Professor Marcello Ferrada de Noli: „Lieber Herr Hackl, Ihre Investigativ-Abteilung der ARD stellte eine Anfrage an mich, in Reaktion auf eine Veröffentlichung von RT unter dem Titel: „Schwedische Ärzte: Lebensrettende Maßnahmen der White Helmets sind gestellt und gefährlich.“ Darin werde ich […] als Leiter der schwedischen Ärzteorganisation „Ärzte für Menschenrechte“ (SWEDHR) interviewt. […] zahlreiche gefälschte „lebensrettende“ Maßnahmen an vermutlich bereits toten Kindern […]“

Bischof Severios Malke Mourad, zitiert: „Nach seinen Informationen seien bei den jüngsten Angriffen der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) auf nordsyrische christliche Dörfer zwischen drei- und vierhundert Christen entführt worden. Insbesondere das christliche Dorf Tell Tamer sei wegen seiner Grenznähe von strategischer Bedeutung für die IS-Terroristen, da es ihnen die Waffenzufuhr über die Türkei ermögliche.“

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer: „Programmbeschwerde: ARD-aktuell unterschlägt Gegenansicht zum Syrienkrieg […] Der Bericht des Erzbischofs Tobij im italienischen Parlament, immerhin einer der großen politischen Bühnen der EU, wäre geeignet gewesen, dem deutschen Publikum die erbärmliche Heuchelei der Berliner Regierung bewusst zu machen. Er hätte auch eine Erklärung mehr dafür abgegeben, weshalb Rom sich am 20.10. weigerte, weitere EU-Sanktionen gegen Russland mitzumachen, wie vom Kabinett Merkel gefordert.“

Professor Götz Aly: „Anders als die Initiatoren der Studie […] weismachen wollen, flohen nicht fast 70 Prozent der Befragten allein wegen des Assad-Regimes aus Syrien, sondern allenfalls 20 Prozent […] Entweder sind die dafür verantwortlichen Journalisten unwillig, Statistiken zu prüfen, oder sie verstehen sich als Propagandisten […] Abgesehen von der Interpretation der Daten gilt es zu bedenken, dass Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl suchen, ganz überwiegend wissen, welche Antworten opportun sind und welche nicht.“

Bundesgerichtshof: “[…] Offensive in der Stadt Aleppo im Juli 2012, der Einnahme der Provinzhauptstadt Raqqa im März 2013, in Zusammenarbeit mit der ‘Jabhat al Nusra’, dem ‘Islamischen Staat im Irak und Syrien’ (ISIG) und anderen jihadistischen Gruppierungen ab dem 4. August 2013 an der Offensive gegen alawitische Dörfer im Gebirge in der Provinz Latakia, bei der zahlreiche Zivilisten ermordet wurden, sowie im Februar 2014 an dem Angriff auf das Zentralgefängnis von Aleppo, an dem wiederum auch die ‘Jabhat al Nusra’ und weitere jihadistische Vereinigungen teilnahmen.”.

Professor Michael Jabara Carley: „In der Tat kreist die syrische arabische Armee die Dschihad-Terroristen in Aleppo ein und drängt sie in Richtung der türkischen Grenze, um ihnen die Versorgungswege abzuschneiden […] Ein Umschwung wird überall wohlwollend aufgenommen, mit Ausnahme von den westlichen Mainstream Medien […] Die Obama-Administration hat direkt oder indirekt den ISIS und verschiedene Ableger der Al-Qaida in Syrien unterstützt“

Dr. Daniele Ganser: “Ja, auch der Angriff auf Syrien 2011 war illegal. Die Angreifer USA, Großbritannien, Frankreich, Türkei, Katar und Saudi-Arabien haben brutale Banden trainiert und mit Waffen ausgerüstet und versuchen seit 2011 Präsident Assad zu stürzen, was ihnen aber bisher nicht gelungen ist. Diese brutalen Banden müssen als Terroristen bezeichnet werden, aber die Angreifer benutzen das Wort „moderate Rebellen“ und verwirren dadurch die Öffentlichkeit.“

Professor Günter Meyer, Hallertau.info: „Professor Meyer ging auch auf die „Weißhelme“ ein, die im letzten Jahr den Alternativen Friedenpreis erhalten hatten. Sie sind eigentlich eine Zivilschutzorganisation der Nusra-Front in die mehrere hunderte Millionen Dollar aus dem Ausland investiert wurden. Nusra und IS sind Ableger der al Qaida-Organisation, die sich einige Zeit heftig bekämpft und sich inzwischen wieder versöhnt hatten. Die Nusra Kämpfer sind dabei die brutalsten von allen. Die Berichte und Fotos über die Rettungsaktionen der Weißhelme sind oft gefälscht, um die Welt zu manipulieren.“

US-Verteidigungsministerium: “That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo”. Al Nusra ist der syrische Arm der Al Qaida. Die Qaida hält also nach Angaben des US-Militärs Aleppo beziehungsweise Ost-Aleppo.

Professor Theodore Postol: „Was aus den Videos absolut klar wird, ist, dass der Ort der Sarin-Ausbringung, von dem der WHR ausgeht, und der Ort an dem die massenhaften Opfer hätten auftreten müssen, wenn die Sarin-Freisetzung tatsächlich stattgefunden hätte, in keinster Weise mit den Szenen der Opfer verbunden ist, die in den anderen Videos gezeigt werden. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand, den mutmaßlichen Angriff, wie er im White House Report beschrieben wird, hat es nie gegeben.“

Dr. Tim Anderson (Buchbesprechung von Jens Berger): „Es entsteht allerdings ein anderes Bild, wenn Anderson akribisch darstellt, wie die Ereignisse in Syrien durch ein Zusammenspiel von islamistischen Fundamentalisten, US-amerikanischen Geostrategen, wahhabitischen Steinzeit-Königreichen, westlichen Mainstream-Medien und Nichtregierungsorganisationen massiv manipulativ umgedeutet und umgeschrieben wurden. […] Die angeblich syrischen Rebellen stammen aus über achtzig Ländern“

Professor Jörg Becker: „Die Öffentlichkeit wird über den Nahen Osten falsch und verzerrt informiert und natürlich werden ihr wesentliche Zusammenhänge nicht richtig vermittelt. Aktuell läuft in der Syrien- und Irakberichterstattung nahezu alles falsch, was man sich denken kann. […] Unklar bleibt in den deutschen Medien auch die saudische, katarische und türkische Unterstützung verschiedenartiger syrischer Rebellengruppen und des sogenannten Islamischen Staates.“.

Professor Günter Meyer: „[…] dass die Dschihadisten die Waffenruhe von Anfang an abgelehnt haben und die Zivilbevölkerung als menschliches Schutzschild missbraucht wird. Die Scharfschützen der Extremisten verhindern, dass sich die Einwohner im belagerten Ost-Aleppo über die von den Russen geöffneten Korridore in Sicherheit bringen können. […] Eine Niederlage der von den USA unterstützten Rebellen in Ost-Aleppo wäre für Präsident Barack Obama eine riesige Demütigung. Deswegen setzt Washington alles daran, um das zu verhindern.“.

3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart: “Nach den Feststellungen des Senats strebte die als salafistisch einzustufende „Ahrar al-Sham“ seit 2011 das Ziel an, die Regierung des syrischen Staatspräsidenten Assad gewaltsam zu beseitigen und durch einen islamischen Staat unter ihrer Führung zu ersetzen. Zu diesem Zweck verübte die hierarchisch strukturierte Vereinigung durch ihre bis zu 20.000 Kämpfer umfassenden militärischen Einheiten – häufig in Kooperation mit der jihadistischen Al-Nusra-Front – Anschläge gegen Angehörige der syrischen Armee und Sicherheitskräfte.”.

Dr. Kurt Gritsch: „Katar befürwortete den Regime-Change in Syrien. Also unterstützte Al Jazeera den Anti-Assad-Diskurs. Der Diktator lasse auf seine eigenen unbewaffneten Bürger schießen. Was nicht ins Bild passte, wurde einfach nicht gesendet. So hatte der Ex-BBC-Kriegsreporter Ali Hashem, inzwischen bei Al Jazeera, im Mai 2011 bewaffnete Männer, Syrer und Libanesen, gefilmt, die Waffen vom Libanon aus nach Syrien brachten.“

Professor Günter Meyer: „Es gibt nirgendwo Trichter von solchen Bomben, es gibt keine Splitter, es deutet alles darauf hin, dass hier mit kleinen splitterfreien Sprengkörpern gearbeitet worden ist. […] Das heißt, die einzigen, die ein Interesse daran gehabt haben, sind die Rebellen, und wir haben hier die Islamisten, die genau in dem Ort auch eines ihrer Hauptquartiere hatten. Das heißt, ein Angriff unter falscher Flagge mit dem einzigen Ziel, das syrische Regime dafür verantwortlich zu machen. Diese Rechnung ist aufgegangen.“.

Atlantic Council, Zusammenfassung bei Telepolis: “Ein amerikanischer Think Tank erklärt, wie die al-Qaida-Milizen ihre Macht in bereits eroberten Gebieten ausüben […] Mittlerweile wurde bekannt, dass die beiden Dschihadisten/Salafisten-Gruppen al-Nusra und Ahrar al-Sham sämtliche andere Milizen in Aleppo auf die Sharia verpflichtet haben. Wichtig ist dabei zu ergänzen: ihre Form des Sharia-Verständnisses.”

Professor Marcello Ferrada de Noli: „The three children subjected to ‘life-saving’ procedures in the second video were eventually dead, and the cause of death –that according to the White helmets video would be attributed to chlorine gas– has been disputed by other medical opinions independently of the assessments by the Swedish doctors mentioned in the SWEDHR reports. […] the health-status in reference to the above mentioned child could be instead attributed to drug overdose, likely opiates. […] war-criminal behaviour represented by the misuse of dead children with propaganda aims.“

Professor Marcello Ferrada de Noli: „[…] Inmitten der emotionalen Bildsprache des Videos der Weißhelme, die zahlreiche gefälschte „lebensrettende“ Maßnahmen an vermutlich bereits toten Kindern zeigte, kam niemand auf die Idee, deren Authentizität zu hinterfragen. Wäre dies nicht eine einmalige Gelegenheit für das ARD-Verifikations-Team gewesen? […] wären Sie auf zahlreiche Artikel gestoßen, in denen ich bereits meine Schlussfolgerungen aus der unethischen Manipulation für Propagandazwecke durch die Weißhelme darlege.“.

Professor Günter Meyer: „[…] wird von Clinton nach wie vor die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert. Dazu ist die Zerstörung der syrischen Luftwaffenbasen durch Marschflugkörper geplant. Nachdem Russland inzwischen zahlreiche Abwehrsysteme gegen ballistische Raketen in Syrien installiert hat, würde diese militärische Intervention der USA unvermeidlich zu einer direkten militärischen Konfrontation der beiden Nuklearmächte führen. Ob Clinton dies tatsächlich in Kauf nehmen wird oder nur blufft, bleibt abzuwarten.“.

Professor Reinhard Merkel: „Diese Strategie ist eine Variante dessen, was seit der Invasion des Irak vor zehn Jahren „demokratischer Interventionismus“ heißt: das Betreiben eines Regimewechsels mit militärischen Mitteln zum Zweck der Etablierung einer demokratischen Herrschaft. Im Irak besorgten die Invasoren das eigenhändig. […] Was in Syrien geschieht, ist eine dem Anschein nach mildere Form des Eingriffs […] Jedenfalls übernehmen die Intervenierenden die vermeintliche und absurde Rolle von Unschuldigen.“

Peter Scholl-Latour: „Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.“

Universität Heidelberg, Kolloqium 2009 (vor dem Krieg): „Der Vordere Orient wird in Europa als Konfliktregion wahrgenommen. Dagegen leben in Syrien, das im Westen gelegentlich zu den „Schurkenstaaten“ gezählt wird, bereits seit langer Zeit eine Vielzahl von Völkern und Religionsgemeinschaften friedlich miteinander. […] „In keinem anderen Land dieser Region leben so viele verschiedene Völker mit unterschiedlichen Religionen und Sprachen wie in Syrien“, erklärt Prof. Dr. Werner Arnold“

Professor Günter Meyer: „Schon unmittelbar nach den Terroranschlägen von Al-Kaida 2001 plante die US-Regierung, die Regime in Syrien und sechs weiteren islamischen Ländern auszuwechseln. Seit 2006 haben die USA mit ihrem politischen Einfluss auf die Golfstaaten, durch die Finanzierung von Medienkampagnen und durch die Ausbildung von Terroristen den Sturz Assads vorangetrieben.“

Professor Eva Myrdal: „DN.se schreibt, das [2011] Panzer in die zentralen Teile von Damaskus gerollt sind und Demonstrationen nach dem Freitagsgebet begonnen haben. Genau an dem Tag [… fuhren wir] aus familiären Gründen vier Mal [durch] das Zentrum von Damaskus im Taxi […] und wir sehen keine Demonstrationen, keine Militärfahrzeuge, keine Polizisten. […] Bekannte aus Baniyas […] über das, was in der kleinen Industriestadt an der Küste passiert: ‚Wir wissen nicht, wer sie sind. Die kommen auf Motorrädern hierher und sind schwarz maskiert.’“.

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3 Kommentare

  1. (ZEIT ONLINE)

    „Die Zeit präsentiert zu den Fassbomben die faustdicke Lüge von der „internationalen Ächtung“ und fälscht zudem die Eigenschaften der Bomben auf eine sehr drastische Art und Weise: „Fassbomben sind international geächtet, da sie nicht nur wahllos Menschen töten und verstümmeln, sondern auch ganze Gebiete wegen der Gefahr späterer Explosionen unbewohnbar machen.“. Das machen vielleicht Streubomben, aber nicht diese improvisierten Fassbomben. Fassbomben sind Fässer mit Metallteilen und das syrische Militär hat tödlichere, „normale“ Bomben, die es einsetzt, und setzt eben keine Fassbomben ein. Und selbst wenn die Syrer dies täten, würden sie damit harmlosere Bomben einsetzen als die Bomben, die sie tatsächlich benutzen.“

    http://blauerbote.com/2018/09/10/medien-und-politik-kaempfen-fuer-al-qaida/

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