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Philip-Cross-Affäre – Manipulation bei Wikipedia

Wikipedia: die Philip-Cross-Affäre. “’Philip Cross‘ hatte keinen einzigen freien Tag, an dem er die letzten fünf Jahre die Wikipedia etwa nicht bearbeitet hätte. ‚Er‘ war jeden einzelnen Tag vom 29. August 2013 bis zum 14. Mai 2018 tätig. Einschliesslich der fünf Weihnachtstage. Das sind 1’721 lückenlose Tage des Wikipedia-Bearbeitens. 133’612 Bearbeitungen sind in der Wikipedia im Namen von “Philip Cross” in 14 Jahren vorgenommen worden (…)“ 

Der englischsprachigen Wikipedia geht es nicht anders als der deutschen – sie wird in politischen Artikeln manipuliert. „(…) an politisch relevanten Stellen verhält es sich mit der englischen Wikipedia wie mit der deutschen: die Administratoren üben ihre Macht dazu aus, das politische Narrativ zu setzen. Um das zu erkennen, muss man nur den Artikel zur ‚militärischen Intervention von Russland in der Ukraine‘ anschauen – er ist NATO-Propaganda reinsten Wassers. Änderungen werden wirksam verhindert.“

Passend dazu etwas zur deutschsprachigen Wikipedia: Wikipedia – Geschichten aus Wikihausen mit Dirk Pohlmann #05: “Gladio”

Nachtrage vom 27.5.2018:

Ein aktueller Beitrag bei Telepolis: „Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium„. „Über den Niedergang der Online-Enzyklopädie. Mit Wikipedia schien ein Traum wahr geworden zu sein – das Wissen der Menschheit, zusammengetragen in einem Gemeinschaftsprojekt, kostenlos, für alle verfügbar und frei von Kommerz, im wahrsten Sinne des Wortes die beste Seite des Internet. Obwohl nur ein Prozent der Weltbevölkerung betreffend, ist die deutsche Wikipedia dabei die zweitgrößte Abteilung – auch das schien eine besondere Erfolgsgeschichte. Und tatsächlich ist die Enzyklopädie nach wie vor unschlagbar bei Dingen wie Beethovens Geburtsdatum oder der Anzahl der Jupitermonde. Nähert man sich aber der Gegenwart in irgendeinem Artikel mit politisch-gesellschaftlichem Bezug, kommt man ins Staunen.“

Und: More About Wikipedia’s Corruption

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

Ein Kommentar

  1. Dabei hätte man die richtigen Regeln. Aber diese neoliberalen Wasserträger haben das echt geschickt übernommen. Besonders interessant finde ich die Verlinkungen von Wikipedia zu Psir.am, den Internet-Baronen, zu Kahanes AA-Stiftung usw. Ich komme aus dem Internet-Marketing und weiß a) um den Wert eines Links von einer Authority-Site wie Wiki und b) wie nahezu unmöglich es ist, eine Verlinkung hinzubekommen. Und bei den genannten Seiten kommt man gar nicht mehr aus dem Zählen raus. Grenzt ja fast schon an Spam.

    So sorgen sie dafür, dass nicht nur eine Site, sondern viele zu allen wichtigen Themen die erste Suchergebnisseite bei Google beherrschen. Und wer klickt schon eine Seite weiter. Google lehrt uns ja, dass das gute Suchergebnisse sein müssen. So wird Meinungsmanipulation betrieben. In einer atemberaubenden Größenordnung.

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