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Ukraine-Konflikt: Die erbärmlich-grotesk FAZ-vertuschte Maidan-Staatsstreich-Putsch-Revolution von Kiew

Dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung bei der Ukraine-Krise harte Propaganda betreibt, kam hier bei Blauer Bote schon öfter zur Sprache. Bei Telepolis hat jetzt Paul Schreyer in dem Artikel „Der Putsch, der keiner sein darf“ die FAZ am Beispiel der Machtübernahme in Kiew durch die Euromaidan-„Revolutionäre“ Ende Februar 2014 geradezu zerlegt und zeigt schön auf, wie die einstige Qualitätszeitung sich selbst (mehrmals) gnadenlos und wirklich teilweise schon auf skurrilste Weise widerspricht, nur um diesen Putsch zu leugnen und zu vertuschen. Die FAZ ist damit natürlich nicht alleine in der deutschen Medienlandschaft (beispielhaft: Jochen Bittner, Die Zeit), macht aber eine journalistisch besonders erbärmliche Figur.

Ein paar Zitate aus dem Telepolis-Artikel zum FAZ-geleugneten Putsch in Kiew vom 22. Februar 2014:

„So schreibt er: ‚Janukowitsch ist nicht gewaltsam aus dem Amt getrieben worden. Er ist von sich aus geflohen (…). Warum er das tat, ist unklar.‘. Dabei hatte die FAZ selbst in einer zwei Woche zuvor veröffentlichten Analyse (übrigens des gleichen Autors) noch die mutmaßlichen Motive des Präsidenten herausgearbeitet, von denen man nun angeblich nichts mehr weiß.“

„In der FAZ heißt es dazu: ‚In einer Lage des eskalierenden Blutvergießens hat das Parlament, damals die vielleicht letzte funktionierende Institution des Staates, zur Bändigung der Krise seine Kompetenzen […] zweifellos weit überdehnt. Mildernde Umstände entstehen dadurch, dass beide Beschlüsse mit Mehrheiten von mehr als zwei Dritteln der Stimmen zustande kamen‘ […]. Doch diese Sichtweise erscheint geradezu naiv, wenn nicht zynisch, vor dem Hintergrund, dass das Parlament zum Zeitpunkt der strittigen Entscheidungen durch bewaffnete Kräfte kontrolliert wurde. Das Gebäude war quasi umstellt von den Militanten, die aktiv entschieden, welcher Abgeordnete hineingelassen wurde – und wer draußen verprügelt wurde“

„Erinnert sei an einen Beitrag der Zeitung vom Sonntag nach dem Machtwechsel, einen Tag bevor die EU die neuen Machthaber anerkannt hatte: ‚[…] Solange Janukowitsch nicht von selbst abtritt, kann der Westen die neue Lage in Kiew also nicht anerkennen, auch wenn sich die Revolutionäre darauf berufen, die Absetzung sei legal, da der Präsident abgetaucht sei.‘. Wie gesagt, dieses Statement hatte eine Halbwertszeit von circa einem Tag.“

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