Gesellschaft Medien Politik Wissenschaft

Britischer Journalist berichtet über gemeinsame Angriffe von Israel und Al Qaida auf Syrien

Beobachter des Syrienkrieges wissen schon lange, dass die Kämpfer, die gegen die syrische Regierung Krieg führen, aus einigen syrischen Islamisten und hauptsächlich aus auswärtigen Islamisten bestehen, die von den USA, Großbritannien, Katar, Saudi-Arabien, Frankreich, Deutschland, der Türkei und anderen Ländern als Hilfstruppen in Syrien gegen Syrien zum Einsatz gebracht wurden. 

Ebenso ist bekannt, dass auch Syriens alter Feind Israel zu dieser Koalition der Angreiferländer gehört und es kein Zufall ist, dass sich eine der letzten von den Kämpfern um Al Qaida gehaltenen Regionen nahe Israel befindet beziehungsweise direkt an die von Israel seit Jahrzehnten besetzten syrischen Golanhöhen anschließt. Israel arbeitet – wie andere westliche und regionale Länder auch – direkt mit diesen radikalislamistischen Terroristen zusammen, die die syrische Regierung stürzen sollten.

Völkerrechtlich ist es natürlich egal, ob es sich bei den Kämpfern um Islamisten handelt – der Angriff wäre auch beim Einsatz einer Armee von atheistischen Söldnern ebenso kriminell und völkerrechtswidrig. Aber es setzt dem Ganzen doch noch die Krone auf, dass die USA zehn Jahre nach 9/11 mit Al Qaida zusammen Syrien angreifen (seit 2011) und gleichzeitig Al Qaida nach Angaben der US-Regierung für die 9-11-Attacke mit 3000 Toten in den USA verantwortlich sein soll, womit wiederum bis heute der „Krieg gegen den Terror“ begründet wird.

Ein britischer Journalist von Channel 4, der wohl etwas weniger als seine Qualitätspressekollegen in die Propaganda der Angreifer eingebunden ist, berichtet aus dem Golangebiet und hierbei auch über gemeinsame Angriffe von israelischen Truppen und Al-Nusra-Front (Al Nusra ist die Bezeichnung für den syrischen Arm der Al Qaida). Ebenso werden von Einheimischen frühere Berichte bestätigt, nach denen die Israelis in ihren Krankenhäusern verwundete Al-Qaida-Kämpfern pflegen.

Nebenbei bemerkt: In Deutschland werden verwundete Soldaten aus dem Angriff auf Jemen gepflegt und es wurden zumindest in der Vergangenheit Kämpfer der ukrainischen Nazibataillone in deutschen Bundeswehr-Krankenhäusern behandelt (Wobei die Rechtsextremen propagandagerecht als „Freiwillige“ bezeichnet werden und formell als „Nationalgarde“ dem ukrainischen Innneministerium unterstehen).

Doch wir schweifen ab… Zurück zum eigentlichen Thema. Hier das Video des britischen Journalisten Alex Thomson aus der syrisch-israelischen Grenzregion:

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.