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Stefan Niggemeiers toller Bana-Alabed-Artikel

Das Medienmagazin Übermedien hat in zwei Artikeln über das Gerichtsverfahren Stern und Marc Drewello gegen Blauer Bote Magazin (Boris Rosenkranz) und den Fall Bana Alabed allgemein (Stefan Niggemeier) berichtet. Natürlich nicht allzu Stern-kritisch, aber immerhin ein wenig. Allerdings versucht gerade Niggemeier meiner unbedeutenden amateurhaften Meinung zufolge, mit seinem Artikel die Affäre so zu manipulieren, dass ich in ein schlechtes Licht gerückt werde. Oder ist seine „Arbeit“ ist nur eine Ansammlung bedauerlicher Fehler? Niggemeier zeigt in seinem Artikel, dass er mindestens keine Ahnung hat.

Ohne auf das ganze Ausmaß der Manipulation in dem für einen unwissenden Leser vielleicht noch überzeugend wirkenden Artikel eingehen zu wollen, will ich nur auf eine wesentliche Falschaussage Niggemeiers eingeben, bei der angesichts der unten genannten Umstände eigentlich fast nicht glaubhaft ist, dass es sich lediglich um haarsträubende Inkompetenz Stefan Niggemeiers handelt. Hier mein Kommentar (der hoffentlich im Gegensatz zu anderen Kommentaren noch freigeschaltet wird) unter dem spätestens damit zum Falschbericht mutierten Niggemeier-Bericht bei Übermedien:

„Wenn Bana angeblich twittert, unterschreibt sie mit Bana. Laut Bana-Account sind mindestens die Tweets mit Bana-Unterschrift von Bana.

In dem von Niggemeier zitierten Blauer-Bote-Artikel sieht man das mehrmals. Vgl. die Tweets: http://blauerbote.com/2017/07/12/bana-alabed-das-syrische-twittermaedchen/

Die Aussage von Niggemeier „Die Antwort auf die Kritik, dass da kein siebenjähriges Mädchen twittert, lautet also: Behauptet es ja auch nicht.“ ist schlicht falsch. Selbst die Mutter hat übrigens zu einem gewissen Zeitpunkt getwittert, dass man jetzt immer unterschreiben werde, damit man sieht, wer twittert.

Dass Herr Niggemeier – zumindest in dem Teil, den ich gerade lesen kann (Bezahlschranke) – nur Tweets ausgewählt hat, die keine Bana-Unterschrift enthalten, finde ich schon ziemlich dreist.

Beispiel-Tweet:

“My name is Bana, I’m 7 years old. I am talking to the world now live from East #Aleppo. This is my last moment to either live or die. – Bana“.

Schon die ersten zwei Tweets in dem von Niggemeier zitierten Rubikon-/Blauer-Bote-Artikel vor mir haben „Bana“ als Unterschrift. Ob Fälschungsabsicht oder Unvermögen, es ist nicht die einzige Stelle im Niggemeier-Artikel auf diesem Niveau. Sorry, aber so wird das nichts. Das ist dann doch wohl eher Verleumdung als Journalismus. Oder eben massive Inkompetenz. Das „selbstgebastelte Diplom“ der „Englischlehrerin“ Fatemah Alabed gibt es übrigens im ersten Teil meines richtig großen Bana-Alabed-Artikels zu bewundern…

Herr Niggemeier setzt übrigens keine Links auf Blauer Bote Magazin. Die Recherche nutzt und beschmutzt er aber liebend gerne. Hätte er sich mal lieber um die Naziaktivitäten seines Kollegen Röpcke gekümmert.

11 Kommentare

  1. Pseudo-Investigative agieren im Rahmen der ihnen zulässigen Möglichkeiten. Zulässig ist für diese Feiglinge nur das, was sie nicht in Schwierigkeiten bringen bzw. ihren kümmerlichen Nebenerwerb abrupt beenden könnte. Anders gesagt: Semi-Hosenscheißer.

    Alle Indizien deuten darauf hin, dass dieses arme Mädchen eine PR-Erfindung westlicher und türkischer Dienste war und von ihren widerwärtigen Eltern gg. Bares instrumentalisiert wurde. Jeder Blinde mit Krückstock kann das sehen.

    Aber nehmen sie mal an, das käme raus. Was wäre das für ein Gemetzel! Sie verstehen schon… die wehrhafte Demokratie und so weiter.

    Seien sie froh, dass sie sich von denen unterscheiden, auch wenn sie nicht so wortgewandt sind.

    Meinen Kommentar wollen sie dort auch nicht veröffentlichen. Ich fürchte, der ging über ihre homöopathisch erträgliche Kritikfähigkeit hinaus. Na und? Who cares.

    Lassen sie sich von denen nicht einschüchtern.

  2. „…Aber nehmen sie mal an, das käme raus. Was wäre das für ein Gemetzel! Sie verstehen schon… die wehrhafte Demokratie und so weiter…“

    Ich behaupte mal ganz locker, dann passiert rein gar nichts, es wird der Mantel des Schweigens darüber gedeckt, so wie immer der Mantel zur Anwendung kommt, wenn Dinge ruchbar werden, die vorher das Gegenteil sein sollten.

  3. Ich bin ja in manchen Dingen nicht so der Blitzmerker, darum war mir nicht sofort klar, in welcher Liga der Herr Niggemeier spielt, seit einiger Zeit weiß ich es. da frage ich mich: was unterscheidet ihn vom Propagandisten und Entenzüchter, dem Dauer-Putinzer-Preisträger Röpke? Höchsten der Name. Niggemeier ist ein Schleimer und Opportunist wie er im Buche steht..

  4. Die Propagandaschau ist für ihn ein Hetzblog, dabei übersieht er jedoch die Hetze der MSM und wohin uns diese führen kann. Propaganda ist das für ihn natürlich auch nicht, sondern bestenfalls fehlerhafte Recherche. Damit liegt er übrigens seit längerem auf der Linie auf dem Urteil des Landgerichts Hamburg. Was das angeht, ist er sogar eine Art Vorreiter.

    Aus den Nachdenkseiten:

    Niggemeier und die Medien – das ist eine Symbiose. Er kritisiert mit Vorliebe unwichtige Detailfragen, vermeidet aber auf-Teufel-komm-raus einen tiefgründigen Kritikansatz, der über Erbsenzählerei und „Ich weiß was, was Du nicht weißt“ hinausgeht. Mit solcher Kritik können die Medien natürlich sehr gut umgehen, wissen sie doch, dass der publizistische Kettenhund Niggemeier zwar stets laut bellt, aber niemals zubeißen würde. Seine Beißreflexe lebt er schließlich schon woanders aus – zum Beispiel an den NachDenkSeiten.

    Mehr braucht man über diesen Pseudo-Medienkritiker nicht wissen. Es ist Zeitverschwendung, sich mit dem Geschreibsel eines solchen halbgaren Typen zu beschäftigen.

    Mein Fazit: Ein Systemling, der sich für höhere Aufgaben empfehlen will. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, deswegen scheut er sich auch davor, bei Röpcke genauer hinzusehen. Ekelhafter Typ.

  5. Hallo Herr Bernert,

    erst einmal vielen Dank für die Lebenszeit, die Sie in die Aufarbeitung des Bana-Fake investiert haben und investieren. Falls Sie nicht schon dabei sind überlegen Sie, für Ihren Prozess ein Spendenkonto zu eröffnen. In Hamburg müssen Sie grundsätzlich bis zum BGH flüssig bleiben, das haben Sie sicher schon gehört.

    Was das Aufgreifen des Themas durch Übermedien angeht sehen Sie in meinen Augen zu viel Gegner, wo recht wenig ist. Niggemeier sagt selbst, dass er mit Ihnen weitestgehend einer Meinung ist. Aus dem vollen Artikel (nach Bezahlschranke) wird das noch einmal deutlicher als im Anriss. Er ist weniger kritisch, als er sein könnte, aber das sollten Sie ihm zugestehen.

    Die Trennung die er vornimmt, dass nämlich offiziell gar nicht Bana, sondern ihre Mutter den twitter-Account betreut, dass die Medien andererseits diesen Umstand aber unter den Tisch fallen lassen, sollten Sie in meinen Augen übernehmen. Denn tatsächlich ist das Argument, es muss schon deshalb fake sein, weil siebenjährige kein Twitterkonto führen dürfen, angreifbar. Da haben Sie weiß Gott eine Fülle besserer Indizien und Argumente zusammen getragen. Es ist natürlich auch unwahrscheinlich, dass die Mutter den Account tatsächlich betreut hat. Aber Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass es an dieser Stelle deutlich spekulativer wird, als festzustellen, dass Bana selbst ganz sicher nicht twittert (war es die BBC? Ein PR-Institut? Al-Nusra?).

    Es bleibt dabei, dass der Stern so getan hat, als twittere Bana selbst. Die haben sich diesem Fake mit all der Emotionalität, die er hergibt, verschrieben. Aber das sagt auch Niggemeier explizit. Ich denke, für seine Verhältnisse ist er doch ziemlich über seinen Schatten gesprungen. Wenn Sie können, rechnen Sie es ihm an und machen Sie keine Front auf. Ich kann Ihnen versichern, für einen neutralen Beobachter kommen Sie nicht schlecht weg. Er nennt die Wortwahl Ihrer Kritik an Stern „extrem“, ok. Dass Niggemeier kein Freund der besonders klaren Worte ist, ist eben so. Sehen Sie es ihm nach. In der Sache streitet er auf Ihrer Seite.

    1. @ Illen
      Ein guter Rat von Ihnen!
      Die ewige Keilerei gegen jeden, der einen nicht 100% unterstützt, ist ein ganz schwerer Fehler. So kann man nicht an Debatten teilnehmen.
      Niggemeier wird häufig kritisiert, weil er ein Thema überhaupt in der Sache fair bearbeitet. So auch in diesem Fall durch einen „Leo“, der ihm „Featuring“ des Blauen Boten vorwirft. Wer diesen Vorwurf abstrus findet, sollte sich auch seine eigenen Vorwürfe gut überlegen, bevor er sie raushaut.
      In den Kommentarspalten bei „Übermedien“ sind auch Geier unterwegs, die auf nichts anderes lauern als auf Leute, die nicht einstecken können. „Einstecken können“ ist damit eine Grundvoraussetzung, um dort zu überleben und erfolgreich andere Ansichten platzieren zu können. Die Geier sprechen übrigens dafür, dass der Kommentarbereich von Übermedien als so wichtig gilt, dass Meinungen heftig bekämpft werden, die dem Mainstream widersprechen. Nach meiner Ansicht ist es für den Mainstream bereits ein Ärgernis, dass die Prozess und die Hintergründe um Bana dort überhaupt so sachlich dargestellt werden, wie es geschehen ist. Wer mehr erzwingen will, verliert.

  6. Wie unterschreibt man denn Tweets???

    Wenn Frau „Du weißt schon wer“ mal einen richtigen Satz gesagt hat, dann war das der, mit dem Internet und dem Neuland. 😉

  7. Habe „übrigens im zweiten Teil meines“ in „übrigens im ersten Teil meines“ korrigiert.

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