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Uni Heidelberg 2009: „Das syrische Modell friedlicher Koexistenz: Muslime, Christen, Juden“

Interessantes Webfundstück von der Website der Universität Heidelberg: Eine Pressemitteilung aus dem Jahre 2009 mit dem Titel „Das syrische Modell friedlicher Koexistenz: Muslime, Christen, Juden„. Inhalt dieser Pressemeldung zu dem „Kolloquium im Internationalen Wissenschaftsforum am 21. und 22. Juli 2009“:

Der Vordere Orient wird in Europa als Konfliktregion wahrgenommen. Dagegen leben in Syrien, das im Westen gelegentlich zu den „Schurkenstaaten“ gezählt wird, bereits seit langer Zeit eine Vielzahl von Völkern und Religionsgemeinschaften friedlich miteinander. Mit „Syrien – Heimat verschiedener Sprachen, Religionen und Kulturen“ befasst sich jetzt ein Kolloquium im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg, das am 21. und 22. Juli stattfindet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das syrische Modell friedlicher Koexistenz ein Beispiel für andere Länder des Vorderen Orients sein kann. Unterstützt wird diese Tagung, die vom Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients veranstaltet wird, durch die Fritz-Thyssen-Stiftung.

„In keinem anderen Land dieser Region leben so viele verschiedene Völker mit unterschiedlichen Religionen und Sprachen wie in Syrien“, erklärt Prof. Dr. Werner Arnold, Inhaber des Heidelberger Lehrstuhls für Semitistik und Organisator des Kolloquiums: Araber, Westaramäer, die ostaramäischen Assyrer und Syrer, Armenier, Tscherkessen, Tschetschenen, griechisch sprechende Muslime aus Kreta, Dom, Kurden, Türken und Turkmenen. Gesprochen werden hauptsächlich semitische, aber auch indoeuropäische und Turksprachen. Zudem sind alle großen Religionsgemeinschaften – Islam, Christentum, Judentum – vertreten. Dass das Zusammenleben auf friedliche Weise funktioniert, liegt, so Werner Arnold, „nicht zuletzt an der überkonfessionellen Doktrin der arabisch-nationalistischen Baath-Partei, die in der Hauptstadt Damaskus regiert.“

An der Tagung werden zahlreiche Angehörige religiöser und ethnischer Gruppen aus Syrien als Referenten mitwirken, darunter der Bischof der syrisch-orthodoxen Kirche und der Metropolit der chaldäischen Kirche. […].

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Vergleiche dazu auch das Interview bei 3sat mit Prof. Dr. Günter Meyer, Geographisches Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und diverse Vorsitze und Präsidentschaften in Forschungsgemeinschaften zur Arabischen Welt, zum Syrien-Konflikt, das hier auch schon thematisiert wurde.

Vergleiche auch „Interessanter Artikel über Propaganda mit interessanten Hinweisen zum Syrienkrieg„. Vergleiche auch „Syrien 2011 – Wer den Krieg wirklich anzettelte„. Mehr zu Syrien bei Blauer Bote Magazin.