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Tagesschau: Gezielte Tötung von Journalisten ist kein Verbrechen

Die Tagesschau stellte heute klar, dass sie die Ermordung von Pressemitarbeitern nicht für ein Verbrechen hält. Zumindest, wenn es sich bei den gezielt getöteten Journalistenkollegen um Russen handelt. Vielleicht hat die ARD ja andere Vorstellungen, was das Töten von Menschen angeht, als der größte Teil des Rests der Menschheit. Vielleicht hält sie auch Russen nicht für Menschen. Nicht einmal Journalisten-Russen … Bernd Großheim, ARD-Studio Moskau, schreibt Verbrechen im Mordprozess um die ukrainische Rechtsextremistin Nadija Sawtschenko vom Bataillon Aidar in Anführungszeichen. Große Teile der anderen westlichen Medien berichten allerdings auch nicht besser.

kein_verbrechen

Als die Journalisten Igor Korneljuk und Anton Woloschin im Juni 2014 in der ukrainischen Region Lugansk zu einem Checkpoint gegangen seien, so der Richter, um dort eine Videoaufnahme zu machen. habe Sawtschenko ihr „Verbrechen“ begangen. Sie habe ihre Kenntnisse als Richtkanonierin genutzt und die Koordinaten an die Leitung des Freiwilligenbatallions Aidar weitergegeben. Dabei sei sie sich darüber bewusst gewesen, „dass ihre Handlungen schwere Folgen hervorrufen können“. Der Checkpoint wurde von Mörsern beschossen, mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.

Man stelle sich vor, die ARD hätte zwei deutsche Journalisten an die ostukrainische Front geschickt, diese wären ausgekundschaftet worden und ein Beobachter der Rebellen hätte einen tödlichen Angriff auf diese veranlaßt. Was wäre wohl die Reaktion der ARD auf diesen Vorgang? Wäre das auch kein Verbrechen, sondern ein „Verbrechen“? Wohl kaum.

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Ein Kommentar

  1. Das sind halt die feinen Unterschiede von „Journalismus“ und „Journalismus“! Der dem Westen positiv eingestellte „Journalismus“, zu finden in 99% unserer BRD-Medien ist natürlich gut, ehrlich, offen und schützenswert – der kritische „Journalismus“, der nicht unbedingt die Positionen des „Westens“ unterstützt ist natürlich kein ehrlicher Journalsmus, das ist Propaganda, das sind Verschwörungstheorien!
    Sogar in selbsternannten „linken“ oder „alternativen“ Medien wie z.B. der „Taz“ oder dem „Neuen Deutschland“ sind russische Journalisten oder auch palästinensische oder gar ukrainische und türkische, die nicht auf Westkurs liegen, keine Meldung oder Unterstützung wert!
    Und dann werden noch überall in unseren Medien immer wieder die Lügengeschichten des ein-Mann-Terrorunterstützers „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ blitzschnell verbreitet – auch bei der Taz und dem ND! Das ist „Journalismus“ wie er von der Merkel-Administration gefordert wird!

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