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Ukraine-Propaganda: Deutsche Presse weigert sich, über US-Gesetz gegen Nazi-Bataillon „Asow“ zu berichten

Am 13. Juni berichtete Blauer Bote Magazin über ein Amendment zu einem Gesetz des us-amerikanischen Repräsentantenhauses vom 11. Juni 2015, welches der US-Regierung verbietet, das ukrainische Bataillon „Asow“ zu unterstützen. Dieses Bataillon wird dort namentlich als Nazi-Bataillon bezeichnet. Diese Nachricht zum aktuellen Ukraine-Konflikt ist eine Sensation, denn schließlich ergreift der Westen nicht nur erstmals Maßnahmen gegen die Nazis der ukrainischen Regierungsseite, es wird vor allem auch erstmals die Existenz dieser Nazitruppen – über die es immer wieder Medienberichte gab – von den USA offiziell zugegeben. Die Reaktion der deutschen Medien: Schweigen. Eine absolut sensationelle Nachricht wird vertuscht und totgeschwiegen. Auch das ist (übelste) Propaganda.

Hier der erwähnte Artikel bei Blauer Bote: „US-Repräsentantenhaus untersagt US-Regierung Unterstützung und Ausbildung von ukrainischen Nazi-Bataillonen„. Dort finden sich noch weitere Informationen zum Thema. Beispielsweise die Pressemitteilung des Kongreßabgeordneten John Conyers, der das Amendment angestoßen hat, oder ein paar Erläuterungen zum Bataillon Asow (und weiteren ukrainischen Nazitruppen, die mittlerweile wie das Bataillon Asow auch unter dem freundlicheren Label „ukrainische Nationalgarde“ „vermarktet“ werden).

UPDATE vom 16. Juni 2015: Immerhin schreibt eine Zeitung aus Luxemburg am Rande etwas dazu. In dem Artikel „Foto aus Knuedler entfernt“ heißt es bei Tageblatt Online: „Das Asow-Bataillon ist privatfinanziert und vertritt rechtsextremistische Positionen. Rechtsextremisten aus anderen europäischen Ländern haben sich ihm angeschlossen. Der US-Kongress hat vor kurzem US-Hilfe bei der militärischen Ausbildung des Asow-Bataillons untersagt.“

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