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Medien, Propaganda, Ukraine, Russland, Friedensbewegung, Unterdrückung und Lügen

Zwei schnelle Lesetipps aus den Nachdenkseiten: „Wird die neue Friedensbewegung mit ihrem Protest gegen die Militarisierung der Politik und konkret gegen die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine durchhalten und ein angemessenes Echo finden?“ über den leider größtenteils erfolgreichen Versuch der Diffamierung der (neuen, von den Grünen verratenen) Friedensbewegung (Stichwort Friedenswinter) durch eine massive Medienkampagne sowie …

… „Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht?„, ein Gespräch von Jens Wernicke mit dem Journalisten und Medienkritiker Walter van Rossum, der schon für den WDR, den Deutschlandfunk, die Zeit, FAZ, FR, den Freitag und andere gearbeitet hat und zurecht kein gutes Haar an der aktuellen Presselandschaft (vor allem in den Bereichen Politik und Wirtschaft) läßt. Van Rossum sieht aber auch in der so stark aufkommenden berechtigten Medienkritik der Bürger eine hoffnungsvolle Entwicklung.

Zitate aus dem erstgenannten Artikel zur Friedensbewegung: „Schon bei den ersten Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine im Frühjahr 2014 war erkennbar, dass die Meinungsführer aus Politik, Militär und Medien alles darauf anlegen, jeden öffentlichen Widerstand gegen die Politik der militärischen Konfrontation und Intervention madig zu machen und damit zu brechen. Die Demonstranten wurden als Spinner, Verschwörungstheoretiker, Querfrontler, Antisemiten und Anti-Amerikaner abgewatscht.“ und „[…] dass die aktuelle Berichterstattung wie eine gezielte Medienkampagne wirkt. Ziel ist es, für Ruhe auf den Straßen zu sorgen. Die Strategie sieht vor, jeden Demonstrationsteilnehmer – unabhängig von seinem Anliegen – als Wutbürger, Wirrkopf, Verschwörungstheoretiker, Linken oder Rechten zu verunglimpfen und so mögliche Unterstützer abzuschrecken und einen weiteren Zulauf zu verhindern.“.

Zitate aus dem zweiten Artikel, dem Van-Rossum-Interview: „Mich fasziniert geradezu, wie der selbsternannte Qualitätsjournalismus aktuell schier unirritierbar im Rudel und mit großer Geschwindigkeit Richtung Abgrund prescht.“, „[…] warum diese Presse noch interessant ist: Sie gibt den verunsicherten Menschen die Illusion von Halt und ideologischer „Selbstgerechtigkeit“, wie es ist, ist es richtig, und die Medien erklären, warum.“, „Nun, neu ist, dass ein nicht genau bezifferbarer, aber meiner Einschätzung nach erheblicher Teil des Publikums inzwischen gegen „seine“ Medien rebelliert. Diese Tatsache ist dabei ebenso überraschend wie der Anlass selbst: nämlich die Berichterstattung über die Ukraine. Es ist ja nicht so, dass diese Kritiker alle Ukraine-Experten wären, und gewiss sind sie auch keine Putin-Fans. Aber jeder halbwegs aufmerksame Zuschauer oder Leser scheint unweigerlich zu verstehen, dass diese Berichterstattung bis ins Detail alle Merkmale der Propaganda erfüllt. Tatsächlich haben wir es ja mit einer Orgie von Enten, Fehleinschätzungen und grotesken Einseitigkeiten zu tun, die selbst mich noch verblüfft hat.“, „Die einzigen, die in ihrer unvorstellbareren Grandezza von diesem Bruch komplett überrascht worden sind, das sind die Medienarbeitenden selbst. Was wiederum viel über deren Art, die Welt zu sehen, sagt.“ und „Und wenn man in dieser Situation „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres erhebt, dann klärt man nichts, sondern trägt weiter zur Verunklärung der Lage bei. Aber vielleicht ging es darum ja.“.

Das waren jetzt nur einige wenige Zitate. Man sollte die beiden kompletten Artikel auf den Nachdenkseiten lesen!

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