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Peter Scholl-Latour: „Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung“

Peter Scholl-Latour ist tot. Aus diesem Anlaß der Hinweis auf eines seiner letzten Interviews, bei Telepolis (Heise-Verlag): „Scholl-Latour: ‚Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung‘„. „Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.“, heißt es dort unter anderem.

Heute werden die Tagesschau, das ZDF, der Focus, der Spiegel und andere Medien den von den Nazis gefolterten und später weitgereisten konservativen Buchautoren und Journalisten Scholl-Latour ehren. Ob sie dann auch für einige Gedenkminuten oder -stunden das Lügen zum Ukraine-Konflikt und anderen Brandherden wie Syrien, Irak oder Afghanistan einstellen werden? Nein, wohl eher nicht. Das ist wahrscheinlich zuviel verlangt von diesen gut bezahlten Journalistendarstellern.

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