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AP-Bericht: Trump wollte Invasion in Venezuela

Nach einem Bericht der us-amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP) wollte die US-Regierung 2017 das unter westlichem Propagandadauerfeuer stehende Venezuela militärisch angreifen und in dem südamerikanischen Land einmarschieren. US-Präsident Donald Trump soll dabei immer wieder seine Militärs wie auch andere lateinamerikanische Präsidenten mit der Idee eines Angriffskrieges gegen Venezuela penetriert haben, konnte aber gestoppt werden.

Amerika21.de berichtet über den vorläufig verhinderten Venezuela-Krieg am Freitag, 6.7.2018, in dem Artikel „US-Funktionär bestätigt: Donald Trump plante Invasion in Venezuela„. Hier einige Zitate aus diesem Bericht des Lateinamerikaexpertennachrichtenportals zur verhinderten Venezuela-Invasion durch die USA, verbündete und „zwangsverpflichtete“ Staaten:

„Erstmals haben US-amerikanische Quellen bestätigt, dass US-Präsident Donald Trump im August vergangenen Jahres mehrfach in den USA und gegenüber lateinamerikanischen Regierungen eine Militärintervention in Venezuela vorgeschlagen hat. Dies habe ein hochrangiger US-amerikanischer Regierungsfunktionär am Mittwoch bestätigt, berichtet die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP). (…)

Die Anwesenden hätten dem Präsidenten jedoch erklärt, wie eine Militäraktion nach hinten losgehen und dazu führen könnte, die Unterstützung der lateinamerikanischen Regierungen zu verlieren. Trump habe dagegen auf ‚Fälle der erfolgreichen Kanonenbootdiplomatie in der Region‘ verwiesen, wie die Invasionen in Grenada (1983) und Panama (1989). (…)

Im April hatte Boliviens Präsident Evo Morales die folgenden internen Werbeversuche des US-Präsidenten bestätigt. Ein namentlich von ihm nicht benannter Amtskollege habe ihm gegenüber bestätigt, dass Trump im September vergangenen Jahres auf eine militärische Intervention von Regionalstaaten in Venezuela gedrängt hat. „Wir mussten wie gewöhnlich in einem VIP-Raum warten und dabei berichtete mir ein Präsident im Beisein eines weiteren, wie Trump um eine Militärintervention gebeten hatte“, so Morales.“.

In diesem Zusammenhang ist sicher noch ein weiterer Bericht von amerika21.de – vom Montag, 2.7.2018 – interessant, in dem es um einen indirekten Angriff auf Venezuela durch einen Staatsstreich geht: „US-Medium bestätigt Putschplan vor Wahl im Mai in Venezuela„. Das ukrainische Modell, wenn man so will… Auch hier einige Zitate aus dem Artikel:

„In Venezuela ist vor den Präsidentschaftswahlen am 20. Mai offenbar ein Putsch verhindert worden, wie das New Yorker Nachrichtenportal bloomberg.com berichtet. Nach Recherchen eines Journalistenteams der Seite waren an dem Umsturzversuch zahlreiche Militärs unterschiedlicher Ränge beteiligt. Im Zuge einer Militäraktion unter dem Namen ‚Operation Verfassung‘ (Operación Constitución) sollen sie geplant haben, unter anderem den Präsidentenpalast in der Hauptstadt zu stürmen, um Präsident Maduro festzunehmen und vor ein eigenes Gericht zu stellen. (…)

Die Putschisten wollten Maduro offenbar vor einen sogenannten Obersten Gerichtshof im Exil stellen, dessen Richter vom oppositionell dominierten Parlament bestimmt und vereidigt wurden. Die Juristen, die sich in Chile, Kolumbien, Panama und den USA aufhalten, kommen wöchentlich zu Onlinekonferenzen zusammen und fällen Urteile. Die ehemalige Generalstaatsanwältin und Regierungsgegnerin Luis Ortega Díaz hat vor dem inoffiziellen Gremium Anklage gegen Präsident Maduro eingereicht: Die Oppositionsrichter sollten bei der internationalen Polizeibehörde Interpol einen Haftbefehl gegen Staatschef Maduro erwirken, forderte sie.“.

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