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Fußball-WM: Domagoj Vida feiert Kroatien-Sieg mit ukrainischem Nazigruß

Bei der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland hat der kroatische Nationalspieler Domagoj Vida den knappen Viertelfinalsieg der kroatischen Auswahl im Elfmeterschießen gegen das russische Team mit dem bekannten ukrainischen Nazigruß „Slawa Ukraini“ gefeiert. Dieser entspricht in etwa dem deutschen „Sieg Heil“ beziehungsweise „Heil Hitler“ und wird entsprechend von ukrainischen Nazis genutzt. 

Die Video-Aufnahme des Kroaten beim ukrainischen Sieg Heil wurde – offenbar mit großem Stolz – von Oleksandr Volodymyrovych Zinchenko in seinem Kanal „Football UA“ bei Twitter eingestellt. Oleksandr Zinchenko ist ukrainischer Fußballnationalspieler und spielt auf Vereinsebene in England bei Trainer Pep Guardiolas Verein Manchester City.

Die Ukraine hat ein massives Naziproblem, spätestens seit die NATO-Staaten Nazis beim Maidan-Putsch und kurz darauf gegen die widerspenstige Bevölkerung einsetzten (Die Zusammenarbeit läuft bis heute). Dieses Problem wird in den westlichen Medien regelmäßig unter den Teppich gekehrt. Für den zeitweise in der Ukraine spielenden Kroaten sind solche Nazigrüße offenbar ganz normal. Wohl auch, weil sie ganz offen zum Alltag der neuen Ukraine gehören. Vielleicht hat er sich dabei wirklich nichts gedacht (Was es nicht besser macht).

Auch einige deutsche Politiker scheuen sich nicht davor, im „Kampf gegen den Russen“ den ukrainischen Nazigruß zu verwenden. Am 24. August 2017 grüßte das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland im Namen von Angela Merkels Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) die Ukrainerinnen und Ukrainer via Twitter mit einem zackigen „Slawa Ukraini!“. Bereits am 1. März 2017 wurde Rebecca Harms, deutsche Europaparlamentsabgeordnete der Grünen mit besonderer Ukraine-Vorliebe, dabei beobachtet, wie sie sich im EU-Parlament an fraktionsübergreifenden „Slawa Ukraini!“-Rufen beteiligte.

Der deutsche Journalist Ulrich Heyden schrieb zu Letzterem: „Abgeordnete des Europäischen Parlaments riefen im Parlamentsgebäude die Parole der ‚Ukrainischen Aufstandsarmee‘, die mit Hitler paktierte. Mit dabei: Rebecca Harms. […] Wie auf Fotos zu sehen ist, stand in der hintersten Reihe der Rufenden Rebecca Harms (Grüne). […] Die UPA machte gemeinsam mit der Hitler-Wehrmacht Jagd auf Juden und Polen.“.

Ein entsprechendes Video aus dem EU-Parlament mit dem berühmt-berüchtigten ukrainischen Nazigruß aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gibt es bei Facebook. Die Grünen-EU-Abgeordnete Rebecca Harms hatte in den letzten Monaten und Jahren immer wieder ukrainische Rechtsextremisten – beispielsweise solche des Nazibataillons „Aidar“ – verherrlicht und deren extremistische Ansichten zugunsten eines von ihrer Partei (und anderen Parteien, inklusive der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD) vehement betriebenen Kampfes gegen Russland vertuscht:

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Nachtrag:

Nachtrag vom 10.7.2018: Die Medien verharmlosen den Nazigruß, aber dieser ist wohl nicht das Einzige, das Vida zu bieten hat:

Nachtrag vom 16.7.2018: Noch mehr Naziausfälle bei den Kroaten:

„„Za dom bracu, za slobodu, borimo se mi“ singt Dejan Lovren gemeinsam mit Ognjen Vukojević und Šime Vrsaljk in das Handy, nachdem Kroatien Argentinien schlug. Auf Twitter und anderen Sozialen Medien wurde das Video mit der feiernden Mannschaft verbreitet. „Super Stimmung“, „So feiern unsere Jungs“, „Dejan Lovren & Co lieben das Leben.“ Doch was haben drei Fußballer da eigentlich ungestört in der Umkleidekabine gesunden? Das Lied heißt „Bojna Čavoglave“ und stammt vom Rechtsrockweltmeister Marko Perkovic Thompson und es wurde während des Bürgerkrieges in Kroatien aufgenommen.

Was ist das denn für ein Lied? Fangen wir mal mit dem Beginn des Songs an. Es beginnt mit dem kroatischen Pedant zum deutschen Sieg Heil: „Za dom“ (Für die Heimat) schreit der Sänger, die Soldaten erwidern „spremni“ (bereit). Weiter geht es dann mit „feinster“ Blut und Boden Ideologie. Eine Huldigung an die kroatischen Faschisten die zwischen 1941 und 1945 einen faschistischen Vasallenstaat Hitlers führten und hunderttausende Menschen ermordeten.“

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Ein Kommentar

  1. Er hat sich zwar inzwischen Entschuldigt, aber ob das ehrlich gemeint war ist die Frage?
    Das Russland-Bashing in unseren „Qualitätsmedien“ ist wohl im Moment etwas leiser – da viele Menschen mit einem positiven Eindruck aus Russland zurückgekehrt sind (aber nein, das dürfen sie doch nicht) – , aber es ist natürlich weiter vorhanden! Man versucht jetzt eben auf alles andere in Russland einzuschlagen und benutzt gerne die Rentereform dafür – aber wie sieht es aus, wenn wir auf „unsere“ Rentenreformpläne schauen?

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