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Karfreitagsmassaker in Palästina

Am Freitag vor Ostern 2018 näherte sich ein Demonstrationszug mit tausenden Palästinensern dem Grenzzaun zu Israel. Die israelische Armee eröffnete das Feuer auf die unbewaffneten Demonstranten und töteten mindestens 17 Menschen. 100 israelische Scharfschützen hatten sich hinter einem Erdwall verschanzt und auf Kommando auf die Menschen geschossen. 773 Opfer erlitten Schussverletzungen. Gleichzeitig warfen Drohnen Gasbomben auf die Menschenmenge ab.

Israels Botschafter ausweisen! „Das Karfreitagsmassaker in Gaza muss Konsequenzen haben. 17 Tote, 1.500 Verletzte – davon 773 durch Schussverletzungen! Das ist die Bilanz des Massakers der Israelischen Armee (IDF) an unbewaffneten Demonstranten am Karfreitag. Wird die Bundesregierung jetzt israelische Diplomaten ausweisen? Gibt es Sanktionen der EU gegen Israel?“

Schluss mit Käfighaltung! „Das Töten von Palästinensern wird in Israel leichter akzeptiert als das Töten von Moskitos. Die israelische Regierung spricht von den Palästinensern als Raubtieren oder anderen Tieren, die man zurückdrängen oder töten muss. Zusammengepfercht sind sie in einer Art Großkäfigen, abgeschirmt zu Lande, zu Wasser und in der Luft durch die israelische Militärmacht. Am Karfreitag wurden beim ‚Marsch für Rückkehr‘ an der Gazagrenze 18 Palästinenser gezielt von Scharfschützen getötet und 1.416 verletzt. Die israelische Regierung hielt das für gut und nötig. Die meisten Medien hierzulande sprechen von einem Konflikt. Demokraten und Friedenskämpfer nennen es ein Massaker.“

Kolonialismus 2.0. „In Gaza findet kein ‚Konflikt‘, sondern kolonialistische Unterdrückung statt. Realität und ihre Darstellung haben oft wenig miteinander zu tun. Vor allem aber ist die Darstellung von realen Ereignissen praktisch immer davon geprägt, wie wir über etwas berichten und was wir damit erzeugen wollen. Im sogenannten israelisch-palästinensischen ‚Konflikt’ lassen sich unendlich viele Beispiele dafür finden, wie durch die Wahl der Worte – bei anderen Medien die Wahl der Bilder, Schnitte, Farben, Typografie – Realitäten in den Köpfen geschaffen werden, die oft wenig mit den tatsächlichen Ereignissen zu tun haben. Jüngstes Beispiel dafür sind die Geschehnisse zu Ostern in Gaza. Am Ende bleibt die Frage: Wie können wir die Dinge so darstellen, dass alle sich gesehen fühlen, Leid verhindert wird und gerechte Lösungen ihren Weg finden können?“

In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal darauf hingewiesen, dass die französische Regierung 2016 versucht hat, die Bombardierung des palästinensischen Gaza durch Israel von 2014 als Bombardierung von Krankenhäusern im syrischen Aleppo durch Syrien und Russland auszugeben, um so vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates Stimmung gegen die beiden letztgenannten Länder zu machen:

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

Ein Kommentar

  1. Gerade ist ein Video bekanntgeworden, in dem zwei israelische Scharfschützen ganz begeistert davon sind, wie ein Angeschossener nach der Beinverletzung ins Straucheln kommt. Das hat auch in Israel eine Debatte entzündet.

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