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Polizei prahlt bei Facebook mit Polizeigewalt und verhöhnt das Opfer

In Berlin hat die Polizei einen angeblichen Falschparker vor seinem eigenen Restaurant schikaniert, gewürgt und mit fünf Streifenwagen und elf Polizisten „behandelt“. Mit einer eigens angefertigten Grafik für soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook und einem Schmähartikel wurde das Opfer des Gewaltexzesses – Restaurantbesitzer Attila Hildmann – dann durch die Berliner Polizei in den genannten Netzwerken lächerlich gemacht und allem Anschein nach massiv verleumdet.

Hier der Link zur Gegendarstellung des attackierten Mannes, Koch und Chef eines veganen Restaurants in Berlin: „Das war ich, hier mal meine Sichtweise„. Unter dem Beitrag ist auch der komplette reißerisch-verleumderische Beitrag der Polizei zu sehen, die ihren „Erfolg“ ganz stolz bei Facebook und Co breittritt. Ob man wohl mit dieser eigenwilligen Polizeiversion der Geschichte den drohenden Skandal schon von vornerein im Keim ersticken will?

Selbst wenn der Mann im Halteverbot gestanden hätte etc.: Was rechtfertigt diese bizarre „Eigenwerbung“ der Polizei? Wieso gibt die Polizei bei Facebook mit der Jagd auf Verdächtige an? Und der Polizeiartikel endet sogar mit Drohungen gegen den Mann und das alles in einer widerlich-arroganten Selbstgefälligkeit, die Böses für die Zukunft erahnen lässt und an ganz dunkle Zeiten der deutsche Geschichte erinnert:

„In Handschellen und mit Strafanzeigen wegen Widerstands, Beleidigung (belegt mit Geld- oder Freiheitsstrafe) sowie einem Bericht an die Fahrerlaubnisbehörde endet die Geschichte in #Charlottenburg. Zu prüfen bleibt, ob der Mann aufgrund seines Verhaltens geeignet ist, künftig am Straßenverkehr teilzunehmen. Ach ja, und dann war da noch das Knöllchen… Wir sind uns sicher, dieser Ausgang hätte mit respektvollem Umgang ganz sicher verhindert werden können.“

Mit dem letzten Satz sind natürlich nicht die Polizeibeamten gemeint…

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