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Verkaufspräsentation veröffentlicht: Twitter wollte RT gezielte Werbung zur US-Wahl verkaufen

In den Medien ist in den letzten Tagen viel die Rede darüber, dass Twitter Russia Today (RT) Werbung auf Twitter nicht mehr gestattet und dies mit Hinweis auf eine angeblich versuchte Beeinflussung der letzten Wahl in den USA. Tatsächlich hat Twitter RT vor dieser US-Präsidentschaftswahl ein spezielles Werbepaket zur Wahl angeboten. RT hat die entsprechende Präsentation der Firma Twitter nun veröffentlicht.

Meldungen wie „Twitter verdächtigt die Medienorganisationen RT und Sputnik, im Auftrag Russlands versucht zu haben, die US-Wahlen zu stören. Nun erließ das Netzwerk ein Werbeverbot für beide Kanäle.“ (Spiegel Online) oder „Weil sie Teil russischer Versuche gewesen sein sollen, die US-Präsidentschaftswahlen zu beeinflussen, dürfen Russia Today (RT) und Sputnik nicht mehr auf Twitter werben. Mit den bereits erzielten Einnahmen will der Konzern Forscher fördern.“ (Heise Online) machten in den letzten Tagen die Runde in den deutschen Medien. Eine solche Werbung wäre zwar nicht illegal, gilt aber im Westen als politisch unerwünscht.

Russia Today hat nun am 27. Oktober eine Präsentation veröffentlicht, die Twitter eigens für den Sender und potentiellen Twitterkunden RT erstellt hat und mit der RT der Kauf eines Werbepaketes zur US-Präsidentschaftswahl schmackhaft gemacht werden sollte. Twitter wollte also, dass RT Werbung zur Wahl schaltet. RT hat nach eigenen Angaben das Angebot abgelehnt und die Werbeplätze nicht gekauft.

In den Präsentationsfolien zu dem millionenschweren Angebot von Twitter an Russia Today gibt es Folien zu Twitter als Plattform für politisch aktive Menschen, zur US-Wahl allgemein, zu Hillary Clinton und zu Bernie Sanders (Clintons linker Rivale bei den Democrats um die Präsidentschaftskandidatur, der unter ominösen Umständen von der Clinton-Fraktion ausgebootet wurde) sowie beispielsweise eine Folie mit dem Titel „Mission Statement“, die offenbar das Ziel der Werbung von RT bei Twitter zur Wahl in den USA aus Sicht von Twitter – in Verkäufersprache – umreißen soll:

„Deliever an unbiased point view of the U.S. Elections with an edge utilizing the powerful technology of Twitter to distribute the message in real-time.“

Twitter ist bereits in die Propagandakampagne um den Missbrauch eines siebenjährigen Mädchens verstrickt. Möglicherweise haben auch im Falle des „Werbeskandals“ einige Behörden Twitter freundlich um Mitarbeit gebeten…

3 Kommentare

  1. Wen überraschen solche Meldungen ? Da der Westen ja immer nur das „Gute“ (mit Waffen*) verteidigt, muß auch ein Schurke konstruiert werden, um mit den westlichen Waffen/Bomben die „Demokratie“ auch den Schurken zu spenden. Grundsätzlich erfinden die westlichen „Demokratie-Verteidiger“ immer Schurken, die zu bekämpfen sind. Dazu ist jedes Mittel und jede Lüge immer parat. *Nach der Sprech-, Schreib- und Leseart sind westliche Waffen immer nur Verteidigungs- Friedenswaffen im Gegensatz zu Russischen, die als Aggressionswaffen dargestellt werden. Darum müssen die US- geführten Nato-Truppen auch bis zur russischen Grenze vorrücken. Zum mindestens sollen wir das glauben müssen.

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