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Die White Helmets und ein im Schutt deponiertes Kind

Eine der beliebtesten Propagandawaffen des Westens und seiner verbündeten Söldnertruppen im Syrienkrieg ist die Al-Qaida-Showtruppe der offiziell von einem Briten gegründeten „syrischen“ White Helmets. Sie liefern Foto- und Videomaterial gegen die syrische Regierung und dieses ist in der Regel erstaunlicherweise auch noch plump gefälscht – als ob es in Kriegsgebieten nicht genug passende Motive gäbe. Die Weisshelme veröffentlichen auf ihrem Youtube-Kanal gerne „Action-Videos“, die sie im Einsatz zeigen sollen. Wie so oft werden dort Kinder für Propagandainszenierungen missbraucht und gleichzeitig auch haarsträubende darstellerische Fehler gemacht, die dann letztlich noch einmal klar aufzeigen, dass es sich hier um eine Show handelt.

In einem Video, welches am 17. Juni 2016 auf Youtube veröffentlicht wurde, rasen die Weißhelme wieder einmal zu einem Einsatz, schauen dann in einer mit Schutt beladenen Straße durch die Gegend, bis einer plötzlich eine Heldentat vollbringt à la „Schaut mal, neben meine Füßen liegt ja ein Kind“. Das lag zwar die ganze Zeit nicht da, aber einen Videoschnitt später ist es im Bild – man hat es offensichtlich zwischenzeitlich im Dreck deponiert – und kann dann augenblicklich „gerettet“ werden – durch „Helfer“, die sich offenbar blitzartig umgruppiert haben und nun ganz anders um die „Fundstelle“ stehen. Dass die dem Kind angediehenen „Rettungsmaßnahmen“ ebenfalls unsäglich sind, versteht sich leider von selbst.

Dieser Fall des Missbrauchs von Kindern für Propagandavideos ist in der Welt der Weißhelme und ihrer Verbündeten der Normalfall. Ähnlich erging es beispielsweise auch dem „Jungen auf dem orangenen Sitz“, der im Rahmen einer solchen Propagandaaktion „aus den Trümmern befreit wurde“ und dann erst einmal zum filmen und abfotografieren auf den Sitz gesetzt wurde. Selbst in dem von den „Rettern“ veröffentlichten Video ist zu sehen, wie der Junge namens Omran aus PR-Gründen dort eine Minute ohne jegliche medizinsche Versorgung sitzen muss. Handeln so Rettungskräfte? Offenbar machte nicht einmal dieses frei verfügbare und oft gezeigte Video die Berichterstatter über diesen Fall stutzig – falls sie denn überhaupt ein Interesse daran hatten, stutzig zu werden.

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