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Paranoia, Wahn und der Dritte Weltkrieg

Die Geschichte der NATO offenbart ihr wahres Gesicht. Gedacht war sie niemals zur Friedenssicherung, sondern zur Eroberung und Befriedung der Welt.

Anfang der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die US-amerikanische Gesellschaft von einer Panik erfasst, die von außen betrachtet, geradezu lächerlich wirkte. Wie ein Schock traf es nicht nur die Kleinbürger, sondern auch Politiker und Militärs, als feststand, dass die UdSSR erfolgreich die Explosion einer Atombombe getestet hatte. Die Angst vor einem atomaren Angriff der UdSSR griff um sich. Jahrelang hatten die USA – mit dem Gefühl des Monopols auf Atomwaffen – diese als Erstschlagswaffe in ihre strategischen Planungen eingebaut. Als am 29.August 1949 in der Nähe der kasachischen Stadt Semipalatinsk die erste sowjetische Atombombe gezündet wurde (übrigens fünf Tage nach Unterzeichnung des NATO-Vertrages durch die Gründerstaaten), zerschlugen sich auch die Hoffnungen der US-amerikanischen Militärstrategen, die glaubten, dass es noch bis zu zehn Jahre dauern könnte, bis die UdSSR in der Lage sein würde, Atombomben herzustellen.

Die USA hatten bereits während des Zweiten Weltkrieges (maßgeblich durch den Council on Foreign Relations vorangetrieben) ehrgeizige Pläne ausgearbeitet, um die strategische Kontrolle über die Weltwirtschaft zu sichern und dazu eine Konzeption entworfen, die als „Grand Area Planning“ (Großgebietsplanung) bekannt wurde. Sie enthielt Vorgaben, welche Weltregionen „offen“ sein müssten – offen für Investitionen [a1] und den Zugriff auf die Ressourcen sowie in welcher Form Finanzinstitutionen und Finanzplanung zu organisieren sind. [1]

Haupthindernisse bei diesen Plänen waren die Sowjetunion und China. Unter dem Stichwort „Rollback“ konzentrierten sich die politischen und militärischen Anstrengungen daher auf das Zurückdrängen des „aggressiven Kommunismus.“ Dies begann zunächst in der eigenen Hemisphäre mit der militärischen Bekämpfung der linken Volksfront in Griechenland [2] und aktiver Einflussnahme in die Politik solcher Staaten wie z.B. Frankreich und Italien [3], über die man mit aller Macht versuchte, den Einfluss kommunistischer Parteien zurück zu drängen.

Letztlich ist es Machteliten eigentlich egal, welche Feindbilder existieren; Hauptsache sie existieren an sich. Und wenn so ziemlich alle (Anderen) als prinzipielle Feinde angesehen werden, dann hat man auch keine Skrupel, diese gegeneinander aufzuhetzen; frei nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. 1941 tönte der zu jener Zeit weitgehend unbekannte US-Senator Harry Truman:

„Wenn wir sehen, dass Deutschland siegt, sollten wir Russland helfen, und wenn wir sehen, dass Russland siegt, sollten wir Deutschland helfen und ihnen auf diese Weise gestatten, so viele wie möglich umzubringen, wenn ich auch unter keinen Umständen einen Sieg Hitlers erleben möchte.“ [4]

Trotz (oder eher genau wegen?) dieser Geisteshaltung wurde Truman vier Jahre später Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Was die Sowjetunion angeht, entwickelten die Strategen in den USA mit dem Aufbau der Feindbilder gegenüber diesem Land und seinem Gesellschaftssystem – bei sich selbst und über Propaganda in die westlichen Gesellschaften hineingetragen – eine wachsende paranoide Angst. Und sie trugen dabei die Überzeugung moralischer Legitimation in sich, die (in Wahrheit) irrationale Gefahr mit allen Mitteln bekämpfen zu dürfen. Nur so lässt es sich erklären, warum die Mächtigen in Übersee ernsthaft die Verwendung von Atomwaffen als Erstschlagswaffe (quasi auf Verdacht) in Betracht ziehen konnten und noch bevor der Zweite Weltkrieg zu Ende war, allen Ernstes auf den Dritten Weltkrieg hinarbeiteten.

Nur zwei Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der Generalstab der US-Streitkräfte ein Memorandum verabschiedet, das verlangte, auf keinen Fall einen Schlag der Sowjetunion abzuwarten, sondern zuvor selbst einen Erstschlag zu führen. [5] Dies blieb den gesamten Kalten Krieg hindurch das Leitmotiv aller Militärplanungen gegen die UdSSR und Grundlage aller US-Strategien und wurde im Großen und Ganzen auch von der NATO übernommen. Der Konfrontationskurs wurde in den folgenden Jahren durch brutale Angriffspläne der USA in strategischen Konzepten verankert und deren praktische Umsetzung angegangen – eine kleine Auswahl aus den Jahren 1945 bis 1949 betrachten wir im Folgenden etwas näher.

Operation Unthinkable

Diese Operation, wenngleich noch nicht unter atomarem Vorzeichen stehend, ist besonders erhellend. Deren Planungen begannen mitten im Zweiten Weltkrieg und richteten sich gegen einen Bündnispartner. Operation Unthinkable unterstreicht die Verlogenheit salbungsvoller Worte zur Schaffung einer friedlichen demokratischen Welt, so sie aus den Mündern der im Herrschaftsanspruch gefangenen imperialen Mächte kamen. Das gilt für die USA ebenso wie für Frankreich und Großbritannien. So hatte Frankreich, kaum dass der Krieg gegen Deutschland gewonnen war, seinen Kolonialkrieg in Indochina wieder aufgenommen und wollte auch von einer Unabhängigkeit Syriens nichts mehr wissen. [6][7] Und Großbritanniens Führung wollte gar gleich den nächsten Krieg in Europa vom Zaun brechen!

Obwohl der Stern des britischen Imperiums am Sinken war (um durch den des US-Imperiums ersetzt zu werden), hatte die britische Politik nichts von ihrem Anspruch globaler Einflussnahme eingebüßt. Die britische Armee befand sich noch im Krieg gegen Hitlerdeutschland, als der ausgemachte Kommunistenfeind Winston Churchill sehr praktische Überlegungen anstellte, wie man den Noch-Bündnispartner Sowjetunion bekriegen könnte, um ihn aus Deutschland wieder heraus zu werfen. [8]


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Churchill war tatsächlich von der Angst getrieben, die Rote Armee könnte kurzfristig weiter nach Westen marschieren und schließlich Großbritannien unterwerfen. Also schlussfolgerte er, dass der Krieg umgehend weitergeführt werden müsste, bis hin zur Zerstückelung der Sowjetunion. Aus dieser Paranoia heraus gab er Operation Unthinkable in Auftrag. [9] Er bestellte seinen persönlichen Stabschef Generalleutnant Ismay Hastings zu sich und beauftragte ihn, einen entsprechenden Plan zu entwickeln und dabei „das Undenkbare zu denken“. [10] Am 22.Mai 1945 – der Krieg in Europa war gerade mal vor zwei Wochen zu Ende gegangen – lieferte Hastings das Gewünschte. Dieser General wurde übrigens sieben Jahres später erster Generalsekretär des NATO-Bündnisses. Andere britische Generäle jedoch warnten Churchill ausdrücklich vor den unkalkulierbaren Risiken eines (wörtlich) „Totalen Krieges“. [11]


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Geplanter Beginn von Operation Unthinkable war der 1.Juli 1945. Mindestens 47 britisch-amerikanische Divisionen (davon 14 Panzerdivisionen) sollten in einer überraschenden Zangenbewegung (u.a. aus dem Raum Dresden) die sowjetischen Armeen in Ostdeutschland und Polen einschließen und dann niederwerfen. Zusätzlich sollten elf deutsche Divisionen (darunter eine Panzerdivision) reaktiviert werden und mit 100.000 Soldaten die Operation unterstützen. [12][a2] Letztlich sollte die Operation von über 100 Divisionen mit 2,5 Millionen Soldaten geführt werden. [13] Der sowjetische Geheimdienst war über diese Planungen informiert und Stalin äußerte gegenüber Armeegeneral Shukow: „Dieser Mann [Churchill] ist zu allem fähig.“ [14]. Deshalb bestand die sowjetische Verhandlungsdelegation auf der Konferenz von Jalta (Februar 1945) auf einer Demarkationslinie zwischen der Sowjetarmee und den westlichen Alliierten (grob) westlich einer Linie Schwerin – West-Sachsen. [a3] Die Rote Armee bekam vor allem aus diesem Grund den Auftrag, besagte Linie unter allen Umständen (was einen opferreichen Kampf bedeutete) zu erreichen. 2005 sagte dazu der ehemalige sowjetische Botschafter in der BRD Valentin Falin in einem Interview:

„Hinter dem Entschluss der sowjetischen Führung, Berlin zu erobern und die Demarkationslinien zu erreichen, die 1945 auf der Konferenz in Yalta von Stalin, Roosevelt und Churchill vereinbart worden waren, stand die äußerst wichtige Absicht, unter allen Umständen das politisches Vabanquespiel zu vereiteln, das der britische Premierminister (Churchill) mit Unterstützung einflussreicher US-Kreise einfädeln wollte … , in dem sich unsere bisherigen Verbündeten in Feinde verwandelt hätten. … [und] dass die Einnahme Berlins, die 120.000 sowjetische Soldaten das Leben gekostet hat, westliche Pläne vereitelte, die eine Verlängerung des Zweiten Weltkriegs in einen Dritten nach sich gezogen hätten.“ [15]

Und Falin fügte hinzu:

„Der Kampf um Berlin ernüchterte ziemlich viele der Kriegstreiber und erfüllte deshalb seinen politischen, psychologischen und militärischen Zweck. Glauben Sie mir, es gab viele politische und militärische Figuren im Westen, die sich durch die leichten Siege in Westeuropa im Frühjahr 1945 (zu weiteren Taten) ermutigt fühlten.“ [16]

Unglaublich aber wahr ist auch der Termin für den Angriff (1.Juli). Die UdSSR hatte sich verpflichtet, nach dem Sieg über Deutschland die Alliierten im Fernen Osten mit einer gewaltigen Offensive gegen Japan zu unterstützen. Hierfür war die Verlegung von mehreren Millionen Soldaten nach Osten geplant. Vorgesehener Termin für den Beginn der Großoffensive in der Mandschurei war der 8.August 1945. [17] Im Juli befanden sich die sowjetischen Truppen also mitten in der Vorbereitungsphase für diesen Feldzug. Die folgerichtige Schwächung der sowjetischen Streitkräfte in Europa waren die Planer in London und Washington demnach gewillt, skrupellos auszunutzen. [18]

Und so ist es auch erklärbar, warum noch bis zum 23. Mai 1945 eine deutsche Nachfolgeregierung unter Karl Dönitz in Flensburg residierte und eine erhebliche Anzahl von Soldaten unter Waffen stand. Im Zuge von Verhandlungen über Teilkapitulationen von Truppenteilen in Schleswig-Holstein hatte der britische Generalfeldmarschall Bernard L. Montgomery der Dönitz-Regierung ausdrücklich verboten, dass die deutschen Einheiten ihre Waffen vernichteten. [19] Auf massiven Druck Stalins hin wurden schließlich die deutschen Soldaten in die Gefangenschaft überführt und die Mitglieder des Oberkommandos der Wehrmacht sowie die Nachfolgeregierung verhaftet. [20]

Diese Pläne und die

„gleiche Mentalität (erklären) auch, warum Allen Dulles als OSS-Offizier im Jahr 1945 einfach Befehle aus Washington umging, die es ihm verboten, mit SS-General Karl Wolff über eine bedingte Kapitulation der deutschen Streitkräfte in Italien zu verhandeln – eine wichtige Verletzung von Roosevelts Vereinbarung mit Stalin in Jalta für eine bedingungslose Kapitulation, eine Verletzung, die von vielen als zum Kalten Krieg hinführend angesehen wird.“ [21]

Hiroshima und Nagasaki

Um den Irrsinn US-amerikanischer Atompolitik vollständig zu verstehen, ist eine kurze Betrachtung der Atombombenabwürfe auf die beiden japanischen Großstädte unbedingt erforderlich. Wie unglaublich perfide die Abwürfe geplant wurden – einfach nur um herauszubekommen, „was geht“ – beweist das Folgende:

„Zuvor hatte man die dicht besiedelte und ähnlich wie Dresden in einem Flusstal liegende Stadt Hiroshima über Wochen darauf „trainiert“, dass täglich ein einzelner Langstreckenbomber in großer Flughöhe (für Flugabwehrgeschütze unerreichbar) erscheint, um eine einzige konventionelle Sprengbombe abzuwerfen. Deswegen stieg bald kein Jagdflugzeug mehr auf und es wurde wegen der stets einzelnen Bombe auch kein (die vorhandenen Betriebe lähmender) Luftalarm mehr gegeben.“ [22]

Noch heute ernsthaft zu behaupten, diese beiden Atombomben hätten den Krieg verkürzt – eine Anwendung von der bei Psychopathen „beliebten“ Methode, das Opfer einfach zum Täter zu machen, verleugnet die Realität. Denn die japanischen Menschen waren NICHT schuld daran, Opfer dieser Waffe geworden zu sein. Es ist tragisch wie unfassbar, dass die Atomkrieger den Krieg sogar als Vorwand unbedingt benötigten und ihn deshalb mit allen Mitteln verlängerten, eben damit sie diese furchtbare Waffe noch (schein-)legitimiert einsetzen konnten. Denn längst hatte Japan die Kapitulation angeboten – bis auf den Erhalt des Kaiserhauses, sogar bedingungslos. [23] Selbst in der militärischen Führung der USA äußerten Kriegsminister Henry L. Stimson und sein Stellvertreter John McCloy sowie der damalige Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Deutschland Dwight D. Eisenhower größte Bedenken. Eisenhower sagte dazu später:

„Erstens glaubte ich, Japan wäre bereits besiegt, sodass der Atomwaffeneinsatz völlig unnötig wäre, und zweitens war ich der Meinung, unser Land sollte es vermeiden, die Weltöffentlichkeit dadurch zu schockieren. Das Argument, der Atombombenabwurf würde vielen amerikanischen Soldaten das Leben retten, halte ich nicht für legitim.“ [24]

Warum also wurde diese Waffe dann eingesetzt?

Weil die „Vernünftigen“ ihre ethischen Bedenken unter Opportunismus vergruben und nicht die Courage hatten, sich gegen die Politik der von Wahn und Paranoia Getriebenen aufzulehnen. Der schon w.o. zitierte US-Präsident Harry S. Truman war einer derer Exponenten und nannte den Grund – am Tag, an dem die zweite japanische Stadt den Atomtod starb. Seine Aussage warnt uns, wie gefährdet die Welt war und ist, wenn pathologisch geprägte Menschen über das Schicksal von Gesellschaften entscheiden dürfen:

„Da wir die Atombombe erfunden haben, haben wir sie benutzt.“ [25]


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Die US-Strategen hatten die Macht, fanden einen Grund und hatten keinen tatsächlichen Gegner, der ihnen in jenen Tagen hätte Einhalt gebieten können. Im Wahn der Allmacht war ihr Sinnen darauf ausgerichtet, „maximale Informationen für die Weiterentwicklung der Waffe“ zu bekommen:

„Im Befehl des Generals Lauris Norstad, Chef des Planungsstabes der US Army Air Force vom 29. Mai 1945, den [der Historiker Hiroshi] Hasegawa im Archiv der US-Luftwaffe fand und der bis jetzt unbekannt war, ist tatsächlich von der „experimental nature of the project“ die Rede. Und daher, so Norstad weiter, sei das Ziel: „to get the maximum results and obtain the maximum information for further development of the weapon“.“ [26]


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Und beide Technologien „mussten“ getestet werden, nur deshalb kam zu Hiroshima noch Nagasaki. War die erste Bombe („Little Boy“) eine Atombombe aus Uran-235, bestand die Nagasaki-Bombe („Fat Man“) aus Plutonium-239. [27] Neben dem Testzweck „für die Wissenschaft“ vergessen wir nicht: Die Toten von Hiroshima und Nagasaki waren Zivilisten. Und das bedenkend, waren die Abwürfe der Bomben primitiver Staatsterrorismus durch die USA, denn neben den Toten, galten diese Anschläge auf die Menschlichkeit vor allem den Lebenden, nicht nur denen in Japan. Sie galten aus Sicht der nunmehr auch im Selbstverständnis einzigen Weltmacht all ihren (selbst definierten) Feinden als Warnung – und Botschaft, diese Waffe ohne Skrupel einzusetzen. Halten wir also fest:

Die Strategen vor und hinter den Kulissen der US-Politik mussten nicht die Atombomben über Japan abwerfen, vielmehr wollten sie es – um (fast) jeden Preis.

Totality

Das Menetekel eines weltweiten atomaren Infernos war – nach der Einäscherung von Hiroshima und Nagasaki – gerade erst geboren, als der Präsident der USA, Harry S. Truman mit der Direktive JIC 329/1 die US Air Force (USAF) anwies, einen Operationsplan zu entwickeln, mit dem ein atomarer Angriff auf die Sowjetunion durchgeführt werden könnte. Mit einem überraschenden Schlag sollten 30 Atombomben auf diese sowjetischen Städte abgeworfen werden: Moskau, Leningrad, Taschkent, Swerdlowsk, Kuibyschew, Irkutsk, Baku, Kasan, Tiblissi, Tscheljabinsk, Magnitogorsk, Saratow, Nowosibirsk, Omsk, Jaroslawl, Wald, Grosny, Perm, Nowokusnezk und Nischni Tagil. [28]

In Verantwortung des zukünftigen US-Präsidenten General Dwight D. Eisenhower lag bereits im Dezember 1945 der erste Plan vor („Strategic Vulnerability of the USSR to a Limited Air Attack“; JIC 329/1, ABC Russia Sec. 1-A, RG 165, NACP – JIC für Joint Intelligence Committee“). [29] In den folgenden Jahren (bis 1948) wurden die Planungen immer weiter vorangetrieben und am Ende waren es 133 Atombomben, die auf die UdSSR fallen sollten. Wohlgemerkt umfasste der Plan einen Erstschlag und wurde deshalb im Planungsstab auch „First Strike“ tituliert.

Die deutsche Entsprechung für den Namen des Projekts weist auf das Ziel hin: Totale Vernichtung – Totaler Krieg. Die Rücksichtslosigkeit, Unbedingtheit und Maßlosigkeit der zu zerstörenden Ziele, die Art und Weise der moralischen Legitimation unterscheidet sich in nichts vom „Totalen Krieg“, den Joseph Goebbels in seiner Sportpalast-Rede 1943 ausrief. [30] Die durch ihre Phobie vor der „roten Gefahr aus dem Osten“ getriebenen Strategen nannten es euphemistisch Präventivschlag. Obwohl keinerlei Nachweis für Planungen eines Erstschlags seitens der Sowjetunion erbracht werden konnte, wurde die Fiktion Grundlage der Strategie für den Einsatz von Atomwaffen. Wie anders kann man das bezeichnen als irre!?

Noch vor Planfertigstellung begann die US Air Force das Abwerfen von Atombomben zu trainieren. In Libyen wurde der Ausbau des seit 1943 durch die USA betriebenen Luftwaffenstützpunktes Wheelus Air Base geplant, von dem aus strategische Bomber vom Typ B-29 und B-36 in Richtung Sowjetunion starten sollten. [31][32] Abfangjäger sollten die Luftwaffenbasis und den Anflug der strategischen Bomber über dem Mittelmeer sichern, Langstrecken-Abfangjäger waren gedacht zur Eskortierung der Bomber. [33][a4]. Es waren nicht Skrupel oder politische Einsichten, die eine Ausführung von „Totality“ verhinderten, sondern technische Schwierigkeiten (wie oft hat unsere Welt eigentlich schon einfach der Zufall gerettet?). 1946 waren es elf Atombomben und 17 Silverplate B-29 Bomber, damit war der Plan mit 30 Atombomben einen „Enthauptungsschlag“ zu führen, nicht umsetzbar. [34] Bis zum Jahr 1948 verfügte die USAF über „nur“ 50 Atombomben und „nur“ 32 umgebaute B-29 Bomber, die in der Lage waren, Atombomben abzuwerfen – zu wenig. [a5] Denn inzwischen sollten ja bereits 133 Atombomben sowjetische Städte verwüsten. [35]

Broiler, Halfmoon, Dropshot & Co.

Es sollte nicht bei „Totality“ bleiben und es wurde deutlich: Der (große) Heiße Krieg war vorbei, aber der Krieg in den Köpfen lief ungebremst weiter. Zwischen 1945 und 1949 (als die UdSSR erstmals erfolgreich eine Atombombe testete) entwickelten die Planer im Pentagon nicht weniger als neun Szenarien eines massiven (Erst-)Schlages mit Atomwaffen auf die Sowjetunion – und jedes maßloser als das Vorige. Und dabei auch teilweise von ihrer Benamung her bezeichnend für die Planer: Bushwhacker, Broiler (sinngemäß Braten), Sizzle (sinngemäß Brutzeln), Pincher (Zange)… [36] All diese Planungen wurden durch die Regierung Truman veranlasst, mit einem Präsidenten der (offenbar nicht rein zufällig) die charakterlichen Voraussetzungen besaß, um einen Atomkrieg vom Zaun zu brechen.

Plan „Broiler“ beinhaltete, 24 sowjetische Städte mit 34 Atombomben zu vernichten. Im Mai 1948 wurde der Plan in „Halfmoon“ umgetauft und nun sollten es 50 A-Bomben auf 20 Städte sein. „Offtackle“ nahm schon 104 urbane Ziele mit 220 Bomben ins Visier. Großbritannien wurde zunehmend als Luftwaffenbasis für die Atombomber einbezogen. Die Briten, die selbst intensiv an der Entwicklung einer eigenen Atombombe arbeiteten, entwickelten den Plan „Speedway“. Und der US-Plan „Trojan“ vom Dezember 1948 der vorsah, 70 sowjetische Städte mit 133 Atombomben einzuäschern, ging davon aus, dass die UdSSR selbst dann nicht kapitulieren würde, wenn alle Ziele getroffen würden. Und die Industrieproduktion würde zwar um 30-40 Prozent einbrechen, allerdings nur vorübergehend, wenn nicht weitere nukleare Schläge erfolgen würden. [37]

Das hielt nicht davon ab, immer neue Planungen samt Drohkulissen aufzubauen. Unzählige Male wurde der sowjetische Luftraum durch in großen Höhen fliegende Spionageflugzeuge verletzt, die tausende Aufnahmen von Städten, militärischen Anlagen und Industriegebieten machten. Gleichzeitig demonstrierte man den Willen, Atomwaffen einzusetzen, indem – mitten in der Berlin-Krise – B-29 Superfortress Bomber nach Großbritannien verlegt wurden. 1949 besaßen die USA schließlich 250 Atombomben – die Sowjetunion (nach ihrem ersten erfolgreichen Test): keine. [38][39] Wer bedrohte tatsächlich wen?


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Das Atomkriegsführungsszenario „Dropshot“, das dann im Gründungsjahr der NATO im Dezember 1949 eingeführt wurde, strebte bereits eine 85prozentige Vernichtung der sowjetischen Industrieanlagen durch einen Angriff auf 200 Ziele in 100 sowjetischen Städten mit 300 Atombomben und 29.000 hochexplosiven konventionellen Bomben an. Hierfür hatte man den neuen strategischen Bomber B-36 (s.Foto) entwickelt, der zynischerweise den Codenamen „Peacemaker“ (Friedensstifter) erhielt. Zusätzlich planten die US-Strategen eine gewaltige Landungsoperation, um einen „vollständigen Sieg“ über die Sowjetunion zu erringen. Geplanter Beginn der Operation war der 1.Januar 1957. [40][41]

„Dropshot“ wurde mehrfach modifiziert und erst im Jahre 1977(!) endgültig verworfen. Der Plan strotzt von Begriffen wie „Verteidigung“ und „Sicherung“ von Territorien. [42] Im Endeffekt verteidigte „Dropshot“ die gesamte westliche Hemisphäre vor einem vermeintlichen alles verschlingenden Gegner; ein abstruses Feind-Szenario, Produkt von kranken Phantasien war Basis eines Konzepts, welches die Welt mehrfach in den Abgrund hätte stürzen können.

Die vom Wahn Getriebenen allein hätten es nicht so weit kommen lassen können, wäre da nicht noch ihr kongenialer Partner: die Gier, das im System unbedingt erforderliche und moralisch hoch gelobte Streben nach Gewinn. Und die Gierigen waren gern bereit, die Angst der Wahnhaften zu mehren:

„Damit diese Hochrüstung florierte, musste die „Angst vor dem Kommunismus“ geschürt werden. Die Annahme einer bevorstehenden sowjetischen Aggression musste militärisch belegbar sein. Dafür waren so genannte Think Tanks zuständig. Diese, wie z. B. die RAND Corporation, wurden von der US-Luftfahrtindustrie bezahlt. Diese „Think Tanks“ erstellten Expertisen über angebliche sowjetische Rüstungsvorsprünge, die durch „Nachrüstung“ der USA ausgeglichen werden müssten. Diese Expertisen waren Erfindungen. Man erfand Bomberlücken, Abschreckungslücken, Raketenlücken und auch Verteidigungsausgabenlücken. Das war vier Jahrzehnte lang der fabrizierte Mechanismus.“ [43]

Fazit

In den vier Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nichts – absolut nichts Belegbares, was auf Pläne einer sowjetischen Aggression hätte hinweisen können. Aber die atomaren Erstschlagspläne der USA (unter williger Unterstützung durch die britischen Eliten) nahmen immer monströsere Formen an. Und die westlichen Staaten führten „nebenbei“ weiter ihre kolonialen – wie neokolonialen Feldzüge in aller Welt.

In Anbetracht dieser Tatsachen ist die Gründung der NATO als der eines Verteidigungsbündnisses nichts anderes als eine glatte Lüge!


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Das Grauen, welches Atombomben in zwei japanische Städte gebracht hatten, hinderte die nüchtern berechnenden Pragmatiker des Krieges nicht, weiter die Karte nuklearer Überlegenheit zu spielen. Und so ging der Wahnsinn der atomaren Hochrüstung weiter. Als die Sowjetunion auseinanderfiel, waren im Fokus des SAC (Strategic Air Command) 12.500 Ziele in den Staaten des Warschauer Vertrages erfasst, die von 10.000 Kernwaffen angegriffen werden sollten. Und Lee Butler fügte hinzu: „im schlimmsten Fall — und davon gingen wir immer aus — alle gleichzeitig“. [44] 1991-1992 war General George Lee Butler der Oberbefehlshaber des SAC sowie oberster Kernwaffenberater des US-Präsidenten. Im Rückblick sagte der General:

„Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um die Karriereleiter so weit hochzusteigen, daß ich die Verantwortung und vor allem auch den Zugang zu Informationen hatte und mit Handlungen und Operationen konfrontiert war, die mein Verständnis dessen prägten, worum es bei der Fähigkeit zur nuklearen Kriegführung überhaupt geht. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, daß vieles von dem, woran ich glaubte, entweder falsch, höchst vereinfacht, außerordentlich brüchig oder einfach moralisch untragbar war. [… und ] daß die Anhäufung des Kernwaffenarsenals in einem geradezu grotesken Ausmaß, wie wir das in den fünfzig Jahren des Kalten Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion erlebten, ebenso sehr das Ergebnis von Furcht, Ignoranz und Gier, von Egoismus und Machtstreben, von Glücksspiel und Profitsucht war, wie die Folge der scheinbar so eleganten Abschreckungstheorien.“ [45]

Aus Butlers Worten lässt sich entnehmen: Es ist der Opportunismus in den Menschen (welche bereits wissen bzw. zu Wissen kommen), gepaart mit Bequemlichkeit, der sie hindert, aus einer Maschinerie von Machtgierigen auszubrechen. Diese Menschen sind nicht zu verurteilen, aber es ist kaum zu bestreiten, dass sie auf diese Weise zu (übrigens unentbehrlichen) Rädchen im Getriebe der Macht qualifiziert sind. Allerdings: Nur die Wissenden, die gleichzeitig auch Nicht-Machtgierige sind, können die Dinge in eine andere Richtung lenken, die sich wirklich dem Frieden verpflichtet fühlt.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Menschen in Positionen Butler’s Unterstützung einer breiten Bevölkerungsmehrheit hinter sich wissen, wenn es darum geht Mut und Courage zu zeigen, um aus den fatalen Wirkmechanismen von Macht und Herrschaft auszubrechen. Das ist bis heute leider nicht der Fall. Erst wenn diese schweigende Mehrheit ihr Phlegma überwindet, ist eine grundsätzliche Änderung der Politik im Großen vorstellbar. Und erst damit sind die von Wahn und Paranoia Beherrschten ihrer wahren Werkzeuge beraubt, Politik zu „gestalten“ – nämlich der Menschen, die sich dann nicht mehr über die psychopathische Gewalt des Geistes manipulieren lassen.


Quellen und Anmerkungen

[a1] Investitionen als Begriff deuten wir automatisch positiv. Man investiert, um einen Nutzen zu schaffen. Dieser Begriff im Sinne einer Schaffung von Qualität versteckt aber das Wesen von Investitionen im Kontext eines marktwirtschaftlichen Systems. Denn dort – und noch ungezügelter in neoliberalen kapitalistischen Wirtschaftssystemen – ist der Sinn der Investition reiner Selbstzweck. Es handelt sich um Kapital, welches im Zuge einer Investition angelegt wird, damit es sich vermehrt (Fokus: Quantitäten). Wenn also die Experten von günstigen Investitionen sprechen – und damit den Eindruck von Fortschritt und Verbesserung der Lebensbedingungen vermitteln, meinen sie in Wahrheit Kapitalisierung. Und dabei geht es primär – um Profit.

[a2] Es war geplant, nach Niederwerfung der Wehrmacht rund ein Dutzend deutscher Divisionen mit mehreren zehntausend Soldaten in der zukünftigen britischen Besatzungszone (Schleswig-Holstein) sowie im Süden Dänemarks einsatzbereit für einen weiteren Waffengang zu halten. [46]

[a3] Die Konferenz von Jalta dauerte vom 4. – 11.Februar 1945. Die Sowjetunion setzte auf dieser Konferenz eine Demarkationslinie zu den Truppen der westlichen Alliierten durch, die vollständig Berlin und den größten Teil Ostdeutschlands einschloss. Es ist zumindest bemerkenswert, dass die Bomberflotten der USAF und der Royal Air Force (RAF) danach ihre Flächenbombardements auf Ostdeutschland in bislang nicht bekanntem Maße intensivierten, mit katastrophalen Zerstörungen und hunderttausenden Opfern in ostdeutschen Großstädten wie Dresden, Plauen und Chemnitz. [47][48][49]

[a4] Es ist erwähnenswert, dass Libyen nicht nur aufgrund seiner Ölvorkommen sondern auch auf Grund seiner geographisch-strategischen Lage schon lange von besonderem Interesse für die Geostrategen der USA war.

[a5] Die Atombomben stellten aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine besondere Herausforderung für die Bomber dar, die zudem ihre Bombenlast in großer Höhe abwerfen mussten, um sicher aus dem Gebiet der Detonation entkommen zu können. So wog die „Fat Man“ (als „leistungsfähigere“ Plutonium-Bombe; technische Bezeichnung „Mark 3“), 4,6 Tonnen und war über drei Meter lang. Von dieser Bombe wurden bis 1949 120 Stück gefertigt. Für sie mussten die benötigten B-29 Superfortress modifiziert werden und erhielten danach den Codenamen Silverplate. [50]

[1] Der Council on Foreign Relations und das Grand Area; 5.6.2016; http://peds-ansichten.de/2016/05/der-council-on-foreign-relations-und-das-grand-area/

[2] Widerstand und Repression in Griechenland; 5.11.2005; http://www.widerstand-und-repression-in-griechenland.de/veranstaltung/rede_history.html

[3] Kleine Geschichte Italiens von 1943 bis Berlusconi; Friedericke Hausmann; 2002; 240 Seiten; ISBN-10: 3803124484; http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=5772

[4] George S. Wheeler: Die amerikanische Politik in Deutschland, Berlin 1958, S. 12.; Kongress Verlag

[5] Joint Chiefs of Staff: Basis for the Formulation of a U.S.Military Policy; JCS 1492/2; 9.9.1945; U.S.Department of State; Foreign Relations of the United States 1946; vol.I; Washington D.C.

[6] Syrien – Rückblick auf dessen jüngere Geschichte, Kap.: Syrien als moderne Kolonie; Dezember 2015; http://peds-ansichten.de/2015/12/syrien-rueckblick-auf-dessen-juengere-geschichte-1

[7] Syriens Geschichte; Länder-Informations-Portal; https://www.liportal.de/syrien/geschichte-staat/

[8][26] Operation Unthinkable: Churchill´s plan for World War Three; 28.4.2014; Jonathan Walker; The National Archives; http://media.nationalarchives.gov.uk/index.php/operation-unthinkable-churchills-plan-world-war-three/

[9][13][18] 6.5.2016; https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Unthinkable

[10] Churchill´s plans for WWIII, Supplement II; http://american_almanac.tripod.com/church.htm; Original veröffentlicht im Daily Telegraph am 1.10.1998

[11][36][39][40] Post WW2 World Order: US planned to Wipe USSR; Ekatarina Blinova; 15.8.2015; http://sputniknews.com/politics/20150815/1025789574/us-planned-to-wipe-out-ussr.html

[12] Vom Zweiten zum Dritten Weltkrieg; Rick Rozoff; 23.7.2009; http://www.hintergrund.de/20090723439/politik/inland/vom-zweiten-zum-dritten-weltkrieg-die-globale-nato-und-das-remilitarisierte-deutschland-teil-2.html

[14] Operation Unthinkable; Rakesh Krishnan Simha; 13.6.2013; Russia & India Report; http://in.rbth.com/blogs/2013/06/13/operation_unthinkable_churchills_plan_to_start_world_war_iii_26091

[15][16] Russland wäre mit den Dritten Weltkrieg konfrontiert worden, wenn es Berlin nicht erstürmt hätte; Interview mit Valentin Falin; 28.3.2005; RIA Nowosti; http://www.globalresearch.ca/from-ww-ii-to-ww-iii-global-nato-and-remilitarized-germany/14377

[17] 6.5.2016; https://en.wikipedia.org/wiki/Soviet_invasion_of_Manchuria

[19] Die 21 Tage der Regierung Dönitz; 8.11.1951, Die Zeit; http://www.zeit.de/1951/45/die-21-tage-der-regierung-doenitz/komplettansicht; Originalquelle: Es geschah in Deutschland; Rainer Wunderlich; Verlag Heran Leins, Tübingen

[20] Transatlantische Werbetrommel im Bundestag; Wolfgang Effenberger; 21.5.2015; http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2015/transatlantische-werbetrommel-im-bundestag/

[21] http://www.larsschall.com/2014/03/14/der-staat-der-tiefe-staat-und-die-wall-street-oberwelt-2/; Originalquelle: Charles T. O’Reilly, Forgotten Battles: Italy’s War of Liberation, 1943-1945 (Lanham, MD: Lexington Books, 2001), 288; Peter Dale Scott, „How Allen Dulles and the SS Preserved Each Other,“ Covert Action Information Bulletin, 25 (Winter 1986), 4-14. Dulles’s plans to use SS resources in post-war Germany cab be seen as part of a successful plan to frustrate the implementation of Roosevelt’s so-called Morgenthau Plan to deindustrialize Germany.

[22] Wie Klaus Fuchs half, einen Atomkrieg zu verhindern; 2.9.2015; Müncheberg; thcene 05/2015; http://thcene.com/2015/09/wie-klaus-fuchs-half-einen-atomkrieg-zu-verhindern/

[23][26][33] Hoffnung der USA auf leichten Sieg über die UdSSR; Wolfgang Effenberger; 11.8.2010; Neue Rheinische Zeitung; http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15496

[24] Das amerikanische Jahrhundert – Teil 1; Wolfgang Effenberger; 2011; Leseprobe; http://www.grin.com/de/e-book/170290/das-amerikanische-jahrhundert-teil-1; Originalquelle: Hellmut Diwald: »Die Großen Ereignisse«, Lachen am Zürichsee, 1991, Bd. 6, S. 438 – 461

[25] Atomwaffen A-Z; Zitat von Harry S. Truman vom 9.August 1945; http://www.atomwaffena-z.info/geschichte/chronik-des-atomzeitalters/1940-1949/artikel/df7cfab5b0/1946.html

[27] Ein Experiment mit 70.000 Toten; Ferdinand Knauß; 20.8.2009; Die Zeit; http://www.zeit.de/online/2009/35/atombombe-hiroshima/komplettansicht; Basierend auf: Racing the Enemy: Stalin, Truman, and the Surrender of Japan; Tsuyoshi Hasegawa

[28][29] Michio Kaku und Daniel Axelrod To Win a Nuclear War. The Pentagon’s Secret War Planes; South end Press, Boston, 1987; https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearstrategie

[30] Redeanalyse: Sportpalastrede von Goebbels; Lynn Schmökel; 2010; GRIN Verlag, München; ISBN 978-3-640-79649-6; http://www.grin.com/de/e-book/164636/redeanalyse-sportpalastrede-von-goebbels

[31] 11.5.2016; https://en.wikipedia.org/wiki/Wheelus_Air_Base

[32][46] Einst im schönen Monat August; Helmut Böttiger; 15.8.2010; http://82391.forumromanum.com/member/forum/entry_trans.user_82391.2.1110416451.trennung_staat_und_religion_maxnews-verkuender_des_lichts.html

[34] 7.5.2016; https://en.wikipedia.org/wiki/Single_Integrated_Operational_Plan

[35] Nuklearstrategie – Zwischen Abschreckung und Einsatzdoktrin; Bundeszentrale für Politische Bildung; 02/2013; http://sicherheitspolitik.bpb.de/massenvernichtungswaffen/hintergrundtexte-m6/Abschreckung-und-Einsatzdoktrin

[37] The Origins of Overkill, American Strategy 1945-1960; David Alan Rosenberg; International Security, Vol. 7, No. 4 (Spring, 1983); The MIT Press; http://www.jstor.org/stable/2626731?seq=1#page_scan_tab_contents

[38] Atomic Diplomacy; 8.5.2016; Office Of The Historian; US-Regierung; https://history.state.gov/milestones/1945-1952/atomic

[41] 7.5.2016; https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Dropshot

[42] VOLUME 1. THE OUTBREAK OF THE WAR, DISASTER, AND DEFENSE; http://www.allworldwars.com/Dropshot%20-%20American%20Plan%20for%20War%20with%20the%20Soviet%20Union%201957.html

[43] Die NATO-Kriegsallianz und die Gegenreaktionen; Lühr Henken; 14.4.2009; https://isw-muenchen.de/2009/03/die-nato-kriegsallianz-und-die-gegenaktionen/

[44] Das amerikanische Jahrhundert – Teil 1; Wolfgang Effenberger; 2011; Leseprobe; http://www.grin.com/de/e-book/170290/das-amerikanische-jahrhundert-teil-1; Originalquelle: Lee Butler, Zwölf Minuten, um über das Schicksal der Menschheit zu entscheiden, in: Frankfurter Rundschau vom 01.09.1999.

[45] Sind Atomwaffen notwendig?, Vortrag von Lee Butler; 11.3.1999; Rund-Tisch-Gespräch für das Canadian Network to Abolish Nuclear Weapon; http://www.grin.com/de/e-book/170290/das-amerikanische-jahrhundert-teil-1

[47] 6.5.2016; https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Chemnitz

[48] https://de.wikipedia.org/wiki/Plauen#Weimarer_Republik.2C_Nationalsozialismus_und_Zweiter_Weltkrieg

[49] An diesem Tag, 13.2.1945: Bomben auf Dresden; http:// www.gegenfrage.com/bomben-auf-dresden-das-vergessene-massaker/

[50] 7.5.2016; https://en.wikipedia.org/wiki/Single_Integrated_Operational_Plan


Bildquellen:

[b1] Titelbild; Nagasaki nach dem Atombombenabwurf; 1945; Foto: US-Militär; Quelle: http://www.museumofthecity.org/project/hiroshima-and-nagasaki-modern-peace-cities/; Lizenz: Public Domain; Bild ist bearbeitet (Ausschnitt)

[b2] Operation Unthinkable: Russia: Threat to Wes-tern Civilization; freigegeben und veröffentlicht 1998; Fotokopie des Gemeinsamen Planungsstabes des britischen Kriegskabinetts; 22.5.2016, 8.6.2016, 11.7.2016; Original-Quelle: Northwestern University Boston

[b3] Operation Unthinkable: ‚Russia: Threat to Western Civilization,'“ British War Cabinet; Joint Planning Staff [Draft and Final Reports: 22 May, 8 June, and 11 July 1945]; Kap. 13-16; Public Record Office, CAB 120/691/109040 / 010 https://web.archive.org/web/20101116152301/http://www.history.neu.edu/PRO2/

[b4] Atompilz über Nagasaki; 9.8.1945; Bild:Hiromichi Matsuda; Bildquelle: Wikimedia Commons; Lizenz: Public Domain; http://www.fassette.net/politik/panorama/gedenken-die-toten-lebenden

[b5] Atompilz über Nagasaki, Aufnahme von einer der drei am Angriff beteiligten B29-Superfortress; Foto: Charles Levy; Datum: 9.8.1945; Lizenz: Gemeinfrei; Quelle: National Archiv, USA

[b6] B-36J Peacemaker; Foto: US Air-Force; Originaldatei: Convair B-36 Peacemaker.jpg; Datum: 1950’s; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: Gemeinfrei; https://de.wikipedia.org/wiki/Convair_B-36#/media/File:Convair_B-36_Peacemaker.jpg

[b7] Photo of Sumiteru Taniguchi’s back injuries; Foto: Joe O’Donnell (US Marines); Datum: Januar 1946; Quelle: Wikimedia Common; Lizenz: Public Domain

Zum Artikel

Erstveröffentlichung des Artikels im Magazin Rubikon: „Paranoia, Wahn und der Dritte Weltkrieg„.

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