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CNN-Reporterin bei den „Rebellen“ in Syrien

Die Aufmachung der Frau kommt nicht von ungefähr und ist sogar noch ganz schön gewagt: Eine CNN-Journalistin (Clarissa Ward) hinter der Frontlinie bei den von ihr und ihren westlichen Journalistenkollegen als „Rebellen“ und „Aktivisten“ bezeichneten Kämpfern in Syrien:

Bei den sogenannten Rebellen in Syrien, die in den westlichen Medien als tolle weltoffene Aktivisten gegen die böse syrische Regierung verkauft werden, handelt es sich in Wirklichkeit um radikalislamistische Kämpfer – teilweise auch ausländische Söldner – unter geistiger Führung von Al Qaida (und IS), die mit brutalsten Mitteln auch gegen die Zivilbevölkerung vorgehen. Und die setzt der Westen als Hilfstruppen im Kampf gegen Syrien ein. Passend dazu ein Artikel von Michael Jabra Carley (Professor für Geschichte an der Universität Montreal, Kanada) in den Nachdenkseiten: “Wie die westliche Heuchelei die Welt noch gefährlicher macht“:

“[…] Die Rede von „unseren Gemäßigten“ ist eine Fiktion und ein Deckmantel der USA für ihre Unterstützung für Al-Qaida und deren verschiedene Verbündete, bei denen es sich weitgehend um ausländische Söldner handelt, die gegen die säkulare, legitime Regierung Syriens kämpfen. […]

Werden diese Heuchelei und diese Doppelstandards je ein Ende haben? Von Wilson bis Johnson und weiter bis Obama sind wir mit einem großen Haufen von Lügen überschüttet worden. Die US-amerikanische und westliche Version der Ereignisse in Syrien und anderswo ist bis auf die letzte Silbe falsch. Die „leuchtende Stadt auf dem Hügel“ ist ein Mythos. Das Bild eines düsteren Schlachthauses, das bis obenhin mit Opfern des US-amerikanischen und europäischen Neokolonialismus voll ist, würde die Realität wesentlich besser darstellen. Aber man braucht nicht darauf zu warten, dass irgendeine westliche Regierung sich dieses Schlachthaus einmal ansieht. „Kollateralschaden“ würden die USA sagen, „und ein Preis, der es wert war“. Mythen und Lügen überdecken die tatsächliche Außenpolitik der Vereinigten Staaten und ihrer Vasallen, aber das ist leider nichts Neues. Die dringliche Frage ist jetzt, ob die Bewohner der USA, Kanadas und Europas bereit sind, für eine Serie von Lügen, und zur Verteidigung der US-geführten Al-Qaida-Invasion Syriens, einen grundlosen Krieg mit Russland zu riskieren. Wir, und zwar wir alle, müssen uns hier rasch entscheiden, bevor es zu spät ist.”.

Natürlich wäre das Vorgehen der USA und ihrer Koalitionspartner – darunter Deutschland, aber auch Saudi-Arabien oder die Türkei – auch verboten, wenn sie nicht Al Qaida und co, sondern andere Hilfstruppen einsetzen würden. Der Einsatz von Al Qaida auf Seiten der USA im Syrienkrieg seit 2011 (also bereits zehn Jahre nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 in den USA mit über 3000 Toten, für die die US-Regierung ja die Terrorgruppe Al Qaida verantwortlich macht) wirft Fragen auf.

2 Kommentare

  1. Interessant ist doch auch, dass syrische Flüchtlinge (die nicht vor Assad sondern vor den Terroristen (hier „Rebellen“ genannt) geflohen sind) keine Unterstützung vom Merkel-Regime bei der Rückkehr in ihre Heimat bekommen!
    Dazu: https://deutsch.rt.com/inland/55972-flucht-nach-syrien-ruckkehrwillige-syrer/
    Während kriminelle Terrorbanden (hier auch ua „White Helmets“ genannt) gerne weiter vom BRD-Staat unterstützt werden und sogar Millionenbeträge bekommen. Man hat nie der Bevölkerung Syriens helfen wollen, es ging immer um einen Regimechange mit Assad als Opfer – ganz nach dem Willen der USA! Ähnlich wird jetzt gerade in Venezuela verfahren.

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