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ARD-Nachrichtenfälschung zu Giftgas in Syrien

Dass die in deutschen und anderen westlichen Medien und von westlichen Politikern auch heute noch behauptete Story, der syrische Präsident/Machthaber Assad habe Giftgas in Syrien eingesetzt, falsch und seit mindestens zwei Jahren widerlegt ist (auch von US-Wissenschaftlern und -Journalisten), wurde hier bei Blauer Bote Magazin schon mehrmals angesprochen: Syrien: US-Starjournalist enttarnt Giftgaslüge, Giftgas in Syrien. Die ehemaligen ARD-Journalisten beziehungsweise -Mitarbeiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer haben vor einigen Tagen zu der Thematik eine Programmbeschwerde bei der ARD eingereicht (Siehe hier bei Rationalgalerie „Giftgas? Nicht ohne Genehmigung der ARD! Wie die Türkei zu einem echten Freund der Deutschen wird„, vergleiche dazu auch die Propagandaschau, „ARD: Erneute Programmbeschwerde wegen Nachrichten-Unterdrückung zum Giftgaseinsatz in Syrien„).

Auszug aus der Programmbeschwerde: „Sehr geehrter Herr Marmor, seit Wochen beschäftigt der Skandal um die türkischen Giftgaslieferungen an syrische Terroristen, die schließlich zu dem Massaker von Ghouta führten, die internationale Öffentlichkeit. Die Machenschaften der USA und der NATO, die beide den Massenmord mit Sarin dem Präsidenten Assad in die Schuhe schieben und einen Krieg gegen Syrien beginnen wollten, werden ebenso diskutiert wie das Vorgehen der Regierung in Ankara gegen den türkischen Abgeordneten Eren Erdem. Dem droht ein Verfahren wegen Landesverrats(!), weil er die türkische Verstrickung in das Verbrechen ans Licht brachte. In Tagesschau und Tagesthemen wird der gesamte Vorgang penetrant verschwiegen. Auch eine Mitteilung des Außenministeriums in Moskau am 25. Dezember 2015, die russische Regierung verlange eine internationale Untersuchung der Vorfälle, wurde nicht in Tagesschau und Tagesthemen berichtet.“. Mehr dazu bei der Rationalgalerie.

Mehr zu der Thematik gibt es auch bei Telepolis. Das Magazin schrieb am 30. Oktober 2015 in dem Artikel „Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff?“ unter anderem Folgendes:

„Der türkische Geheimdienst soll hinter dem Angriff stecken.

Mehr als zwei Jahre später sitzen am 21. Oktober 2015 zwei türkische Parlamentsabgeordnete an einem Tisch in Istanbul und erzählen ihre Version der Ereignisse. Eren Erdem und Ali Şeker heißen die beiden Co-Vorsitzenden der oppositionellen CHP-Fraktion im türkischen Parlament. Sie wollen neue Beweise vorlegen: Dafür, dass nicht die syrische Armee, sondern dschihadistische Milizen den Angriff ausgeführt haben. Und fafür, dass nicht Assad, sondern der türkische Geheimdienst hinter dem Angriff von Ghouta steckt.

Hintergrund der Pressekonferenz sind Ermittlungen eines Gerichts im südtürkischen Adana. Die Anklage warf dort 13 Türken vor, Giftgas von der Türkei nach Syrien geschmuggelt haben. Doch dem Gericht reichten die Indizien nicht für eine Verurteilung, es ließ die Männer nach drei Monaten wieder frei. Erdem und Şeker hatten nach eigener Aussage Einblick in die Gerichtsakten und kommen bei ihrer Pressekonferenz zu einer ganz anderen Bewertung als das Gericht.“.