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Syrien: Madaya ist von Ahrar-al-Sham-Terroristen besetzt

In den Medien wird heute verstärkt über den Hunger in der von radikalislamistischen Salafisten besetzten syrischen Stadt Madaya/Madaja berichtet. Dass die „Verteidiger“ der Stadt Terroristen sind, die der syrischen Al Kaida, der Al Nusra Front, nahestehen, wird dabei „rein zufällig“ gerne in den westlichen Medien verschwiegen. So entsteht der Eindruck, es handele sich hier um „moderate Rebellen“. Kriegspropaganda auf dem Rücken der hungernden Menschen in Syrien.

Die Tagesschau schreibt („Syrien erlaubt Vereinten Nationen Zugang. Hilfe für Hungernde in Madaya„): „In sozialen Netzwerken hat sich eine Solidaritätsbewegung gegründet, in der mit Fotos der abgemergelten Bevölkerung auf die dramatische Lage aufmerksam gemacht wird. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, warf Damaskus vor, die Menschen in Madaya auszuhungern. Er hatte die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates aufgerufen, sich dafür einzusetzen, endlich wieder Hilfe in die Ortschaft zu lassen.“.

In dem Medienwatchblog Propagandaschau heißt es („Fortgesetzte WDR-Propaganda über Krieg in Syrien: Belagerung von Madaya„): „Dass die Stadt von Ahrar al-Sham-Terroristen gehalten wird, die mit al-Nusra fraternisieren und den hungernden Zivilisten den Abzug verwehren, wird genauso verschwiegen, wie die Tatsache, dass die Islamisten ihrerseits seit langem mit al-Fu’ah und Kefraya zwei Orte belagern, deren Bevölkerung auf Seiten der Regierung steht. Die syrische Regierung ihrerseits hat all jenen einmal mehr Amnestie und freien Abzug zugesichert, die die Waffen niederlegen – auch davon kein Wort.“.

UPDATES zu Ahrar al-Sham:

„Die Gruppe ist auch pragmatischer geworden: Sie verhandelt mit dem Erzfeind Assad und der mit ihm verbündeten Hisbollah über das Schicksal eines Rebellendorfes nahe der libanesischen Grenze. Solche Verhandlungen sind deshalb mit Ahrar al-Sham möglich, weil sich auch mit ihr verbündete Rebellengruppen bisher an die Vereinbarung gehalten haben, die Ahrar al-Sham mit dem Regime und anderen getroffen hat.“, heißt es am 24. September 2015 beim österreichischen Standard.

Syrien: ‚Neue Möglichkeiten‘ der USA mit Ahrar al-Sham?“ titelt Telepolis am 22. September 2015. Zitat: „Die Gruppe verfügt über exzellente Kontakte in Washington, was ihr gestattete in der Washington Post einen Artikel unterzubringen, in dem sie sich als Partner in Syrien für die USA anbot (Der Afghanistan-Loop: alte Fehler mit Milizen in Syrien wiederholen). Das Unternehmen Umcodierung bestimmter Dschihadistengruppen läuft also schon länger. ‚Wir sind nicht vom Mars‘, verbreitete auch die Financial Times die Image-Korrektur von Ahrar al-Sham weiter. Der aktuelle Bericht der Washington Post lässt im Übrigen mit der Bemerkung, wonach die CIA ein eigenes Programm zur Bewaffnung und Ausstattung von ’syrischen Rebellen‘ fährt, befürchten, dass die Gruppe jetzt schon nicht nur bei der PR-Arbeit in Washington amerikanische Unterstützung widerfährt. „. Genauso kam es dann auch: Dschihadistengruppen werden als moderate Rebellen verkauft. Auf Karten von Tagesschau und co heißen die von den Dschihadisten gehaltenen Gebiete „Rebellengebiete“ …

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