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Augenzeugen: Tatsächlicher Täter und angeblicher Mörder von Hanau sind nicht identisch

Im Youtube-Kanal des türkischen Mediums Haber Lüften ist ein Interview mit einem Augenzeugen der Sisha-Bar-Mordtat von Hanau zu sehen.  Der Mann sagt in die Kameras, dass der von Medien und Behörden präsentierte Täter und der tatsächliche Mörder nicht der Gleiche seien. Die Kommentare unter dem Youtube-Video sind entsprechend aufschlussreich. Und sie machen Hoffnung. 

„Er sagt als Augenzeuge, dass der Täter anders aussah…“

„Wahnsinn, jetzt benötigen wir schon türkische Quellen, um der Wahrheit näher zu kommen!“

„Mein Beileid an die türkische Gemeinde!!! Jungs, die halten uns ALLE zum Narren, hetzen uns gegeneinander auf und freuen sich, wenn wir aufeinander losgehen.“

„Die Medien wollen einfach einen Keil zwischen uns treiben, Hass von beiden Seiten erzeugen, da könnt ich echt kotzen!“

Youtube-Video: Aussage eines Augenzeugen bei Haber Lüften

Hinweis

Im Laufe des Tages wird ein Artikel zum Thema im Rubikon Magazin erscheinen, der zusätzlich auch die Verbindungen zum hessischen NSU-Skandal – Mord in einem Internetcafé in Kassel – und zum Lübcke-Mord beleuchtet. Das Video etc. hier schon einmal vorab als Vorbericht.

Nachtrag von 13.30 Uhr: Der Rubikon war super schnell und hat den Beitrag jetzt schon live! Hier:

Der falsche Mörder

 

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4 Kommentare

  1. Da werden Türken erschossen und Maßnahmen abgeleitet, aber der Türke als Augenzeuge hat das Maul zu halten. Deutsche Medien berichten nicht und Generalbundesanwaltschaft weiß es besser, sagt das Correctiv (und rührt Schmutz an):

    https://correctiv.org/faktencheck/2020/02/24/anschlag-in-hanau-irrefuehrende-meldungen-dass-tobias-r-angeblich-nicht-der-taeter-war-werden-zehntausendfach-geteilt

    „Bewertung: größtenteils falsch“
    Grund:

    „Die Generalbundesanwaltschaft hat uns gegenüber jedoch noch einmal bekräftigt, dass es keine abweichende Ermittlungsergebnisse seit der Pressekonferenz des Generalbundesanwalts vom 21. Februar gibt. Sie geht demnach weiterhin von Tobias R. als einzigem Hauptverdächtigen aus.“

    Die (weisungsgebundenen) Behörden? Man vergleiche z.B. mit dem Fall Amri (und natürlich mit NSU Kassel):

    http://blauerbote.com/2020/02/24/hanau-morde-behinderung-der-aufklaerung-von-verbrechen/

    „Das ist jedoch nicht das einzige, was Geheimdienstchef Maaßen belastet. Denn wer einen genaueren Blick auf den Fall Amri wirft, dem stehen die Haare zu Berge. Und zwar nicht nur deshalb, weil, wie Ströbele es ausdrückte, jemand eine schützende Hand über Amri gehalten hatte, damit der seinen Anschlag trotz Mitwissens praktisch aller relevanter “Sicherheitsbehörden” durchführen konnte.

    Der “Verfassungsschutz” hatte Amri tatsächlich einen Chauffeur gestellt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: einen Chauffeur bekommt jemand, der so wichtig ist, dass er einzeln transportiert werden muss, der jedoch nicht selbst fahren kann oder soll. Man vergleiche das mit dem Tatwerkzeug auf dem Breitscheidplatz, und dem, was Amri dort vorgeworfen wird! Amri ist angeblich per Zug geflüchtet – und erschossen wurde er ganz in der Nähe des Ortes in Italien, wo der LKW losgefahren war, den er angeblich zufällig wo ganz anders in Europa gekapert hatte.

    Bei solchen Geschichten (die in der Reihe der Geheimdienstgeschichten keinesfalls Exoten darstellen) stellen sich einem die Nackenhaare auf. Die Personalie Maaßen ist jedoch längst nicht mehr zu halten, falls noch irgendwelche Regeln gelten. Denn Maaßen hatte die Akte Amri persönlich auf dem Schreibtisch – vor dem Anschlag.“

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