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NSU-Zeugensterben

Der Zufall arbeitet sehr effizient und ist offenbar auf der Seite der Mächtigen. Die Ermordung Walter Lübckes gehört wohl leider auch in diese Reihe.

Bruchsaler Rundschau: „Neues im Fall des mysteriösen NSU-Zeugensterbens„: „Melisa M. aus Landshausen, damals 20 Jahre alt, war 2015 nach einem Motocross-Unfall gestorben. M, zuvor mit dem Eppinger Neonazi Florian H. befreundet, war Zeugin im NSU-Untersuchungsschuss des baden-württembergischen Landtags. Von ihrem Ex-Freund erhoffte man sich Aussagen zum Tod der Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter. Doch der Zeuge, der behauptete, er kenne den Mörder, verbrannte in einem Auto. Suizid – wie die Ermittlungen ergaben. (…) Auch Melissa M.s späterer Freund aus Kraichtal lebt zwischenzeitlich nicht mehr. Auch bei ihm lautete das Obduktionsergebnis im Februar 2016: Suizid.“ 

MiMagazin: „Weitere NSU-Zeugin stirbt kurz vor Anhörung„: „Der NSU-Komplex hat einen weiteren Todesfall. Eine 46-jährige NSU-Zeugin ist Anfang Februar verstorben. Die Ermittlung der Todesursache dürfte schwierig werden. Der Leichnam sei bereits eingeäschert worden.“

Telepolis: „Ungeklärter Tod eines NSU-Brandermittlers„: „Der international bekannte Brandermittler und Kriminaltechniker Frank Dieter Stolt ist im Alter von 62 Jahren in einem Krankenhaus in Mannheim gestorben. Weil die Todesursache unklar ist, hat die Familie von Stolt privat eine Obduktion in Auftrag gegeben. Von öffentlichem Interesse ist der Fall, weil Stolt auch im Rahmen der NSU-Ermittlungen mit Untersuchungen beauftragt war. Dabei äußerte er sich öffentlich auch kritisch zu manchen Ermittlungen.“

WDR: „Das reihenweise Sterben der NSU-Zeugen„: „Die fünf toten Zeugen rund um den NSU-Prozess. Sie könnten zufällig gestorben sein. Nur wären es doch recht viele Zufälle. Immer mehr Beobachter haben Zweifel daran. „Da stimmt was nicht. Das ist zu viel Zufall“, sagt zum Beispiel der Politwissenschaftler Hajo Funke, der nicht nur die NSU-Morde, sondern auch das reihenweise Sterben der Zeugen untersucht.“

Telepolis: „Vom Sterben der NSU-Zeugen„: „Die Umstände des Todes der NSU-Zeugin Corinna B. werden auch nach fast zwei Wochen nicht mitgeteilt. Das Justizministerium von Baden-Württemberg und der NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages schweigen (Weitere NSU-Zeugin tot: Sie kannte Mundlos und Zschäpe). Gleichzeitig muss ein weiterer Todesfall gemeldet werden: Von den Zeugen, die nach dem Polizistenmord von Heilbronn blutverschmierte Männer sahen, ist eine ältere Frau bereits vor Monaten verstorben.“

Vergleiche dazu auch: „Lübcke-Mord und NSU-Zeugensterben

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