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Weil wir es uns wert sind

Einige werden sich noch an das Fernsehinterview mit der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright vom 12. Mai 1996 erinnern, bei dem diese auf die Frage „Wir haben gehört, dass eine halbe Million Kinder gestorben sind. Ich meine, das sind mehr Kinder als in Hiroshima gestorben sind. Und, und… wissen Sie… Ist das den Preis wert?“ zu den Iraksanktionen Folgendes antwortete: „Ich denke, das ist eine sehr schwierige Entscheidung. Der Preis… Wir denken, der Preis ist es wert.“. 

Weit über eine Million Tote in Afghanistan, Pakistan, Irak durch den „Krieg gegen den Terror“… Zum aktuellen Syrienkrieg ist zwar immer „nur“ von einer halben Million Toten die Rede, aber auch hier befinden wir uns auf einem „guten“ Weg. Auslandskorrespondentin und Syrien-Spezialistin Karin Leukefeld berichtet über die Sanktionen gegen Syrien, die im Rahmen unseres Überfalls auf Syrien verhängt wurden und „Irak-Potential“ haben:

„Eine Studie von ESCWA – der UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien mit Sitz in Beirut – über die ‚Humanitären Folgen der einseitigen ökonomischen Strafmaßnahmen gegen Syrien‘ (Mai 2016) stellte fest, dass es sich bei den von der EU und den USA seit 2011 gegen Syrien verhängten Sanktionen um die schärfsten Sanktionen handelt, die jemals (!) seit Gründung der UNO gegen ein Land verhängt wurden. Deren Folgen, so die Autoren, beträfen jeden Syrer. Und Deutschland hat die Verschärfung der Sanktionen durch das Auswärtige Amt immer besonders vorangetrieben.“

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