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Was am Fall Franco A. auch stutzig macht

Ein interessanter Kommentar im Telepolis-Forum zum Fall Franco A: „der Name ‚Franco A.‘. Er war ja scheinbar bei der deutsch-fransösischen Einheit in Illkirchen. Name der Einheit „Brigade franco allemande„. Ein Künstlername wird vermutet … 😉

Markus Klöckner schreibt in dem Artikel „Tiefer Staat? Gedanken zum Fall Franco A.“ bei Telepolis: „Gibt der Fall des Bundeswehrsoldaten Franco A., der sich als Asylbewerber ausgegeben hat, Einblick in eine tiefenstaatliche Struktur, die mit Todeslisten operiert? Wer die Geschichte von Gladio, den Stay-behind-Strukturen der Nato, kennt, kommt zumindest auf diesen Gedanken. Alles, was bisher an Informationen (und möglicherweise auch an Desinformationen) an die Öffentlichkeit gedrungen ist, ist rätselhaft. Sollte Franco A. tatsächlich vorgehabt haben, einen Anschlag unter falscher Flagge zu verüben, um aus rechtsradikalen Motiven syrische Kriegsflüchtlinge in Verruf zu bringen, wäre die Geschichte sehr schnell wie ein Kartenhaus zusammengefallen – spätestens wenn Medien Bilder von Franco A., die bei seiner Registrierung als Asylbewerber gemacht wurden, veröffentlicht hätten.“.

Bei den Nachdenkseiten heißt es in dem Artikel „Unter falscher Flagge? Der „syrische Terrorist“ vom Bundeswehr-Bataillon 291“ von Paul Schreyer: „Zur Frage, ob Franco A. privat handelte oder in Absprache mit Vorgesetzten, lohnt ein genauerer Blick auf seinen Arbeitgeber, das Bundeswehr-Jägerbataillon 291. Dieses in Frankreich stationierte Bataillon ist keine gewöhnliche Einheit, sondern eine Art Pionierverband für besondere Aufgaben. Das Bataillon ist dort präsent, wo es geopolitisch brenzlig ist, etwa in Litauen oder in Mali. Es ist außerdem eingebunden in politisch brisante Manöver, wie die Übung „Saber Strike“ 2015 in Polen, die nicht von der NATO, sondern direkt von der US-Armee befehligt wurde. Kommandeur des Bataillons und damit Vorgesetzter von Oberleutnant Franco A. ist Oberstleutnant Marc-Ulrich Cropp, Jahrgang 1972. Dessen Karriere ist eng mit den Spezialkräften und auch mit den USA verknüpft […] bekleidete er von 2012 an einen weiteren hohen Posten im Ministerium, als Stabsoffizier beim Chef des Planungsstabes, also bei einem der engsten Vertrauten des Ministers. Cropp arbeitete in dieser Funktion bis 2014 für den Chef des Planungsstabes Ulrich Schlie, ein Mitglied der Atlantikbrücke, der 2002 als Mitarbeiter von Wolfgang Schäuble und dann als außenpolitischer Berater von Roland Koch politisch gestartet war. Unter der Ministerin Ursula von der Leyen war Cropp dann ab 2014 dem neuen Chef des Planungsstabes Géza Andreas von Geyr unterstellt, der ebenfalls aus dem Umfeld von Schäuble stammt und von 2010 bis 2014 als Vizepräsident des BND amtierte.“.

VB’s weblog: „Bundeswehroffizier Franco A. soll auch Gauck und Maas im Visier gehabt haben – Wer das glaubt, kann auch an die NSU-Einzeltäterschaft der zwei Uwes glauben„.

3 Kommentare

  1. Das immer wieder der Name von „Schwarzgeld-Schäuble“ auftaucht finde ich schon interessant! Aber unsere „Leitmedien“ weigern sich, diesen Mann mal genauer unter die Lupe zu nehmen! Das ist bei „Schwarzgeld-Schäuble“ schon seit 20 Jahren so!

  2. Ist dieser Bundeswehrsoldat ein Verwandter vom Hauptmann von Köpenik ?
    Wie blööde muß jemand sein, der diese Märchen glaubt, die uns Bürgern da untergejubelt werden ? Wenn die DA OBEN etwas ändern wollen, brauchen sie Anlässe, Gründe. Da ist denen alles RECHT. Und was nicht existiert, wird erfunden, denn der Zweck heiligt die Mittel !

  3. Und wer steht auf der Todesliste? Da sollen ja Leute aus der antideutschen Ecke stehen. Sieht für mich so aus als ob man hier wieder mal rechten Terror fabrizieren wollte oder will. Denn der Typ ist ja aufgeflogen und man weiß sofort aha… ist nen Rechter, der als Asylant Terror machen wollte, um es den Flüchtlingen in die Schuhe zu schieben. Wir müssen nun hart gegen Rechtsextremismus durchgreifen. Dann wird jeder, der die Politik kritisiert, als Rechts deklariert und los geht’s.

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