Gesellschaft Medien Politik Wissenschaft

Horror-Clown meldet sich zu Wort

Der für Terror-Horror zuständige Terror-Horror-Clown der Bundesregierung, Thomas de Maizière, hat sich zu seinen Horror-Clown-Kollegen-Amateuren, die seit einiger Zeit die Republik unsicher machen, zu Wort gemeldet. Erstaunlicherweise hat der staatliche Terror-Horror-Clown de Maizière dabei nicht auf Milde für seine Klein-Terror-Horror-Nachahmer-Clowns plädiert, sondern fordert ein hartes Vorgehen gegen diese. Dabei drohen de Maizière – wie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel – für seine Horror-Clown-Aktionen in Hannover, München und Düsseldorf nach § 145d StGB – Vortäuschen einer Straftat – selbst jeweils bis zu drei Jahre Haft.

De Maizière zu ‚Horror-Clowns‘: ‚Das hat nichts mehr mit harmlosen Halloween-Bräuchen zu tun‘„, titelt Spiegel Online. Weiter heißt es: „Jetzt schaltet sich auch der Bundesinnenminister ein: Den sogenannten Horror-Clowns müsse man ‚hart und mit null Toleranz entgegentreten‘, fordert Thomas de Maizière – vor allem mit Blick auf mögliche Nachahmer. […] ‚Wenn Menschen massiv mit Gewalt bedroht werden, kann das strafbar sein‘, sagte de Maizière, ‚das hat nichts mehr mit harmlosen Halloween-Bräuchen zu tun.‘ Angesichts der bundesweit wachsenden Zahl von Zwischenfällen forderte er Betroffene auf, Strafanzeige zu stellen, ‚damit die Polizei dem nachgehen und die Justiz gegebenenfalls möglichst schnelle Urteile fällen kann‘.“.

Die Horror-Clowns de Maizière und Merkel hatten in den letzten zwölf Monaten drei große Horrorclown-Attacken zu verantworten. Diese belästigten und verängstigten nicht nur eine handvoll Passanten, sondern stellten jeweils Horror-Clown-Angriffe auf die gesamte Bevölkerung des Landes dar. Drei Mega-Horror-Clown-Attacken: Die Horror-Terror-Clown-Attacke vom (dann abgesagten) Fußballländerspiel Deutschland gegen Niederlande in Hannover im November 2015, von Silvester 2015 in München und von Juni 2015 in Düsseldorf. Bei allen drei Horror-Clown-Attacken wurden Menschen massiv mit Gewalt bedroht. Der Terror-Horror-Schrecken hatte Auswirkungen, auch wenn sich die Horror-Terror-Bedrohung schnell als Luftnummer ohne tatsächlich existierende Gefahr für Leib und Leben herausstellte.

Markus Kompa schreibt in Telepolis zu den Horror-Terror-Clown-Vorfällen von Düsseldorf und der nachfolgenden Gesetzgebung: “Der terrorisierte Bundestag winkte unter dem Eindruck eines gerade noch einmal verhinderten ‘Paris’ oder ‘Brüssel’ am Rhein ein weiteres ‘Anti-Terror-Paket’ durch, die Ausweitung der Befugnisse des Verfassungsschutzes durch. Am 28. Juni stellte der Innenminister den Verfassungsschutzbericht 2015 vor, wobei man dabei auch die Düsseldorfer IS-Schläfer beschwor. Am 29. Juni nickte der Bundestag die Ausweitung der Kompetenzen für den BND ab und legalisierte im Prinzip die Kooperation mit der NSA legalisiert, die man zuvor heimlich und rechtswidrig praktiiziert hatte. Am 30. Juni später petzte die Rhein-Zeitung, dass der Düsseldorfer Terror ein “Hirngespinst” war. Die so gefährlichen ‘Terroristen’ sind wieder auf freiem Fuß.”.

Die zitierte Rhein-Zeitung schreibt in dem von Kompa verlinkten Artikel “Keine Beweise für konkrete Bedrohung. Düsseldorfer Terrorplan war ein Hirngespinst” unter anderem folgendes: “A. und die anderen Festgenommenen sollen aber nie in der Lage gewesen sein, auch nur ansatzweise einen solchen Anschlag durchzuführen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Die Männer seien vor ihrer Festnahme lange beobachtet worden. Zweimal seien die Antiterrorfahnder übereinstimmend zu dem Schluss gekommen, dass von ihnen keine Gefahr ausgehe. Der Zugriff sei schließlich am 2. Juni nur erfolgt, weil sie nach Italien ausreisen wollten – und nicht, weil sie einen Anschlag planten. Europaweit hatten die Medien über den Fall berichtet. Einige Experten hatten sich damals über die vielen Details gewundert, die über das Vorhaben an die Öffentlichkeit gerieten. “Leute, die freiwillig zur Polizei kommen und so etwas ausplaudern, wollen sich oft auch nur wichtig machen”, so ein Ermitter.”.

Hinzu kommen de Maizières und Merkels Horror-Terror-Clown-Attacken in Hannover und München Ende 2015, die wohl sogar noch mehr Horror unter der Bevölkerung verbreiteten: Sowohl beim Fußballländerspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover, welches trotz der Anschläge in Paris während des Länderspiels Frankreich gegen Deutschland wenige Tage zuvor unbedingt stattfinden sollte, als auch in der Silvesternacht in München (Hauptbahnhof, Bahnhof Passing) wurde aufgrund von Angaben der Bundesregierung von einem Terrorangriff ausgegangen. Der Terror-Horror war perfekt. Tatsächlich stellte sich in beiden Fällen nach Ermittlungen der untergeordneten Behörden schnell heraus, dass es die angeblichen Terroristen, mit denen die Horror-Clowns Merkel und de Maizière die Bevölkerung erschreckten, wohl nie gegeben hat und dass es jeweils keinen Beleg für einen tatsächlich geplanten Terroranschlag gibt. Bereits Ende Februar 2016 wurde beispielsweise bekannt, dass die Behörden im Falle des angeblichen Silvesterterrors von München bereits Ende Januar die Ermittlungen gegen “die Terroristen” (also die Phantomterroristen) eingestellt haben (TZ – “Das Ermittlungsverfahren sei deshalb bereits Ende Januar eingestellt worden.”, Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Hamburger Abendblatt, Focus). Natürlich ohne Ergebnis. Wie auch?

Die Tagesschau schrieb schon Anfang Januar 2016 zu den Ereignissen in München und Hannover in dem Artikel “Terroralarm in München. Haben die Behörden richtig reagiert?“ zu den staatlichen Horror-Clown-Attacken mit Terroristen-Horror: “Wie konkret war die Bedrohung? Das wissen wir nicht genau. Bisher haben die Ermittlungen der Polizei nichts ergeben. Das muss aber nicht heißen, dass die Bedrohung nicht real war. Denkbar ist, dass die Anschlagspläne kurzfristig verworfen wurden, nachdem öffentlich wurde, dass die Behörden im Bilde sind. Aber es ist auch durchaus möglich, dass es überhaupt keine Bedrohung gab, der Hinweis also gegenstandslos war. Es kann sein, dass wir dies nie sicher erfahren werden. Das Ganze erinnert an die Terrorwarnung vor dem Länderspiel Mitte November in Hannover: Auch damals gab es einen sehr konkreten Hinweis, gefunden hat man aber nichts – auch nicht in den Wochen danach, in denen die Behörden den Hinweisen sehr intensiv nachgingen.”.“

Die Horror-Clown-Bundesregierung hat für die ominösen, angeblich “konkreten Hinweise”, aufgrund derer in beiden Fällen Terroralarm – und damit Terror-Horror – ausgelöst wurde, nie Belege vorgelegt und im Nachhinein gibt es keine Anzeichen geschweige denn Beweise dafür, dass es hier jeweils überhaupt eine Bedrohung gab. Ein riesiger Horror-Fake. Da wird einfach irgendwas behauptet – und nichts davon läßt sich nachweisen. Da soll dann – in beiden Fällen – irgendwie irgendein ausländischer Geheimdienst irgendwo irgendwas aufgeschnappt und weitergeleitet haben, dass ganz, ganz konkrete und superdetailierte Anschlagpläne irgendwie vorlägen (die in beiden Fällen nicht einmal besonders viel Sinn ergaben, jedenfalls nicht aus der Sicht eines potentiellen Terroristen). Im Endeffekt verlangt die Regierung von den Bürgern, einfach irgendetwas zu glauben. Dafür, dass es tatsächlich Anschläge an diesen beiden Tagen hätte geben sollen, spricht nämlich gar nichts, es gibt nicht den geringsten “belastbaren” Anhaltspunkt dafür. Ein langwirkender Horror-Clown-Schrecken, den die Bundesregierung da ihren Opfer – die Bevölkerung – zugemutet und angetan hat.

Da es sich bei den Horror-Clown-Attacken von Düsseldorf, München und Hannover offensichtlich um von der Regierung gewünschten Terror-Horror zur Gefügigmachung der Bevölkerung handelt, werden die Horror-Clowns Innenminister de Maizière und Bundeskanzlerin Angela Merkel aber wohl eher nicht ins Gefängnis wandern. Ihren Zweck haben die Horror-Angstangriffe der Regierenden auf Volk und Bundestagsabgeordnete erfüllt: Es gibt neue, härtere “Anti-Terror-Gesetze” – die sich natürlich auch prima auf die ganze Bevölkerung anwenden lassen. Und natürlich ist eine so verängstigte Bevölkerung eine wunderbar im Sinne der Vorstellungen der Horror-Clowns in der Regierung formbare Masse, der man alles verkaufen kann, damit der Horror endlich endet …

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

3 Kommentare

Kommentare sind geschlossen.