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Syrienpropaganda: Professor als Fälscher

Ian Bremmer, Professor für Politikwissenschaft an der Universität New York in den USA, ist ein Anti-Wissenschaftler und Feind der Wissenschaft. Der US-Amerikaner betätigte sich vorgestern propagandistisch als Bildfälscher beziehungsweise Nachrichtenfälscher, indem er ein Bild mit einer Pseudo-New-York-Freiheitsstatue-Skulptur bei Twitter veröffentlichte, welches aus dem umkämpften Aleppo in Syrien stammen soll und ein aktuelles künstlerisches Statement gegen die Angriffe der syrischen und russischen Armee auf die sogenannten „Rebellen“ in Ost-Aleppo sein soll und zigtausendfachen Widerhall fand. Tatsächlich stammt das Bild von einem am persischen Golf in Dubai lebendem „oppositionellen“ Syrer (Tammam Azzam) und wurde bereits mindestens 2012 hergestellt, wie sich im Internet beispielsweise mit einer Bildsuche leicht ermitteln läßt.

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Aus wissenschaftlicher Sicht wiegt sogar noch schlimmer, dass Bremmer hier nicht nur als Zeitgeschichte-Fälscher aktiv war, sondern Propaganda für die „Rebellen“ statt Wissenschaft betreibt. Es ist ein Wissenschaftsskandal, ein ungeheuerlicher Vorgang. Ian Bremmer muss mit Fug und Recht als korrupt und als ein Verräter und Feind der Wissenschaft bezeichnet werden. Er betreibt Propaganda, wahrt in keinster Weise die gebotene wissenschaftliche Neutralität, vertuscht absichtlich den aktuellen Forschungsstand zur Situation in Syrien und Aleppo und wirbt mit einem solchen Falschbild ausgerechnet für die Terroristen-Rebellenkoalition von Aleppo, die nach dem Stand der Wissenschaft und sogar nach Aussagen der US-Regierung auch noch unter Kontrolle der Al Qaida steht.

US-Verteidigungsministerium im April 2016 bei einer Pressekonferenz zu Syrien: “That said, it’s primarily al-Nusra who holds Aleppo”. Al Nusra ist der syrische Arm der Al Qaida. Und die Qaida hält also nach Angaben des US-Militärs Aleppo beziehungsweise Ost-Aleppo.

Nun mögen manche sagen, das sei halt die ganz normale Propaganda des Westens, die es mittlerweile tagtäglich in rauen Massen gibt und der Professor sieht sich eben irgendwie im Krieg. Nein: Für die Wissenschaft ist es ein unglaubliches Drama, das sich hier abspielt und wohl des schwerstmögliche wissenschaftliche Vergehen überhaupt. Vergleichen Sie es mit einem Skandal in der pharmazeutischen Industrie, bei dem Medikamententests gefälscht wurden. Vergleichen sie es mit der Fälschung der Diesel-Abgaswerte durch die Automobilindustrie. So etwa in dieser Kategorie ist das – mindestens – angesiedelt. Ich bin selbst auch Politikwissenschaftler und so ein Fehlverhalten eines Universitätsprofessors macht mich zurecht wütend. Dann brauchen wir auch keine Wissenschaft mehr, wenn wir solche Figuren wie Ian Bremmer zu Professoren machen …

Der Mann dürfte eigentlich nie mehr wissenschaftlich lehren, geschweige denn irgendeine Rolle in der wissenschaftlichen Gemeinschaft spielen. Und er hat sich nicht mal richtig für sein Fehlverhalten entschuldigt, geschweige denn als Zeichen der Reue beispielsweise den aktuellen Stand der Forschung und Wissenschaft hinsichtlich der sogenannten „Rebellen“ von Aleppo dargelegt: Dass diese eben eine Al-Qaida-dominierte Koalition sind, dass sie trotz ihres Terrorhintergrundes von den USA, der Türkei, Katar, Saudi-Arabien mit Waffen ausgerüstet und mannigfaltig unterstützt werden, dass es Söldner des Westens und seiner regionalen Verbündeten sind, die gegen die syrische Regierung unter Assad ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung in Stellung gebracht wurden und mittlerweile die Scharia in den von ihnen beherrschten Gebieten eingeführt haben.

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