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Wie die USA Afghanistan gezielt zum Drogenland machten

Die Drogenstory des Nachbarlandes von Pakistan (Verweis auf das Nachbarland aus aktuellen Anlaß) kann man ganz offen in der Wikipedia nachlesen:

Während des Sowjetisch-Afghanischen Krieges (1980–1988) unterstützte die CIA intensiv die afghanischen Kämpfer, die einen Guerillakrieg gegen die sowjetischen Besatzer führten. Die Unterstützung bestand u.a. aus modernen Waffen, Finanzhilfen sowie militärischer Beratung.

Zusätzlich unterstützte die CIA jedoch auch indirekt den Anbau von Opium in Afghanistan und dessen Weiterverarbeitung zu Morphin bzw. Heroin (Diacetylmorphin), die Verfahren sind sehr einfach durchzuführen, waren den Afghanen bis dahin jedoch weitgehend unbekannt. Bis dahin wurde in Afghanistan an illegalen Drogen praktisch nur Cannabis angebaut. Die Regionen wurden jeweils von sogenannten Warlords kontrolliert, diese trieben den Anbau, Verarbeitung sowie den Handel mit Opium bzw. Heroin voran. Sie wurden von der CIA ebenfalls mit Transportmitteln, Waffen sowie politischer Rückendeckung unterstützt.[4]

Ziel der CIA war vermutlich, die in Afghanistan stationierten sowjetischen Soldaten dem günstigen Heroin auszusetzen und abhängig zu machen, exakt so wie es zahlreichen US-Soldaten im Vietnamkrieg erging. Ein weiteres Ziel dürfte es gewesen sein, im Rahmen des Kalten Krieges und Kampfes gegen den Kommunismus das Drogenproblem auch in die Sowjetunion zu tragen. Dieses Ziel wurde auch weitgehend erreicht, und war 1988 neben der großen Anzahl toter junger wehrpflichtiger Soldaten sowie über 50.000 Verwundeten einer der Hauptgründe für den sowjetischen Rückzug aus Afghanistan.

Trotz Kontrollen durch die Sowjetunion gelangten große Mengen an Heroin und Haschisch aus Afghanistan in die angrenzende Sowjetunion. Die Drogenproblematik nahm rapide zu. Der Krieg war ohnehin sehr unpopulär in der Sowjetunion, die sich verschärfende Drogenproblematik sowie die sehr hohen Kosten für den langen Krieg dürften die Auflösung der Sowjetunion beschleunigt haben. Somit war die Operation ein Erfolg.

Die Produktion von Opium wurde durch die Afghanen auch nach Kriegsende weiter betrieben, das Land versank jedoch in einen Krieg zwischen den jeweiligen Kriegsherren, aus dem die Taliban als Sieger hervorgingen. Allerdings erreichte der Opiumanbau seine inzwischen extremen Ausmaße erst einige Jahre nach der von den USA angeführten Invasion Afghanistans 2001. Afghanistan steht inzwischen für etwa 95 % der weltweiten (illegalen) Heroinproduktion. Die westlichen Truppen, großteils US-Soldaten, haben Befehl, nicht in den Opiumanbau einzugreifen. Die Guerillataktik wendet sich seitdem gegen die USA und ihre Verbündeten selbst und 2010 war das bisher blutigste Jahr für die USA und die westliche Koalition.

Beim Thema Afghanistan auch ganz interessant ist dieser Post bei Fefe. „Interview aus dem Jahre 1998 mit Sbigniew Brzezinski, einem der wichtigsten kalten Krieger der USA, Sicherheitsberater von Jimmy Carter. […] Das Detail war mir neu. Ich wusste, dass die CIA die Mudschaheddin bewaffnet hat, um der Sowjetunion in Afghanistan ‚ihr Vietnam‘ zu besorgen. Aber dass die USA die Sowjet-Invasion überhaupt erst herbeigeführt haben, das wusste ich nicht. Der eine oder andere von euch vielleicht auch nicht.“. Die USA hatten die Mudschaheddin schon ein halbes Jahr vor dem Einmarsch der Sowjets bewaffnet (und dadurch bewußt den Einmarsch provoziert). Sagt einer der damals Verantwortlichen aus den USA, der legendäre Zbigniew Brzeziński.

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