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Deutsche Mediziner im zerstörten kurdischen Cizre, Türkei

Christa Blum und Dr. Elke Schrage sind IPPNW-Mitglieder und bereisen derzeit die kurdischen Gebiete in der Türkei. IPPNW, das ist die humanitäre Vereinigung „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“. Im Blog der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. haben die beiden einen  Bericht aus Erdogans Türkei, aus dem von den eigenen türkischen Truppen zerstörten Cizre – einer 135.000 Einwohner zählenden Stadt im türkischen Kurdistan – niedergeschrieben: „Die Welt hat geschwiegen: Ein Besuch in Cizre„.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Bericht: „Danach stand Cizre 84 Tage ununterbrochen unter Belagerung. Während der Vorankündigungfrist von 12 Stunden verließen ca. 30% der Bevölkerung die Stadt. Viele blieben, in der Hoffnung, ihre Häuser zu retten. Alle Lebensadern wurden gekappt. Dreihundert Menschen starben in den ersten 35 Tagen der Ausgangssperre. Einzelne oder Familien verließen mit weißen Fahnen ihre Häuser in dem am stärksten betroffenen Gebiet. Manche wurden trotzdem beschossen. Verletzte oder Schwangere wurden von der Klinik abgewiesen, die jetzt dem Militär diente. Nach vierzig Tagen waren die abgeriegelten Viertel leer bis auf jugendliche Militante und wenige Bewohner, die nicht gehen wollten oder konnten. Die Leiche einer PKK-Kämpferin hat das Militär auf der Straße zur Schau gestellt.“.

Wohlgemerkt: Es handelte sich hierbei um einen Inlandseinsatz des türkischen Militärs.

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