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Hier ermorden ukrainische Soldaten friedliche Demonstranten in Mariupol vor laufender Kamera

Erschreckend beiläufig und sicher nicht wie im Kino: Auf diesem Video wird gezeigt, wie ukrainische Soldaten oder Kämpfer (der Kiewer „Übergangsregierung“) am 9. Mai 2014 im Osten der Ukraine protestierende, unbewaffnete Menschen einfach töten. Zur gleichen Zeit wurde diese als „prorussische Separatisten“ bezeichneten Menschen immer wieder von westlichen Medien als „schwer bewaffnet“ bezeichnet, um einen Einsatz des ukrainischen Militärs (und der ukrainischen „Freiwilligenverbände„) gegen sie zu rechtfertigen. Damals war aber – im Gegensatz zu heute – noch lange nicht davon die Rede, dass der Konflikt in der Ostukraine durch einen „Einmarsch Putins“ ausgelöst wurde. Man hatte alle Hände damit zu tun, den Angriff der Kiewer rechtsextremen Kämpfer und der regulären ukrainischen Armee zu begründen (bei letzterer liefen auch viele Soldaten über und/oder wollten sich nicht am Einsatz gegen die eigenen Bürger beteiligen).

Der Hinweis auf dieses Video kam über diesen lesenswerten aus dem englischen übersetzten Artikel in der Propagandaschau, der auch noch weitere Informationen und Gedanken zum Krieg in der Ukraine beinhaltet: „offguardian: Brief an die Redakteure des Guardian – hiermit weitergeleitet an die deutschen Lügenmedien„. Zitat: „Dieser fantastische Moment, als CIA-Chef John Brennan in Kiew weilte und rein zufällig ein paar Tage später Yats und Turch beschlossen haben, alle Einwohner des Donbass als ‚Terroristen‘ zu bezeichnen. Und eine Militäroperation zu starten, um sie auszulöschen. Die Bilder von gepanzerten Fahrzeugen, die von Slawiansker Frauen aufgehalten und entwaffnet wurden. Die Videos über unbewaffnete Zivilisten, die in Odessa und Mariupol ermordet wurden.“. Das obige Video ist unter dem Stichwort „Mariupol“ verlinkt.

In dem Artikel geht es (auch) darum, dass das eigene Archiv – die eigenen Meldungen des Guardian von damals – den Guardian der Lüge überführt und dass eben Russland nicht in der Ostukraine eingefallen ist und auch nicht einen Krieg dort angezettelt hat. Ich merke noch dazu an: Obwohl die Meldungen damals schon Propaganda enthielten („Prorussische Separatisten, schwer bewaffnet“), reichen sie aus, um diese Lüge aufzudecken! In dem Artikel heißt es: „Seht Ihr nicht, wie verkommen und manipulativ Euer Plan plötzlich erscheint? Wenn Ihr so tut, als ob bestimmte Dinge gar nicht passiert wären, während Euer Archiv beweist, dass Ihr es sehr wohl wusstet. Seht Ihr nicht, wie moralisch und intellektuell Bankrott Ihr erscheint, wenn Ihr undifferenzierte Zusammenfassungen bevorzugt, die im Grunde aus Lügen bestehen? Seht Ihr nicht, wie verabscheuungswürdig großzügig Ihr mit der Wahrheit, der Realität und menschlichem Leben umgeht? Das ist der Grund, warum Euch die Menschen nicht mehr glauben.“.

Hier ein noch aktueller Versuch aus Deutschland, die Geschichte umzuschreiben aus der einflussreichen Publikation „Das Parlament“. Und hier noch ein paar Meldungen aus dieser Zeit aus der deutschen Presse (anläßlich des Besuchs Petro Poroschenkos bei Angela Merkel in Berlin am 7. Mai 2014):

FAZ am 7. Mai 2014

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„Petro Poroschenko Der Oligarch des Majdan. Zu seinen Gunsten verzichtete Vitali Klitschko auf eine Kandidatur: „Schokoladenkönig“ Petro Poroschenko hat beste Chancen, Präsident der Ukraine zu werden. Bei seinem Besuch in Berlin verteidigt der Oligarch den gewaltsamen Einsatz gegen prorussische Separatisten.“

 

Der Spiegel am 7. Mai 2014

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„Poroschenko in Berlin: ‚Das sind ganz einfach Terroristen.‘ Der Milliardär Poroschenko ist Favorit für die Präsidentschaftswahl in der Ukraine. In Berlin rechtfertigte er das gewaltsame Vorgehen der Regierungssoldaten im Osten des Landes. Die prorussischen Milizen seien ‚Terroristen‘.“

 

FAZ am 9. Mai 2014

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„Stillstand im Ukraine-Konflikt: Übergangspräsident Alexander Turtschinow und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk schlugen am Donnerstagabend einen nationalen Dialog zur Entschärfung der Krise vor, stellten aber klar, dass sie nicht mit bewaffneten Regierungsgegnern verhandeln. Entgegen internationaler Forderungen sollen Sicherheitskräfte in der Ostukraine zudem weiter gegen Separatisten vorgehen. Nach russischen Angaben hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen ‚Runden Tisch‘ aller Konfliktparteien vorgeschlagen, also auch unter Beteiligung der prorussischen Separatisten.“

 

Deutsche Welle am 7. Mai 2014

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„Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Petro Poroschenko rechtfertigte bei seinem Besuch in der deutschen Hauptstadt das gewaltsame Vorgehen der Armee gegen prorussische Separatisten, die er als Terroristen bezeichnete. Wer ein Maschinengewehr trage und andere Menschen töte, verstehe nur eine Sprache, sagte Poroschenko, „und das ist die Sprache der Gewalt“. Verhandlungen mit den Separatisten lehnte er ab: „Sie repräsentieren niemanden“. „Wir müssen Recht und Ordnung wieder herstellen und die Terroristen von den Straßen fegen“, erklärte der Großunternehmer und Politiker,“

 

Die Welt am 7. Mai 2014

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„Ukrainischer Süßwarenkönig stellt Forderungen. Er ist der aussichtsreichste Kandidat für die Präsidentschaft in der Ukraine. Heute besucht Petro Poroschenko die Kanzlerin – der Oligarch verteidigt den Armee-Einsatz gegen prorussische Separatisten.“

 

Die Welt am 7. Mai 2014

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„Gegen die 120.000-Einwohner-Stadt Slawjansk im Norden des Gebiets Donezk gehen Regierungstruppen seit Tagen mit Panzerfahrzeugen und schwerer Technik vor. Bei der ‚Anti-Terror-Operation‘ im russisch geprägten Osten des Landes starben nach Informationen beider Seiten bereits zahlreiche Menschen, Dutzende wurden verletzt. Kämpfe in der Hafenstadt Mariupol. Die ukrainische Nationalgarde eroberte Medienberichten zufolge nach heftigen Kämpfen mit prorussischen Separatisten das Rathaus der Hafenstadt Mariupol in der Nacht zum Mittwoch zurück. Die Rebellen hätten die Hauptdurchgangsstraße der ostukrainischen Stadt mit brennenden Reifen und einem angezündeten Bus blockiert, nachdem sie aus dem Gebäude gedrängt worden seien, berichtete ein ukrainischer Fernsehsender.“

 

Wirtschaftswoche vom 7. Mai 2014

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„Poroschenko selbst lehnte jede Beteiligung von prorussischen Milizen an neuen internationalen Friedensgesprächen strikt ab. Die ukrainische Führung sei zu keinen Verhandlungen mit „Terroristen“ bereit, sagte er nach einem Treffen mit dem CDU-Außenpolitiker Andreas Schockenhoff. „Das sind ganz einfach Terroristen. Manche von ihnen sind geisteskrank.“ Russland hat die Beteiligung prorussischer Separatisten zur Bedingung für eine neue Ukraine-Konferenz in Genf gemacht.“

 

n-tv vom 7. Mai 2014

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„Merkel ermahnt Poroschenko. ‚Schokobaron‘ redet nicht mit Separatisten. Noch vor wenigen Wochen war Pjotr Poroschenko im Westen ein unbeschriebenes Blatt, nun empfängt Angela Merkel den ukrainischen Präsidentschaftskandidaten. Die Kanzlerin will den Milliardär zu Verhandlungen zwingen – sogar mit den Separatisten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten in der Ukraine, Pjotr Poroschenko, zum Dialog gemahnt. Bei einem Treffen im Kanzleramt habe Merkel auf die ‚Bedeutung von Gesprächsbereitschaft und Dialog‘ hingewiesen, teilte Regierungssprecher […]“

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Ein Kommentar

  1. In diesem Video wird das Geschehene durch den n-tv-Korrepondenten Dirk Emmerich bestätigt:

    https://www.youtube.com/watch?v=MSTSZVt0wE8

    Dafür dürfte er wohl einen ordentlichen Rüffel bekommen haben, denn es geht ja schließlich nicht, dass jemand da so einfach Journalismus betreibt. der diese Bezeichnung tatsächlich verdient.

    Schöne Freunde haben wir da übrigens…

    Hier stellen sich Zivilisten Panzer der ukrainischen Streitkräfte in den Weg, um diese aufzuhalten. Das Video wurde in Pchyolkino im April 2014 aufgenommen:

    https://www.youtube.com/watch?v=96U5U2WKtbM

    Und hier zwei Videos aus der Gegend um Slawjansk, ebenfalls vom April letzten Jahres:

    https://www.youtube.com/watch?v=YpX7L0Rn3pM

    https://www.youtube.com/watch?v=oDsVzbOMXQw

    Schmierfinken wie Bidder, Dobbert oder Röpke würden es wahrscheinlich so darstellen, als würde es sich um russische Panzer handeln, die in Kiew eingefallen sind 😉

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