Gesellschaft Medien Politik Wissenschaft

MH17-Belohnung ausgezahlt: Detektiv hat Ergebnisse

Nach dem letzten Bellingcat-Desaster kommt wieder etwas Bewegung in die Untersuchung des größten Tötungsdeliktes im aktuellen Ukraine-Konflikt: In dem Artikel „Informant zu MH 17 packt aus“ meldet das Wirtschaftsmagazin Capital, dass der Lübecker Detektiv Josef Resch, der von Unbekannten mit der Ermittlung der Täter des Abschusses des malaysischen Passagierflugzeuges MH17 über der Ukraine beauftragt worden war und dazu eine abermillionschwere Belohnung ausgerufen hatte (Ukraine, MH-17 – neue Entwicklungen), Ergebnisse hat. „Kommt jetzt die Wahrheit ans Licht? Die millionenschwere Belohnung für Hinweise auf den Abschuss von Flug MH17 führte angeblich zum Erfolg. Auftraggeber und ein Informant sollen handelseinig sein.“ heißt es dort.

Die Belohnung wird also ausgezahlt, die wahrscheinlich brisanten Informationen sind bereits weitergereicht. Resch rechnet damit, dass seine Ermittlungsergebnisse in nächster Zeit veröffentlicht werden. Ob sie korrekt sind, wird sich zeigen. Auf jeden Fall dürfte das wie eine Bombe einschlagen. Der Auftraggeber ist nach wie vor der Öffentlichkeit unbekannt. Das offizielle MH17-Untersuchungsteam JIT (Joint Investigation Team), welches aus Experten der fünf Länder Ukraine, Belgien, Niederlande, Australien, Malaysia besteht, konnte oder wollte bisher keine vernünftigen Ergebnisse liefern. Dass mit der Ukraine einer der Tatverdächtigen im Ermittlungsteam sitzt, könnte vielleicht mit ein Grund dafür sein.

Hier noch einmal der Link zur Originalausschreibung von Reschs Detektei „Wirtschaftsfahndung Wifka“ mit der (ersten) ausgelobten Belohnung von 30 Millionen Euro.

UPDATE: Hier noch ein zweiter Artikel aus capital.de – ein Interview mit Resch – anläßlich der Aufstockung der Belohnung um 17 Millionen Dollar: „Wir brauchen einen zweiten Snowden„. Dort sagt Resch: „Noch können wir nichts wirklich ausschließen. Aber wir haben erhebliche Zweifel an der gängigen Theorie.“. Der Capital-Artikel ist vom 25. November 2014.

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

2 Kommentare

  1. Man kann nur hoffen, dass sich der Informant eines langen Lebens erfreuen darf, dass ihn kein unerklärlicher früher Tod ereilt…

Kommentare sind geschlossen.