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Hetzjagd gegen Gewerkschaftsboss: BILD fordert Bevölkerung zum Telefonterror auf

Heute hat das Medium „BILD“ die seit Wochen im Rahmen des Lokführerstreiks (Gewerkschaft GdL) laufende Hetze gegen Gewerkschaften und das Streikrecht allgemein in Deutschland noch einmal verschärft und die private Telefonnummer des GdL-Gewerkschaftschefs Claus Weselsky veröffentlicht, zusammen mit der Aufforderung dem „Bahnsinnigen“ (ein unverhohlenes Wortspiel mit „Wahnsinnigen“) doch einmal direkt die Meinung zu geigen.

„GDL-Chef Weselsky. Der Größen-Bahnsinnige. 109 Stunden Stillstand ++ Längster Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn ++ Geigen Sie dem Gewerkschafts-Boss die Meinung: Telefon [hier kommt im BILD-Artikel die Telefonnummer] ++“ und „Wer dem Bahnsinnigen noch direkt die Meinung geigen will, das ist seine Telefonnummer: [hier kommt im BILD-Artikel die Telefonnummer]“ schreibt das rechte Hetzblatt und setzt damit die (aufgehetzten) Menschen in Deutschland auf die Privatperson Weselsky an.

Traurigerweise sind übrigens zur Zeit nicht nur nahezu alle Medien (und natürlich auch „die Wirtschaft“), sondern auch alle Parteien außer der Linkspartei Teil der nahezu unglaublichen neoliberalen Hass-Kampagne gegen das Recht zu streiken. Die als „unverschämt“ diskreditierte Forderung der Lokführergewerkschaft beläuft sich übrigens auf eine Lohnerhöhung von 5%. Ein Lokführer verdient zur Zeit nach 20 Jahren Arbeit Netto 1750 Euro im Monat. Viel mehr soll er nach Meinung der genannten Großen Asozialen Koalition aus Parteien, Wirtschaft und Medien nicht verdienen dürfen.

Passend zum Thema ein Beitrag von Max Uthoff in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“:

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

5 Kommentare

  1. Hallo Herr W., exi Ossi, Möchtegerngroß,
    Ihr borniertes, arrogantes Größenwahngehabe passt nicht in unser gewachsenes Demokratiegefüge.
    Verpissen Sie sich doch infach!

    Bernd Antoni

  2. Zur Zeit findet eine regelrechte Hetze der Massenmedien gegen die Lokführer statt.
    Und diese Propaganda gegen die GdL beeinflusst die Meinung der Unwissenden natürlich,was auch so geplant ist…

    Die Fakten und die Rechtslage jedoch sprechen für die GdL. Zum Beispiel verdienen die Deutschen Lokführer im Europäischen Vergleich am zweitwenigsten in Europa.
    Eine Schande, bei der hohen Verantwortung eines Lokführer s für Menschenleben.

  3. Brot und Spiele. Willkommen in der BRD. Hetzen, manipulieren und zersetzen.

    Herr Weselsky machen Sie weiter so. Ihre Gewerkschaftsmitglieder können froh sein, dass Sie sich nicht kaufen lassen. Hoffe, dass Sie durchhalten.

    In diesem Land ist man vermutlich erst froh und glücklich, wenn auch der letzte Arbeitnehmer am Mindestlohntuch der SPD nagt.

    Man kann sich für manche, wahrscheinlich gekaufte und in die Kamera wimmelnden, Zeitgenossen wirklich nur noch schämen.

    Die Masse der hier in der BRD lebenden Deutschen sind mittlerweile vermutlich restlos verblödet.

  4. Die Hetze der gleichgeschalteten Medien auf die Lokführer und deren Gewerkschaft ist unerträglich und ein Skandal.

    Und dabei sticht der Focus, aber auch das Portal T-Online und insbesondere die Blöd-Zeitung hervor, eigentlich die selbsternannte „Zeitung des kleinen Mannes“, die hetzerisch sogar die Telefonnummer des GdL Gewerkschaftschefs und dessen Wohnadresse veröffentlicht hat.
    Ich empfehle dem Gewerkschaftschef Weselsky, die Telefonnummer des Chefredakteur der Blöd-Zeitung Kai Diekmann einfach in der nächsten Gewerkschafts- Publikation ebenfalls zu veröffentlichen..

    Die ausgesprochen negative und einseitige Propaganda der deutschen „Qualitätsfreien“ Medien, bei der sogar ARD und ZDF mitmachen, beeinflusst die Meinung der Unwissenden Deutschen selbstverständlich und ist auch so von den Neoliberalen Kräften und sogar der Politik gewollt.

    Siehe nur, das neu geplante „Streikgesetz“ für 2015, das kleinen Gewerkschaften praktischerweise das Streikrecht wegnimmt, aus der Hand der SPD kommend!

    Dabei weiss der Deutsche Bürger nicht einmal, dass eigentlich die Gewerkschaften z.B. die ohnfortzahlung im Krankheitsfall und weitere Errungenschaften, durch Streiks in den 50ger Jahren erst ermöglicht haben.

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