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Deutscher Waffenhandel: Lüge und Wahrheit liegen eng zusammen

Die deutsche Rüstungsindustrie fordert mehr Waffenexporte. Dafür machen sich – natürlich – unter den Regierungsparteien hauptsächlich CDU und CSU stark, mit der üblichen Begründung: „Wegen unserer Arbeitsplätze“. Dass die Begründungen für einen vermehrten deutschen Waffenhandel immer dreister werden, verdeutlicht dieser Schlußteil eines Spiegel-Artikels, den man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen sollte:  

„[…] Ralf Stegner räumte vor Kurzem ein, dass eine Einschränkung der Exporte die ohnehin geschwächte deutsche Rüstungsindustrie weitere Arbeitsplätze kosten könnte. ‚Aber im Zweifelsfall muss man sich hier ganz klar auf die Seite von Frieden und Entspannung stellen und darf nicht sagen: Weil wir damit Geld verdienen, darf das so weitergehen.‘ Es dürfe keine Rüstungsexporte in Spannungsgebiete und in Staaten mehr geben, die damit ihre eigene Bevölkerung unterdrückten. [Absatz] Deutsche Konzerne haben 2013 Rüstungsgüter im Wert von 5,8 Milliarden Euro ausgeführt – ein Rekordwert.“.

Geschwächte deutsche Rüstungsindustrie vs. Rekordwert beim Export? Alles klar, keine weiteren Fragen.

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