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Auf zum Drohnenmord!

Wieder einmal tut sich ein CDU-Politiker hervor, wenn es darum geht, Grundsätze unseres einst halbwegs freiheitlich-demokratischen Rechtstaates anzugreifen: Verteidigunsminister Thomas de Maizière will Drohnen für die Bundeswehr anschaffen. Bewaffnete, tödliche Kampfdrohnen wohlgemerkt, nicht die etwas weniger harmlosen Aufklärungsdrohnen, über die die deutsche Armee ohnehin schon verfügt.

Daß die sich zur Zeit in Mode befindlichen Tötungswaffen eigentlich nicht im Einklang mit internationalen Abkommen über bewaffnete Konflikte stehen und nach jeder Definition schlichtweg Mord sind, scheint den gewieften CDU-Scharfmacher dabei kaum zu stören. Wer will ihm das verdenken, schließlich läßt selbst Friedensnobelpreisträger und US-Präsident Barack Obama fleißig Kinder, Frauen und Männer (Diese werden meist bei der Bekanntgabe der Opferzahl generell als „feindliche Kämpfer“ gewertet.) per Drohne ermorden.

Eines belustigt mich aber dann doch an der Sache: Was wäre, wenn Deutschland in ein paar Jahren über solche Waffen verfügen würde und eine Bundeskanzlerin Angela Merkel – Gott oder wer auch immer verhüte, daß sie dann noch Kanzlerin ist – würde deren Mordeinsatz befehlen? Was wäre, wenn sie jemand dann „Drohnenmörderin“ nennen würde? Sollte sie dagegen klagen? Den Prozeß würde sie doch verlieren – Schließlich ist die begangene Tat klasklar Mord – oder etwa doch nicht? Es wäre ein starker Test, ob wir noch einigermaßen in einem Rechtstaat leben oder schon in der Merkel-Diktatur.

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