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Ifo-Studie: Grunderwerbsteuer drückt Immobilienpreise

Die Grunderwerbsteuer drückt die Immobilienpreise

„Eine Studie weist nach, dass Erhöhungen der Grunderwerbsteuer zu Preisnachlässen führen, die sogar größer sind als die zusätzliche Steuerlast. Es ist also falsch, wenn argumentiert wird, die Steuer mache es Familien noch schwerer, ein Eigenheim zu erwerben. (…)

Das Resultat bestätigt die theoretische Vermutung: „Die Grunderwerbsteuer führt zu einer Verringerung der Immobilienpreise“, schreiben die Autoren. Die Käufer müssten zwar die Steuer abführen, profitierten aber gleichzeitig von geringeren Kaufpreisen. „Da die Grunderwerbsteuer von den Käufern zu zahlen ist, verringert sie deren Zahlungsbereitschaft“, erklärt Clemens Fuest die Ursache für den Preisrückgang. 

Überraschend ist dessen Ausmaß. „Der Preisrückgang fällt sogar größer aus als die zusätzliche Steuerbelastung einer einzelnen Transaktion“, haben die Ifo-Forscher ermittelt, und zwar gleich um ein Mehrfaches.

Auch das lässt sich erklären. Denn der Käufer muss einkalkulieren, dass er nicht nur zu Anfang die Steuer zusätzlich zum Kaufpreis abführen muss, sondern auch, dass der nächste Käufer wegen der erneut anfallenden Steuer weniger zu zahlen bereit sein wird. Je öfter eine Immobilie den Besitzer wechselt, desto stärker drückt die Grunderwerbsteuer ihren Wert.

Dieser Erklärungsansatz wird durch die Effekte der Steuer auf Preise verschiedener Arten von Immobilien gestützt, die das Ifo-Team ermittelte.“

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