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Googles neuer Kampfroboter

Neuer dynamischer Roboter Handle mit einer „Kombination von Rädern und Beinen“, von Googles Schwesterfirma Boston Dynamics (Alphabet-Konzern). Wird wohl als Arbeitsroboter promotet, aber sicher auch super bei Häuserkampf, Kampf Mann gegen Mann (Maschine) und Menschenjagd und damit nicht nur zur Vernichtung von Arbeitsplätzen, sondern auch von Personen zu gebrauchen. Nichts gegen Roboter allgemein, aber glaubt jemand ernsthaft, dass diese vom US-Militär (DARPA) geförderten Roboter den Asimov’schen Robotergesetzen unterliegen werden? Hier das Demo-Video zu Handle bei Youtube („Introducing Handle“):

Netzfrauen: „Roboter für militärische Zwecke – Google-Boston Dynamics veröffentlicht Video seines albtraum-auslösenden Roboters„: „„Handle“ steht auf zwei Rädern und bewegt sich ein wendiger Kellner auf Skates in einem Burger-Restaurant – und er kann auch erfolgreich treppab springen, einen Schneeabhang hinunterfahren und dabei 45 kg transportieren. […] „Handle“ ist circa 2 Meter groß und kann mit einer Geschwindigkeit von etwa 15 km pro Stunde bei hochakrobatischen Bewegungen herumrennen. Die Ladung seines Akkus erlaubt es ihm, etwa 24 km zurückzulegen. Er kann 1,20 hoch springen.“.

Robotergesetze, Wikipedia:

„Die Asimov’schen Gesetze lauten:[2]

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich[3]) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich[3]) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

Man beachte, dass die Gesetze hierarchisch aufgebaut sind. Sie bilden den Hintergrund der in Ich, der Roboter (1950) gesammelten Science-Fiction-Erzählungen und prägen seither die Auffassung, was und wie ein Roboter sein sollte. Die von Asimov beschriebenen Roboter sind in ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen an diese Gesetze gebunden. […]

In den Romanen Der Aufbruch zu den Sternen und Das galaktische Imperium (OT: Robots and Empire) wurde ergänzend das „Nullte Gesetz“ abgeleitet, und die anderen Drei Gesetze entsprechend modifiziert:

  1. Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
  2. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, außer er verstieße damit gegen das nullte Gesetz.
  3. Ein Roboter muss den Befehlen der Menschen gehorchen – es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum nullten oder ersten Gesetz.
  4. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieses sein Handeln nicht dem nullten, ersten oder zweiten Gesetz widerspricht.

Galt in der ersten Version der Asimov’schen Robotergesetze noch der einzelne Mensch als die höchste zu beschützende Instanz, so steht in den neuen vier Robotergesetzen die Menschheit über dem einzelnen Menschen. Besonders hier wird die Konsequenz aus dem hierarchischen Aufbau der Gesetze deutlich, da ein Roboter die Unversehrtheit einer Masse von Menschen derjenigen eines einzelnen Individuums vorziehen muss. Die Einführung des nullten Gesetzes ist deshalb als kritisch anzusehen, da es Robotern die Möglichkeit gibt, einzelne Menschen absichtlich zu verletzen oder gar zu töten, um die Menschheit zu beschützen. Dies wirft die grundsätzliche Frage auf, inwieweit es Robotern erlaubt sein sollte, Menschen zu schädigen. […]

Die Robotergesetze führen, wenn sie nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, zu Paradoxien, die in verschiedenen literarischen Werken und in Filmen dargestellt wurden.“

Youtube: „Boston Dynamics All Prototypes“